Codex
Diplomaticus Prussicus.
— e
urkunden⸗Sammlung zur ältern Geſchichte
Preuſſens
aus dem Königl. Geheimen Archiv zu Königsberg,
nebſt
KRigeſten
herausgegeben
don
Johannes Voigt,
Königl. Geheimen Regierungs-Natb, ordentl. Profeſſor der Geſchichte, Director des geheimen Archivs zu Königsberg.
Nitter des rothen Adler ⸗Ordens Ir Cl. m. d. Schl. und des Dannebrog⸗Ordens, Mitglied der Academien der
Wiſſenſchaften zu Berlin, München, Wien, Kopenhagen und mehrer gelehrten Geſellſchaften.
Fünfter Band.
Königsberg 1857.
In Commiſſion bei Wilheln Koch.
Regesten
oder
Chronologisches Verzeichniss der bereits gedruckten Urkunden zur ältern
Geschichte Preussens, von 1213 — 1399.
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Papst Innocenz IIL schreibt an sämmtliche auf dem General-Kapitel der Cistercienser 1213
versammelte Aebte, dass die Cistercienser-Mönche Christian und Philipp nebst ihren
Gefährten, welche unter päpstlicher Bewilligung den heidnischen Preussen das Evan-
gelium mit glücklichem Erfolg predigten, gleichwohl von einigen Cistercienser-Klöstern
jener Gegend feindselig aufgenommen wurden, dass er daher den Erzbischof von Gne-
sen beauftragt habe, solche Prediger genau zu prüfen, die als gut bewährten aber den
Cisterciensern in Pommerellen und Polen angelegentlich zu empfehlen; weshalb die
sämmtlichen Cistercienser-Aebte angewieren würden, den vom Erzbischof von Gnesen
empfohlenen Predigern durchaus kein Hinderniss in den Weg zu legen.
Dat. Signie IV. Idus Augusti p. a. XV.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 226—327. Voigt Cod. diplomat. I. p. 1.
Papst Innocenz III. schreibt den Herzogen von Polen und Pommern, er habe 1213
vernommen, dass einige von ihnen aus Eigennutz den vor kurzem in Preussen zum
Christenthum Bekehrten schwere Dienste auflegten, so dass dadurch manche andere
verhindert würden, den christlichen Glauben anzunehmen; deshalb verordne er, dass
solche Neubekehrte durchaus nicht bedrückt werden sollen und habe den Erzbischof
von Gnesen beauftragt, die dieser Verordnung zuwider handelnden durch die censura
ecclesiastica zum Gehorsam zu bringen.
Dat. Signie Idibus Augusti p. a. XV.
Kose garten Cod. Pomeran. I. p. 228. Voigt Cod. diploma. I. p. 1.
Papst Honorius III. fordert diejenigen Christen Polens und Pommerns, welebe an 1218
dem Kreuzzuge zur Unterstützeng des heil, Landes Theil zu nehmen nicht beabsich-
tigen, zum Heeresdienst für die Vertheidigung der getauften Preussen gegen die An-
griffe ihrer heidnischen Nachbarn auf und verheisst dafür sowohl denen, welche die
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= IE =
Waffen führen, wie denen, welche Bewaffnete auf ihre Kosten ausrüsten oder Geld
zur Ausrüstung beitragen, nach Verhältniss der geleisteten Hülfe denselben Sünden-
Erlass, welcher den nach Jerusalem ziehenden gewährt wird.
Dat. Rome III. Non. Maii p. a. II.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 266. Voigt Cod. diplomat. I. ar. 2.
1218 Papst Honorius III. erinnert die Kreuzfahrer Deutschland’s, Böhmens, Mährens,
Daciens, Polens und Pommerns, welche zur Vertheidigung der getauften Preussen
aufbrechen, dass sie die Waffen nur zur Beschützung des Preussischen Bischofs und
der getauften Preussen, nicht aber aus Eigennutz zur Unterjochung der heidnischen
Preussen führen sollen, da diese Heiden sonst ron der Bekehrung abgeschreckt wer-
den könnten und dass die Kreuzfahrer demnach nicht ohne Frlaubniss des Preus-
sischen Bischofs in die Länder der gedachten Völker eindringen dürften ; für den Fall,
dass die Kreuzfahrer dies Gebot überträten, sei der Preussische Bischof beaufiragt,
sie durch die censura ecclesiasıica zu zügeln.
Dat. Rome XVII. Kalend. Junii p. a. II.
Kosegarten Cod. Pomersn. I. p. 2509. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. 8.
1218 Bulle des Papst Honorius III. gleiches Inhalts wie die vorstehende, an den Bi-
schof Christian von Preussen gerichtet,
Dat. Rome IV. Idus Maii p. a. II.
Kosegarten Cod. Poweran. I. P 268. Voigt Cod diplom. I. p. It
1224 Papst IIonorius III. meldet den Bewohnern Livland's und Preussens, dass er den
Bischof Wilhelm von Modena zu ihnen abgesandt habe, damit er bei ihnen, sowie auf
den Inseln Bornholm, Rügen und Gothland das Evangelium ausbreite und fordert alle
dortige Befehlshaber auf, deinselben die gehührende Achtung und Unterstützung an-
gedeihen zu lassen.
Dat. Laterani II. Kal. Januar. p. a. IX.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 31.
1226 Swantepolk Herzog von Pommern thut kund, dass er dem neugestiſteten Ritter-
oder
1227 Orden von Dobrin (militibus Christi) in seinem Lande überall volle Freiheit verlieben
habe und befiehlt daher seinen Unterthanen, dass niemand sich unterfangen solle, jenen
Rittern zu Lande oder zu Wasser zu schaden.
Ohne Datum.
Kosegarten Cod. Pomeran. I p. 372. Voigt Cod. Diplomat. I. p. tv.
1230 Sambor von Liubesow und Swantepolk von Danzig, Herzoge von Pommern, thun
kund, dass sie für das Heil der Seelen ihres verstorbenen Bruders Wartislaw und
— 1 —
ihrer Mutter dem Kloster Oliva die Landschaft Gymev, d. i. die nordwestliche Nach-
harschaft der Stadt Mewe, nebst der gesammten Wansca und den durch diese Gegend
hindurchfliessenden Strom Verissa oder Ferse, mit allen Nutzungen auf ewig verlie-
hen haben.
Dat. in castro de Liuhesow VI. Cal. Januar. anno 1230,
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 4190.
Papst Gregorius IX. giebt den Brüdern des Prediger-Ordens in Magdeburg, Bre- 1230
men, Polen, Pommern, Mähren, Sorabien, Holstein und Gothland den Auftrag, dass
sie die in den genannten Landen wohnenden Christen auffordern sollen, die Waffen
zu ergreifen, um dem Herzog Konrad von Masovien und dem Orden Beistand zu lei-
sten gegen die heidnischen Preussen,
Dat. Anagnie XV. Kal. Octob. p. a. IV.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 416. Voigt Cod. diplomat. I. uro. 24.
Papst Gregorius IX. ermabnt die Brüder des Prediger-Ordens in Pommern und 1231
Gothland, die in den genannten Ländern wohnenden Christen aufzufordern, die Waffen
zu ergreifen, um dem Bischof von Preussen und dem D. Orden Beistand wider die
heidnischen Preussen zu leisten.
Dat. Reate XV. Kal. Augusti p. a. V.
Kosegsrten Cod. Pomeran. I. p. 423. Voigt Cod. diplomat. I, nro. 20.
Michael Bischof von Cujavien thut kund, dass, da der D. Orden für die Zehnten 1232
des Dorfes Orlow an die Kirche zu Wissegrad jährlich drei Mark zu zahten verspro-
chen und Herzog Swantepolk diese Zahlung genehmigt habe, nunmehr er, der Bischof,
solchen Vertrag gleichfalls bestätige.
Act. Visegrad in festo b. Katherine VII. Calend, Decembr. an. 1232.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 447. Voigt.Cod. diplomat. I. y. VI.
Papst Gregorius IX. thut kund, dass er das Kloster Oliva, sammt allen bisher 1233
erworbenen und noch rechtmässig zu erwerbenden Gütern unter den Schutz des heil.
Petrus und des päpstlichen Stuhles nehme und dem Kloster seine Zehnten und alle
sonstigen Besitzungen bestätige.
Dat. Laterani Idus Junii p. a. VII.
Ledebur, Neues Archiv II. 201—202. Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 433.
Michael Bischof von Cujavien thut kund, dass, da der D. Orden für die Zehnten 1236
des Dorfes Zedlitz an die Kirche zu Wissegrad jährlich drei Mark zu zahlen verspro-
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2 ee
chen, und Herzog Swantepolk diese Zahlung genehmigt habe, nunmehr er, der Bischof,
solchen Vertrag ebenfalls bestätige.
Dat. XVI. Kal. April. 1236.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 314. Voigt Cod. diplomat. I. p. VII.
1237 Herzog Konrad von Masovien und Cujavien schenkt mit Zustimmung seiner Söhne
Boleslaw, Herzog von Masovien und Casimir, Herzog von Cujavien, sowie seiner jun-
gern Söhne Semovit und Ziewomysl, dem Meister und den Brüdern des ehemaligen
Dohriner- Orden das castrum Drochiein am Flusse Bug, nebst dem daran stosenden
Lande bis an die Gränze der Rassen.
Dat. in Gambin VIII. Idus Martii 1237.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 556. Voigt Geschichte Preuss. II. 188189.
1238 Herzog Swantepolk von Pommern verspricht dem D. Orden, dass er und seine
Leute den Orden nicht verletzen wollen, dass Gränzstreitigkeiten zwischen ihm und
dem Orden durch gütliche Besprechung an der Gränze beigelegt werden sollen, und
dass er ohne den Orden keinen Waffenstillstand oder Frieden mit den heidnischen
Preussen abschliessen wolle.
Dat. apud Swecz III. Idus Junii 1238
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 581. Voigt Cod. diplomat. I. p. VII. x
1239 Bischof Wilhelm von Modena, päpstlicher Legat, fordert die christlichen Bewoh-
ner der Insel Gothland auf, zum Wiederaufbau des von den heidnischen Preussen ver-
brannten Klosters Ollva Geldheisteuern zu geben und bewilligt den Gebern dafür vier-
zig Tage Ablass von auſerlegter Kirchenbusse.
Dat. in Gdanze XV. Kal. Martii an. 1239.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 580. Ledebur, Neues Magazis für Geschichtekunde II. 203.
1243 Przemislaw und Boleslaw Herzoge von Gnesen, Posen und Kalisch, Söhne des
Herzogs Wladislaw Odoniez, sammt ihrer Mutter Hedwig, Schwester des Herzogs
Swantepolk von Danzig, befreien die Brüder des D. Ordens vom Zoll und bestimmen,
welche Zollsätze von den Kaufleuten des Ordens erhoben werden sollen.
Dat. in Gnezna XI. Kal. April. an. 1243.
Kosegorten Cod. Pomeran. I. p. 686. Voigt Cod. diplomst. I. p. 8.
1243 Heinrich von Wida, Landmeister des Ordens in Preussen, thut kund, dass der
D.-Orden sich gegen den Herzog Swantepolk eidlich verbündet habe mit dem Herzog
Casimir von Cujavien und mit Swantepolks beiden Brüdern, den Herzogen Sambor und
Be
Ratibor, und dass dieses Bündnies dauern solle, so lange bis Swantepolk entweder ver-
jagt sei oder vermöge des Vertrages von seinen Feindseligkeiten ablasse.
Dat. in Jureni Wladizlavria V. Kal. Septemb, anno 1243.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 700. ef. Voigt Cod. diploma. I. p. VIII.
Papst Innocenz IV. meldet den Prioren und Brüdern des Prediger-Ordens, welche 1243
gegen die Heiden Livlands und Preussens predigen, dass alle Gläubigen aus Deutsch-
land, Dänemark, Polen, Pommern, Gothland, Norwegen und Schweden, welche, mit
dem Kreuze bezeichnet, wider die gedachten Heiden ausziehen würden, denselben
Schutz und Ablass, wie die nach Jerusalem ziehenden empfangen sollen, und giebt
deshalb dem Prediger-Orden auf, keine Behelligung jener Kreuzfahrer zu dulden.
Dat. Anagnie Kalend. Octobr. p. a. I.
Kosegarten Cod. Pomeraa. I. p. 702. Voigt Cod. diptomat. I. p. 53.
Papst Innocenz IV. ermahnt den Herzog Swantepolk von Pommerellen, dass er 1245
aufhören möge, in Gemeinschaft mit den heidnischen Litthauern und Preussen, den
D. Orden zu befeinden und das Werk des Glaubens in Preussen zu hindern.
Dat. Lugduni Kal. Februar. p. a. II.
Koaegarten Cod. Pomeran. I. p. 723. Turxenew Histories Ruesise Monumenta T. Ii. p. 346.
Papst Innocenz IV. befiehlt dem Erzbischof von Gnesen und dessen Suffragan- 1245
Bischöfen, innerhalb vierzehn Tagen nach Empfang dieses Schreibens den Herzog
Swantepolk von Pommerellen von der Befeindung des D. Ordens abzumahnen und wenn
er nicht Folge leiste, ihn in allen Kirchen öffentlich mit dem Bann zu belegen, auch
wenn er halsstarrig bleibe, die weltliche Macht zu seiner Bekämpfang aufzurufen.
Dat. Lugdani Kalend. Februar. p. a. II.
Konegarten Cod. Pomeran. I. p. 724. Cr. Voigt Cod. diplomat. I. p. IX.
Papst Innocenz IV. fordert die Herzoge von Polen auf, wegen der den Christen 1245
im Kulmerlande und in Preussen drohenden Gefahr, dem D. Orden wider seine Be-
dränger nachdrücklichen Beistand zu leisten.
Dat. Lugduni Kal. Februar. p. n. II.
Kosegartan Cod. Pomeran. I. p. 725. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. IX.
Papst Innocenz IV. fordert den D.-Orden auf, seine Widersacher, welche nur dem 1245
Namen nach Christen seien, und in Verein mit den Litthauern und Preussen dem
Orden sein Land wieder zu entreissen suchen, mit mächtigem Arme zu unterdrücken,
damit die christliche Kirche sich dort behaupten könne.
Dat. Lugduni Kalend. Fehruar. p. a. II.
Kosegarten I. p. 726. Cf. Voigt Cod. diplomat I p. IX.
ST
1245 Papst Innocenz IV. beauftragt den Abt des Klosters Mezanum in Italien, sich
nach Preussen zu begeben und dem D. Orden und dem Herzog Swantepolk von Pon-
merellen anzukündigen, dass sie einen Waffenstillstand zu beobachten hätten, bis vom
päpstlichen Stuhle eine Entscheidung über ihren Sıreit ergangen sein werde.
Dat. Lugduni V. Idus Octobr. p. a, III.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p 733.
1245 Papst Innocenz IV. beauftragt den Abt des Klosters Mezanum, sich nach Preus-
sen zu begeben, daselbst die Eintracht zwischen dem NM. Orden und Herzog Swante-
polk von Pommerellen wiederherzustellen und falls ihm dies nicht gelänge, genau über
die Ursache des Streites zwischen jenen nach Rom zu berichten.
Dat. Lugduni II. Idus Octohr. p. a. III.
Kosegarten Cod Pomeran. I p. 730. Voigt Cod. diplom. I. p. IX.—X!
1246 Papst Innocenz IV, heaufiragı den Erzbischof von Preussen, Livland und Esth-
land dahin, dass er den verdienten Prediger-Mönch, Bruder Warnerus, welcher dem
Römischen Könige vertraut sei, innerhalb sechs Monaten entweder zum Bischof von
Pomesanien oder zum Bischof von Ermland ernennen solle,
Dat. Lugduni II. Non. Octob. p. a. IV.
Koaegarten Cod. Pomeran, I. p. 733. Voigt Cod. dipiomat, I. nro. 70.
1247 Der Erzbischof Fulko von Gnesen nnd der Bischof Heidenreich von Kulm, als
erwählte Schiedsrichter in dem Streite zwischen Herzog Swantepolk und dem D. Or-
den bestimmen, wie es zur Sıreitbeilegung in Betreff der streitigen Punkte gehalten
werden solle, nämlich in Betreff des Besitzes der Nering, des Zolles auf der Weich-
sel, des Besitzes der Dörfer bei der Stadt Kulm, der Loslassung der Gefangenen und
der Freigebung des Sohnes des Herzogs.
Act. in insula fabri VIII. Cal. Novemb, 1247.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 769. Cf. Voigt Cod. diplom. T. I. nro. 71.
1248 Papst Innocenz IV. beauftragt die drei Bischöfe von Camin, Lebus und Kulm, die
bisber durch Sachwalter zu Rom verhandelte, zwischen dem Herzog Swantepolk und
dem D. Orden obschwebende Streitsache, da die Beibringung der erforderlichen Beweis-
mittel in Rom schwierig und kostbar sei, durch einen Urtheilsspruch zu entscheiden
und dessen Vollstreckung durch die Kirchenstrafen zu erzwingen.
Dat. Lugduni III. Cal. Junii p. a. V.
Kosegarten Cod. Pomeran, I. p. 786. Cf. Voigt Cod. diptomat. T. I. p. X.
1248 Swantepolk Herzog von Pommern bezeugt, dass er geschworen habe, den über
seinen Streit mit dem D. Orden vom Gnesenschen Erzbischof und dem Kulmischen
— Vll —
Bischof im verflossenen Jahre ergangenen Schiedsspruch zu erfüllen, sobald ihm sein
Sohn vom D. Orden herausgegeben sein werde. .
Aetum in insula fabri feria IV. post nativitat. Marise 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 789. Cf. Voigt Cod. diplomat. T. I. aro. 73.
Swantepolk Herzog von Pommern thut kund, dass er und sein Bruder Sambor 1248
über den zwischen ihnen vorhandenen Streit zu Schiedsrichtern erwählt haben die
Herren Nicolaus und Johannes von Cassubien, Brüder der Gattin Sainbors und den
Landmeister des D. Ordens Heinrich von Widn.
Dat. in Calmine sahbato proximo post nativitat. Mariae 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran. T. I. p. 7901. Cf. Voigt Cod. diplomet. T. I. p. X.
Jacob Archidiaconus von Lüttich und päpstlicher Legat in Polen, Preussen und 1248
Pommern, thut kund, dass er vom Papst Innocenz IV. zur Friedensstiftung zwischen
dem Herzog Swantepolk und dem D. Orden beauftragt, endlich nach mancherlei Ver-
handlungen zwischen den beiden streitenden Parteien einen freundschaftlichen Vertrag
zu Stande gebracht babe und macht die dabei verabredeten Bedingungen bekannt.
Act, in herena iuxta Insulam fabri feria III. post festunı Clementis 1248.
Kosegerten Cod. Pomeran. I. p. 705. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. XI.
Der Landmeister des D. Ordens Heinrich von Wida, sammt den Brüdern des 1248
D.-Ordens einer Seits und Swantepolk Herzog von Pommern anderer Seits thun kund,
dass sie unter Vermittelung des päpstlichen Legaten Jacob Archidiaconus von Lüttich
einen freundlichen Vertrag geschlossen und beschworen haben und machen die dabei
verabredeten Bedingungen bekannı.
Dat. iuxta Insulam fabri mense Novemb. 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran, I. p. 799. Cf. Voigt Cod. diplom. I. p. X—XI.
Jacob Archidiaconus von Lüttich und päpstlicher Legat in Polen, Preussen und 1248
Pommern thut kund, dass er, nach dem er lange sich vergeblich bemüht habe, den
Herzog Swantepolk dahin zu bringen, dass er seinen Brüdern Sambor und Ratibor
ihr Land und ihre Freiheit wiedergebe, nunmehr den Herzog Swantepolk wegen sei-
nes Ungehorsams mit der Excommunication helege, und vom Schoosse der christlichen
Kirche ausschliesse.
Act. feria III. post festam b. Nicolai 1248.
Kosegarten Cod. Pomeran. I. p. 803. Cf. Voigt Cod. diplomat. I. p. XI.
Michael, Bischof von Cnjavien und Heidenreich, Bischof von Kulm thun kund, 1248
dass auf dem, dem Herzog Swantepolk von Pommern in der Streitsache mit seinen
— VIII. —
Brüdern am 7. December in der Stadt Thorn angeseisten Termin, Swantepolks Capel-
lan Marolus den papstlichen Legaten Jacob ein Schreiben Swantepolks und eine Ver-
theidigung desselben eingereicht habe, ıheilen den Inhalt dieset beiden Schriften mit,
und bemerken, dass darauf dieser Inhalı für ungültig, und Swantepolk vom Legaten
für contumax erklärt worden sei.
Act. feria III. post ſestum b. Nicolai 1248.
Kosegarten Cod. dipl. Pomeren. I. p. 806. Ct. Voigt Cod. dipl. I. ar. 76
1249 Papst Innocenz IV. meldet dem Deutschen Orden in Preussen, dass er den durch
den päpstlichen Legaten Jacob, Archidineonus von Lüttich, zwischen dem Orden und
den: Herzog Swaniepolk von Pommerellen abgeschlossenen Frieden aus npostolischer
Beſugniss bestätige. b
Dat. Lugdun. XI. Kal. Movemb. p. a. VII.
Kosrgarten Cod. Pomeran I. p. 881. Ct. Voigt Cod diplom. I. p. XI. 2
1249 Papst Innocenz IV. beauftragt den Bischof Heidenreich von Kulm, diejenigen,
welche dem Deutschen Orden in Preussen an seinen Besitzungen und Gütern Schaden
zufügen, durch die censura ecclesiastica zum Ablassen von solchem Beginnen zu brin-
gen; welcher Aufırag für den Bischof mindestens fünf Jahre dauern solle.
Dat. Lugdun. V. Kal. Novembr. p. a. VII.
Konegarten Cod. Pomeraa. I. 82. Ct. voigi Cod. dipt. Pruss. I. vr. 9.
1250 Papst Innocenz IV. beauftragt den Erzbischof Albert von Preussen und L. irland,
den Herzog Swantepolk dazu anzuhalten, dass er dem Kloster Oliva die demselben
entzogenen Güter in der Landschaft Oxire oder Oxhöft zurückgebe.
Dat. Lugdun. V. Cal. Aug. p. a. VIII.
Kosegsrten Cod. Pomeren. I. p. 900.
1254 Christian, erster Bischof von Litthauen, erlässt dem D. Orden in Livland den
Blschofs- Zehnten in denjenigen Landen, die ihm der Litthauische König Myndowe
geschenkt, damit derselbe ihn und sein neues Bisthum beschirmen solle.
Dat. Riga a. d. 1254 octavo Idus April.
Rsczynski Cod. Litikuen. p. 16. Voigt Cod. diplomst. I. p. XIV.
1254 Papst Innocenz IV. bestätigt die vom Könige Myndowe in Litthauen dem D. Or-
den in Livland gemachte Schenkung der Lande Wangen und Carsow, nebst halb Day-
nowe und Rassione.
Dat. Assisi XII. Cal. Septembr. p. a. XI.
Raesyneki Cod. Lischusa. p. 7. Voigt Cod. diptomei. I. p. XIV.
— IX —
Myndewe König von Litthasen achenkt dem D. Orden io Livland das Land Se- 1255
len, damit dieser ihm gegen die Ungläubigen nod in der Behauptung seiner Königs-
würde beistehen möge.
Dat. a. d. 1255 mensis Octobr.
Raezyneki Cod. Lietbusn. p. II. Voigt Cod. diplomat. I. y. XV.
Papsı Alexander IV. bestätigt die vom Könige Myndowe von Litthauen dem D. Or- 1257
den gemachte Schenkung des Landes Selen.
Dat. Viterbii III. Idus Julii p. a. III.
Raezyneki Cod. Liichusn. p. 13.
Myndowe König von Litihanen schenkt dem D. Orden in Livland verschiedene 1257
Länder für seinen Beistand gegen die Heiden und andere Feinde des Königs.
Dat. a. d. 1257,
Racosynaki Cod. Litihuan. p. 12. Vaigt Cod. diplomat. I. p. XVI.
Der Röm. König Richard hestätigt dem D. Orden seine Freiheiten, Rechte und 1257
alle seine Besitzungen. ’
Dat. Nussiae VIII. Nov. 1287.
Gercken Cod. diplom. Brand. VII. ar. 90.
Myndowe König in Litthauen schenkt dem Orden in Livland die Gebiete von 1259
Schaloven, Sameiten u. a., damit er ihm gegen seine Feinde beistehe.
Dat. Septimo Idus Augusti 1259,
Racsyneki Cad. Litikuan, p. 13. Voigı Cod. diplomat. I. p. XVII.
Myndowe vermacht sein ganzes Königreich Litihauen dem D. Orden in Livland, 1260
sofern er ohne Erben sterbe.
Dat. Littovie in curia nostra a. d. 1260 in medio mensis Junii.
Bsczynaki Cod. Linhusn. p. 10. Voigt Cod. dipiomat. I. p. XVIII.
Der Hochmeister Burchard von Schwenden bestätigt den Theilungs vertrag der Land- 1289
meister von Preussen und Livland über die den Litihauern enırissenen Landgebiete
Schalwen, Karsau, Twerkiten u. a.
Dat. Rome septimo Idns Februar. 1289,
Racxynaki Cod. Litihusn. p. 0. Voigt Cod. diplomat. II. Nro. X X. p. 24.
Privilegium der Stadt Löbe nichi-Königeberg über ihre Stadifreiheiten. 1300
Dat. Königsberg am T. der 10,000 Märtyrer 1300.
Erläut. Preuss. Bd. IV, 8, 3.
Eu. 23
1310 Friedrich von Alvensleben nimmt die erste Hälfte der 10,000 Mark Silber in
Empfang, wofür der Markgraf Waldemar von Brandenburg dem Orden die Rechte des
Hauses Brandenburg an den Schlössern Danzig, Dirschau und Schwez verkauft hatte.
Dat. in Stolp Idas Junii an. 1310.
Wohlbrück, Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben Bd. I. S. 133.
1315 Peter von Neuenburg vertauscht mit Otto von Elnitz ein bei Rügenwalde liegen-
des Dorf gegen das Dorf Bandyzin bei Danzig mit allen Gerechtsamen und verpflich-
tet ihn zum Kriegsdienst in Preussen.
Dat. in die S. Viti et Modesti 1318.
Voigt Cod. diplom. T. V. nr. I. p. I.
1323 Papst Johann XXII. ermahnt den Hochmeister und D. Orden, den König Gedimin
von Litthauen nach Empfang der Taufe fortan nicht mehr zu hefehden und hinfort
friedlich mit ihm zu leben.
= Dat. Avinion. Kal. Junii a, VIII.
Raczyneki Cod. Litthnan. p. 23. Voigt Cod. diplomat. II. nro. CIX. p. 142.
1323 Schreiben des Königes Gedimin von Litthauen an die Obersten des Prediger-
Ordens, besonders in Sachsen, an den Orden der Minoriten und an die Seestädte Lü-
beck, Rostock u. a., worin er sie auffordert, ihm Geistliche, Kriegsleute, Handwerker,
Ackerleute u. s. w. zuzusenden, mit Verheissung von allerlei Rechten und Freiheiten.
Dat. Vilne ipso die Corpor. Christi a. d. 1323.
Recsynaki Cod. Litthuan. p 27. Cf. Voigt Cod. diplomat. II. p. XVI.
„
1323 Friedens - Instrument zwischen dem König Gedimin von Litihauen und den Städten
Esthlands, Livlands und Kurlands,
Dat. Vilna Sonntag nach Michaelis 1323.
Raezynaki Cod. Litthuan. p. 39.
1323 Papst Johann XXII. befiehlt dem Hochmeister des D. Ordens den zwischen dem
König Gedimin von Litthauen und den Stadien Esthlands, Livlands und Kurlands
geschlossenen Frieden aufrecht zu halten.
(1323).
Reczynaki Cod. Litthuan. p. 33.
1324 Papst Johann XXII. empfiehlt dem Clerus u dem Hochmeister des N. Ordens
seine nach Litthauen und Russland abgesandten Nuntien.
Dat. Avinion, Kal. Junii p. a. VIII. (1324).
Raczyuaki Cod. Litthuan. p. 41. Voigt Cod. dipiomat. II. ate. Civ. p. 135.
= =
Bruderbrief für den Herzog Bolealav von Brieg zur Aufnahme in die Brüder- 1329
Gemeinschaft des D. Ordens.
Ohne Datum.
Reiträge zur Kunde Preuss. B. VII. 8. 187.
Schiedsspruch des Bischofs Johannes von Samland in einer Ehebruchssache. 1332
Dat. 1332.
Voigt Cod. diplomat. T. V. aro. II. p. 2.
Der Bischof Berthold von Pomesanien befreit die Stadt Gardzey (Garnsee) von 1334
Zinsleistung, vermehrt ihr ländliches Besitzthum und begabt sie mit mehren Rechten.
Dat. Marienwerder in die Franeisci 1334.
Voigt Cod. diplom. T. v. uro. III. p. 2. 2
Der Bischof Johannes von Samland bestätigt den Kauf einiger Huben Landes 1335
zwischen den alten Stammpreussen Kariote und Neglande mit Bestimmung der Dienste
und des Wehrgeldes für den letztern.
Dat. Bischofswerder III. Non. Septemb. 1338.
Voigt Cod. diplomat. T. V. aro. IV. p. 3.
Kaiser Ludwig IV. beschenkt und belehnt den D. Orden mit ganz Litthauen. 1337
Dat. Monaci XVII. Non. Decembr. anno Dom. 1337.
RAsonynski Cod. Litthbuan, p. 42. Cf. Volgt Cod. diplomat. II. p. XXVII.
Der Bischof Berthold von Pomesanien bestimmt für die Bürger und Bauern zu 1338
Gardzey (Garnsee) die von ihrer Feldmark zu leistenden Dienste und Abgaben.
Dat. in Nova Curia dominica proxima ante festum S. Mathiae 1338.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. V. 5. 4.
Demetrius Dedko, Hauptmann der Russischen Provinz Gallicien, verspricht den 1341
nach Lemberg Handel treibenden Kaufleuten aus Thorn völlige Sicherheit und freies
Besitzihum bei ihrer dortigen Niederlassung.
Dat. in Lemburg a, (1341).
Voigt Cod. diplom. T. v. aro. VI. p. 8.
Der Bischof Johannes von Samland verleiht seinem Dolmetscher Heinrich für 1343
geleistete Dienste drei Huben Landes bei Medenau und bestimmt dessen Verpflich-
tungen und Gerechtsame.
Dat. XIV. Kal. Septembr. 1343.
Voigt Cod. diplom. T. V. oro. IX. p. 7.
ERBE „|
1343 Der Bischof Hermann und des Domlimpitel von Krmland überweisen ihrer Cathe-
dral-Kirche zu ihren Bau das Dorf Santock mit allen dessen Kinkünften und Rechten.
Dat. Wormdit die penultima Mensis Octobr. 1343.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. VII. p. 6. N
1343 Der Bischof Hermann von Ermland erklärt, wozu nach Uehereinkunft mit seinem
Domcapitel die Gesammt - Einkünfte des Capitels für die Domherren verwendet wer-
den sollen,
Dat. in Frauenburg XII. mensis Novembr. 1343.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. VIII. p. 7.
1354 Der Bischof Jacob von Samland begründet das Dorf Gilgenau hei Georgenburg
und bestimmt dessen Verpflichtungen und Gerechisame.
Dat. Fischhausen ferin V. ebdomade Paschae 1354.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. X. p. 8.
1360 Uebereinkommen der Rathmanne der Alt-Stadt Königsberg mit den Domherren
des Samländischen Stifts über die Hofstatt des alten Doms.
Dat. 1360. j
Hagen, Beschreib. der Domkirche zu Königsberg II. 8. 40.
1363 Der Ritter Jachant von Clement macht bekannt, in welcher Weise der Grosskom-
thar Wolfram von Baldersheim einen zwischen ihm und dem Capitel zu Marienwerder
entstandenen Streit wegen einer Mühle in Lamprechtsdorf entschieden habe.
Dat. Riesenburg Sonnab. vor Laetare 1363.
Voigt Cod. diplom T. V. are. XI. p. 10.
1363 Der Bischof Nicolaus von Pomesanien spricht den Ritter Jachant und dessen
Söhne auf Fürbitte einiger Ordensgebietiger von den wegen vernachlässigter Dienste
gegen die Kirche verhängten Strafen frei und versichert ihn ‚seines ferneren Schutzes.
Dat. (1363).
Voigt Cod. diplom. T. V. oro. XII. p. 11. 8 —
1370 Klagarıikel Englischer Kaufleute üher den ihnen von Prenssen vielfältig zugefüg-
1385 ten Schaden.
Ohne Datun. 1370— 1385.
Voigt, Cod. diplom T. V. bro XIII. p. 11.
1370 Der Hochmeister Winrich von Kniprode empfiehlt dem Papst Gregorius XI. den
zum Abt des Klosters Pelplin erhobenen Mönch p. zur Bestätigung.
Ohne Dat. (13707) de
Voigt: Cod. diplom. T. V. uro. XIV. p. 16.
— XIII —
Der Bischof Nicolaus von Pomesanien bekundet, in welcher Weise sein Streit mit 1371
seinem Domkapitel über die Fischerei im See Teupil ausgeglichen sei.
Dat. Marienwerder in die S. Valentini (14. Fehr.) 1371.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. XV. p. 17.
Papst Gregorius XI. ermahnt den Herzog von Masorien, seinen Unterthanen die 1371
Begünstigung der Litthauer und anderer Ungläubigen gegen den D. Orden streng zu verbieten.
Dat. Avinione IX. Kal. Decemhr p. a. I. (1371).
Beczyuski Cod Litihuan. p. 43, Voigt Cod. diplomst. III. Nro. CI. 5. 138.
Vollmacht für zwei Visitatoren zur allgemeinen Visitation der Ordenshäuser im 1374
ganzen Orden.
Dat. in Marienburg XX die mensis Maji 1371.
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. XVI. p. 18.
Die Rathsherren der Städte Preussens geben den Hansestädten ihre Zustimmung 1375
zur Sendung einer Botschaft an den König von Norwegen in Betreff der Ausgleichung
ihres durch ihn erlittenen Schadens.
Dat. Marienburg in die b. Dominici 137%.
Veigt Cod. diplem. T. V. nro. X VII. p. 20.
Notariatsinstrument über die Streitsache zwischen dem Bischof Nicolaus von Po. 1376
mesanien und den Erben des Opezko von Brise in Betreff des Schultheisen-Anıts in
Riesenburg.
Dat. Riesenburg IX. die Februar. 1376.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. XVIII. p. 20.
Schreiben des Karwansherrn in Mewe an Peter Romanus von Wencglau, die na- 1377
mentliche Anführung der deutschen Herzoge, Fürsten, Grafen und Ritter enthaltend,
welche im vergangenen Jahre am Feldzuge in Preussen Theil genommen haben.
Dat. in Mewa in vigilin Epiphaniae s. a. (13779)
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XtX. p. 22.
Handfeste der Stadt Danzig, vom HM. Winrich von Kniprode erneuert. 1378
Dat. Marienburg am T. Processi und Martiniani 1378. |
Preuss. BammlL I. Al., ’
Geleitsbrief des Herzogs Albrecht von Meklenburg für die zur Tagfahrt nach Lü- 1378
beck ziehenden Rathsleute und Sendboten aus Preussen und Liefland.
Dat. ipso die Dionysii 1378.
Voigt Cod. diplom. T. V. bro. XX. p. 22.
— XIV —
1380 Der Hochmeister Winrich von Kniprode ersucht einen Bischof, dass auch in sei-
nem Gebiete gleiches Landmanss gehalten werde.
Dat. in Marienburg am Dienstag vor Thomae (1380).
Voigt Cod. diplom. T. V. sro. XXI. p. 23.
1381 Der Cardinal Pileus wiederruft und annullirt alle seine gegen die Bischöfe in
Preussen erhobenen Streitigkeiten in Betreff der Procurationen und verspricht, sie nicht
ferner zu belästigen.
Dat. Pragae VI. Kal. Januar. 1381.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. XXII. p. B.
1381 Fundation der Königsbergischen Caihedral-Schule.
Dat. am T. Nativitat. Mariae 1381.
Erläut. Preuss. B. III. 353. 8. Cod. diplom. Pruss. T. III. Regest. p. XXIV.
1382 Visitationsbrief des HM. Konrad Zölner von Rotenstein zur Visitation der Ordens-
1350 häuser in Preussen.
Ohne Datum (1382— 1390).
Voigt Cod. diplom. T. V. oro. XXIII. p. 21.
1383 Die Lübecker melden dem Rath von Danzig, dass der König von Schweden den
Kaufmann der Hanse seiner Freiheiten zu berauben suche und bitten um sein Gut-
achten wegen der gegen ihn zu ergreifenden Manssregeln.
Dat. die s. Margarethae 1383, =
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XXIV. p. 23.
1384 Der Bischof Heinrich und das Domkapitel von Ermland bestimmen, wie es unter
den Domherren mit Abhaltung des Gottesdienstes, mit den von ihnen zu leistenden
Beisteuern zu kirchlichen Zwecken, mit der Zahl der Vicare u. s. w. gehalten wer-
den solle.
Dat. apud ecclesiam Warmiensem XIII. die mensis Januar. 1384.
Voigt Cod. diplom. T. V. gro. XXVI. p. 27.
1384 Der HM. Konrad Zölner von Rotenstein erneuert den Prediger-Mönchen zu Dan-
zig das ihnen vom HM. Heinrich Dusemer von Arfberg verliehene Privilegium.
Dat. Danzig Dienst. vor Fastnacht 1381.
Preuss. Samml. I. S. 432— 436.
{384 Herzog Warzislaw von Stettin ersucht die Rathsherren von Danzig, den Hoch-
meister zu bewegen, seinen Unterthanen in dem ihnen zugefügten Unrecht Recht wi-
derfahren zu lassen. ;
Dat. in castro Rugenwalde in dominica Estomihi (1384),
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XXV. p. 26.
BR . TE
Der Hochmeister trägt dem Hauskomthur 20 Danzig nuf, einige Streitsachen zwi- 1384
schen dem Rath von Danzig und einigen Frauen nach Laut eines ihm übersandten
Briefs der Rathsmänner za Kulm auszugleichen.
Dat. Althaus Montag nach division. Apostol. 1384.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. XXVII. p. 20.
König Richard II. von England ersucht den Hochmeister um Aufhebung der Ver- 1385
ordnung, nach welcher die Engländer ihre Tuche und andere Handelswaren statt
nach Danzig nach Elbing zum Verkauf hringen sollten.
Dat. apud Palatium Westmonasterii X. die mensis Februar. 1386.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. XXVIII. p. 31.
Rede der Gesandten Konrads Zölner v. Rotenstein an Känig Richard II. Sie 1385
erinnern an die alten Freundschaftsbeziehungen zwischen dem Orden und England
besonders unter Eduard III., beschweren sich über die Belästigung der preussischen
Kaufleute in England, in Folge deren der Hochmeister Beschlag auf englische Waa-
ren gelegt und die Verhaftung der englischen Kaufleute in Preussen verfügt hat. Sie
schlagen dem Könige vor, dass er gegen Freilassung der Letzteren den Beschwerden
der preussischen Kaufleute Abhülfe gewähre.
Ohne Zeitbestimmung.
Haklayt pag. 148130.
Beschwerden der Sendboten des Königs Richard von England über den Handels- 1385
verkehr Englischer Kaufleute in Preussen.
Ohne Datum 13857)
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XXIX. p. 32.
Präliminarien eines Handelstraciats zwischen England und Preussen und Angabe 1385
der Beschwerden der Engländer über Handelsbedrückungen von Seiten des Hochmei-
sters und der Stadt Danzig.
Ohne Datum (13857)
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XXX. p. 34.
Präliminar-Artikel zum Abschluss eines Handelsvertrags zwischen dem König von 1385
England und dem IIochmeister in Preussen.
Ohne Datum (13857)
Voigt Cod. diplomat. T. v. uro. X XXI. p. 36.
— XVI —
1386 Die Sendhuten Gerhard von Thorn und Heinrich Hitfeld siatıen den Rathsherren
der Städte in Preussen Bericht ub von ihrer Sendung nach Lübeck.
Dat. Lübeck am Montag nach Qussimodogen. 1386.
Voigt Cod. diplomet. T. V. nro. XXXII. p. 28.
1386 König Richard II. von England antwortet dem Hochmeister Konrad Zölner in
Folge der an ihn abgefertigten Gesandtschaft in Betreff der gegenseitigen Handels-
beschwerden ihrer Untertbanen.
Ohne Datum (1386).
Voigt Cod. diplomat. T. V. aro. XXXIII. p. 40.
1388 Der Rath von Danzig ersucht den Rath des Känigs Richard II. von England da-
(1389) hin zu wirken, dass den Danziger Kaufleuten der von Engländern zugefügte Schaden
ersetzt und ein freandliches Handelsverhältniss wieder hergestellt werde.
Obne Datum (1388?)
Veigs Cod. diplomat. T. V. are. XXXIV. p. 42.
1389 Der Hochmeister ersucht die Hansestädte Lübeck, Rostock, Wismar u. a., mit
dem Herzog Philipp von Burgund zum Besten des Handelsverkehrs eine friedliche
Ausgleichung zu bewirken.
Dat. Stum ipso die Philippi et Jacobi (1389).
Voigt Cod. diptomat. T. V. nro. XXXVIII. p. 47.
1389 Der Hochmeister meldet dem Herzog von Burgund, er werde sich in den ihm
mitgetheilten, den gemeinen Kaufmann der Hanse betreffenden bankien nach den von
den Hansestädten zu erwartenden Bestimmungen verhalıen.
Dat. Sıumis prima Maji (1389).
Voigı Cod. diplomat. T. V. nro XXXVIII. p. 46.
1389 Der HM Konrad Zölner von Rotenste in erlauhı den Prediger-Mönchen zu Dan-
zig einen Thurm zu bauen.
Dat. Danzig am Domin. nach Cantate 1389.
Preuss. Samml. I. 8. 329-330,
1389 Der Hochmeister erhietet sich dem Herzog von Stolpe, ihm in ihrer Streitsache
durch schiedsrichterlichen Spruch Recht widerfahren zu lassen, weshalb er nicht nöthig
habe, vor Fürsten über ihn zu klagen.
Dat. Slochau Montag nach Jacohi (1389).
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. XLI. p. 30.
— XVII —
Der Hochmeister meldet dem Herzog von Geldern, wie es mit der Abfübrung der 1389
Gefangenen gen Falkenburg gehalten werden möchte, im Fall er von seiner Gefangen-
schaft nicht befreit werde.
Dat. Schweiz am T. S. Sixti (1389).
Voigt Cod. diplom. T. V. are. XLII. p. 81.
Bürgermeister und Rath der Stadt Kampen beschweren sich beim Hochmeister, 1389
dass man in einigen seiner Städte von ihren Mitbürgern widerrechtlich Pfundgeld gefordert
habe und bitten um Wiedererstattung desselben und um Abstellung solches Missbrauchs.
Dat. am letzten Juli (1389).
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XLIV. p. 33.
Die Herzoge Wartislav und Bogislav von Stettin beschweren sich über den plötz- 1389
lichen Einfall eines Ordensheeres in ihr Land, die verübten Verheerungen und fordern
den Rath zu Danzig zum Einlager nach Stargard anf.
Dat. Treptow am Tage nach Mathäi (1389).
Voigt Cod. diplomar. T. V. are. XXXV. p. 44.
Der Hochmeister versichert der Königin von Norwegen seine freundschaftliche und 1389
friedliche Gesinnung und bittet sie, zu bewirken, dass das seinen Schaffern und Unter-
ıhanen genommene Gut wieder erstattet werde.
Dat. Brathian Donnerstag nach Mathaei (1389 oder 1390).
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XL. p. EN.
Der Rath von Danzig antwortet dem Herzog von Stettin in Betreff seiner an ihn 1389
erlassenen Aufforderung zum Einlager in Stargard.
Dat. Sonntag vor Simon und Jada (1389)
Voigt Cod. diplomat. T. V. sro. XXXVI. p. 43.
Bericht an die Stadt Kampen, dass ihren Kaufleuten der Handel nach Preussen (389
unter Beobachtnng der von den Seestädten getroffenen Anordnung gestattet sein solle.
O. D. (1389).
Voigt Cod. diplomat. T. V. pre. XLIII. p. 9.
Beschlüsse der Rathsmänner der Städte Preussens in Betreff der Verhandlungen 1389
mit den Flamländern, mit den Russen wegen des Pfnndgeldes. 1389.
Voigt Cod. diplomat. T. v. aro. XXXIX. p. 48.
Antwort des Ordens - Statthalter an den Herzog Johann von Görlitz und dessen 1390
Gesuch wegen Hülfeleistung in einem Krieg mit Polen.
Dat. Stumis proxima ferie VI. post Aegidii (1390).
Voigt Ced. diplomet. T. V. aro, XLV. y. 54.
— XVII —
1391 Friedens-Verhandlung zwischen den bevollmächtigten Unterhändlern des D. Or-
dens und denen des Königs von Polen zu Marienburg.
Dat. Marienburg prox. die Sabbati post festum b. Ambrosii 1391.
Rackyaski Cod. Lichuan. p. 76. Voigt Cel. dipiom. IV. gro. XCL p. 120.
1391 Sandiwogius, Palatinus von Kalisch und andere Grossen Polens erklären, dass
zwischen dem Könige von Polen und dem . Orden zu Marienburg ein Friede ab-
geschlossen sei,
Dat. in enstro Marienburg sabate post corp. Christi 131.
Raezyaskı Cod. L.iıhnan. p. 73.
1391 Der Ritter Wysel Zambor und sein Bruder Heinrich Zambor bekennen, vom Hoch-
meister von Wallenrod 100 Schock Böhm. Groschen geliehen zu haben und verspre-
ehen deren Rückzahlung binnen zwei Jahren.
Dat. Marienburg Montag nach Johannis Bapt. 1891.
Voigt Cod. diplomat. T. V. are. XLVI. p. 34.
1391 Vertrag zwischen den englischen und preussischen Gesandten zur wechselseiti-
gen Abstellung der Beschwerden über die Bedrückung des Handels in beiden Ländern,
bewätigt von König Richard II. und seinem Geheimrathe.
Dat. Westminster, d. 22. Octob. 1391.
Hakluyt p. 150-138.
1391 Einige Nachrichten über verschiedene Veränderungen und Begebenheiten beireffend
80 das Domenpitel zu Marienwerder.
Ohne Darum.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. XLVII p. 33.
1392 Die geistlichen und weltlichen Grossen Polens erklären dem Hochmeister und dem
Orden in Preussen, dest ihre Bemühungen zur Eintracht und Versöhnung mit ihren
Schritten im Dobriner-Land in Widerspruch ständen und senden zu weitern Verhand-
lungen einen Bevollmächtigten.
Dat. Peircovie die b. Stanislai martyr. 1392.
Raczynski Cod. Lithuae. p. 79. Voigt Cod. diplomat. IV. nro. CXI. p. 189.
1393 Schiedsspruch über den Streit zwischen dem Domespitel zu Pomesanien und dem
Rath und der Gemeinde zu Marienwerder wegen einiger Punkte der Handſeste
der Stadt.
Dat. Marienwerder XIII. die mensis Januar. 1393,
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XI. VIII. pag. 37.
— Zi 4
Der Bischof Johannes von Pomesanien bestätigt dem Domkapitel zu Marienwer- 1393
der das Besitzrecht über eine dem letstern durch Schiedsrichter zuerkannte Hafstäte
an der Kathedralkirche.
Dat. Riesenburg proxima feria VI. ante purifient. Mariae 1393.
Voigt Cod. diplomat. T. V. are. XI IX. p. 61. N
Notariats-Instrument über die Unterredung des Hochmeisters Konrad von Wallen- 1393
rod mit dem päpstlichen Legaten Bischof Johannes von Messina in Betreff der Ahreise
des erstern von dem Verhandlungstage zu Thors.
Dat. Thora XVII. mensis Maji 1393.
Voigt Cod. diplom. T. V. pre. L. p. 61.
König Wladislav von Polen nimmt den vom päpstl. Nuntius bestimmten Termin 1393
und Ort zur Friedensunterhandlung mit dem Hochmeister und dem Meister von Liv-
land während eines Waffenstillstands von 4 Wochen an.
Dat. Posnaniae ferin III. post dominic, Palmar. 1393,
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. I. II. p. 83.
König Wladislaus von Polen erklärt, dass er eine Friedensverhandlung mit dem 1993
Hochmeister an bestimmten Orten annehmen wolle.
Dat. Posnaniae feria III. proxima post domi. Palmar. 1303.
Recsyneki Cod. Litbuss. p. 80.
Laurenz, Merten und Dirske Koske von Koneschau und von Mutterin verpflichten 1393
sich dem Orden getreu zu sein.
Dat. Lemberg am T. der Geburt Marise 1393.
Voigt Cod. dipl. T. V. ar. LI. p. G8.
Schreiben der Städte Preussens an den Rath von Lübeck und Hamburg in Betreff 1393
einer Gesandtschaft nach Holland in Handelsangelegenheiten.
Ohne Datum. (1393).
Voigt Cod. diplom. T. v. are. LIII. p. 64.
Vorschrifi des Hochmeisters, wie die Einwohner des Dorfs Wolz die Damme und 1394
Haupte im Werder machen und in Stand halten sollen.
Dat. Graudenz in vigilia purificat. Marise 1394,
Voigı Cod. dipl. T. v. nro. LIV. p. 65.
Bericht des Deutsehmeisters Johann von Ketse über die Beschaffenheit der deut- 1394
schen Ordens-Balleien in Folge einer von ihm angeordneten Visitation derselben.
Dat. Brotfelden Montag nach Jadiea 1394,
Voigt Cod. diplomat. T. V. nre, LV. p. 66.
c
5
1394 Vertrag zwischen dem Herzog Johann von Meklenburg und den Städten Rostock
and Wismar und dem Hochmeister Konrad von Jungingen.
Dat. Rostock am T. Johannis des Täufers 1394.
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. LVI. p. 68
1394 Der HM. Konrad von Jungingen dankt dem Herzog Philipp für den ihm zugesand-
ten Wein und für die ihm geschickten Bogenschützen, und meldet ihm, wie es mit der
Kriegsfahrt künftiges Jahr stehe.
Dat, Marienburg 20. Octbr. (1394).
Voigt Cod. diplom. T. V. oro. I. VII. p. 70.
1394 Der HM. Konrad von Jungingen fordert den Herzog Wartislav den Jüngern. von
Stolpe auf, seine nach Dänemark bestimmten Sendboten, die er gefangen genommen,
frei zu lassen.
Dat. Montau am T. Martini (1394).
Voigt Cod. diplomat. T. v. nro. LVIII. p. 71.
1394 Der Bischof Johannes von Pomesanien thut an den Bürger Heinrich Fuchs aus
Marienwerder ein Ackerstück zu Garten auf Zinsleistung aus.
Dat. Riesenburg Freitag vor Luciä 1394.
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. LIX. p. 73
1394 Der Hochmeister verspricht dem Markgrafen Jobst von Mähren, die ihm vom Her-
zog Johann von Görlitz zum Verkauf oder Pfand angebotene Neumark nicht annehmen
zu wollen.
Dai. Marienburg Donnerstag vor Barbara 1394.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LX. p. 72
1395 Der Hochmeister erklärt dem Herzog Wladislav von Oppeln, dass er sich auf den
Ankauf des Dobriner Landes nicht einlassen könne.
Dat. Marienhurg am T. Stanislai 1395.
Voigt Cod. diplom. T. v. nro. LX XVI. p. 93.
1395 Der Hochmeister rechtfertigt sich gegen den Herzog Barnim von Stettin, wegen
der neuen Besetzung des erzbischöflichen Stuhls zu Riga.
Dat. Marienburg am Dienstag nach Palmar. 1393.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXXIX. p. 98.
1395 Der Hochmeister erklärt sich gegen den Herzog Ruprecht von Baiern zur Wider-
legung falscher Angaben über sein und des Ordens Verhältniss zum Erzstift Riga.
Dat. Marienburg Donnerstag vor Ostern 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXXI. p. 100.
— EA —
Der Hochmeister theilt dem: Herzog Stephan von Baiern mit, wie es sich mit der 1395
Ernennung des neuen Erzbischofs von Riga durch den Papst verhalte.
Dat. Marienburg Donnerstag vor Ostern 1305.
Voigt Cos. diplom. T. V. pro. I. XXVIII. p. 9.
Der Hochmeister verweist es dem Bischof von Hildesheim, dass er den Orden 1395
wegen Besetzung der erzbischöflichen Güter des Erzstifts von Riga, ohne genau davon
unterrichtet zu sein, am päpstlichen Hofe berüchtige.
Dat. in der Marterwoche 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. sro. LXXV. b. 92.
Vollmacht des Hochmeisters Konrad von Jangingen für die an die Königin Mar- 1395
garethe von Dänemark abgefertigten Gesandten Grafen Albrecht von Schwarzburg und
den Grossschäffer von Marienburg.
Dat. Marienburg dominica palmar. 1306. im
Voigt Cod. dipiom. T. V. are. LXXIV. 5. 91.
Der Hochmeister Konrad von Jungingen dankt der Königin Margarethe von Däne- 1305
mark, für die gütige Aufnahme seiner Gesandten, für die überschiekten Geschenke eines
Ringes und Gemäldes und kündigt ihr neue Gesandten an.
Dat. Marienburg dominien palmar, 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. LXXIII. p. 900.
Der Bischof Johannes von Pomesanien verleiht allen denen, welche beim Besuch 1395
der Ordenskapellen bei den von ihm genannten Gebeten und Gesängen die Kniee
beugen, oder den Kopf senken, einen Ablass von 40 Tagen.
Dat. Marienburg prima die mensis Augusti 1393.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXX. p. 87.
Der Hochmeister rechtfertigt sich gegen die Herzoge Barnim und Wartislav von 1395
Stettin in Betreff seines ‚Verhaltens gegen den Herzog Otto von Stettin und den vom
Papst ernannten Erzbischof von Riga.
Dat. Marienburg am T. Laurenti 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. LXXVIE. p. n.
Der Hochmeister dankt der Königin Margarethe von Dänemark für die gütige 1395
Aufnahme seiner Gesandten, kündigt ihr eine neue Gesandtschaft an, und sichert allen
ihren Unterthanen sicheres Geleit zu.
Dat. Marienburg Sonnt. vor Bartholomäs 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. LXXI. v. 88.
—
1395 Der Hochmeister bittet den Papst um die Canonisation der wunderthätigen ver-
storbenen Wittwe Dorothea.
Dat, Marienburg XI. die Septembr. 1395.
Voigt Cod. diplem. T. V. nro. LXVI. p. Bl.
1395 Der Hochmeister Konrad von Jungingen rühmt dem Papst die Wittwe Dorothea
und ersucht ihn um ihre Canonisation.
Dat. Marienburg XI. die Septembr. 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. I. XV. p. 0.
1395 Die Domherren von Pomesanien, Johannes Marienwerder und Johannes Rymann
statten dem Papst Bericht ab über die heil. Dorothea.
Dat. 1395.
Veigıt Cod. diplom. T. V. nro. LXII. p. 74.
1395 Die Domberren von Pomenanien, Johannes Marienwerder und Johannes Rymann
berichten dem Papst über die Wittwe Dorothea und beantragen ihre Heiligsprechung.
Dat. 1395,
Voigt Cod. diplom. T. V. oro, LXIII. p. 76.
1395 Erstes Gesuch des Hochmeisters Konrad von Jungingen an den Papst Bonifacius IX.
und an das Cordinal- Collegium wegen Heiligsprechang der verstorbenen Wiltwe
Dorothea.
Dat. 1396.
Voigt Cod. diplom. T. V. are, LXIV. p. 78.
1395 Bericht an den Ordenaprocurstor in Rom über das Leben der verstorbenen Wittwe
Dorothea, um beim Papsı deren Heiligsprechung zu bewirken.
Ohne Dat.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXVII. p. 52.
1395 Gesuch einer Anzahl von Doctoren und Magister der freien Künste an den f'ap-t
wegen Heiligsprechung der verstorbenen Dorothea von Marienwerder
Ohne Datum.
Voigt Cod. diplom T. V. nro. l. XVIII. p. Bi.
1395 Der Bischof Johnunes von Pomesanien investirt anf Bitten seines Kapitels den
Rector der Parochial-Kirche zu Holland, Magister Bartholomäus zu einer Vicarie oder
einem Beneficium von zehn Mark.
Dat. Marienwerder XV. die Septemhr. 139%.
Voigt Cod. diplom. T. V. oro. LXXXII. p. 102.
— XXIII —
Der Hochmeister meldet der Königin Margarethe von Schweden, was von Preus- 1395
sen aus zur Bekämpfung der Seeräuber geschehen werde.
Dat. Marienburg Montag nach Barbara 1395.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXI. p. 73.
Der Hochmeister Konrad von Jungingen nimmt den Herzog Albrecht III. von 1395
Oesterreich in die Brüderschaft des deutschen Ordens auf.
Dat. Marienburg (Ohne Dat.)
Voigt Cod. diplom. T. V. nre. LXIX. p. 87.
Der Hochmeister fordert den Herzog Wartislav den Jüngern von Stolpe auf, seine 1395
gefangenen Gesandten frei zu lassen, und erbietet sich, ihm Recht zu stehen.
Ohne Datum.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXII. p. 9.
Der Hochmeister bewilligt dem Herzog von Stolpe, dass dessen Bürgen wegen der 1395
Schuld, die er dem Orden schuldig sei, eine längere Frist zum Elnrelten nach Konitz
haben sollten.
Dat. Marienburg. Ohne Dat. (1395).
Voigt Cod. diplom. T. V. „o. LXXX. p. 100.
Uebergabe des Hospitals zum heil, Geist in der Altstadt Königsberg von Seiten 1395
des Samländischen Domkapitels an das Ordensbaus zu Königsberg.
Dat. in der Hauptkirche in Samland im J. 1395.
Hagen, Beschreibung der Domkirche zu Königsberg II. 8. 41.
Entwurf eines Waffenstillstandes zwischen dem Hochmeister und dem Grossfür- 1396
sten Witowd zur Abhaltung eines Verhandlungstages auf der Dobissa.
Dat. Auf der Dobissa Freitag nach Jacobi 1396.
Veigt Cod. diplom. T. V. nro. LXXXIII. p. 103.
Der Hochmeister bezeugt der Königin von Dänemark, wie leid ihm die feindselige 1396
Behandlung der Kalmarer von Seiten seiner ausgesandten Friedeschiffe thue, und ver-
sichert sie, dass sich die Sache genügend aufklären werde.
Dat. Roggenhausen Donnerst. vor Dionysii 1396.
Voigt Cod. dipiom. T. V. nro. I. XXXIV. p. 108.
Bericht des Hochmeisters an den Ordensprocurator in Rom über die feindseligen 1396
Anschläge des Königs von Polen und des Grossfürsten Witowd gegen den Orden und
den neuen Erzbischof von Riga.
Dat. Marienburg Dienstag vor Laurentii 1396.
Voigt Cod. dipiom. T. V. nro. LXXXVII. p. 107.
— XXIV —
1396 Bericht über einen Kriegszug des Konthurs von Rhein nach Litthauen, an den
Ordensmarschall gerichtet. .
Dat. Lötzen Montag vor Natisitat. Maria 1396.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. LXXXVI. p. 106.
1396 Der Hochmeister versichert der Königin von Dänemark, dass alles geschehen werde,
um die feindselige Behnndlung der Kalmarer van Seiten der Friedeschiffe gütlich aus-
zugleichen.
Dat. Marienburg Sonnab. nach Assunition. Mariä 1396.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. X Cl. p. 118.
1396 Der Hochmeister übersendet dem Hauptmann Johann von Wartenberg, Verwal-
tungs - Verweser der Neumark, einen Brief an den Adel und die Städte derselben,
worin er sie auffordert, ihn gegen etwanige Gewaltthätigkeiten zu schützen.
Dat. Schönsee Montag vor DMathäi 1396.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXXIX. p. 113.
1396 Der Hochmeister Konrad von Jungingen fordert die Ordensgebietiger und Ordens
brüder in Deutschland zur Aufnahme und zum Gehorsam gegen den von ihm bestätig-
ten Deutschmeister Konrad von Eglofstein auf.
Dat. Marienburg Sonntag vor Galli 1396.
Voigt Cod. diplom. T. V. ure. LXXXVIII. p. 112.
1396 Der Hochmeister Konrad von Jungingen erlässt dem Deutschmeister Konrad von
Eglofstein von der früher dem deutschen Gebiet dargeliebenen Summe von 60,000 Gol-
den 50,000 Gulden, 30 dass die Ballei Elsass noch für 10,000 dem Hochmeister ver-
pfändet bleibt.
Dat. am Sonntag vor S. Barbara 1396.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. LXXXV. p. 108.
1396 Eidesformel für den Grossfürsten Witowd und seine Bojaren.
Ohne Datum (1396).
Voigt Cod. diplom. T. V. ro. XC. p. 114.
1397 Der Hochmeister giebt dem Ordens-Procurator in Rom Rath, wie er den Orden
gegen die Beschwernisse des Papstes zu verwahren sachen solle.
Dat. Marienburg Sonntag nach Parificat. Marine 1397.
Voigt Cod diplom. T. V. are. XCII. p. 116.
= XXV —
Schreiben des Hochmeisters db den König von Schweden über den Streit des 1397
Ordens mit dem Bischof von Dorpat in Betreff des N nig. af
Dat. Marienburg Sonntag vor Valentini 1397.
Voigt Cod. diplom. T. v. are. XCIII. p. 118,
Der Hochmeister stellt den Herzogen Johann und Ulrich von Meklenburg vor, 1397
dass sie mit Unrecht dem Orden entsagt hätten.
Dat. Marienburg Sonntsg vor Valentini 1397.
Veigt Cod. diplom. T. V. ore. XCIV. p. 120.
Papst Bonifacius IX. verleiht allen denen, welche am Festiage Philippi und Ja- 1397
cobi die Kapelle zu Marienburg. an welchen Tage die dortigen Reliquien ausgestellt
werden, besuchen, dieselbe Indulgenz, wie denjenigen, welche in der Octava der Him-
melfahrt Mariae die Ermländische Kirche (zu Frauenburg) besuchen.
Dat. Romae VII, Idus (Aprilis) p. a. VIIL
Lindenblatt 8. 46.
Der Hochmeister erklärt sich gegen die Königin von Polen, wie er sich in Rück- 1397
sicht des an ihn verpfändeten Dobriner-Landes gegen den Herzog von Oppeln ver-
halten werde. I le:
Dat. Marienburg in vigilia Corporis Christi 1397.
Voigt Cod. diplom. T. V. aro. XCVi. p. 122.
Der Hochmeister benachrichtigt die Königin Hedwig von Polen, dass er den Herzog 1397
Ladislaus von Oppeln aufgefordert habe, das Dobriner- Land wieder an sich zu
nehmen.
Dot. In eastro Marienburg in vigilia Corpor. Christi 1397.
Raczynski Cod. Lithuan. p. 81.
Der Hochmeister erklärt dem Könige von Ungarn seine Geneigtheit zum Frieden 1397
mit dem Könige von Polen und dem Grosafürsten Witowd.
Dat. Stargart Donnerstag nach vincula Petri 1397.
Voigt Cod. dipiom. T. V. doro. XCV. p. 120.
Der Hochmeister ersucht den Herzog vom Sund, ferner nicht zu gestatten, dass 1397
die Victunlienhräder in seinem Tief und bei seinen Schlössern und Städten Schuiz
fünden.
Dat. Marienbarg Mittwoch aach Martini (1397).
Voigt Cod. diplomat. T. V. are. XCVitl. p. 123.
— XXVI —
1397 Der Hochmeister ersucht die Stadt Sund, ferner nicht zu gestatten, dass die See-
räuber ihr geraubtes Gut in ihrem Hafen und bei ihr zum Verkauf bringen dürften.
Dat. Marienburg Mittwoch nach Martini 1397.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XC VIII. p. 123.
1397 Klage des Hochmeisters an die Kurfürsten über das Verhalten des Königs von
Polen gegen den Orden.
Dat. Stahm Donnerstag infra octavas Paschae 1397.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. XCIX. p. 24.
1397 Der Hochmeister beschwert sich beim Könige von last über die Verletzung
der den Kaufleuten aus Preussen zugestandenen Handels-Freiheiten.
3 Marienburg. ferin quintn post festum Urbani 1397.
Voigt Cod diplom. Tom. V. nro. C p. 130
1397 Sicherer Geleitsbrief des Hochmeisters für die Königin Hedwig von Polen zu ihrer
Reise nach Alt-Leslau.
Dat. Bebern, am Pfingst-Abende. 1397.
-dsufl m Welgri€od. diplomat.! Tom. V. are, CI. * 131.
1397 Der Hochmeister ersucht den Herzog von Oppeln, den Orden in den an das ihm
verpfändere Land Dobrin von der Königin von Polen se. e zu ver-
treten. na? *
Dat. Marienburg, Sonnab. nach Corporis Christi. 1397.
Voigt Cod. diptom. P. V. are. CM. p. 132.
1398 Brief Konrads von Jungingen an König Richard von England, worin er die Er-
neuerung des zwischen England und dem Orden geschlossenen Vertrages fordert, da
wieder grosse Belästigungen der Preussischen Kauflente vorgefallen seien.
Dat. Marienhurg, d. 22. Febr. 1398.
Haklugt, T. I. Peg 153-154
1398 Von dem Lande Gotland und der stad Wisby 225 is dem orden zu n Hand
gesaczt ist. -
Ohne Dat, j
„ Vaigt God. diplom, T, V. ara, ,CHll, 1134. %%
1398 Der Hochmeister kündigt dem Könige Richard ton England den von seinem Vor-
gänger mit ihm geschlossenen ante Je adf.
Dat. Marienburg, Cathedra Petri 13981
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CIV. p. 138.
— XXVII —
Herzog Johann von Meklenburg übergiebt dem Deutschen Orden und den von den 1398
Vitalienbrädern beranhten Kaufleuten der Hanse die Stadt Wisby, deren Hafen und
die ganze Insel Gotbland zur Führung eines Krieges gegen die Seeräuber unter ge-
wissen Bedingungen, .
Dat. Wisbue, an dem nächsten guten Freitage vor Ostern 1398.
Veigt Cod. diplom. T. V. are, CV. p 139.
Der Hochmeister beschwert zich bei der Königin Hedwig von Polen über die 1398
neuen Belästigungen seiner Kaufleute in Krakau und bittet um freien Handelsverkehr
in Polen.
Det. Marienburg, Sabbato ante dominicam Quasimodogeniti (1398).
Yoigt, Cod, diptem. T. V. uro. CVI. p. 141.
"Waffenstillstand zwischen dem Llochmeister und dem Grossfürsten Witowd von 1398
Litchauen.
Dat. Marienburg, Dienstag nach dem Palmtage. 1398.
Voigt Cod. dipiom. T. V. nro. CVII. p. 142.
Der Hochmeister bittet den Papst, den Bischof Nieolans von Kulm zu ess 1398
in sein verlassenes Bisthum zurückzukehren.
Dat. Marienburg, 13. die Aprilis 1398,
Voigt cod. diplom. T. V. aro. CvIII. b. 143.
Der Hochmeister verspricht dem Rath und der Gemeinde von Brügge, ihren Kla- 1398
gen über die Bernsteinsendung des Grossschäffers von Königsberg ahzahelfen.
Dat. Marienburg, Donnerstag vor Palmen. (1398).
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CIX. p. 144,
Der Hochmeister stellt dem Rath von Wisby vor, was von Seiten der Stadt an 1398
Beihülfe zu ihrem Besten zur gänzlichen Vertilgung der Seeräuber gescheben müsse.
Dat. Mittwoch in den Pfingsbeiligen-Tagen. 1398.
Voigt Cod. diplom T. V. nro. CX. p. 14.
Die Königin Margaretha von Schweden ersucht den Hochmeister Konrad von Jun- 1398
gingen, zu bewirken, duss die von den Friedeschiffen bei Gothland festgehaltenen
Ritter Andreas Jacobson, Hans Nielesson und mehre Colmarer frei gelassen würden.
Dat. in civitate Upsaliensi erastino S. Petri ad vincula (1398).
Preuss. Lieferung. B. 134.
— XXVIII —
1398 Markgraf Jobst von Brandenburg giebt seine Einwilligung zur Verpfändung der
Neumark an den Deutschen Orden.
Dat. zu Brunen Sonntag vor dem heil. Anfertage 1398.
Gereken Cod. diplowat. Brandenb. V. nro. 136.
1398 Die Königin Margarethe von Dänemark genehmigt and bestätigt den von ihrem
Sohn dem Könige Erich von Dänemark den Hansestädten, namentlich auch den Prenssi-
schen ertheilten Bestätigungs-Brief über ihre von Königen von Norwegen verliehenen
Privilegien.
Dat. Kopenhagen am T. Johennis Bapt. 1308.
8ubm Historie af Danmark XIV. 646-647.
1398 Die Königin Margarethe von Dänemark genehmigt nnd bestätigt den von ihrem
Sohn dem Könige Erich von Dänemark den Hangestädten, namentlich auch den Städten
Kuli, Thorn, Elbing, Danzig, Königsberg und Braunsherg ertheilien Bestätigungs-
Brief über ihre von Königen von Dänemark verliehenen Privilegien.
Dat. Kopenhagen feria IV. post diem Bartholom. 1398.
Suhm Historie af Daumark XIV. 614-645.
1398 Die Sendboten von Lübeck, vom Sund und Preussen bezeugen, dass König Erich
und die Königin Margarethe von Dänemark den Hansestädten die ihnen von ihren
Vorfahren verliehenen Privilegien bestätigt haben, mit Ausnahme Rostocks, Wismars
und der übrigen Städte in Meklenburg, nuch Wisbys, bis sich diese mit ihnen aus-
geglichen haben würden.
Dat. Am T. decullation. Johannis Bapt. 1398.
Suhm Historie af Danmark XIV. 647.
1398 Der Grossfürst Witowd von Littbauen verspricht, dem Hochmeister zum Aufbau
zweier Hänser an der Gränze binnen zwei Jahren behülflich zu sein und ihm freie
Jagd zu erlauben.
Dat. Kauen Mont. vor S. Galli 1398.
Beiträge zur Kunde Preuss. II. 418410.
1398 Rede der Gesandten des Hochmeisters an König Richard II. von England, worin
sie an die alten Freundschaftsbeziehungen zwischen dem Orden und England, beson-
ders unter Eduard III. erinnern, und sich über die Belästigung der Preussischen
Kaufleute in England beschweren, in Folge deren der Hochmeister Beschlag auf Eng-
liche Waaren gelegt und die Verhaftung der Englischen Kaufleute in Preussen ver-
— XXIX —
fügt hat. Sie schlagen dem Könige vor, dass er gegen Freilassung der Letzieren den
Beschwerden der Preussischen Kaufleute Ahhülle gewähre.
Ohne Zeithestimmung.
Raktuyt. I. p. 148-150.
Der Hochmeister und der Orden in Preussen un Livland schliessen mit dem 1399
Könige Erich von Dänemark, Schweden und Norwegen ein ewiges Freundschafts-Bünd-
nıss und stellen den Unterihanen des nordischen Reichs und des Ordensgebiets den
Handel frei.
Dat. Marienburg, an S. Johannis Tage des Täufers. 1399.
Voigt Cod. diplom. T V. nro. CXI. p. 146
Der Hochmeister verspricht den Bewohnern der Sıadı Wishy alle ihre alten Rechte 1399
und Privilegien bestätigen zu wollen.
Dat. Marienburg. Freitag vor Nativitatis Marine. 1399.
Voigt Cod. diptom. T. V. gro. CxII. p. 148.
König Albrecht von Schweden und Herzog Johann von Meklenburg verpfünden 1399
dem Hochmeister Konrad von Jungingen und dem Deutschen Orden die Insel Gothländ
und die Stadt Wisby für 30,000 Nobeln.
Dat. Ziwan, an der heiligen Dreifaltigkeit Tag. 1399.
Voigt Cod. diplomat. T. v. nro. CXIII. p. 149.
König Heinrich IV. von England erklärt. wenn die Englischen Kaufleute in Deutsch- 1399
Iand dieselben Rechte als die Deutschen in England haben würden, wenn der Hoch-
meister, die Städte Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswalde und deren An-
hänger vor dem Tage der Geburt Johannis des Täufers persönlich oder durch Abgeord-
nete vor des Königs Rath die Klagen der Englischen Kaufleute beantworten und erle-
digen würden, wenn die Hanseaten keinen Fremden an ihren Privilegien Theil neh-
men liessen; wenn jeder, der ihre Privilegien beanspruche, durch authentische Briefe
beweisen würde; — falls gegen eine dieser Bedingungen verstossen würde, wolle der
König den Freibrief der Hansenten für immer aufheben.
Dat. apud Westmonasterium, d. 6. Dechr. 1399.
Ry mer, Foedera. Tom. (Il. p. 172.
Der Bischof Heinrich von Samland verleiht dem Jekil von Wykow zu seiner Ta- 1399
berne nnch drei Hufen Land gegen Zinsleistung.
Dat. decima sexta mensis Februnr. 1399.
Voigt Cod. diplom. T. V. ro. CXIV, p. 134.
— XXX —
1399 Friedensschluss zwischen dem Könige Erich von Dänemark, Schweden und Nor-
wegen und dem HM. Konrad von Jungingen und ihren beiderseitigen Landen.
Dat. Marienburg am T. S. Johannis des Täuf. 1399.
Kotzebue Gesch, Preussens III. 325-328. (Fehlerbafter Abdruck.)
Suhm Historie af Danmark XIV. 648 — 630 mit dem Dat. Kopenbagen die a Egidii 1398.
(Vgl. Voigt Geschichte Preues VI. 128.)
N
1399 Aufnahme eines Verhandlungstages zwischen Sendhoten aus Preussen und mehren
Hansestädten einer, und den Kalmarern u. a. anderer Seits zur Ausgleichung verschie-
dener ohwaltender Streitigkeiten.
Dat. am T. Michaelis 1:99.
Sohm Historie af Daumark XIV. 655-655. Voigt Preuss Geschichte VI. 176.
1400 Der Bischof Johannes von Pomesanien beauftragt den Domherrn Gerhard mit der
Visitation in mehren Städten und Dörfern,
Dat. Riesenburg in crastino s. Mathaei 1400.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXV. p. 154.
1400 Der Bischof Johannes von Pomesanlen bestätigt die Stiftung der Brüderschaft des
heil. Leichnams zu Riesenburg.
O. D. i
Beiträge zur Kunde Preuss. V. 313.
1401 Der Hochmeister meldet dem Herzog von Burgund das hinterlistige und feindselige
Benebmen des Grossfürsten Witowd.
Dat. Marienburg XXIV die mensis Maii 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXVI. p. 133. 136.
1401 Der König von England ersucht den Hochmeister Konrad von Jungingen, den
Arrest, welcher auf die in Preussen weilender Englischen Lieger und Güter gelegt
worden, wieder aufzuhehen, weil der Preussische Kauffahrer von den Scholten genom-
men und erst später bei den häufig sich wiederholenden Seekämpfen durch Engländer
aus der Stadt Lenne den Schoiten wieder abgenommen worden sei.
Dat. in Palatio Regis Westm. 8. Juni 1401,
Rymer, Foedera ete. Tom. IV. p. 7. 5
1401 Der Röm. König Wenceslaus genehmigt den durch seinen Bruder König Sigismund
geschehenen Verkauf der Städte und ihrer Landgebiete in der Neumark an den
D. Orden und verzichtet auf alle seine Ansprüche.
Dat. Prag am S. Lorenz-Abend 1401.
Baczko Geschichte Preuss. B. II. 39%.
Soldhrief des Maızke Borke Herrn auf Sıramel und des Wilke Manteuffel auf 1401
Colzin bei ihrem dem Deutschen Orden gegen den König von Polen zu leistenden
Kriegsdienst.
Dat. Slochow Sonnabend vor S. Laurentii 1401.
Voigt Cad. diplom. T. V. uro. CXX. p. 139-1861.
Schuldbrief des Matzke Borke zu Sıramel und Wilke Nastüffel zu Colzin über 1401
400 Mark an den Hochmeister binnen 10 Jahren zu bezahlen.
Del. Slochow Sonntag vor 3. Laurentii 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. bro. CXIX. y. 138— 130.
. 4
Menning von Wedel zu Meln verpflichtet sich dem HM. Konrad von Jungingen 140“
für den Sold zu dienen, wie er ihn andern seinen Mannen und Dienstpflichtigen im
Lande zu Dramburg giebt.
Dat. Slochow Sonntag vor S. Laurentii 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXVIII. p. 137.
Der Röm. König Wenceslaus, König von Böhmen, willigt in den von seinem Bru- 1401
der Sigismund, König von Ungarn, vorgenommenen Verkauf der Städte der Neumark
an den Deutschen Orden.
Dat. Prag am S. Lorenz-Abend 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. uro. CXVII. p. 156—157.
Baczko II. 384.
Gerhard von Dewis und Georg von Wedel verpflichten sich, dem Orden zehn 1401
Jahre gegen. den König von Polen zu dienen.
Dai. Marienburg Donnerst. nach Bartholomäi 1401.
Ledebur Allgem. Archiv für Geschichtekunde Preuss. B. VII. 3. 8. 286.
Gerhard von Dewis und Georg von Wedel verpflichten sich zur Abzahlung einer 1401
vom Orden geliehenen Summe von 200 Schock Böhm. Groschen und zur Kriegshülfe
für den Orden auf zehn Jahre gegen Polen.
Dat. Marienburg Donnerstng nach S. Bartholomaei 1401.
Voigt Cod. diplom T. V. uro. CXXI. p. 161—163.
Ledebur Allgem. Archiv für die Geschichte des Preuss. Siaats VII. 286—239.
Der Hochmeister meldet dem Papst, dem Cardinal- Collegium, dem Könige von 1401
Frankreich u. a. das verrätherische und feindselige Benehmen des Grossfürsten Witowd
gegen den Orden.
Dat. Marienburg III. Septembr. 1401.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXII. p. 163-165.
— XAXI —
1401 Schreiben des Ordens-Marschalle an den Hochmeister über das Büchsen- Giessen.
Unt. Königsberg Donnerst. nach Aller Heilig. 1401.
Voigt Geschichte Marienhurgs B. Al.
1401 König Heinrich IV. von England bitter dem HM. Konrad von Jungingen, er möge
den Schotten, welche zum Einkauf von Waaren und Vietualien nach Preussen segelten,
weder Schutz noch Gunst beweisen.
Dat. Westmonnsterii VII. Decembr. (1401).
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXIII. p. 1635—168.
1402 Papst Bonifacius IX. übergiebt dem vom Bisthum Kulm zum Bisthum Leslau
transſerirten Bischof Johann das Bisthum Kalm zur Verwaltung und empfiehlt ihn
dem Orden.
Dat. Romae VII. Cal. Februar. p. a. XIII.
Lindenblatt 1464-143
1402 Vertrag zwischen dem Fürsten Boleslaus, anders Switrigal von Litthauen und
dem Hochmeister Konrad von Jungingen.
Dat. Marienburg 2. März 1402.
Kotzebue Bwierigal S. 164.
1402 Bundesbrief zwischen dem Fürsten Switrigal von Litthauen und dem HM. Konrad
von Jungingen.
Dat. Marienburg am II. März 1402.
Voigt Cod. diplom. T. V. are. CXXV. p. 157-170.
1402 Switrigal, Fürst von Litthauen, verspricht dem Deutschen Orden Pleskow ab-
zutreten.
Dat. in Castro S. Mariae II. die Martii 1402.
Voigt Cod. diplom. T. v. gro. CXXIV. p. 106.
1402 Des Herzogs Semovit von Masovien Einlösungs - Brief über das Haus und Gebiet
Weze.
Dat. Thorn Sonniag Exurge 1402.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXVI. p. 170—171ʃ.
1402 Die Ritterschaft aus Dänemark stellt ein Zeugnis aus über den Tod des Königs
Olav, Sohn des Königs Hako und erklärt den in Preussen sich aufhaltenden und sich
König Olav nennenden Menschen für einen Buben und Verräther.
Dat. Zulversborg 17. Juni 1402.
Voigı Cod. dipiom. T. V. uro. CXXVIII. p. 172-173.
%
— XXXIII —
Stibor, vormaliger Woiwode in Siebenbürgen, quittirt dem Hochmeister über ver- 1402
schiedene erhaltene Zahlungen von der Kaufsumme für die Neumark und stellt fest,
wie es mit dem Gut Zandek gehalten werden solle.
Dat. Marienburg am T. Jacobi 1402.
Voigt Cod. diplom. T. V. nro. CXXVIL, p. 171—172.
Huldigungs-Brief der Ritterschaft, des Adels und der Städte der Neumark bei ihrer 1402
Uebergabe an den Deutschen Orden.
Dat. Arnswalde am Abend S. Laurentii 1402.
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro, CXXIX. p. 174-173.
Ludewig Reliqu. Mss. IX. 339.
I. edebur Allgem. Archiv u. a. w. VI. 1. G.
Der Bischof Johannes von Lesluu bestätigt die Anordnung des HM. Konrad von 1402
Jungingen in Betreff des Streits zwischen dem Brigitten - Kloster and der St. Katha-
rinen-Kirche zu Danzig wegen gewisser Einkünfte.
Dat. in curia Sabkaw die ultima Augusti 1402.
Voigt Cod. diplom. T. V. are, CXXX. p. 175.
Schreiben des Raths von Lübeck an den Hochmeister in Betreff seines Streits mit 1402
der Königin von Dänemark wegen Gothland.
Dat. am Tage Aegidii 1402.
Voigt Cod. diplomat. T. V. nro. CXXXI. p. 176.
Verkaufsbrief des Königs Sigismund von Ungarn über die Neumark an den 1402
D. Orden.
Dat. Pressburg am S. Michaelis-Tage 1402.
Baozko II. 384— 388,
Gercken Cod. diplomst. V. 246,
Der Röm. König Ruprecht erklärt alle von ihm aus Unkunde und Vergessenheit 1402
oder vom König Wenceslaus gegebenen, den Privilegien und Freiheiten des Ordens
widerstreitenden Briefe und Begnadigungen für nichtig und kraftlos.
Dat. Nürnberg Freitag am Tage nach Aller Heilig. 1402.
Histor. diplomst. Unterriebt u. 6 w. Nro. 19.
— XXXIV —
1402 Der Hochmeister erklärt dem Markgrafen Wilhelm von Meissen, wie Küstrin in
den Ordens Besitz gekommen und dass er zu einer Verbindung mit ihm geneigt sei.
Dat. Sıuhm am Montag nach Aller Heiligen 1402.
Voigt Cod. diplomat V. uro. CXXXII p. 176.
1402 Der Hochmeister erklärt dem Markgrafen Jobst von Mähren, auf welche Weise
der Orden zum Besitz der Neumark gekommen sei und welches Recht er auf
Küstrin habe.
Dat. Stuhm am Montag nach Catharinä 1402.
Voigt Cod. diptom. V. uro. CXXXIII. p. 178.
1402 Der Hochmeister Konrad von Jungingen bestätigt den Prälaten, Edelleuten und
Städten der Neumark ihre Privilegien.
Dat. Marienburg am T. des Apostels Johannes 1402.
Gereken Fragments Marchien I. 8. 87.
Ludewig Religu. MS. T. IX. p. 561 (mit dem Dat. am 8. Jaoobs-Tage 1402).
1403 Der Hochmeister widerlegt in einem Schreiben an den Herzog von Liegnitz die
Klagen des Königs von Polen über ihn und rechtfertigt sein Verhalten gegen diesen.
Dat, Marienburg Donnerstag nach Epiphania 1403.
Voigt Cod. diplom. V. aro. CXXXIV. p. 179-181.
1403 Rechtfertigung des Hochmeisters gegen die Anklagen des Königes von Polen bei
dem Könige von Frankreich und den Reichsfürsten.
Dat. In castro S. Mariae 23. April 1403.
Voigt Cod. diplom. V. nro. CXXXV. p. 181.
1403 Der Marschall des Woiwoden Stibor von Siebenbürgen quittirt über 18,250 Ung.
Gulden, die er vom Grossschäffer des D. Ordens von der Verkaufssumme der Neu-
mark erhalten hat.
Dat. Thorn Montag nach Invoenvit 1403.
Voigt Cod. diplom. V. nro. CXXXVI. p. 150.
1403 Der Hochmeister Konrad von Jungingen schreibt dem Könige von England, dass
er seinem Vorschlage gemäss zar Beilegung der auf der See vorgefallenen Beschädi-
gungen Preussischer Kaufleute durch Engländer bevollmächtigte Gesandte an ihn sen-
— XXXV —
den werde, in der Hoffnung dass der König die gerechten Klagen der Preussischen
Kaufleute erhören werde.
Dat. Marienburg, den 16. Juni 1403.
Itymer Foed. IV. p. 46.
Der Röm. König Ruprecht bestätigt dem D. Orden alle seine Privilegien, Frei- 1403
heiten und Rechte und vermehrt dieselben mit mehren neuen Begnadigungen.
Dat. Heidelberg Sonnt. nach Mariä Himmelfahrt 1403.
Histor. diplomat, Unterricht u. s. w. Nro. 20.
Vergleich zwischen Konrad von Jungingen und Heinrich IV. von England, abge- 1403
schlossen durch den Lordschatzineister Robs und den Lordkanzler von England, Bischof
Heinrich von Lincoln, mit den Preussischen Gesandten Godeck und Monek über die
commerciellen Beziehungen beider Länder auf dem Fusse der Reciprocität.
Dat. London, am St. Michaelsiage 1403.
Hakluyt. pag. 157158.
Brief vom Lordkanzler, Schatzmeister und andern Geheimräthen Englands an Kon- 1403
rad von Jungingen über den Abschluss des Vertrages vom St. Michaels-Tag.
Dat. London, den 5. October 1403.
Hakluyt pag. 138—139.
Der König von England befiehlt dem Vicegrafen von Kent, den am 3. October 1403
zwischen seinen und des Hochmeisters Konrad von Jungingen Abgeordneten geschlosse-
nen Verirag, wonach bis zum nächsten Osterfeste die Engländer nach Preussen und
die Preussen nach England frei hin- und zurückfahren, auch ihre Güter unbehindert
fortführen können, falls sie keinen Handel damit im fremden Lande treiben, sofort in
seiner Grafschaft zu publiciren.
Dat. apud Westmonasterium, d. 12. October 1403.
Rymer, Foedera. Tom. IV. p. 57.
Appellation des Hochmeisters Konrad von Jungingen wegen des Befehls des Papsts 1403
Bonifacius IX., keinen Krieg mit den Litthauern zu führen.
Dal. In praeurbio castri Marienburg X. Decembr. 1403.
Voigt Cod. diplomat. V. bro. CXXXVII. p. 186—192,
König Wladislaw von Polen und Grossfürst Witold von Litthauen beklagen sich 1403
bei dem Römischen Könige Ruprecht, dass der Deutsche Orden seine Feindseligkeiten
— XXXVI —
nicht einstelle und sie daher gezwungen wären, ihn mit Krieg zu überziehen. Nach-
theiligen Berichten über ihr Verhalten von Seiten des Ordens möge er keinen Glau-
ben schenken.
Ohne Ort und Jahr.
v. d. Hardı, Coaeil. Constant. Tom. III. P 1. p. 8.
1403 Gesandtschafts-Bericht von Joh. Kington und William Esturmy, welche in Preussen
18 und den Hansestädten gereist sind zur Ausgleichung der obschwebenden Streitfragen.
Daran schliesst sich ein ähnlicher Bericht über Livland.
Aus den Jahren 1403 1406.
Haklu yt. peg. 134— 156.
VI.
Peter von Neuenburg vertauſcht mit Otto von Einig ein bei Rügenwalbe liegendes Dorf gegen das Dorf
Bandyzin bei Danzig mit allen Gerechtſamen und verpflichtet ihn zum Kriegsdlenſt in Preu⸗
fm — 1315.
In nomine domini omen. Quoniam es que fiunt in tempore per temparis nlapsum a
memoria defluunt hominum, nisi en voce testinm ac scripture testimonio perhennentur.,
Hine est quod nos Petrus de Nuwenburg notum esse cupimus universis presencium in-
spectoribus, quia nos communi accedente consentu ac voluntate fratrum nostrorum. vi-
delicet. domini Jesconis et Laurencii. Ottoni dicto de Elnitz, villam unam nomine
Domazlowicz cırca Ruenwaidis dederam ob sus fidelia servicis. quam sibi dum ibidem
inconveniens esset mutavimus cum alia villa nostra circa Danczik sitam, Bandyzin di-
etam, quam eternaliter cum suis heredibus libere possidebit cum omni jure ac utilita-
tibus que in graniciis predicte hereditatis sunt et fieri possunt. scilicet pratis, paladi-
bus, molendinis, mellificiis, piscacionibus, ac simpliciter omnibus proventibus qui sunt
et fieri possunt, sicut eam nobis pater noster bone memorie hereditavit, videlicet abs-
que epactione porcorum vaccarım et omnium eorum que epactionis nomine extorqueri
solent a villis Item omnem questum iudicialem cum malori et minori iudicio sicut sunt
vite privacio, membrorum truncacio et quecanque pene fuerint corporales libere inper-
petuum possidebit. Tali interiecta condicione, quod idem Otto, nobis de predicta villa,
quociens necessitas ingrnerit, super expenens nostras et dampnum cum dextrario serviat
falerato, Si vero aliquo dierum domipis nostris terre Pruscie serviremus, tune nos,
sicut alii vasalli nostri et homines sequeretur, eciam super expensas nostras et dampnum.
Item ad extraneas terras, nisi bons voluerit voluntate, nobis servire minime est astri-
etus, et si aliquod dampnum in nostro servicio susceperit, iune nobis zervire non tene-
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bitur, nisi sibi prias de eodem dampno fuerit satisfactum, Quod protestamur ista pa-
gina nostro sigillo firmiter roborata. Testes autem buius facti sunt Dominus Paulus
de Kossow, dominus Kozzemirus, dominus Woyslaus de Rusosyn, milites, Swantike
de Beschow, Henrieus de Pene et Jacobus dictus Tasiz. et alii quam plures fidedigni
cam quibus hec probabiliter sunt finita, sub anno domini. MCCCXV. in die saneto-
rum Viti et Modesti martirum beatorum.
Original⸗Urkunde im Geheim. Archiv Schiebl. XC. Nro. 31.
W II.
Schledsſpruch des Biſchofs Johannes von Samland in einer Edebruchsſache.— 1332.
Sententia divortii super adulterio.
In nomine domini amen. Nos frater Johannes dei gracia et apostolice sedis providen-
cia Sambiensis Ecclesie Episcopus Judex ordinarius in causa que vertitur inter Petrum
sutorem parte ex una et Gesam uxorem ipsius parte ex altera auditis et diligenter exa-
minatis hincinde in iudieio productis coram nobis quia constitit et constat per proba-
ciones luce clariores et per famam probatam prefatam Gesen fuisse et esse adulteram
manifestam et idem P. induci non possit ad reconciliandum sibi uxorem eandem sed
ipso cum instancia sentenciam divortii postulante Nos solam deum habentes pre oculis
ipsiusque nomine invocato de consilio peritorum inter eos senteneiam divortii qua
ad thorum celebramus et ferimus in hiis seriptis utrique eoram continencinm vivente
altero indicentes et ne ad secunda vota se transferant nisi altero eoram mortuo prohi-
bemus. Datum etc. (1332.)
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Matriculne Vischus. p. XXXII.
WM III.
Der Biſchof Berthold von Pomeſanten befreit die Stadt Gardjen (Garnſee) von Zinsleiſtung, vermehrt
ihr ländliches Beſitzthum und begabt fie mit mehren Rechten. — 1334.
In nomine domini Amen. Ab humana memoria negocia mundi facilius elabuntur que
nee scripto nee sigillorum robore nee voto testium veridicorum eternantur. Hinc est
quod nos frater Bertoldus dei gracia et apostolice sedis providencia Pomezaniensis eccle-
sie Episcopus prehabita mera deliberacione cum nostro Capitulo salubreque consilio ac
consensu benevolo seu maturo dedimus et volumus Civitati nostre Gardzey vulgariter
diete de aliquo libertatis beneficio providere ut per illam libertatem dicta Civitas maio-
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rem tibi attrahat utilitatem et maiore gaudest incremento, que quidem Civitas prius
fuerat censualis nune autem eandem Civitatem liberam dimittimas et ab omni censu
absolutam universis Civibus ac Incolis Civitatis ibidem damus tradimus et donamus VI
mansos pro communi utilitate Civitatis inperpetuum libere tenendos habendos et possi-
deudos necnon lacum Civitatem eircumquaqne defluentem et communia paseua pro pe-
coribus suis cum Rustieis ville ibidem adiacentis similiter libere possidebunt Insuper
unam silvam Ilil® mansos continentem ipsis Civibus liberam deputamus tali siquidem
condicione interiecta quod ipsi Cives Civitatis eiusdem de silva iam expressa nobis et
ecclesie nostre singulis annis in festo sancti Martini I}, marcas usualis monete necnon
VI. denarios de qualibet Curia in Civitate ibidem sita solvere sint astrieti. Damus ita-
que predicte Civitati medietatem census de maccellis carnium et baucis panum et suto-
rum qui nunc ibi est et in futurum provenire potest, reliquam vero medietatem nobis et
ecclesie nostre reservamus. Item medietatem census sinbe balnearis Ci vitatis eiusdem
Cives predicti optinebunt, reliquam vero medietatem Scultetus ibidem et sui successo-
res legitimi possidebunt. Hee autem omnia et singula Cives predieti Jure Culmensi
. perpetuis temporibus possidebunt. In cuius rei testimonium et tutelam pleniorem pre-
seutes litteras scribi iussimus et aigilli nostri Capitulique nostri appensionihus fecimus
commuuiri Presentibus honorabilibus viris et dominis infrascriptis videlicet domino Jo-
hanne de Elbingo preposito domino Alberto de Strasburg decano domino Johanne de
Postelin vicepreposito etc. Datum et actum in Castro nostro Merginwerdir sub anno
domini 1334 in die sancti Fraucisci confessoris.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pemesan. ecolesise p. XXXVI.
MIV.
Der Biſchof Johannes von Samland deſtätigt den Kauf einiger Huben Landes zwiſchen ben alten
Stammpreußen Kariote und Naglande mit Beſtimmung der Dienſte und des Wehrgeldes für den
letztern. — 1336.
Ia nomine domini amen. Nos frater Johannes dei gracia et apostolice sedis providen-
cia Sambieusis Ecelesie Episcopus recognoscimus tenore presencium et notum facimns
omnibus moderni temporis et futari presentem litteram inspecturis. Quod cum Kariote
sudowita feodalis Tres uncos cum pratis pascuis et aliis suis pertinenciis ab antiquo
liberos ex permutacione olim facta cum Gaudiken feodali et eius heredibus in eampis
ville nostre Campayn aliquamdiu pacifice possedisset. Idem Kariote partem dictorum
uncorum permutavit cum Pellinen et Nawellen fratribus de Sabenow aliquam partem
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diotorum uncorum sibi reservando. Naglande vere quondam Camerarius in Girmow
cum suis filiis Nicolao et Hertwico predictos tres ancos cum pratis paseuis et ommibes
suis pertineneiis de consensu et bona voluntate nostra pro parata pecania a prefatis Ka-
rioten. Pellinen et Nawellen ae eorum haredibus iustis empeionis et vendicionis inter-
venientibus titulls comparavit. Nos iıague recepta resignaciune dietorum bonorum a
dietis Karioten. Pellinen et Nawellen pro se et eorum heredibus libere in manibus no-
stris facta empeionem huiusmodi ratam habentes approbavimus meniorates tres uncos
eum pratis pascuis et aliis suis pertineneiis sicut predietus Kariote ex permutaeione
premissa hactenus eosdem uocos possederat, memorato Naglanden et suis filiis Nicolan
et Hertwiee ac eorum heredibus contulimus et presentibus conferimus a deeimis et allis
honeribus (sic) rusticalibus liberen perpetuo possidendos. Ita sane quod idem Naglande et
aui filii predicti et eorum heredes de bonis iam dictis cum equo et arınis secundum terre
consuetudinem, ad edificacionemque novoram castrorum seu municionum quandoeungue
requisiti fueriot nobis et nostris successoribas servire fideliter tenen ntur. In recagnicio-
nem quoque dominii unum tnlentum cere quod vulgariter dieitur Matephunt et unum
denarium coloniensem aut quinque denarios prutehicales singulis annis in festo sancti
Martini presentare nobis et nostris successoribus sint astrieti. Concedimus eciam ex
speciali gracia et donamus Nicolao et Hertwico filiis Naglanden predictis et eorum
heredibus. si forte quod absit aliquem ipsorum oceidi vel alium occeidere continge-
ret, qaod huiusmodi iudicium ad triginta marcas denariorum usualiam se extendat.
In enius rei testimonium presentem dedimus litteram sigilli nostri appensione munitam.
presentibus fratre Johanne et fratre Helmico canonicis nostris fratre Johanne de Rin-
kemberg advocato nostro fratre Johanne Bohemo socio eius Johanne notario Curie no-
stre et aliis fide dignis. Datum in eastro nostro Bischoveshusen IiI. nonss Septembris
anno domini MCCCXXXV.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiss. Matric. Vischus. p. XL.
MV.
Der Biſchof Berthold von Pomeſanien beſtimmt für die Bürger und Bauern zu Gardzey (Garnſet) die
von ihrer Feldmark zu leiſtenden Dienſte und Abgaben. — 1338.
Neverint universi presentes litteras inspeeturi Quod nos frater Bertoldus dei graein ei
apostolice sedis providencia Episcopus Ecclesie Pomezan., post varias et certas agri-
mensuras inter nos et dilectos Cives et Rusticos nostres in Gardzey habitas tandem
concorditer una cum ipsis convenimus quod ia universo habent ia suis graniciis CX XIII
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mansos de quorum quolibet nobis ac successoribur nostris XV scotos denarioram usua-
um in festo beati Martini annis singulis nomine oensus solvere tenehantur et qui (?)
in dictis CXXIII manais aliqni mansi inveniuntur modice ntilitatis propter quod volentes
prefatis Civibns ac Rusticis nostris pro aliquali saltim consolacione et recompenta spe-
cinlis favoris ac henevolencie graciam exhibere, ipsis gratiose concedimus, ut exaccio-
nes vecturas labores et alla onera que bonis nostris impunere consuevimus censualibus
de C tantum mansis sabire teneantur Residuos mansos supradictos ab omni exaccionis
Inboris vecturarum onere favorabiliter absolutos volumus esse ut plebano qui pro tem-
pore fnerit memorati Cives ac Rustici nostri de C mansis tantummodo missales anno-
nas solvere teneantar. In quorum omninm testimonium et certitudinen pleniorem pre-
sentes eis dedimus litteras sigilli uostri sppensione roboratas. Datum in Nova Curia
nostra anno domini 1338 dominica proxima ante festum sancti Mathie apostoli Presen-
tibas Religiosis et honorabilibus viris fratribus nostris Heurico Ernesti Advocato Nieo-
lao vicecommendatore insule sancte Marie Domino Nicolao de Ottula Milite Tyle-
nıanno de Krikussyn feudalihns nostris Domino Henrico viceplebano ac Wernhero pro-
consule et communitate consulum de Gardzey et aliis quampluribus testibns fidedignis.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privllegla Pomesan. eoolesie p. XX XVI.
N VI.
Demetrius Dedko, Hauptmann der Ruſſiſchen Provinz Galllelen verſpricht den nach Lemberg Handel trei⸗
benden Kaufleuten aus Thorn völlige Sicherheit und freies Beſitzthum bei ihrer dortigen Nleder⸗
laſſung. — 1341
— viris ac fidedignis. Proconsulibus. Consulibus. Mercatoribus, totique communitati
in Thorun existentibus Demetrius, Dedko, provisor. ceu Capitanens terre Ras ie, salu-
tem in domino sempiternam. Viri pacifici quouiam ipsi possidebunt terram, huius sacri
eloquii grande misterium attendentes discordiam a dyabolica suggestione seminatam in-
ter dominum Kazimirum Regem Polonie et nos ex inspiracione almi pneumatis poster-
gantes temptatorem humannm concordie inivimus, Eatenus scire volumus universos ter-
ram Rusie visitare eupientes. quod secnndum iura nostrorum predecessorum cum mer-
cimoniis neminem pertimescentes, Lemburgum secure poterint subiutrare. Qui vero ad
conımansionem ibidem venire proposuerint. hereditatem liberam concedimus et donamus
prout pristini exaccionem nobis annnatim neenon alia inra solum sint tribuentes, Dampna
vero post obitum domini uostri felicis memorie Dneis Rusie qnicunque Lembnrgensibus
intulerunt duntaxat excipimus litteris in aliis et in istis. In signum autem huius com-
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promisslonis. et ut fides nobis poterit adbiberi. banc paginam nostro munimine iussimus
roborari. Datum in Lemburg. anno in presenti. (1341.)
Original mit dem eingebrüdten Siegel im Geh. Archiv Schiebl. 88. Nro. 13-
Voigt B. Iv. S. 580.
W VII.
Der Biſchof Hermann und das Domcapitel von Ermland überweiſen ihrer Kathedral⸗Kirche zu ihtem
Bau das Dorf Santock mit allen deſſen Einkünften und Rechten. — 1343.
In nomine domini Amen. Ad perpetuam rei memoriam Noverint universi presentem
litteram inspecturi Quod anno domini Millesimo CCCXLIII. die penultima Mensis Oc-
tobris Nos Hermannus dei gracia Episcopus Johnnnes prepositus Johannes decanus Jo-
hannes Custos Nicolaus Cantar totumque capitulum ecclesie Warmiensis, ad honorem
dei et Salvatoris domini nostri ihesu christi et gloriose virginis marie matris eius, do-
navimus fabrice nostre ecclesie kathedralis et ipsi Ecclesie de bonis nostris communi-
bus villam sancti Jodoci*) cum sexaginta mansis ad eandem villam pertinentibus cum
jadiciis maioribus et minoribus ad collum et ad manum se extendentibus jure Culmensi
cum omni utilitate et nsu fructu pratis. pascuis. silvis. rubetis agris cultis et incultis
aquarum decursionibus molendinis construendis piscacionibus cum omni genere recium
in bonis supradicıis venacionibus, ita quod omnia supradicta predicte fabrice libere per-
petuo contulimus possidenda, Volumus autem ut dominus custos qui pro tempore fuerit
ex quo provisor predicie fabrice nostre Ecelesie kathedralis censetur, habeat in dieta
villa ius patronatus Cui eciam gubernacionem dicte ville quoad utilitatem predicte fa-
brice et ecclesie commisimus Iia tamen ut in premissa gubernacione et census dispen-
sacione nosiri Capituli consilium requiratur. In signum autem recognicionis dominii
dietus Custos nomine predicte fabrice et Ecclesie unum Talentum cere duarunı mar-
carum ponderis quod vulgariter Marchphunt dicitur et unum Coloniensem denarium vel
sex Culmenses semper in festo beati Martini singulis annis Nobis et nostris successo-
ribas tenebitur erogare et rustici ac Incole predictorum mansornm ad serviendum uili-
ıati terre debeant esse obligati quemadmodum nostri in villis nostris videlicet eeclesie
et Capituli rustici commorantes In quorum omnium memoriam et certitudinem ae robur
perpetue firmitatis presentes litteras appensione sigillorum videlicet Episcopalis et Ca-
pituli Warmiensis duximus roborandas Datum Wurmdit Anno Mense et die supradictis.
Abſchrift im Diplomatar. Warmien. p. 38 im Geh. Archiv Schiebl. LI. Nra. 54.
) Santop am Rand geſchrieben.
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M VIII.
Der Biſchof Hermann von Ermland erklärt, wozu nach Uebereintunft mit feinem Domcapltel die Ge
ſammt⸗Einkünfte des Capltels für die Domherren verwendet werden follen. — 1343.
In nomine domini Amen. Nos Hermanus dei et apostolice sedis gracia Episcopus
Warmieusis Notum esse volumus unirersis preseutem litteram inspecturis, Quod Anue
domini Me CCC' XLIII XII die mensis Novembris in Vronuenburg per venerabiles
fratres nostros domiuos Preposiium decanum, Custodem Cantorem, ac ceteros canoni-
cos Warmiense Capitulum celebrantes Previo nostro cousilio et asseusn diligeuti trac-
tatu et deliberacioue prehabitis, fuit per eos uuanimiter ordiuatum, ut bona que sin-
gulariter dicuntur communia capituli Warmiensia, videlicet pecuuia custodialis anuona
deeimalis scilicet de uncis Pruthenorum et de aratris theutunicorum et de aunonis mo-
leudinorum proveuieucia deservient tautummodo dominis Canonicis residentibus pro rata
iemporis quo quilibet resederit ant residens debuerit reputari utputa si aliquis causa
infirmitalis ad medicos vel ad aerem sibi congruum seu ad sacre theologie aut sacro-
ram canouum vel alind oportunum studium, seu peregrinacionis iutuitu ad limina sancto-
rum aut pro commuui utilitate ecclesie ad romanam curiam, seu aliter se coutulerit,
vel prout de iure commuui competit in Curia Episcopali servierit, aut pro necessitati-
bus Episcopalis meuse vel capituli absens fuerit seu inteuderit Sic tamen ut in quoli-
bet premissorum vel aliorum casuum denuo in capitulo Episcopalis liceneia requiratar
ac eciam habeatnr Nos autem Hermanuus Episcopus prenotatus prefatam ordinacionem
deuuo in capitulo nobiscum in Wurmdit secundo die mensis decembris cum nostris
fratribus sollemniter celebrato, coram uobis et eis repetitis vicibus lectam et unanimi-
ier per fratres nostros omnes et singulos approbatam, eciam nos gratam habeutes et
bonam tamquam iustam et canonicam approbavimus coufirmautes et uus cum eis in
Statutum perpetuum redigentes Acıa sunt hec Anno mensibus et diebus ac locis prout
supra Presentibus appensione sigillorum nostrorum in testimonium roboratis.
Abſchrift im Diplomatar. Warmien. p. 35 im Geh. Archld Schiebl. LI. Nro. 54.
NIX.
Der Biſchof Johannes von Samland verleiht feinem Dolmetſcher Heinrich für geleiſtete Dienſte drei Ha⸗
ben Landes bei Medenau und beſtimmt deſſen Verpflichtungen und Gerechtſame. — 1343.
In nomine domiui amen. Nos frater Johannes dei gratia et apostolice sedis providencia
Sambiensis Episcopus tenore preseneium recognoscimus et notum facimus omnibus pre-
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sentibus et futuris hanc litteram insperturis quod tres ancos ab antiquo liberos ad
nos et Ecclesiam nostram legitime devolutos in territorio nostro Medenow in campo Pa-
labiten siios a decimis et aliis quibuslibet oneribus rusticalibus liberos cum pratis pas-
cuis nemorihus et aliis suis pertinenciis neenon iudiciis maloribus et minoribus que in
bonis eisdem ab eorum incolis contingunt. Henrico interpreti nostro et suis heredibus
propter sua servicia nobis et advocatis nostris iamdadum exhibita et inantea domino
volente devocius exhibenda contulimus et donavimur et tenore presencium conferimus
et donamus lihere ac pacifice perpetuo possidendos. Ita sane quod idem Henricus et
sul heredes de eisdem tribus ancis cum equo et armis secundum terre consuetudinem
ad expediciones et terre defensiones et ad edificaciones castrorum sen municionum quanto-
cunque requisiti fuerint nobis ei Ecclesie nostre serrire fideliter tenenntur. In recog-
nieionem quoque dominii unam lihram cere que marcphunt nominatur et unum dena-
rium coloniensem aut pro eo quinque denarios pratenicales singulis annis in festo beati
martini nobis nostrisque successoribus dare et exhibere perpetuo sunt astrieti. Eo eciam
adiecto. si ipsum henricum aut aliquem de suis heredibus occidi contingeret quod absit
quod extune hulusmodi indiefum secundum communem consuetudinem feodalium terre
simile ius habencium firmiter observetur. Concedimus insuper eidem henrico ex gracia
speciali, ut si ipsum sine heredibus ab hae luce decedere contingeret. extunc Metza
eius coniux legitima dietos tres uncos libere possideat temporibus vite sue et ipsa de-
functa sine heredibus a prefato henrico procreatis, memorati tres unci cum suis pertineneiis
ad nostram Eeclesiam lihere revertentur. In quorum omnium testimoniam presentem
dedimus litteram nostri sigilli appensione munitam. Datum XIIII. Kal. Septembris
anno domini Me. CCC“. XLIII'. presentibus fratre Johanne et fratre Helmico Canoni-
cis nostris. fratre Johanne de Lonsteyn ndvocatn nostro fratre Alberto de Queravord
soein suo. Johanne notario nostro et aliis fide dignis.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Matriculae Vischusianae p. LIX.
Voigt B. Iv. S. 507.
MX.
Der Biſchof Jacob von Samland begründet das Dorf Gilgenau bei Georgenburg und deſtimmt deſſen
Verpflichtungen und Gerechtſame. — 1364
Ir nomine domini amen. Cum hominum acta in oblivionem transire videantur conti-
nue si non seripto prohorumque testimonio virorum ad perpetuam rei memoriam ſuerint
stabilita, Kapropter nos frater Jacobug dei et apestolice sedis gracia Episcopus Ecclesie
Sambiensis notum esse volumns tam presentibus quam futuris ad quos pervenerit pre-
sens scriptum Quod nos ob Eeclesie nostre fructum et utilitatem ampliorem quandam
villam Theutunicalem Gylgenew nominatam de quinquaginta mansis sub Jure Culmensi
locavimus iuxta novum Castrum nostrum Gürgenburge intra granicias infrascrip-
tas, Prima quidem granicia posita est in valle iuxta viam existente ex opposito horrei
Interum prope Castrum, De qua per quinquaginta funiculos procedendum est directe
viam publicam versus latum Japideum ultra custodiam terre que Lantwer vulgariter no-
minatur usque ad graniciam positam et aignatam ubi latitudo bonorum predicte ville ter-
minatur Ab eadem prima granicia in valle prehabita situnta secundum rectum angulum
per nhonsginta funiculos directe eundum est versus Ragniten usque ad Graniciam ubi
terminatur bonorum predictorum longitudo. De hiis quinquaginta mansis Quinque Man-
sos honestis viris videlicet Johanni et Henrico dicte ville Gylgenow locatoribus et
eorum heredibus ac legitimis successoribus dedimus assignavimus et tenore presencium
conferimus liberos ab omni iugo rusticali perpetuo possidendos Confereutes eisdem Jo-
hanni et Henrico et eorum heredibus ac successoribus quos Judices et Seultetos pre-
dicte ville Gylgenow constituimur facimus et ordinamus tercium denarium tam de Ju-
diciis maioribus quam minoribus duobus nobis et snccessoribus nostris reservatis De
reliquis vero mansis inhabitatores ville iam dicte post quindecim annos infra quos ipsos
de solucione census liberos habere volumus in sexto decimo anno locacionis et singu-
lis annis sequentibus ad festum Purificacionis beate marie semper virginis, nobis ac
nostris successoribus de quolibet manso singillatim dimidiam Marcam et duos pullos pro
censu ac nomine census perpetuo solvere teneantur, Sane tamen si prediete ville Incole
intra Granicias bonorum predictorum apes invenerint seu educaverint, mediam partem
ad nos et mediam ad eos cum fructu inde derivante volumus pertinere, Insuper si prop-
ter commune bonum procedenti tempore super Rivulo Gylge dicio per bons ville pre-
incte transeunte nos aut successores nostri Molendinum decreverimus fabricare, idem
inhabitatores ville sepedicte locum pro piscina ad molendinum nobis dare sint nstrieti,
In cujus nichilominus loci resiaurum tantum quantum aque prefate piscine inundaverint
in longo latere bonorum ville pretacte versus Ragniten ipsis sepetactis villanis debe-
mus redonare, Item si prelibati villani plebanum apud se in villa voluerint habere, do-
tem cum ecclesia construendi et quatuor mansos ad dotem donandi liberam habeant
facaltatem. In cnius rei testimonium sigillum nostrum presentibus est appensum, Da-
tum in Castro nostro Vischusen anno domini Me. CCC. LIIII. feria quinta ebdomade
Pasche presentibus honorahilibus viris fratre Peczoldo de Kürwicz nadvocato nostro,
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fratre Alberto de querenvurt socio suo, fratre Henrico Styre provisore castri nostri Gur-
genburg, domino Johanne plebano in Tyrberg et aliis viris fidedignis.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Matriculae Vischus. p. XCIV,
M XI.
Der Ritter Jachant von Clement macht bekannt, in welcher Weiſe der Großkomthur Wolfram von Bal⸗
dersheim einen zwiſchen ihm und dem Capitel zu Marienwerder entſtandenen Streit wegen einer
Mühle in Lamprechtsdorf entſchleden habe. — 1363.
Ich Jachant ritter von Clement und myne Söne Nicolaus und Cazimir und ander myne
erben tun kunt und offenbaren allen den dy disen keygen wertigen brief anseen adir
horen lesen, daz eyn krig wart ezwischen den erbaren heren hern Nicolaus dem Pro-
biste und dem ganczen Capitel der kirchen czn Merginwerder nnd ezwischen uns um
eyne mole, dy wir von nnes gebuyt hatten in unserm dorfe Lamprechsdorf uf dem
wasser daz geheysen ist Lyve, des kriges czu berichten koren wir beyde teyl den
erbarn herren hern Wulvram von Beldirsheym Groskumpthur Dutsches ordens nnd
gaben ym gancz und volkommene macht allis daz her berichte spreche adir heyse dar
wir daz genczlichen nnd ewiclichen halden welden nnd weder syne berichtunge nicht
cza tun noch czu sprechen mit worten adir mit werken Nn bekenne wyr dax yn de-
sen keygenwertigen brive daz der selbige erwerdige herre der Groskumptur czwischen
uns vorgenanten teilen berichtet haet mit rate erbarer herren und wyser luete daz wir
dy selbe vorgenante mol brechen sullen nnd ich noch myne erben noch myne mete-
erben noch myne nachkomelynge yn den guten Lamprechsdorf und Brockow uf
dem vorgenanten wasser lybe geheyseu ewiclichen keyne mol sollen bnwen nnd do
vor ist uns also vil gegeben von den Tumherren das uns gennget Nu gelobe ich Ja-
chant mit mynen erben nnd mit mynen myterben nnd mit mynen nachkomelyngen
unvorschedelich dy berichtunge dy do redelich von den erbarn herren dem Grosknmp-
tur gemacht ist do uns an genüget das wir dy halden wellen stete ewiclich und nn-
esubrochen und do nymir weder komen wellen mit vorderunge noch mit rechte Zu
eyner ewiger besteticheit dirrer berichtunge habe wir desen keygenwertigen brief ge-
geben und unser Ingesegil daran gehangen, Des sint gecznc dy erbern herren Peczold
von Korbis kumptur czu dem Redin Bruder Johann von Wichholcz voyt czu Roghu-
sen etc. Geschen und gegeben an dem Sonnabende vor Letare czu Resinbnrg yn nn-
sers herren Jarczal Tasunt drihnndirt ym dry nnd sechezigsten Jar.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. occlesise p. XXI.
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N XI.
Der Biſchof Nicolaus von Pomeſanien ſpricht den Ritter Jachand und deſſen Söhne auf Fürbitte
einiger Ordensgebietiger von den wegen vernachläſſigter Dienſte gegen die Kirche verhängten Strafen
frei und verſichert ihn ſeines ferneren Schutzes. — 1363.
Nos frater I Nicolaus dei et apostolice sedis providencia Pomesan. ecclesie Episcopus
Notum esse volumus universis tam presentibus quam futuris presentem litteram inspee-
turis Quod ad instanciam et peticionem honorabilium virorum fratris Walverami de
Beldirsheim Magnicommendatoris ordinis beate Marie domus Teuth. fratris Peczoldi de
Korwicz commendatoris in Redino fratris Johannis de Wischholez advocati in Rohusen
(sic) et aliorum plurimorum spectabilium virorum communicato super hoc consilio et obtento
consensu fratrum nostrorum fratris Ni. prepositi ac omnium canonicorum de Capitulo
nostre Pomesan. ecclesie Jachandum Militem Nicolaum et Coczmirum filios eius et
omnes heredes et coheredes et successores eorum de omni negligencia serviciorum que
retroactis temporibus facere nobis et ecclesie debuerant usque in presens de bonis seu
villis Lamprechstorf et Brokow nominatis absolvimus et eisdem penas et mulctas quas
propter hoc incurrerant remittimus eosque a dictis penis et mulctis absolutos a no-
bis et successoribus nostris esse volumus et quitatos ulterius nobis debita servicia fa-
cient et alia jura ecclesie ad que racione predictorum bonorum seu villarum nobis et
nostre eeclesie sunt astricti promittimus insuper omnes supradictos in iuribus et liber-
tatibus, que vel quas ostendere suis privilegiis poterunt conservare. In cuius rei tes-
timonium presentes litteras nostri nostrique Capituli sigillorum appensionibus fecimus
coramuniri, (1363).
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. ecclesine p. XXI.
W XIII.
Klagartikel Engliſcher Kaufleute über den ihnen von Preußen vielfältig zugefügten Schaden. — 1370— 1385.
Coram Serenissimi Principis et domini sui metuendissimi domini Regis Anglie ete.
Concilio venerando proponunt ligei Mercatores sui de Civitatibus et villis suis infra-
scriptis se graviter conquerentes de multimodis dampnis gravaminibus et iniuriis per
gentes de Prussia sibi factis, ut inferius continetur, unde supplicant sibi de remedio
debito provideri cum iusticie complemento, Inprimis conqueruntur dieti mercatores de
eo quod anno gracie Millesimo CCC LXXXVe ubicungue sus bona et mercimonia re-
periebantur enormiter et subito absque suis demeritis fuerunt srrestata et appreciata ad
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multo minus precium quam volebent unde magna pars eorum bonorum et mercimonio-
rum perdita fuerat ad non modicum dispendium conquerencium predietorum.
Conquerentes eciam dicti Mercatores non modicum admirantur. quomodo presi-
dentes in Prussia pro timore dei cnius defensores populi se pretendunt am premissa
gravamina, quam que continentur inferius cum sepius inde fuerant requisiti, negligunt
emendare, set ipsa dissimulantes querelas qualescunque sui sabditi sibi fingunt versus
anglicos promovent sive fovent demandantes hic inde sibi fieri iusticie complementum.
Primo quia deceret eos qui de ordine beate Marie virginis president in Prucia
in humilitate. paciencia, pietate. iusticia necnon ceteris virtutibus choruscando precipue
sequi ipsum, tum quia propter signum crucis quod gestant exterins memoriam christi
passionis continue intrinsecus retinerent Qui cum dicit. si quis volt post me venire, ab-
neget semetipsum et tollat crucem suam notanter subiungit, et sequatur me. insinuans
per hoc, quod Religiosi cruciferi christum potissime sequerentur, Tum quia propter ha-
bitus sui candorem qui vite munditiam ei morum puritatem signanı, humilitateni et be-
nignitatem sue patrone virginis gloriose cuius ordinis nuncupantur. tenentur pre ceteris
imitari, unde sibi vicinos infideles adeo vel magis zue sancte conversacionis exemplo
quam gladio materiali ad christi fidem convertere niterentur. Non igitur permitterent
sibi subditos aut ministros in christianos et precipue in anglicos qui sibi pre ceteris
nacionibus semper fuerunt favorabiles et amici, tot et tantas iniurias exercere, Cum
dicat scriptura, quod secundum indecem populi sic et ministri eius et qualis est rector
Civitatis tales et inhabitantes in ea, Sed pocius eos tam rigide swadente insticia casti-
garent, ut dampnis et iniuriis quales fecerant prout equitas postulant undique refor-
matis districte punicionis exemplo tollatur ceteris inposterum presumpcio vel audacia
taliter deliquendi, Recolerent insuper qui president in prucia, quociens et quantis cor-
porum laboribus et expensis domini Milites et armigeri de anglia contra litwanorum
perfidos exercitus et incursus Pruthenis auxilinm personaliter impendebant. Recolerent
secundo quam favorabiliter semper hactenus in Anglia tractabantur Prutheni pre cete-
ris mundi nacionibus et quanta comoda per adventum eorum in anglia in suam patriam
reportarunt. Recolerent insuper tercio maximas libertates et privilegia a divis Anglie
regibus eis data et noviter tempore domini Regis nunc superstitis confirmata in qui-
bus frequenter suis ligeis miercatoribus ad ipsius Regis incommodum non mudicum pre-
feruntur, dum minus quam dieti ligei sibi solvunt de suis mercimoniis pro costuma, ut
ipsimet noverant satis bene. Quapropter se a fictis querimoniis versus anglicos absti-
nerent nee occasiones discordie quererent ullo modo.
18
Hec sunt gravamina sive dampna, que Prutheni communiter inferunt
mercatorihus Anglicanis.
Inprimis per ipsos de Prussia graviter iniuste communiter Anglici mercatores in eo
quod adherent et favent inimicis Regis et Regni tam gallicis quam Scotis et Flandren-
sibus eisdem arma victualia et omnimoda subsidia cum suo navigio deferentes ymo
quod deterius est ipsorum inimicorum bona et eciam ipsos inimicos in suis navibus pro-
tegentes et deſendentes quod manifeste patuit sput Skone flandrie Anno gracie Mille-
simo CCC°. octogesimo quinto sicut ex relacione et probscione procerum militum et
aliorum fidedignorum qui tune preseutes ibi fuerant est compertum.
Item ubi mercatores Anglie quondam liberi fuerunt ad intrandum et exeundum
terre Prussie cum mercandizis suis sicut ipsi Prutheui in Anglia nuper ordinatum est
ibidem ne quis de Prussia sub pena forisfacture vite et omuium bonorum nec alterius
nacionis sub pena exilii Auglicorum bons. navigio ducat in Angliam de Prussia.
Item quod ubi mercatores de Anglia liberi erant ubilibet in Prussia ad libere
vendendum nmiercandyzas suns modo In preiudicium et dampnum eorum nuper ordiuatum
est sub gravissima forisfactura, ne quis Anglicus vendat ınercimonia sua in Prucia in
Elbingo per quam ordinacionem de mercatoribus Eborum et Hull nuper perdita fuerunt
bonn ad valencinm Ve. Ii. sterlingorum et ampline.
Item in preindicium mercatorum Anglicorum nuper ordinatum est. quod cum ad.
duxerint mercendysas suas ad Elbinge sub forisfuctura, non reducant aa ipsa extra
dietam villam ubi prius liberi erant ad introducendum et educendum sua mercimonia
solutis Custumis conswetis, per quam ordinacionem Johanni de Brandon de lume foris-
facti fuerunt duo fardelli pannorum et serviens suus edens Scot exulatus fuit ad
dampna ipsius Johannis qusdraginta libras sterlingorum.
Item ubi fuerunt consweti mercatores Anglici vendere unum pannum integrum
pro XLII ulnis de Prussia nuper ordinatum est sub peun forisfacture quod pannus in-
teger non minus continent quam XLIIII ulnas ad dampnum mercatorum per aunnm
Mille marc. et amplius, £
Item ubi conswete sunt omnes naciones que iuvabant ad couquerendum Skone
salire allec ibi et illud adducere secum libere quocunque plaeuerit eis et ubi merca-
tores anglici iuvabant ad ipsum locum de Skene primitus conquerendum sicat plures
alie oaciones nichilominus eo impediuntur et hactenus Angliei fuersnt impediti per
illos de Prussia et eorum complices ad saliendum ihi allec et ibidem in pessimo loco
hospitantur uee expensis factis circa dietum conquestum de Skone per ipsos de Prussia
levatis hactenus Anglici sicut aliis nacionibus refundere curaverunt.
14
Hec sunt gravamina corporalia, que Prutheni nuper Anglieis intulerunt
abs que suis demeritis minus juste.
Primo Ricardus Harry de Bristollia eireiter annum gracie M'. CCC®. octuage-
simo III“. iniuste quasi subito decapitatus fuerat in Prucia ubi habuisset de lege
Prucie nnam annum et diem at portandum litieras ab anglicis testimoniales de statu
ei conversacione sua.
Item Anno gracie Me. CCCo. LXXXV°, Thomas Flotegato famulus Johannis
Lamb in Prussia verberatus vulneratus et male tractatus fuit, ad dampna ipsius XL marc.
sterlingorum.
Item Johannes de Wyton famulns Johannis Crewan de Hull interfectus fuit noc-
tanter et proiectus ihidem in unnm puteum in villa de Nelbinge Brigstrete. Item Ro-
gerus de Vohiton de Eboriaco ibidem vulneratus et verberatus fuit ad dampna sua
XL lib. e)
Hee sunt dampna et gravamina personalia per homines de Prussia
Anglieis illata,
Primo thomas gyrdeler mercator de London queritur de eo quod anno gracie
Millesimo CCCo. LXX Io. posuit London in una navi vocata Cog de Danczk cuins
magister vocabatur Lambertus Stomaker de Prussia duos fardellos pannorum laneorum
ad salvo ducendum in Prussiam vel in Skone ad reciam exoneracionem ipsius na vis
samendam pro predictis fardellis naulum sicut inter dictos Thomam et Lambertum
faerat eoncordatum, Ipse Lambertus ex malicia sua liberrime et sponte vela direxit
in Sclufam Flandrie non coactus nec ignarus quod panni a partibus aliis forisfieri de-
buerunt penes legem Flandrie usitatam, unde dietus Thomas dampna recepit ad valen-
ciam CCC lib. sterlingorum.
Item queritur idem Thomas quod cum Conradus Westfale magister cuiusdam
navis de Danczke attschiatus ſuit ad seccam Willm. de Thorun de Herewich circiter
annum gracie M. CCC. LXXVIII. ad respendendum sibi apud lee Redecline prope
London, eorum tune admirallo domino Michaele de la Pole et in ceria summa pecunie
fuerat condempnatus dictus thomas fuit coactns per iudicium ad solvendum dieto Wil-
lielmo XLVI lib. sterl. Quas debuit dieto Conrado pro naulo in partem satisfaccionis
summe in qua predictus Conradus ipsi Willielmo fuerat condempnatus. Quo non ob-
stante posterius in Prucia de bonis et catallis ipsius Thome adiudicati fuerunt ipsi Con-
) Dergleichen Yälle werden noch 11 aufgezählt.
15
rado XLVI lib,, unde sepius conquestus ibidem nondum et remedium potuit obtinere ad
dampna ipsius thome LVI lib.
Item queritur Gilbertus Manfeld Mercator de London de eo quod ubi anno gra-
eie Mo, CCCo. LXXX suus appenticius dietus Ricardus Rouet in Prussia convenit cum
Gerhardo Brande de Dancrk ad emendum ah eo cerens mercandizas ad valenciam de
CC sterl. sub eondicione quod ipse Gerardus foret cum nave sun peractus versus Lon-
don cum ipsis mercandizis infra XIIII dies post pascha tune proxime sequens et non
aliter. Ipse tamen Gilbertus ubi dietus Gerardus in defectu suo non erat paratus ad
dietum diem immo vix infra XIIII dies post festum sancti Johannis Baptiste tunc pro-
xime sequens iniuste compulsus fuit ad habendum dictas mercandisas, unde detimoratus
fuerat de L marcis sterl. et amplius hie supplicans sibi de remedio provideri.
Item queruntar dietus Gilbertus hugo Boys et Johannes Norwich mercator de London
de eo quod ubi anno gracie M. CCC?.LXXVII° oneraverunt apud Skone unam navem
euius Conradus Westfale de Danesk erat Magister cum LX lastis allecis albi (?) direetis
versus London ipse Conradus sponte non conctus ex precogitata sua malicia vela retorait
in Flandriam cum dietis allecibus ubi dieti eonquerentes coscti fuerunt vendere quam-
libet lastam dicti allecis pro XIII nobiles. que bene valuisset London pro quinque mar-
eis sterlingorum unde deteriorati fuerunt dicti querentes in XL marcis sterlingorum
unde supplicant sibi de remedio provideri.
Item queritur dietus Gilbertus de eo quod ubi anno gracie M°. CCCo. LXXXI
tradidit luperto von hulse Magistro unius navis vocata Kogge de danczk XXXV. lib.
sterl. ad onerandum ipsam navem in boyana cum sale ad portum London directe rever-
surus, ipse Lubertus sponte non coactus ex aua precogitata malicia vela retorsit ad
Feyharm cum dicto sale et ipsum vendidit ibi nee unquam recepit ipse Gilbertus de
vendicione dicti salis nisi X lib. et dampnum ipsius Gilberti XL lib. unde supplicat
sibi de remedio provideri.
Item queritur Johannes Kyrcone de London mercator quod ubi anno gracie
Mo. CCCo. LXXXV®, posuit diversas mercandysas in quadam navi cuius Johannes
Bronum de Connsburg fuit Magister ad acceptandum cursum ad directum London, ipse
Johannes sponte non coactus ex malicia sua propria vela direxit in Scociam ubi per
inimicos domini nostri Regis perdidit prefatus querens dictas mercandisas unde deterio-
ratus est ad valenciam XVIII lib. sterl. unde sibi supplicat de remedio provideri.
Item queritur Johannes Sewale de London versus dietum Johannem Bronum de
eo quod in defectu eins perdidit in eisdem navi loco et tempore bona ad valenciam
X lib. VII s. VIII d.
16
Item queritar William Ancroft Civis et werestor London. de eodem Jobanui
Bronam in eodem casu quo perdidit de bonis et mercimoniis in eadem navi eodem tem-
pore ad vnlenciam XII lib. sterlisgorum.“)
Summa istius Ratuli III LXXIII lib. V. 3. VIII d.
Summa omnium summarum supraseriptaram VIIIX VII XXIIII lib. VIII a.
Außerdem ein Ähnliches Schad en⸗Verzeichniß aus derſelben Zeit von 1370—1385.
Auf Pergament im Geb. Archid. Schiebl. 83. Nro. I
N XIV.
Der Hochmeiſter Winrich don Kniptode empfiehlt dem Papſt Gregorius XI. den zum Abt des Kloſters
Pelplin erhobenen Mönch P. zur Beſtatigung. — 1370 (7)
Sanctissimo in christo patri ae domino. domino Gregorio Sacrosantte Rommme et uni-
versalis ecelesie summo pontiſiei hamilis et devotus vester frater Winricus etc. Ben-
tissime pater et domine clementissime. in monasterin de Polplin \Wladislariens, dioc.
in quo sub saem cistereiensi religiene devotissimum deo paratur obsequium dudum per
eleecionem concordem et confirmacienem patris nbbatis promotus fuit vir magne suffi-
tencie frater P. monachus ibidem u longo tempore professus qui obtento munere bene -
diecionis jam VII annis abbatizavit laudabiliter et honeste Statum dieti monasterii tam
in spiritualibus quam in secularibus plurimum augmentando Et licet in hiis partibus
quasi in finibus christianitatis constitutis non seiatur. qued monasterin s. v. dignitntes
abbaciales fuerint reservate Bint, tamen quorumdam detestabilis ambicio apud roma-
nam curiam importune Inhoranciem tuntum excrevit, quod expedit dicto fratri abbati
approbacionem apostolicam obtinere, Quapropter S. v. hamillime supplicamus, qantemus
promoeionem dieti featris noceptare dignemini, vel inquantum neceswe fuerit prefato
monasterio de persona eiusdem fratris providere de novo, tenentes p. s. pro certissime
quod provide dietum monnsterium gaudebit 'trangaillitate pace et prowperitate. ei si quod
absit liter ageretur, states dieti mennsterii non posset sahsistere sine dampno tribn-
Iacione et scandalo plurimorem S. v. comswerver alciaus ecclesie rue per tempora diu-
tornn. (8. d.)
Im Fol. Formulare p. 75 im Gch. Archiv.
) Dergleihen Faͤle werden noch Neben aufgeführt.
17
M XV.
Der Biſchof Nicolaus von Pomeſanien bekundet, in welcher Weiſe ſein Strelt mit ſeinem Domkapitel
über die Fiſcherei im See Trupil ausgeglichen ſei. — 1371.
In nomine domini amen. Noverint universi preseneium notieiam habituri, quod olim
inter nos. fratrem Nicolaum divina providencia Episcopum Pomesnniensem ex una parte
et Capitulum nostre diete ecclesie Pomezaniensis ex altera suborta quadam contencione
seu controversia per nos mota ipsi Capitulo nostro super jure piscandi pro menss nostra
in lacu Trupil ad ipsum Capitulum pertinente, Tandem prehabita deliberacione dili-
genti non intercedentibus extraneis sed inter nosmet ipsos pro bono pacis et concordie
quam amplectimur toto corde inquam eciam deo auctore ipsam ecclesiam positam gau-
demus nostris temporihus, invicem concordamus isto modo, Quod Capitulum sive fra-
tres nostri Canonici indulgerunt nobis et nostris successoribus inperpetuum habere et
tenere duos piscatores in dieto lacu Trupil pro mensa nostra piscantes cum instrumento
quod Cleppilwate vulgariter dieitur et aliis minoribus instrumentis, qua piscacione bene
eontenti pro utralibet parte, submoto cuiuslibet controversie impedimento tanquam vere
concordie et pacis ardentissimi sectatores. predictam piscandi concessionem emologamus
ratificamus et tenore presencium approbamus nobis in dicto lacu, vel ipsius occasione
preter piscacionem premissam nil (7) amplius vendicantes, volentes autem futuris cavere
periculis ne per successores nostros aut Capitülum super huiusmodi piscandi ordinacione,
indulgencia sen concessione opponatur inposterum seu interveniat difficultas in vineulum
contencionis periculosius reaccendens qui nostris noscitur temporibus exsufflatus, pre-
sentem litteram scribi fecimus eamque sigilloram nostri et Capituli appensionibus com-
muniri providimus eciam daas litteras eiusdem tenoris quarum una apud nos remaneat
et alia apud Capitulum in testimonium premissorum. Actum et datum in Merginwerder
in ecclesia nostra Cathedrali, presentibus honorabilibus et Religiosis viris fratribus
nostris Nicolao preposito. Johanne Merginburg decano Johanne antiquo de Resinburg
Custode Dytmaro Scolastico Petro Cantore ac ceteris de Capitulo cum aliis pluribus
fidedignis Anno domini M. CCC. LXXI. in die sancti valentini qui est XIIII dies
Februarii.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. eoolesiae p. XIII. im Geh.
Archiv.
18
N XVI.
Vollmacht für zwei Viſitatoren zur allgemeinen Viſitation der Ordenshäuſer im ganzen Orden. — 1374.
3 — alemanie, ceterisque provineialibus .. Commendatoribus . Vice-
commendatoribus et eorum vices gerentibus®) .. . . sacre professionis fretribus per
Almaniam, Moraviam. Austriam, in Montanis Bazani, Galliam, Italiam, Apuliam et Ro-
maniam eonstitatis Salutem et Pacem, que exsuperat omnem sensum, Etsi multis et
ardais ordieis nostri... negociis, curis et cogitacionibus pluribus distrabamur, circa
en tamen, que animaram aapiunt salutem, fervencioribus votis volumus et debemus in-
tendere et operose sallieitudinis studium impertiri. @uod quidem nullo modo melius
exequimur, quam si ea, que recta sunt, autrire, et que profectum salutis impediunt, cor-
rigere studenmas, habito igitur mature consilio et consensn unanimi fratrum Officiato-
rum nostri Ordinis et Cypituli videlicet Wolferami de Beldiraheim Magni Commenda-
toris, Rudgheri de Elnir Marschalki Commendatoris in Konigsberg, Ulrici Vricke
Summi hospitalnrii Commendatoris Elbingensis, Conradi Zcolner Summi Trappiarii
Commendatoris in Cristhurg et Swederi de Pellandt Thesaurarii, Tociusque Conventus
domus nostre Principalis in Marienburg Religiosis ei diseretis viris fratribus Godeboldo
de Korbitz et domino Pilgersmo Presbitero Conventus nostri in Marienburg Exhibito-
rihos presencium visitationia officium auetoritate presencium committimus peragendum,
danten et concedentes eisdem plenam ‘et omnimodam potestatem et auctoritatem, se-
ceuadum Ordinis nostri predicti Regulam, statuta et consuetudines, in umnihus, que ad
visitationis pertinent Oſſieium, in omnes et singulos fratres nostri Ordinis ei personas,
nullum excipiendo, in ensibus omnibus et defectibus quibuscunque maniſestis et oceultis
sive sint levia vel gravis aut ecinm gravissima ipsa puniendi cum annualis penitencie
infliccione seu ferramentorum detencione ac perpetun careeris mancipneione, si hoc enor-
mitas ingruerit delinquentis, ut pena culpe correspondeat, et in qua delinquerit racio-
nabiliter punintur. Preterea statuimas ut prenominati visitatores nostri a guolibet fratre,
an dominicam eracionen seint, Ave maria et simbolum audiat diligenier, et si quem,
quod absit, hec vel unum ex ipsis ignornre reperint, ipsum en casligacione ei pena
puniant, que ignorantibus talin in Regula et statutis Ordinis est conflicta. Rursum
damus et concedimus eisdem meram et plenam potestatem, Officia maiora et minora,
si utilitas et necessitas requisierint, cum consilio seniorum fratrum ibi existencium im-
mutandi, preter illa, que in nostro generali Capitulo per nos resumi et committi sunt
] Lucke.
19
consueta, Et insuper fratres de Balis ad Baliam, ei de domo ad domum mittendi, si
ipsis videbitar expedire, et ecianı malas consuetndines, si quas Ordini contrarias et in-
convenientes invenerint reprobandi et peniius abolendi Ceterum si fortassis unus eorum
urgente infirmitate vel morte preventus quod ahsit in visitacionis Officio procedere non
valeret, extunc alteri autoritatern, nostram conferimus per presentes quod alium fratrem
nostri Ordinis sibi assumat in socium, Provincialis tamen illius Balie. ubi talis frater
infirmitate vel morie preventus fuerit si commode vocari poterit ut advocetur seniorum
fratrum consilio mediante Si autem provinrialis propter itineris prolixitatem vel alia
impedimenta legiiima haberi non poterit extune unum fratrem in socium sibi eligat de
seniorum fratrum consilio ut preſertur. IIli autem, qui sic assumptus fuerit, debitum
obediencie exhibere curetis in omnibus et per omnia tanquam primo. Porro predictis
nostris visitatoribus, si ad Apulianı, Ceciliam et Romaniam pro exercendo visitncionis
officio personaliter commode venire non poterunt, ut ipsi ad istud officium implendum
alios ordinis nostri fraires Inco sui quos ydoneos noverint mittere et dirigere valeant,
auctoritate presencium plenam concedimus facultatem, Vestram provide fraterniintem et
eircumspectam providenciam rogamus, monemus et in domino salubriter hortamur, qua-
tenus prenominatis visitatoribus nostris cum ad vos domino dante pervenerint, in hiis
que ad visitacionis respiciunt officium tanquam veris obediencie filiis devote et bumi-
liter obediatis et cum eflectu intendatis eisdem visitatoribus nostris et eorum comitive
in equitaturis expensis, conductu et aliis sibi necessariis apud vos manendo rece-
dendo et denuo redenndo quociens vos requisierint divine remuneracionis intuitu et ob
nostram reverenciam benigniter providentes, ne officium pro laude dei ipsis commissum
provide, ex alicuius negligencia impedimentum senciaı aliquale agentes quod in pre-
missis omnibus et singulis ut n deo premiari, a nobisque inde meriio commendari vo-
leaıis, In quorum evideneinm pleniorem presentes scribi fecimus et Sigilli nostri et Bulle
nostri Capituli munimine roborari. Datum in Marienburg Anno Domini Millesimo CCC.
Septuagesimo quarto Mensis Maji die XX“.
Im Fol. Formulare im Geh. Archiv.
Volgt B. V. S. 400.
3
20 N
WM XVII.
Die Rathsberren der Städte Preußens geben den Hanſeſtäbten ihre Zuſtimmung zur Sendung einer Bor.
ſchaft an den König von Norwegen in Betreff der Ausgleichung ihres ducch ihn erlittenen Scha⸗
dens. — 1375.
Serricioram et amoris integritatis constancia cordintime preformatis dominorum caris-
simi retulit nobis ambassiator noster et nuncius dominus Godfridus de Allen Consu-
laris in Thorun qui una cum domino Harwico Beteken nuper terminum vobiscum in
Lubec celebravit ac esse in recessu quem secum deportavit continetur qualiter vos eu-
peretis ut quevis civitatum in confederacione existencium nuncios suos et consulares ad
inelitum dominam regem Norwegie translegaret super terminis amicabilihus concipien-
dis placitorum ad quod dare consensum absque nostra requisicione nuncii nostri recu-
sabant super quibus vestris discrecionibus preamandis entitative respondemus nobis summe
fore placitam et consulınm quod vestros nuncios vestris expensis previis ad prefatum
dominum regem destinetis ac nos de talibus laboribus fatigis et expensis habeatis pe-
nitas relevatos Cum propter discrimina ac prolixitatem viarum id nobis omnino uti
vestra intelligere poterit honestas sit importunum Rogamus igitur vestram honorificen-
ciam cordis intimo ex amore quatenus mutue confederacionis intuitu qua impossibilibus
collegamur de Refundatione dampnorum per prefatum dominum Regem nobis et nostris
concivibus multipliciter illatorum fideliter ut effectum experiri poterimus laboretis nos in
omnibus vestris defendentes consiliis et remediis oportunis quemadmodum de vestra in-
dubitanter confidimus honestate nam dampna suscepta ita simpliciter nullatenus condo-
nemus. Amici dilecti huiusmodi excusacionem non hac vice nobis invertatis. Datum
Marienburg in die beati Dominici confessoris gloriosi Sub secreto Civitatis Danezek
quo nümur pro presenti. (1375).
Consules Civitatum terre Pruscie.
Abſchrift in den Hanſeat. Receſſen. Fol. I. p 154—155.
N XV.
Notariarsinftrument über die Streitſache zwiſchen dem Biſchof Nicolaus von Pomeſanien und den Erben
des Opezko von Briſe in Betreff des Schultheiſen⸗Amts in Rie ſenburg. — 1376.
In nomine domini amen. Anno Nativitatis eiusdem M CCC“ LXXVI Indictione XIII.
IX die mensis februarii hora IX vel quasi Pontificatus sanctissimi in christo patris et
domini domini nostri Gregorii divina providencia pape XI anno sexto in Refectorio
21
Castri Resinburg Pomezaniensis dyoresis Reverendus in christo pater ac dominus do-
minus Nicolaus Pomezaniensis Episcopus in mei Notarii presencia ac Notarii subseripti
testiumque suhscriptorum presencin constitutus incepit dicere et narrare domino Petro
Militi de Girisbald protune presenti quomodo . . nati sive heredes Opeczkonis de Brise
in terminio quodam in causs que vertitur inter predictum dominum Episcopum et natos
seu heredes predictos habito quandam ipsius domini Petri Militis predieti litteram si-
gillo suo ut dicebant sigillatam habuissent continentem quod ipse in dieta littera pro-
tesiaretur quod olim Scultecia cum undecim mansis maxellis et bancis panum in opido
Resinburg ad Opeczkonem patrem dictorum natorum et Tilikonem fratres pertinuisset
Qui quidem dominus Petrus Miles predictus ad narracionem et requisicionem predicti
domini Episcopi pablice confessus fuit quod nulla testificatus esset nisi prout et in-
quontum alias una eum domino Nicolao Milite de Otila pie memorie testificatus fuisset,
eı quod sibi constaret, quad ipsa duntaxat Schultecia in ditio Opido Resinburg ad pre-
nominatos Opeczkonem et Tilonem fratres quondam spectasset, que quidem Scultecia
ad dominum Rudl. (?)*) recolende memorie Pomezaniensem protune Episcopum posten
devoluta fuisset sed qualiter aut quomodo per empcionem seu vendicionem devolucio
facta fuit se penitus nescire afſirmavit, addens quod de mansis maccellis et Bancis pre-
tactis sibi nil constaret nec constitisset, addiciens eciam quod de predictis natis sive
heredibus confisus ad eorundem peticionem nesciens quod in litiera contineretur sigil-
lum suum eisdem ad appendendum sepedicte littere tradidisset Super quibus omnibus
predietus Reverendus in cristo pater ac dominus dominus Nicolaus Pomezaniensis Epis-
copus sibi unum vel plura mandavit sibi publica instrumenta. Acta sunt hec Anno In-
diecione die mensis hora Pontificatu et loco quibus supra Presentibus honorabilibus et
diseretis viris dominis Johanne Officiale Curie Pomezaniensis et plebano in ladekop
Johanne de Elbingo Canonico Pomezaniensi Wilhelmo vicario in Ecclesia Pomezaniensi
Petro Camerario et Wernhero familiari predicti domini Episcopi pluribusque aliis fide-
dignis testibus ad premissa vocatis specialiter et rogatis. Et ego Nicolaus Stamppe
clerieus Culmensis diocesis publicus Imperiali auctoritate Notarius predietis narracioni
confessioni ac aliis omnibus et singulis dum sicut prefertur fierent et agerentur una-
cum subscripto Notario et testibus prenominatis presens interfui eaque sie fieri vidi et
audivi ad mandatum et requisicionem Reverendi in christo patris ac domini domini mei
Episcopi supradieti in hanc publieam formam redegi manu mea propria conscripsi signo
et nomine meis consuetis consignari in fidem et testimonium omnium premissorum Et
*) Rudolphum.
22
ego Martinus quondam Conradus de Resinburg clericus Pomesan. diocesis publicus Im-
periali auetoritare Notarius predietus narracioni confessioni ac aliis omnibus et singulis
ur premittitur fierent et agereniur una cum suprascripin Notario et testibus premissis
presens interfui eaque sic fieri vidi et audivi ad mandatum et requisicionem Reverendi
domini mei Episcopi supradicti hie me sahscripsi signo ei nomine meis consuetis hoc
presens Insıramentum cennsignavi in fidem et evidenciam firmiorem.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privllegia Pomesan. Frelesine p. KVI—XVll.
IX.
Schteiben des Kacwansherrn in Mewe an Peter Romanus von Wenczlau, die namentliche Anführung
der Deutſchen Hetrzoge, Fürſten, Grafen und Ritter entbultend, welche im vergangenen Jahre am
Feldzuge in Preußen Theil genommen haben. Ohne Johr. (13777)
r professionis viro frairi Petro Romano de Wenceslaw frater Johannes stouf ma-
gisier Carvanoram in Mews veram in damino karitatem eum oracionihus in eristo se-
dulis et devatis. Sieut michi supplicastis. ut vobis Duces. Principes. Comites. et mili-
tes ei ipsorum subiagales Terre Almanie qui anno preterito in expedicione fuerunt
constituti in scriptis destinarem illos secundum posse meum et per relaciones fratrum
nostrorum et per interrogaciones varias de loco ad locum hos sequentes callegi Primo
duos fratres duces Saxanie Comiten de Hollanı quidam Comes dicıns valgariter Rin-
grave et ſillus cuinsdam domini dietus de Meyola euidam dietus de Serick Conradus
monachus de Basil. De Austria Duos fratres de Walse Dux de lachen Comes dietus
von den Wyden quidam miles dieıns de Westerbarck Der von Ysenhorck Der houwen-
veilder Fridericus der arberger Der zchendel Er kraft der huser Hinrich de Klingen-
berek Jan de Bucheim. ulricus de stubenberck Der Lichtensteyner de nickesbureg Hin-
ricus de Hackenberck Wolfgang von den Wyden Der von kaua, quidam dietus de Sun
nenberck Volens in hiis et in aliis vobis sincera efficacia cunplacere Daum in Mewa
in vigilia Epiphanie.
Original (aus dem 14. Jahrhundert) im Geheim. Archiv Schiedl. XII. Nro. 1.
Voigt B. V. S. 282.
MXX.
Geleitsbriek des Herzogs Albrecht von Meklendurg für die zur Tagſahrt nach Lübeck ziehenden Raths
leute und Senddoten aus Preußen und Liefland. — 1378.
W, Albrecht van Gutes gnadin Herezoghe to Mekelborg Greve 10 Swerin to Star-
gard und Rostock en Herre bekennen und betugin appenbar in dissem brive dai wy
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gbeleydit und gheveligit hebhin und leyden und velegen wit Craft disses hrives de bor-
germeister Radlute und Sendeboden und alle de mit yn riden von den Zeesteden von
Prusen und von Lifland de tho dem dage o Lubie to sunte meriens daghe komen und
riden wylien, se sin van wat stedin se sin velich to und af Ridende twyschen hir und
“ Wynachten de nu kumpt velich vor uns unse Kindere und unse man und vor alle de
de umme unsen wyllen duen und laten und hehbin des 10 ıhughe unser hemeliche In-
gesegel to rughe drucket an dessen href de screven un gotes Me CCC° LXX VIII ipso
die Dyonisii cum sociis suis martirum gloriosorum.
Abſchrift in den Hanſeat. Reerſſen Fol. I. p. 87.
N XXI
Der Hochmeiſter Winrich von Kniprode erfucht einen Biſchof, daß auch in feinem Getieie gleiches Lands
maaß gehalten werde. = 1330,
Litera Magistri de mensura terre,
Nech unserm femtlichen gruse, Erwirdiger vatir wir begern uwir erbarkeit wissinli-
ehin sin-daz wir wordin sint ezu rate mit unsern Gebitegern daz man haldin sal eyne
lantmasse mit der ele. Worumme bitt wir uch daz ir wol tuet und gerucht is in uwir
herschaft, ouch gebiten daz sie dy selbe lantmasse mit der ele halden und verhengit
oymande eyn andir masse ezu habin went vor is ymande ubirseet und gestatit zo
mochte is gescheen daz sin ezu vil wurde daz is nicht gut ende neme, Geben czn Ma-
rienburg am Dinstag vor Thome, Aposteli (1380.)
Nora hoc mandare feci per Advocatum meum in iudieio provinciali et septem j
ulne cum dimidia faciunt virgam.
Abſchrift auf Pergament im Copiar, Privilegia Pomesan. Ecclesiae p. XII des Geh. Archivs.
WXXII.
Der Kardinal Pileus widerruft und annullitt alle feine gegen die Biſchoͤſe in Preußen erhobenen Strei⸗
tigkeiten in Betreff der Procurationen und verfpricht, fie nicht ferner zu beläftigen. — 1381.
Pn miseracione divina tt. sancte Praxedis presbiter Cardinalis universis et singulis
presentes litteras inspecturis salutem in domino Si cum sacrosancte Romane ecclesie
ac sanctissimi domini nostri domini Urbani pape XI fidelissimis dilectionis gratiose
agamus speramus indubie quod ex hoc ipsorum debita constat (?) affeetio, et in obse-
gaiorum retribucionibus fervencius annuentur. Hine est quod nos attentis Ädelitate,
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affectione et obedienein. quas Reverendi patres Henrieus Warmiensis Johannes Pome-
zaniensis Theodricus Sambiensis et.. Culmensis ecelesiarum Episcopi cum Capitulis
et Clerieis eorundem ad sanctam Romanam ecclesinm et dominum dominum nostrum
papam ac personam nostram cum eminenti favore habere dinoscuntur prout veridice
didieimus, non immerito cum eisdem favorahiliter agendo, omnes et singulos processus
procaracionum per nos factox et emissos contra eosdem propter causas, rationes ei gra-
vamina per eorundem nuncios nobis expressata ex certa srieneia tollimus revocamus
cassamus et anullamus una cum senteneiis excommunicacionis suspensionis et inter-
diet! contentis in eisdem de et super facto officii nostte legacionis in quo de presenti
in hiis partibus agitamus Promittentes ex certa sciencin egsdem Episcopos Capitula et
elericos ocensione predieta non molestare turbare vel ab ipsis quidquam petere vel exi-
gere in futurum In casa autem quo aliqui euiuscungue dignitatis fuerint eciamsi Capi-
tula Collegia aut conventus fuerint aut Episcopali prefulgeant dignitate aliquas senten-
cias, censuras et penas dietorum processuum incurrerint quoquo modo Nos eisdem super
hoc providere volentes venerabili fratri Johanni Preposito ecclesie Culmensis de quo
plenam in domino gerimus fiduciam auctoritate apostolica qua fungimur tenore presen-
cium committimus et mandamus quatinus ipsos et quoscungue ipsorum qui hoc humiliter
petierint a quibuscunque excommunicacionum et suspeneionum sentenciis et penis, re-
cepto iuramento solito in forına ecclesie consueta absolvat et interdicta relaxet ac cum
quibuscunque si qui huiusmodi sentenciis sie ligati divinis se immiserunt ut in susceptis
ordinibus ministrare valeant dispenset misericorditer cum eisdem. Datum Prage VI. kal.
Januarii Pontificatus sanctissimi in christo patris et domini domini nostri Urbani divina
prorideneia pape VI. anno tereio.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. Keclesine p. XII. des Geh. Archivs.
XXIII.
Viſitationsdrief des HM. Konrad Zölner von Rotenſteln zur Viſitation der Orbenshäufer in Preußen:
0. J. (1382—1390.)
Littera visitacionis per Prusiam.
Frater Conradus Czolner de Rotensteyn fratrum Ordinis Beate Marie Theutonicorum
hospitalis Jerosomilitani Magister generalis viris dilectis sibi fratribus in christo Pre-
ceptoribus Commendatoribus Canonicis necnon universis et singulis dicti sui Ordinis
fratribus per prusiam constitutis Salutem et sinceram in domino caritatem, prehabito
conpreceptorum nostrorum consilio et consensu, discretis et Religiosis viris fratri N.
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de. Commendatori in. . necnon domine Johanni . . Presbitero Conventns in Marien-
burg Exhibitoribus presencium visitacionis officium. auctoritate preseneium committimus
peragendum more soliıo dantes eisdem plenam et omnimodam potestatem secundum or-
dinis nostri regulam, Statata et Consuetudines in omnibus que ad dietum visitacionis
officiam pertinent, in omnes et singulares personas et fratres per prusiam, in casihus
eriminibus et defectibus quibuscuaque gravibus graviorihus et gravissimis manifestis sen
occultis exercendi. Quoeirea fraternitatem vestram et circumspeetan providencian ve-
strom rogamus monemus et in domino saluhriter hortamur, Qurienus dietis nostris vi-
sitatoribns in hiis que visitaeionis oſſicium respieiunt, cum ad vos pervenerint, tan-
quam obediencie filii devote obediatis et eum effectu intendatis, agentes in premiseis
omnibus et singulis, ut n deo premiari a nobisque merito exinde valentis commendari.
In quoram evideneiam Sigillum nostrum presentibas daximus appendendam. Datunı ete.
Anno domini Mo. etc.
Entwurf im Regiſtrant des Hm. Conrad d. Jungingen p. 4.
XXIV.
Die Lübecker melden dem Math von Danzig, daß der König von Schweden dem Raufmanne der Hanſe
ſeine Freiheiten zu berauben ſuche und bitten um ſein Gutachten wegen der gegen ihn zu ergrei⸗
fenden Maaßtegeln. — 1383.
H omerahilitss et discretis viris amieis suis dominis Consulibus in Danczik Consules
Civitatis Lubicensis sincere amicicie servicia semper promta. Sicut pridem vestre discre-
cioni insinuavimus ita adhuc vos scire presentibus affeetanıus Quad Rex Suecie nos et
communeın mercatorem libertatibus et privilegiis ab antiquo habitis et eum labore grandi
et expensis arduis acquistlis privare nisitur Occasionem querens excessus inponendo in
quibus minime rei sumus, pluries itaque apud ipsum nuncios nostros habuimus nos et
alie nobis vicine maritime Civitates nec proſecimus adhuc quidquid Super quo vestrum
petivimus consilium et iuvamen Nos autem et alie Civitates nobis vieine super hiis inm
pluries dies placitoram observando invicem consultavimus quid fore consultum et utile
facere in premissis et propter commune vesirum, nostrum et communis mercatoris bo-
num concorditer decrerimus que secuntur. primo quod nec sunne nee sal de predictarum
civitatum portubus eduei debennt, panis autem et cerevisia educi poterit moderate Item
quod nec Civitates siliginem hraseum farinamı hinpulum aut aliqua alia bona seu quas-
cunque alies mercancias quovis modo eduei permitient versus aquas maria que ad Da-
ciam Scaviam Susciam aut Norwegiam deducanıur Si vero aliqua Civiise alibi dedu-
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cenda huiusmodi bona elicenciaverit illi sibi hec plena fideiussoria caacione certificari
ſaciet quod jlla bona ad prenominatas terras nullatenus perveniant, ita scilicet quod si
qeisquam contra hoc fecerit ille dupli valorem illorum bonorum, que eduxerat emendare
tenebitur ad usum Civitatum communiter pro excessu pro quo Civitas illa que huius-
modi certificacionem receperat respondebit et insuper ille delinquens honore suo pri-
tus esse debet, ut pro viro bono respondere non poterit sicut ante. Item quod sub pena
decem ınarcarum argenti nullus Civis vel hospes de Civitatum portubus debet ad Sca-
niam proficisci seu velificare pro allecium salsatura sie quod nec in Scania nee alibi
ad latus Dacie vel Suecie allecia salsabuntur unde Nos una cum aliis Civitatibus vos
petimus diligenter quatenus et vos pro communis mercatoris honore et profectu premissa
faciatis eciam firmiter observarı Eciam noveritis quod status maris mirabiliter male in-
cipit se habere, iam depredate sunt naves alique in portu Noressunde et alibi citra
bona rapta et homines interfecti et plura peyora fieri in posterum formidamus nisi tem-
pestive consilio et facto provisum fuerit in repulsam Quia vero huiusmodi dampna vo-
his et nobis et conımuni ınercatori equaliter imminent vos rogamus diligenter ut et vos
vestrum consilium in huiusmodi repulsamı et eciam de facto vestrum auxilium quantocius
apponatis Si autem et quam primum fortasse meliora percipere nos contingat illa vestre
honestati continuo libenter volumus demandare Et ad premissa responsum vestrum sine
ınora rescribi nobis petimus nuncium per presentem Valeie et nobis precipite confiden-
ter. Datum sub nostro Secreto Margarethe virginis sacre die etc. Anno LXXXIII.
Abſchrift in Hanfeat. Receſſen Fol. I. p. 327.
Voigt B. V. S. 459.
XXV.
Herzog Warzislav von Stettin erfuhr die Rathsherren von Danzig, den Hochmeiſter zu bewegen, feinen
Unterthanen in dem ihnen zugefügten Unrecht Recht widerfahren zu laſſen. — 1384.
Prudentibus viris proconsulibus et consulibus Civitatis Danczik
detur cum favore.
Warezislaus Junior dei gracia dux Stetinensis Pomeranie
Ruye Cassubie princeps.
Inerementis gracie nostre credulo ſavore vestram prudenciam cupimus non latere qua-
liter dominus et magister vester erga nos et nostros in reddenda iusticia se difſieilem
ac remissum exhibuit iniuriam equitati et rigori iuris preferendo sinistra informacione
mediante Idcirco vestre sagacitati supplicamus studiose quatenus magistrum vestrum
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rolieitis monicionibus inducatis seu induci faciatis uti se circa nostros in reddendo iusticie
eomplemento acceptahilem reddat ut passis injuriam fieret emenda conıpetens iuxta ra-
tam rerum abiudieatarum in hiis vos insompnes exhibentis sicut de vestra confidimus
honestate Valete Seriptum in Castro nostro Ruyenwald in dominica Esto mihi (1384.)
Abſchrift in Hanfeat. Receſſen Fol. I. p. 290.
XXXVI.
Der Biſchof Heinrich und das Domkapitel von Ermland deſtimmen, wle es unter den Domherren mit
Abhaltung des Gottes dienſtes, mit den von ihnen zu leiſtenden Beifteuern zu kirchlichen Zwecken,
mit ker Zahl der Vicare u. ſ. w. gehalten werden ſollk. — 1383.
In Nomine Domini amen. Nos dei et apostolice sedis gracia Warmiensis Epincopus
Henricus et Henricus de Padeborn prepositus Michael de Vischow decanus Johannes
Rone Custos Johannes de essen Cantor, Hermannus de Praga, Otto de Russen, Otto
de Rogiten Nicolaus de Rogettel, Johannes Frysen Albertus de Curia Tylo de Glogow
Albertus de Kalba Arnoldus de Ergesien Johannes de Rogettil Johannes bes Johannes
nnrne et Johannes lichtenow Canonici Totumque Capitulum ecclesie Warmiensis Ca-
pitulariter congregatum pro honore Dei ac bono et tranquillo statu Eeclesie et Capituli
eiusdem ordinamus concorditer et statuimus infraseripia. Et quia sanctorum patrum
ıradit auctoritas quod beneficium propter officium exhibetur, Et quia hoc fuit fundato-
rum Ecclesie Warmiensis et eorum qui sibi sun heneficia contulerunt intencio ut in en
honor dei sanctorumque eius frequentaretur memoria in divinis, Statuimus et in endem
Warmiensi Ecelesin Missarun et alia tam diurna quam nocturna pro vivis et defunctis
a katholien Ecclesin institata offiein eo madn et ordine peragantur quo magis placari
deus et sanctis eins exhiberi reverencia ınnior possit. laudabili tamen et diu in enden
K.cclesin frequentato non mutato ordine eo eciam semper adhibito moderamine quo in
eo maior sallieitndo habentur quod in canspectu ommipotentis dei magis sit acceptum.
Statuimus igitur et ordinamus quod Canonici Warmienses maiores prehendas aptinentes
tenenntur secundum ordinem Cnrinrum ebdomadas hoc modo ut in ſestis Totis duplicibus
et eciam duplicibus in ipsa ebdomada et currentibus Canonicus quem Ebdomada conti-
gerit per se vel alium ipsius festi officium in Ecclesia peragat a primis vesperis inci-
pieudo et sic cantinunndo usque ad completorium festive diei inclusive Ministrosque
altaris endem die festivo in Prandio procurare teneatur. Quod si premissoram aliquid
adimplere neglexerit Panum distribucione proxima occurrente post negligenciam sit
privatus ipse in penam negligencie sic commisse. Item statuimus quod quociens domi-
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num nostrum Episcopum. qui pro tempore fuerit contigerit divina in Ecclesia War-
miensi celebrare duo Canonici juniores recepeione teneantur induti sacris vestihus eidem
in dietis divinis ministrare. Si vero ipsos vel alterum ipsorum contigerit nondum sa-
cram ordinem suscepisse vel fore legitime impeditos extunc Canoniei ipsas in ordine
precedentes ministracionem predictam facere teneantur, et qui in hoc negligens fuerit
in totali distribucione panum proxima puniatur. Item statuimus quod Prelati et Cano-
nici de novo intrantes pro empcione ornataum ad divinum officium spectancium Prelatus
decem et Canonicus maiori prebenda prebendarus octo marchas monete usualis infra
quinquennlum a die recepeionis sue computandum solvere teneatur. SI autem Infra
quinguennium et antequam solvat moriatur de prebende sue fruetibus tantum retineatur
Item stataimus quod Canonicus maioren: prebendam obtinens de novo intrans ad fabri-
cam Ecclesie decem Marcas infra quinquennium illi Canonico qui fabrice Ecclesie pro
tempore prefuerit solvere teneatur. Quod si medio tempore et antequam solvat dece-
dat de sua prebenda tantum retineatur. Item statuimus iuxta antiquam et laudabilem
consuetadinem hactenus observatam. quatenur in diebus nostria numerus vicariorum deo
in ipsa Warmiensi Ecelesia ministrancium nen minuatur, ei ne ipsarum vicariarum
maior pars finaliter pereat divioi cultus augmentum in boc principaliter desiderio desi-
derantes Quod quilibet ptelatorum racione dignitatis seu prelature unam duntaxat Qui-
libet vero Cauonicorum maiorem prebendam in dieta Ecclesia obtinens racione Canoni-
catus et prebenda similiter unam duntaxat olim per clericos seu personas ecclesiasticas
fundatas conferre habeat vicariam, ad quam ipsa per cessum seu decessum vacante vi-
carium libere instituere valeat, quamvis eciam nonnulla benefieia alia ecelesiastien eum
cura et sine cura ad eorum disposicionem communiter pertinere noscantar Qui quidem
vienrii per ipsos instituti et instituendi oertis altaribus quihns prebende maiores eius-
dem Ecclesie ad honorem divini nominis onerate sunt teneantur laudabiliter deservire.
Acta sunt hec apud ecclesiam Warmiensem predictam in loco nostro Capitulari Anno
domini Millesimo Trecentesimo Octuagesimo IIII® vicesima tercia die Mensis Januarii
In quorum omnium evidenciam et robur premissa omnia et singula Ego Henricus Epis-
copus predictus et nos omnes et singuli Canonici superius nominati observare ad sancta
dei ewangelica iuravimus ac nostrorum Episcopalis videlicet et Capituli sigillorum ap-
pensione fecimus roborati.
Alte Abſchrift im Diplomatar. Wermien. p. 45 im Geh. Archiv Schiebl. Li. Nro. 54.
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M XXVII.
Der Hochmeiſter träge dem Hauskomthur zu Danzig auf, einige Streitſachen zwiſchen dem Rath von
Danzig und einigen Frauen nach Laut eines ihm überſandten Briefs der Rathsmännet zu Kulm
auszugleichen. — 1384.
Deme Huskumptur czu Manezik ane sümen.
Homeister.
II.. Huskumpthur wir senden each desen ingeslossenen Bryf, den ir wol vornemen
werdet wen ir in gelesen unde bitten euch dass ir den Radt vor nch gebot unde ouch
die Frauwe unde Junefrauwen dy dy Sache anrurende ist und sy beyder syt entschel-
det und entrichtet nach uswisunge und lute des ingeslossenen bry ves gegeven ezum Al-
denhuse am Montage nach divisionis postolorum.
Dem irluchten Fursten Homeister unserm gnedigen Herren mit
Wirdigkeit.
Stetin getruwin und unvordrossenen diensi nach aller mogelicheit czu vorn Ho-
mechtiger und gnediger liber Herre uwirn Brief nülich an uns gesunt habe wir ent-
fangen mit aller Wirdicheit alse sich das gehort in welchem da waren czwene andre
Brive der ene des Huskumpturs und der Ratmsnne von Danezik welchir bezegilt is
gewesin der ander dryer elender Wybes namen umbesegilt des Huskumpturs und der
Ratmaone Brief von Danczik sprech alzo under andern worten wy das eine mundige
frowe in guter Vernunft by vulmacht eres Libes in iren mundigen Jaren verkaufte eren
Czins den sy hatte gewys und ungewys den Ratmannen czu Danczik czu der Statt
bebuf und ging des vor eyn gehegit ding in eyn recht Borgerding und liess der Statt
uff ir vormundschaft in kegenwerdicheyt des Huskumpthurs den selben Czins der abe-
ezulösende was jo die Mark mit X Markin dar kegen liesen die Ratmanne der selben
veuwen XXX Mark Csinses czu czween czyten czu gebin im Jare nicht andirs wenn
czu ireme lebinde Wenne sie abir irsturbe so solde die Statt der XXX Mark ledig
und loos sin denselben Czins der Statt verkouft haben die Ratmanne von der Statt
wegin besessen in das vunfte Jar das do bekennet Richter Scheppen und ein geheget
diag die do voren die sint der czyt gewesen sin and die ouch nach syn ouch so be-
kennet der Huskumptur czu der ezit in deme selben Brive das vor Im offinbar geczu-
git ist in einem rechten Burgerding vom richter und von Scheppen alt und ny die
iezunt sin und ouch vote das anders keynerley Sachen gescheen sin ezwischen deme
Rate czu Danczik und der vorgescrebenen Vruwen Erbnamen der Scheppen Orteil ubir-
gangen si addir keynerleye Ausprache Sunder alleine abze hir vorn steit geserehen.
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Vortne in deme Briefe der dryer Wybesnamen undir andirn wortin funde wir
ens gescreben wy dass sie hetien eine Vrowe die ir neesste were und in rechter Sippe
niemant mher were die selbe Vruwe bi irme leben heite weggegeben varende gut als
gropin kesselen und varinde gut was sie krygen kunde und wy sie nach Rate des Bur-
germeisters und synes Kompanes gingen vor ein gehegit ding und gebruchtin eines Or-
teils von Rechten wegen das nymand mochte erblichen Czins noch tode noch erbe adir
legende grunt vorgeben noch vorkoufen sunder erbne leb wend sie nie czu dinge ge-
laden weren und sy sich keynes gutes ny vorzegin heiten und in ire Sippe nymant
spreche do solden die Scheppen geteilet hebben Sint der ezyt das sie die nehesten er-
hen sin und sie alle gahin esu rechter ezyt wedirsprochin hettin und die vrowe in
iren unmundigen tagen were das man den rechten elichen Erben alle gut das en an-
dirstorben ist erbe adir erberzins nach tode nymant vorkoufen noch vorgebin mag ane
Erbinlop darnach quamen se vor gelirget ding und gerten gezoges ezu gehegetim dinge
de czugeten Richter Scheppen und geheget ding dass alle dese vorsereben rede alzo
were und bate sie des czu gedenken Erwurdiger lieber Herre nach allen Reden nach
Inhaldunghe beyder Bryfe vorgescreben so spreche wyr noch hegheringe uwir Herlich-
keit vor eyn Recht Sint der czyt dass die Ratmanne von Danczik von der vrawen die
in rechter Vornunft was und volmechtig ires liebes eynen redelichen Kouf haben ge-
tan ume iren ezins boze und gut welk czins abeezulosende was jo dy Mark mit X Mark
das wir nennen varinde habe und dieselbe vrowe den Czins ufgetragen hat dem Rate
in einem rechtin gehegetin Borgerdinge in rechter dingstatt und in eyıne rechten ding-
inge in voremundirschaft in kegenwerdigkeit des Huskumpturs unde dy selben Rat-
manne wedirstattunge taten der vruwen mit XXX Marken czinses jerlich ezu gebin
can czwenn tagen alleine ezu irme lebin und die statt desselben Czinses ledig und los
syn sulle wenne god ubir die vrowe gehote und dy Stat hesitzunge hat an deme sel-
ben ergenanten gekouften ezinse boben Jar und tag bis an das vunfte Jar und nymand
den Rat geladen hat und nach usgange des Rechten angesprochen hat in irer kegen.
‚ werdigkeit vor gehegetin dinge dass alles geczugit Richter Scheppen und gehegit ding
und der Huskumptur dar ezu erstgenant so sal der Rath von Danezik billich den erst-
genannten gekoufien Zins der recht und redelich an sie gekomen ist als to vor ge-
screben steit behalden und die Wybesnamen die sich der toden vrowen erben nennen
mogen dar czu nicht komen von rechte wegen. (1384—1385.)
Ratmanne czu Colmen
uwir diemnthige dienere.
Abſchrift in den Hanſeat. Recrffen Fol. I. p. 371 seg.
31
XXVII.
König Richard II. von England erſucht den Hochmeiſter um Aufhebung der Verordnung, nach welcher
die Engländer ihre Tuche und andere Handelswaaren ſtatt nach Danzig nach Elbing zum Verkauf
bringen follten. — 1385.
ii cardus dei gracia Rex Anglie et Francie et dominus Hibernie dilecto nobis in Christo
nobili et potenti sacre religionis viro, ordinis beate Marie theutonicorum Magistro ge-
nerali Amico nostro predilecto salutem et sincere dileccionis affeetum. Monstrarunt
nobis dilecti Mercatores nostri ligei cum eorum pannis et aliis mercandisis domininın
et terram vestram Prusie frequentantes ut cum ipsi tempore predecessorum vestrorum
pannos et alias mercandisas suns extra Regnum nostrunı Anglie usque ad villanı
Danızik in terra vestra predicta ducere solebant ad eos ibidem vendendos pro aue li-
bitu voluntatis absque ulteriori dacione eorumdem propter pericula super itineribus ihi-
dem iminencia Jam tempore vestro ex parte et auctoritate vestra ordinatum existit,
quod dicti Mercatores nostri dictos pannos et ınercandisas suns à dicta villa Dantzik
usque ad villam Elbing ad eos ibidem vendendos ducent, inter quas villas Danızik et
Elbing maxima aque pericula sepe transeuntibus eveniunt, per que periunt multocies
navigatores ihidem. Super quo supplicarunt nobis dieti mercatores nostri, ut pro re-
medio in hac parte apponendn vobis seribere curaremus. Et ideirco amice carissime
dileccionem vestram affectuose rogamus, quate nus considerantes, quod quilibet Mercator
iam dicte terre vestre quam alii qui de benivolencia nostra existunt ad partes Regni
nostri cum eorum rebus et mercimoniis venientes dictas res et mercimonia sua, in quo-
cunque portu seu villa dieti Regni voluerint ea vendere, tollerantur, absque eo, quod
ipsi bona illa ad aliquem locum certum vendenda ducere quomodolibet ordinetur, seu
ad hoc aliquntenus sint coacti, tollerare velitis dictos mercatores nostros, quod ipsi ad
evitandum pericula supradieta pannos et mercandisas suas, ad dietam villam Dantzik
licite prout eis placuerit vendere valeant ahsque ulteriori daccione eorumdem, prout pre-
dictorum predecessorum vestrorum temporibus ea vendere solebant, et non ad dictam
villam Elbing seu alibi ad ea vendenda contra voluntatem suam arceantur, unde amice
perdilecte, magnam nobis conplacenciam facietis, pro quo vestris mercatoribus consimi-
liter ad partes dieti Regni nostri cum eorum rebus et bonis in eventu declamantea fa-
vorem consimilem facere volumus ut est iustum, Amice noster in Christo perdilecte vo-
bis ad votum succedant dies prosperi et longevi. Datum sub privato sigillo nostro apud
Palatium nostrum Westmonasterii decima die mensis Februarii anno Regni nostri octavo.
Dilecto nobis in Christo nobili et potenti sacre religionis viro ordinis heate
Marie Theutonicorum Magistro generali amico nostro predilecto.
Abſchrift im Hanſeat. Receſſe, Nro. II. p. 66.
Voigt B. v. S. 452.
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N XXIX.
Beſchwerden der Sendboten des Königs Richard von England über den Handelsverkehr Engliſcher Kauf:
leute in Preußen. — 1385 (7
Rererenie pater et domine magnifice, vestre magnificencie proponunt, declarant, veri-
ficant et petunt Nuncii seu Ambassiatores missi per serenissimum principem et Regem
Ricardum, dei gracia Regem Anglie et Francie, negocia infraseripts.
In primis petitur ex parte dicti Serenissimi principis Regis Anglie et Francie,
ut ligel sui, subditi ne mercatores quicunque dieti Regni sui Anglie libere audiantur
in persecucionibus suarum actionum personalitin et realium ac quod eis fiat debitum
iusticie complementum per vas vel vestros ministros, qui jura reddunt sive in burgis
sive in Civitatihns in terra vestra Prucie, secundum quod iura humana atque communis
exigunt et requirunt.
Item petitur ex parte dicti serenissimi principis et Regis, ut ligeis suis predictis
quihuscunque debita et plenaria fiat denrestacin, liberacio et restitucio mercium seu mer-
candisarum, debitorun et bonorum aliorum quorumcangne per vestram magnificenciam
seu ad instanciam vestrorum subditorum terre vestre Prucie taliter qualiter arrestato-
rum seu in aresıo positorum, una cum dampnis, expensis et interesse, que merces, mer-
candise et debita summam III VIII. XXIIII. IX. li. VI. solidorum X. denar. ster-
lingorum monete Anglicane ad verum computum excedunt. dampna vero et gravamina,
que passi sunt, dieti ligei Regni Anglie occasione premisse arestacionis seu aresti
summnm IIIIX lib. sterlingornm veraciter excedunt, prout hec omnia coram dicio ex-
ceilentissimo prineipe Rege ac consilio suo per dictas suos ligeon, subditos deducta
sunt, prohata et verificata, absque hoc, quod ligei predicti verberabantur et male tracıa-
bantur in terra vestra Prucie, que premissa omnia, si placeat, lacius et apercius decla-
rabuntur in scriptis.
Item quod cum subditi vestri terre vestre Prucie altissimo disponente valeant in
futuram ad quemcumque locum, portum, Civitatem vel burgum in Regno Anglie cum
anis bonis et mercandisis lihere declinare, ibique merenri et contrahere, petitur confor-
miter, quod subditi ligei predieti Regni Anglie consimilem habennt libertatem et ita li-
herum arbitriam deciinandi nd quemcumque locum terre vestre Prucie cum bonis suis
et mercandisis, ac huiusmadi Ioca mutandi, necnon ad alia loca se transferendi cum
bonis suis et mercanciis 'infra fines et limites dicte terre vestre Prucie absque impe-
‚imento sen contradietione quacungune.
Item petitnr ex parte dietı Sereninsimi principis, quod universi et singuli merca-
tares sui easdem haheant libertates sen pivilegia ac eisdem gaudeant in emendis et
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vendendis et aliis eontrahendis, quibus ab antiquo in terra vestra predicta Prucie role-
bant gaudere, necnon quod diet merentores ligei Regni Anglie de se ipsis et inter se
habeant gubernatorem, qui valent et debeat ligeos, mercatores dieti Regni Anglie re-
gere et iustificare.
Item quoad factum contingens in portu de Swyn in Flandria ex parte dicti sere-
nissimi principis Regis Anglie et Francie, scriptum erat nuperime per vestros honora-
bilea ambassintores vestre magnificencie ei adhuc ad idem declarandum instifieandum
et verificandam, sic suadetur, quod si que gravamina pretensa in portu de Swyn pre-
dicto Magistris navium aut aliis quibuseunque subditis vestris quond naves predicias
sen bons alis per anglicos classis Anglicane fuerant, ut pretenditur, illata, illa grava-
mina pretensa dieti magistri navium eı alii quicunque suhditi pretensi predicti, si qan
fuerant, merito pertulerunt et subierunt ipsorum culpa, et de meritis id poscentibus,
cum revera in prima applicacione classis Anglicane ad porıum predietum Prior Saneti
Johannis Jerosolimitani in Anglia et Thomas Percy Miles ıempure per dietos Ambas-
siatores vestres, specificato, Admiralli cinssis prediete omnes naves et gentes ibidem
existentes. que de terra et daminio l'rucie tunc se fore asserebant, una eum nonnullis
navibus Campen. pretensis, cum quibuscunque bonis et mercihus earamdem in eiedem
existentibus in securnm et firmam amicicinm ceperunt et ad navium predietaram homi-
nes proprios gentis anglienne pra ipsorum custodia pusaerunt, et quanquam dicti Ma-
gistri Navium et alii quieungue in dietis navibus existentes dietam securitatem gratante
animo acceptantes eum prefatis Admirallis et elasse Anglicana fide ipsoranı medin stare
et nullo modo ad Inimicos tetrocedere seu divertere firmiter protunc promisissent, tamen
dicti Magistri navium cum zuis navihus predietis tribus navibus, qaas Campen. eitra
suns extitisse asseruerunt, pre quibus per consilium dicti Serenissimi prineipis extitit
cum eisdem posimodum concordatum et que ex proposito ceria in portu predicio de vo-
luntate et assensu Magistrorum esrumdem ipsis mercandisia ei armaturis et bonis aliis
quibuscungue in dicris navibus existentibns, per cosdem Magistros et suos ad ipsorum
disposicionem liberam et commodum dispusitis, primitus alleviatis ne evacuntis combuste
faerant, duntaxat exceptis oportunitate temporis in bac parte captata, aliqui eorum clan-
destine ancoribus primitus fixis, clantulo exiractis seu evalsis, ei aliarum ancorarum
cordis cesis. ad inimicos Regis Anglie cum gentihus nacionis Anglicane in navibus pre-
dictis pro ipsorum Magistrorum navium et aliorum hominum suorum in eis existencium
ne bonorum eorumdem tuta cusiodia ibidem ut premittitnr, una cam bonis inimicorum
Regis et Regni Anglie in eisdem Navibus existentihus per dietos admirallos proat li-
enit arestatis, ad summam decem Mille libraram longe ultra summam honorum in qui-
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34
bus dicti subditi vestri per Anglicoa se pretendunt dampnificatos, extendentibus et ex-
cedentihus fiden ipsorum huiusmodi temere violantes et diverterunt et transtuleruut
classem Angliennam voluntarie et absque causa legitima quacunque spernentes et
penitus relinquentes, ipsos anglicos, sic ad tutelam et custodiam dictarum navium pre-
dietos secum abduxerunt fraudulenter et dolose, quorum aliquor in mare proiecerunt
et submerserunt, et alios inhumaniter inimieis predietis trucidandos crudeliter tradide-
runt, quibus eciam inimicis extunc firmiter adheserunt vineulo federis inter ipsoa et
Anglicos hactenus contracto ex parte eorumdem penitus derelicto, in magnas et enor-
mes lesiones Regis Anglie et classis Anglicrue predicte, dictorumque admirallorum pre-
iadiciam et dampnum manifestum. hinc est, quod et si naves alique Magistrorum hu-
iusmodi fugiencium et delinquencium capte seu navis aliqua huiusmodi capta extiterat
aut combuste seu combusta fuerant aut faerat cum bonis existentibus in eisdem per
Anglicos dicte classis anglicane propter demerita bulusmodi, sie ut prefertur, per ipsos
Magistros navium et suos tam in personis hominum ligeorum, quam eciam in bonis
predietis perpetrata non sunt, dicte naves aut bons huiusmodi ipsis quomodolibet resti-
suenda, Sed sunt dampna enormia predicta per ipsos Magistros navium et suos tam in
personis hominum ligeorum dieti domini nostri Regis interfectoram, quam eciam in
bonia, ut premittitur, inimicorum arestatis. et domino nostro Regi. ut premittitur de-
bitis et abduetis, perpetrata, ipsi domino nostro Regi resarcienda et satisfactio debita
merito facienda in premissis. esique insuper dictis admirallis nomine ipsorum et classis
predicte, pro dampnis et iniuriis per ipsos Magistros navium et alios ia dietis in na-
vibus existentes eis ut premittitur illatis debita satisfactio impendenda. Et protestantur
dicti nuncii seu Ambassiatores de nddendo et alias prout juris est etc.
Original auf Pergament im Geheim. Arhiv Schiebl. 83. Nro. 6 u. 7.
Voigt B. VII. S. 27.
M XXX.
Präliminarien eines Handelstractets zwiſchen England und Preußen und Angabe der Beſchwerden der
Engländer über Handelsbedrückungen von Seiten des Hochmeiſters und der Stadt Danzig.
O. J. (13857)
Articuli de quibus fit mencio in litteris,
In primis concordatum est et conclusum, quod omnes et singuli mercatores et alii ligei
et subditi domini Regis Anglie in terra Pruyssie et aliis locis Hanse omnibus et sin-
gulia illis libertatibus et liberis consuetudinibus uti plene debeant et gaudere, quibus
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35
unquam aliquo tempore racionabiliter usi sunt et gavisi nulleque prise exactiones nove
seu prestaciones alique super eorum personas vel bona imponentur aliter vel alio modo
quam ante X. XX. XXX. XL. L. ymo et centum annos et ultra imposite sunt vel
fuerunt. Item concordatum est et conclusum, quod omnes et singuli mercatores et alii
subditi cuiuscumgue status domini.Regis Anglie poterunt et possint tociens quociens eis
libuerit et placuerit salve et secure terram Pruyssie et alia loca Hanse intrare ihidem
morari et conversari exire et redire emere et vendere cum quibuseumque personis ita
et eo modo. ac adeo libere. sient unquam ante hee tempora emere et vendere. intrare
et eXire potuerunt et consueverunt solutis custumis et aliis deneriis de mercandisis
suis debitis et consuetis. Item de regia benignitate et gracia specinli concessum est et
eoneordatum cum prefatis oratoribus. quod in causis et querelis movendis infra Regnum
Anglie adrversus incolas sive subditos Prucie vel hanse teutonice supradicte vel ab eis
ubi agetur de contractu vel quasi delicto vel quasi. qui vel quod pretendetur initus
seu factus initum sive factum extra corpus cuinscumque eomitatus Regni Anglie
committentur et deputabuntur auctoritate Regia duo vel plures judices juxta quod
rei qualitas videbitur exigere coram quibus et per quos huiusmodi cause sive querele
levato velo et sine strepitu et figura iudicii cicius et compendiosius quo fieri poterit
audiri debeant et terminari. si videlicet hoc ipsum petatur et requiratur ab illo vel
ab illis de Prucia vel Hansa teutonica. per quem vel quos seu contra quem vel quos
contigerit accionem huiusmodi moveri vel attemptari, et quod eo casu nullus mercator
vel nauta de Hansa iudielum admirallitatis subire teneatur nee ad hoc artetur quomodo-
libet in ſuturum. et quod fient prohibiciones regie admirallo et eius officiariis ac alii
vel aliis quibuscumque iudiei vel iudicibus prout opus erit. ne se de vel in huiusmodi
eausis seu querelis intromittant vel interponant portes suas quoquo modo. hoc semper
acto quod similis provisio concedatur et fiat subditis et incolis Regni Anglie et domi-
niorum eidem pertinencium a magistro generali Prucie et aliis potestatibus et superio-
ribus Civitatum diete Hanse teutonice sufficientem et legitimam habentibus ad hoc
potestatem.
Gravamina super quibus conqueruntur merentores subditi
Regis Anglie contra magistrum Prucie et contra guber-
natorem et offieinles ville de Dantisk in Prucia.
Primo cum nee mercatores Anglici nec alii solebant ab antiquo quieguam tributi
vel custume solvere pro suis navibus vel mereibus in terra Prucie. nichilominus Ma-
gister Prucie sepius compulit subditos regios appreciari naves suas intus venientes et
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eciam exeuntes recipiendo ab eis pro qualihet marea prutenensi quatuor novos denarios
Ei ad hoc campelluntur angliei contra morem antiquitus usitatum sub forisfactura na-
viam suarum. Item mercandise subditorum regie sublimitati in suo ingressu apprecian-
tur et ipsi mercatores compelluntur sub forisfactura earumdem solvere pro singulis vi-
ginti salidis monete Anglie duns novos solides prutenos et inde exeundo compelluntur
solvere iuxta appreciscionem huiusmodi pre qualibet marca prutenensi quatuor denarios
novos. Item gubernatores ville de Dantisk artanı mercatores anglicos pro suis navibus
et mercandisis solvere vectigalia et tributa incerta et summas quas voluerint eis impo-
nunt pro suo Jibito voluntatis. Item dietis oneribus quanıquam indebite solutis naves
tamen ipsorum mereatorum onuste et parate ad velificandum pluries non permittuntur
exire. set maliciose retardantur. sie quod ipsis Anglicis ea acensione nonnunquam per-
diciones navium et alia danıpna importabilia in suis bonis eveniunt. sicuti nuper de
navi Jobannis Church Civitatis London. contingebat. Item gubernatores diete ville de
Dantisk et alii burgimagistri diete terre iam arlaverunt anglicos in dicta villa et terra
Prucie inbabitantes, exire de habitacionibus eorım consuelis contra morem antiquitus
usitatum et contra appunctata habita in hac parte. Item Thomas Chapman Civitatis
Eboriacum, Jobannes Forster de Hull, Johannes Hertford de novo Castro et alii do-
mini nostri Regis ligei citra ultimum ıractatum in hac parte ſactum per suggestiones
minus veras fictasque actiones propter transgressiones. que minus vere pretendebantur
facte extra terram Prucie. cum de eis minime fuerint culpabiles. set prorsus innocentes.
capti fuere in dicta villa de Dantisk et per executorem nd mortem dampnatorum in
endem manibus ligatis ignominiose tanquam latrones ei homicide ducebantur coram in-
dice ibidem, ubi timore martis iminentis coacti sunt graves et importabiles pecuniarum
summas exolvere contra appunctamenta abolim facta et sepius concordata.
Ohne Angabe des Datums.
Auf Pergament im Geh. Archiv Schiebl. 83. Nro. 43.
MXXXI.
Peäliminar⸗Artikel zum Abſchluß eines Handelsvertrags zwiſchen dem König von England und dem Hoch⸗
meiſter in Preußen. O. J. (13857)
In primis quod quicumque Mercatores ligei et sabditi regni dominiorum et potestatis
domini Regis Anglie cum bonis et mercandisis suis quibuscumque possint omnia et sin-
gula terras partes patrins et dominia domini et Magistri generalis et ordinis Prucie
salvo et secure tam per terram quam per mare libere intrare in eisdem morari et more
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mercatorio tam eum gentibus parcium predietarum quam aliarum parcium cuinscumque
extiterint naciouis ad eorum libitum libere mercandisari ibidem morando et de eis-
dem terris partibus patriis et dominiis tam per terram quam per mare eunde ex eundo
et redeundo secure et quiete eisdem modo et forma praut Mercatores et subditi Ma-
gistri et ordinis predictorum infra regnunt dominis et potestatem dieti Regni Anglie
conversantes et residentes recipiuntur et pertractantur.
Item quod nulli Mercatores ligei vel subdiri regni dominiorum et potestatis eius-
dem Regis Anglie ad supradietax terras partes patrias et dominia dictorum Magistri ge-
neralir et ordinis advenientes et in eisdem conversantes ad solvendum alia jura custu-
mas vel deueria pro wercandisis suis de cetern teneantur vel artentur nisi solomodo
talis qualia suhditi eorumdem Magistri generalis et ordinis ac alisrum nacionnm Mer-
eatores,
Item quod nulla nova exnccio prisa vel prestacio aut aliquod aliud onur insoli-
tum super personas Mercatorum regni terrarum dominiorum et potestatis eiusdem Regis
Anglie aut super mercnndisas seu bons eorundem infra iurisdiceionem districtum et do-
minium dietorum Magistri generalis et ordinis delata et apportata per Magistrum et
ordinem predietos, alios ut eivitatum villarum Opidorum vel locorum sliorum Rectores
vel Gubernatores quibuscunque nuncupantur nominibur decetero imponatur levetur seu
quomodolibet exigatur.
Item quod nullus subditus domini Regis Anglie pro aliquo crimine vel delicto
extra districtum et potestatem dietorum Magistri et ordinis commissis aut eciam con-
traetu inito coram dicto Msgistro generali aut aliquibus iudieibus vel Gubernato-
ribus Civitatum municipiorum aut villarum terre Prucie aut aliorum dominiorum et
locorum eorumdem Magistri generalis et ordinis ad cuiusvis instancism citetur seu
ad indicium evocetur nisi crimen delietum vel contractus huiusmodi dietoram Magistri
et ordinis sabditum vel subditos et immedinte concernant vel conceruat cessante fraude.
Item quod liceat communitati sive societati Mercatorum regni. dominiorum et
potestatis eiusdem Regis Anglie in Civitatibus munieipiis et Opidis terre Prucie in qui-
bus morari decreverint unam domum conducere emere vel edificare in qua suas facere
poterint quociens eis videbitur pro communi curan et usu mercandienrum suarum,
iocnndacionis vel solacii seu recreacionis cansa communes vel particulares facere congre-
gaciones in quibus eciam unum ex se ipsis aut duas personns idonens in eorumdem
Gubernatores communiter libere eligere valeant qui plenariam potestatem habeat vel
haheant omnia et singula placita debiti vel contraetus inter ipsos Mercatnres mutuo
dumtaxat emergencis juxta statuts et ordinaciones in huins congregacionibus facta
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corrigendi emendandi et reformandi quorumeunque Officialium dieti Magistri genernlis
vel aliorum quorumcumque reelnmarione vel contradiceione non obstantihus.
lien quod licent Mercaturibus ligeis et suhditis regni dominiorum et potestatis
eiusdem Regis Anglie communiter vel divisim pro ipsorum habitacienihus et mora in
quibus pro voluntate sua horpitari valeant ac cum bonis et mercandisis suis morari in
Civitatibus municipiis vel Opidis terre Prucie in quibus sic morari decreverint domos
et hospicia conducere ad grata ipsorum quorum fuerint huiusmodi hospieia et domus.
liem quod nullus ex ligeis aut Merentoribus vel subditis regni dominiorum eius-
dem Regis Anglie aut ipsorum alicuius mercimonie vel bona pro alicuius alterius cuius-
cumque tractu vel delicto per dietum Magistrum generalem aut quemvis alinm infra
districtum potestatem vel dominium dieti Magistri arrestentur vel detineantur nisi fide-
iussor vel manueapior in ea parte extiterit.
Item cancordatum existit quod Merentores ligei et subditi regni terrarum et do-
minioram Regis Anglie aden juste benivole et favarabiliter ac par per omnia modo
tractentur in terris partibus patriis et dominiis Magistri et ordinis predictorum Sieuti
Mercatores terrarum parciam et dominiorum eorumdem Magistri et ordinis tractantur
in regna terris et dominiis domini Regis antedieti.
Entwurf auf Pergament im Geheim. Archiv Schiebl. 83. Nro. 45.
(Außen ſtehen die Worte von gleichzeitiger Hand: Hie, continentur aligqui certi articuli de
quibus per nuncoios Regis Anglie et Magistri debuit fleri concordis. Sed non video alleubi quod
de eis est concordatum).
M XXXII.
Die Senbboten Gerhard von Thorn und Heinrich Hitfeld ſtatten den Rathsderren der Städte in Preußen
Bericht ab von ihrer Sendung nach Lübeck. — 1386.
Copia littere misse Consulibus civitatum Prucie per ipsorum
nunceios seu legatos.
Unsirn vruntlyken und Dinst ezu vorn. Wysse uwer erborkeyt das wir czu lubecke
zyn ghekomen amme donrestaghe noch ostern und hyr en is nymant van den andern
Steten und wyr zyn by den van Lubeke ghewest und hebben myt en gheredet czum
ersten von deme tagbe myt der koninkinnen von Denemarken ezu holden of michaelis
das habe wir voriowort von uwert weghen mit boten edder bryfen. Vortmer haben
ans de von lubeke ghezagit das man keyn Puntgelt ennymet trum Sonde tzu Rostock
ıza der Wysmar des zyn se tzu rade worden das sy is ouch nicht nemen enwyllen.
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Was ir do by tze tune habit dns vindet ir wol. und de von Lubeke batıins von etzli-
chen iren borghern entphanghen den wyllen zy is wydergebin. Ouch wysset das man
hir gantze tydinge bat das de Engelischen den Vlamyghen grosen scaden hahyn gethan
an vyl schyſſen dy zu in genomen habin do ouch vaste ander scepe us Spanien von Cau-
pen und ouch alze wyr uns vormuten das ouch vaste schyff us Prussen myite zyn ghe-
west das sult ir kortlich wol bas dirfaren wen wyr is noch dirfaren hahyn. das serebe
wie uch dorumme ah dy engelischen tzu tage in Prussen quemen das ir uch wustet
deste bas wornoch richten. Ouch als ir wol wetet dat etlyke borgere von Thoron de
gut hebben vorloren an Peter Gerdessen eynen boten hatten gezant das gut tzu vordern
des war der bote tzu degedinghen gekomen mit Henneke Lymbeken der das gut wol
half hat der wolde habin XXIII mark lubesch ızu wegelone von dem schippunt wachsis
und der gelycke von deme andern gute und do zyn by gewest etzlike us deme rade
tza lübek unde ouch ander erbar Lute dar her zyk an keyner bescheidenheyt enwolde
lassen genugen und was alzo von hynnen scheiden e wyr her quamen und der hote
were gerne gewest tzu dem bisscof von ripen der das andere gut under hat do wolde
ene henneke Lembeke nicht geleyten und ane geleyte entoug em nicht dar czu tinne
nu sin wy gewest vor dem rade tzu Lubeke und habin se gebeten und hoge bekoret
das se sich der sak wolden annenıen und dun dartzu ere macht das uns unser gut so
mit groszer unbescheide nicht vore entbalden enwurde wente weren uns de lant und
late geleghen als yn wyr wolden also vil dartzu tun das se seghen salden das wyr
genug dartezu dede und vyl andere rete de wyr en vore legeden se antwordeden se
enhetten nicht macht obir de lute wente in anderer berren lande besessen weren zust
wolden se gerne darızu thun allis das se mochten ab ze lichte enen tag werden hal-
den mit der koninkinnen kortlich zo wyllen ze den boten mite nemen und wenen de
zache zo ze hogeste mogen. Wyr habin vele rede mit en gehat de tzu lonk weren
tzu screbende Sunder dunket is uch gut so habit vordern rat daraf solde dit also durch
werdenen icht vorlore der endrofte niebt me dartzu hopen enkonde man nicht vorder
dartzu tun duchte is uch denne ratsam das man doch eyns worde mit den steten das
man doch die sotan achipbkes gut nicht wedder gebin enwolden umme reddelken ar-
beitesloon. vredelos legete und vervestete in allen steden de in koufmannes rechte we-
ren und das se kein leide habin solden an keiner stat e denne zy zych hetten berich-
tet umme dy zache und ouch wo sotan gut vinden wurde das man dat in allen steten
ufhalde wir habin dis ouch mit den von lubeke tzu reden gehst. Was uwer rat und
gutdunket hyr inne zy do moget ir noch dun. Ouch habe wir vornomen das ein schyf
Lübbrecht van der beke mit gewande und saltze uf dem schitgen zy gebleven. wyr en-
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wyssen nicht weme das gut tzuhert do enist nach nymanı her gekomen us deme schiffe
babin de von luheke ouch gebeten das beste daby tzu dunde do mite plege uwer gad
uns gebeiende, gegeben tzu lubeke am mantage noch Quasimodogeniti. (1386.)
Gherard von Thorn und Heinrik Hitvelt
uwer Zendeboten.
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen. Fol. III. p 3—5.
N XXXIII.
König Richard 11. von England antwortet dem Hochmtiſter Konrad Zölner in Folge der an ibn abgefer⸗
tigten Geſandtſchaft in Betreff der gegenfeitigen Handelsbeſchwerden ihrer Unterthanen. — 1380.
Retigioso ne Egregio rirn fratri Conrado Zolner Magistro generali ordinis sancte Ma-
rie Theutunicorum amiea nostro carıssimo Salutem et sincere dileccionis affectum. Ami-
enbiles literas vestrax nobis per religiosos et diseretos viros Radolfum Comitem de
Kyburch et Gherardum de Vyschenyk Confratres vestros Ordinis predieti neenon Hin-
rieum Hitvelt Civem Thorunensem Ambhassintores vestros presentatas lets mand rece-
pimus ipsaramque tenorem unacum credenein nobis per ipsos ambassatores dilucide mi-
nistrata pleno concepimus intelleetu Et quidem post materiam ipsius credencie per ipsos
Amhassatores nobis expositam certis prelatis Comitibus et baronibus de consilio nostro
existentihus coram nobis expositam materiam examinandam commisimus nt auditn
eorum relacione eisdem ambassatoribus vestris debitum justicie fareremus impendi Qui
quidem consiliarii nostri prout nobis postmodum retulerunt eum dietis gentibus vestris
super examinacione diversorum gravaminum Subditin vestris per nostros ut pretende-
hatur ligeos et presertim in pattu de Swen illatorum diversas dietas interpellatis viei-
bus tenuerunt, in quibus quantum ad gravamina, que per nostros in ipso portu preten-
debantur illata justiſicatum extitit sis clare quod i que ibidem gravamina suhditi
vestri pertulerunt illa precise incurrerant culpa sun Cum in prima applicaciune elassis
nostre in portu predieto Admirallus noster cives naves et gentes vesiras cum quibas-
cunque bonis et mercibus eorumdem et aliorum amicorum nostroram in eisdem existen-
tihus in firmam et securam custodiam receperunt bonis inimicorum in dietis navibus
existentihus eisdem Admiralli nostri at de jure maritimo convenit reservantes et in
earum nostrarum navium tutelam firmiorem idem admiralli nostri ne dum vexilla sun
sed genies propriar pro ipsarum castodia posuerunt uam quidem securitatem subditi
nostri gratanti anime aecepinntes cum eis stant et nullo mado ad inimicor reredere fir-
miter promiserunt Sed subsequenter oportunitate captata aliqui alii evulsis autore aliqui
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subditi cesis“) ad inimieos nostros cum gentibus nostris pro eorum tutela ibidem posi-
tis prefato . . . . . (Lüde) redierunt ipausgne ligeos nostros cum ein adduetos aliquos
submerserunt alios vero inimicis nostris inhnmaniter trucidantes crudeliter tradiderunt
que quidem justificaeio ne ad excludendam satisfaccionem allegare videri possit seu
opposita quam plures nobiles Milites et Seutiferi qual in eadem armata personaliter ex-
titerant in presencia eornndem Ambassatorum vestrorum producti fuernnt qui omnes
sacramentis debitis constructi justificacionem predietam plenissime probaverunt Ex qui-
bus unus satis nobilis Hugo videlicet de Spensariis qui nuper in quadam navi vestra
seu subditorum vestrorum ad partes vestras applicavit testatus est, quod plares gentes
pareium vestrarum cum quibus antes narigarerat in predieto portu invenit qui se pro-
tinus mutuo cognoverunt et propteren hnmanitatis gracia aliquos de gentibns suis in
dictis navibus vestris posuerat ad ipsorum eustodiam et tutelam propter que nostro con-
cilio videbatur quod postquam dampnum si quod vestri senserant ex eorum culpa latis-
sima, ut de dolo taceamus successit satisfacioni non invenit sive emendam presertim
cum longe maior ininria in morte valenciaın virorum predictorum per vestros ut pre-
mittitur ex cunctorum et abduccione bonorum inimicorum nostris seeundum eorum iu-
dieium fuisset illata verum cum premissis non obstantibus a prefatis Ambassatorihus
vestris ingnirere fecimus Si potestatem haberent certis legiis nostris per vos ef vestros
dampnificatis restitucionem inpendere sieuti pro vestris a nobis fieri postalabant, qui se
talem potestatem non babere ut premittitur expeditis omnibus capitulis per eos positis
veraciter asserebant nec tune potestatem aliquam se dixerunt habere nisi solum ad
arrestum bonornm mercatorum nostrorum penes vos habitum relaxandum quod nostro
coneilio satis novnm et insolitnm videbatur cum in rei veritate excessns et gravamina
contra nostros per vos et vestros commissa ad veras summas redacta summas per ipsos
ambassatores petitas longe eı renliter excedebant Sed ne in nobis et parte nostra de-
fectus aliquis reperiri poterit seu nobis in exhibicione iusticie culpa aliqua valeat in-
putari prefatis ambassatoribus vestris proceri subditorum quiete et mercimoniis liberius
exercendis oblacionem fieri feeimns subsequentem videlicet quod arresta bonorum tam
pro parte nostra quam vestra hincinde facta relaxentur maxime cam arrestum de bonis
mercalornm nostrorum per vos factum irrequisita primitus a nobis iusticia nimis iniu-
riosum videbatur Et deinde certus terminns competens prefigeretur infra quem de om-
nibus dampnis violenciis et injuriis hincinde datis plene et perfecte seenndum deum et
iustieiam informacio fieri poterit et inquiri ut per hoc debita restitneio partibus lesis
) Die Stelle ſcheint derdorben.
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fieri et in omnihas artieulis iam pro una parte quam pro alis parte deductis et eorum
cireumstanciis fieri valeat iusticie complementum que quidem oblacio eisdem ambassa-
toribus vestris ut dicebant apparuit cnngrua et honesta ipsam amen precise admittere
teu approbare non poterant et hoc propter deſectum solummedo potestatis. Quam ob
rem volenies »ubditis vesiris ıaliter iusticiam inpendere ni nostroram iniuriam nan fe-
ramus decrevimus certos nmıhasaniores nostros de voluntate ac de iniuriis Jigeis nostris
per vos et vesieis illalis plenarie informatos Preclare amicicie vestre cum celeritate
aceomoda destinare qul vobis nedum premissn sed quam plurs alis gravamins que bie
de facili non possunt inseri prefate vestre amicicie extensius declarabunt quos benigne
recipere ei favdrahiliter audire et expedire velit vestra bonitas in qua fiduciam geri-
mus specialem et quam semper prospere facint deitas increata. Datum etc. (1386).
Abſchrift (zum Theil fehlerhaft] in Hanſeat. Receffen Fol. I. p. 301—306.
Beige B. V. S. 525.
W XXXIV.
Der Raih von Danzig erfuhr den Rath des Könige Richard 11. von England dadin zu wirken, daß den
Danziger Kaufleuten der von Engländern zugefügte Schaden erſetzt und ein freundliches Handels⸗
verhätenig wieder hergeſtellt werde. — 1388 (oder 1330).
Inastribus ac magnificis principibus dominis ac dominis Serenissimi principis ac do-
mini domini Richardi Regis Anglie Consiliariis omnibus aliis et singulis presencium
litteraram noticiam quomodolibet in futurum habituris nostris fautoribus et amicis Con-
aules civitatis Danczik ad quevis heneplacita sinceram et benivolam voluntatem. Mag-
nifiei principes ei domini nostri graciosi ex fidedignorum virorum relacionibus intel-
leximus, Qualiter vestra illustris nobilitas ad hoc inelinata et regalis domini nostri do-
mini Regis Anglie insignitas communi mercatori de Hansa Theutonicali in Anglia
existenti Privilegia gracias et libertates quas ab antiquo habuit restituit et donavit No-
biliiati vestre multiformi varias referimus graciarum acciones verum eciam quidam de
Regno Anglie homines se exhibuerunt si aliqui forent de Hansa theutonicali mercatores
seu de nosıris quibus per homines Regni Anglie sive per aquas seu per terras esset
farefactum illi emendare sufficiens debeat exhiberi. Speramus etenim esse juris cui
iniuste per violenciam quid abstrahitur seu affertur, quod. illi iuste retribuetur Graciosi
principes et domini Sicut sepius vestris nobilitatibus conquesti fuimus de multiplici
dampno nobis nostris eoncivihus et communi mercatori de Theutonicali Henza facto
per homines Regni Anglie et illato qui nostros Concives et communem mercatorem bo-
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nis ipsarum apolianıes et ipsos in non modicum dampnum et gravamen de nave, auperni
principis uleionem non verentes, eiecerunt, quare nostras nunceios et literas nd vestram
nobilitatem transmittentes et specinliter dominum Hermannam Halenberg nostri consu-
latus secium eui ingencin et gravia dampnn sunt illatn prout ipse in nostra presencia
eum instrumentis publieis hoe dacuit et probavii et adhuc probare bene valet Simili modo
plures conqueruntur qui dampna susceperunt et idem Hermannus Halenberg coram vestra
insignitare sepius ſuernt constitutus et sui dampni don poruit habere relevacionem sen
emendam quod sibi graviter ei iniuste zit illatam deinde domini dilecti litteras nostras
plures vestris dignitatihus transseripsimus quod vestra dominncio noscere dignaretur et
subsidiose procuraret ut nostris hominibus ipsarum dampna relevarentur attamen in hoc
adhuc non proſecimus non sumas exauditi et nostris non profuit concivihus Post hoc
iterum nostri homines et mercatorer sunt dampnificati pro quo literns et nunccios vestre
illustri dominacioni transmittere curavimus quibus nulla gracia de vestra nohilitate ſue-
rat exhibita ut ipsoram dampna resarcientur. Ceterum nostros nunccios cum nunceiis
communis mercatoris de Henza Theutonienli vestre Magnificencie transmisimus graciam
vestram pacem et concordiam sectando que merito inter vestros et nostros stare debe-
ret et revera hodierna die nichil alind scimur vobiscum nisi omne bonum et aliud non
desideramus Petentes vestram honestatem quatenus adhuc dampna nostrorum coneivium
perpendere curetis ut hec ipsis pauperibus releventur cum effectu quod omnibus viribus
nostris procuramus remereri et qui nostri homines magnas pecunias racione dampnorum
consumpserunt et hoc nichil proficui ipsis inferre dinoscatur Domini graeiosissimi ve-
stris magnificenciis nuneeios nostros et literes iteriores destinamus studiosis precibus
supplienntes Quatenus amore dei et intuitu justicie nostris mercatoribus qui dampna
susceperunt et endem probare poterunt et docere ut hiis eorum bonn valeant enancisci
et ipais dampna resarcire subsidetis et revera vestrarum parcium et regionum mercato-
res ita honesie et nmicahiliter protactaremur prout nostri proprii concives et inhabita-
tores nostre patrie solent protractari et si extra fines nostrarum percium quis de vestris
male tractaretur hoc vobis multum molestie inferretur et non speramus vestra gracia
multiformi quot culpa inter alios acta nosiris obesse deheat et nocere et si de nobis
tune congnerentur iniuria maxima tune nobis inpingeretur Supplienntes ut vestra Magni-
ficencin dignetur nostros mereatores promovere ut eorum dampns et bona consequi va-
leant cum effectu. Et de gracin vestra esse non paterit nobis tune vestrum condignum
Responsum petimus reformare de premissis ec. (1388?)
Abſchrift in Hanſeat. Receffen Fol. I. p. 399— 402.
6°
44
M XXXV.
Die Herzoge Wartislad und Begislav von Stettin deſchweren fi) Über den piögliden Einfall eines Or⸗
dens heerets in iht Land, die verübten Verheerungen und fordern den Rath von Danzig zum Ein.
teiten nach Stargard auf. — 1359.
Wartislaf, Bugislaf fratres duces Stetinenses et Ruynnorum principes.
Prudentibus proconsulihus ne conaulibus civitatis Danzik.
Uns Gunst und Vrentschop tu vorn Erbarn leven vrende wetet dat also de Meister
und de Orde von Prucen und wy uns to samende vorbrevet und vorsegelt hebben mit
einer ganezen vruniscop Bruderscop und Voreninge dar gi vore gelovet hebben und Ju-
wer stad ingesegel myt wyscop vor den Bref henget hebben binnen desser vruntscop
Bruderscop und voreninge is de oberste Marscalk grotkumptur und Kumptur von Ker-
seberg von des Ordens weghen mit eynem leere und gi dar mede mit gewalt und
nicht mit rechte in unse land ghekomen unde hebben unse laud gerovet schinnet und
gebrant unse Jude jemerliken geslagen gevangen und gemordet vrauwen an eren eeren
gekrenket unse man und stede up eyn unrecht up grot arbeyt und senden gebracht und
wolden uns an unser eere oft se kont hedden beruchtet hebben bynnen desser vrunt-
scop dar wy mit en ane seten hir ume bidden wy unde manen dat gi anzeen dat recht
und Juwe eere und komen sunder allerleye sumen tho uns des Syndaghes vor alle
godes hilgen dage negest komende tbu Stargard up der yne und holdet uns alse vele
alze Juwe Bref utwyset den Jw vorsegelt hebben mit Juwer Stadt ingesegel were id
dat gi des nicht endeden alze wy nichten hapen dat gi dat laten so wylle wy Juw
manen mit den alderezwerlikesten worden de wy derdenken konnen und willen over
Juw breve scriven thu Herrn Konygen und vorsten ıhu riddern und Knechten Steten
Borgern und Buren und thu alle den ghenen den recht lib und unrecht leer is se sint
geistlik edder wertliken und willen en openbare kundigen und witlik duen dat gi uns
sint gheworden truwelos erlos und meineidere und dat vortan nen bedderre man Jw
doch Juwen Breven Ingesegel noch Juwen truwen eere noch eden mer loven achal
wenn se sint thumale valsch. Gegeven tu Treptow des negesten daghes sinte Matheus
dage des hilgen Apostels under Ilertogen Wartislaf ingesegel. (1389).
Abſchrift in Hanfeat. Neceſſen Fol. I. p. 294— 203.
Voigt B. v. S. 510.
45
M XXXVI.
Der Rath von Danzig antwortet dem Herzog von Stettin in Betreff feiner an ihn erlaſſenen Aufforde⸗
rung zum Einreiten in Stargard. — 1389.
Uusern steten willigen dinst mit underdanicheit vorschrewen.
Irlachter Vurste grosmechtiger liber Herre Uweren Breef uns nuwelich gesand han wir
wol vornomen in wilchem wir gescreven vinden wy das ir uns manet das wir euch
zullen inkomen kegen Stargard uf der yue am nehesten Sundaghe vor aller heyligen
tage und ouch darselbist so vil tun als der Breef bewiset den nuser Herre der Ho-
meister iawer grosmechticheit vorsigilt hat, daran unser Stadt ingeczegil mit henget
were das wir das nicht teteu So weldet ir uns manen mit den alderswersten Worten
dy ir irdeuken kunnet und weldet over uns brive schriben ken konigen Farsten Herrn
Rittern Knechten stetin Gebuwer nnd allen den ienen den Recht lieb ist und unrecht
leit und weldit in offenbar kundigen und wissentlichen thun das wir euch weren wor-
deu truwenlos nnd erenlos und meyueider und das keyn biderer mauu vorbas uns und
unsern briven noch unsern eydeu uoch nnsern truwen und ereu noch unserm ingezegel
gelouben solde wenne sie czumale valsch weren. do antworte wir ench also uff und
thun euch czu wissen das wir desselben vorgeuauten Brives eyne usschrift vor uns
haben gehabt und haben sie lasen lesen und kunden nichts dar inne vinden uoch der-
kennen darumme wir euch pflichtig in czu riten ken Stargarde want worumb so steet
nicht in demselben brive geschreven dar umb ir uns manende moget von der geschichte
wegen die da gescheen is an dem irlnchten hochgebornen Forsten Herczogen Wilhelm
von Gelren nach inneholt und wir vornemen nicht anders in demselben brive dar an
unser Stadt ingesegil mit hengit das ir keynerleye Manunghe cza nns moget haben
mit reehte nach desselben Breves laute is were denne das das Polensche Orloye ezwi-
schen nnserm Herrn dem Homeister dem Orden und der Crouen ezu Polen nf stunde
were das ken uch denne wurde obirfaren so mochtet ir uns manen uach desselben
Brives uswisunghe waute nns dunket das derselbe Bref dar an unsir Statt ingesegil
henget audirs uicht inne helt wenne uf das Polensche Orloye doch obir alle rede so
thun wir iawer grotmechticheit ezu wissen als balde als uns uwir Brief wart do ryte
wyr von staden czu unserm Genedigen Herrn den Homeister und liczen im den ege-
seriben euwern Bref lesen do der gelesen wart und her in vornam do antworte her
uns von siuen gnaden also und sprach ir habt mit uns vorsegilt do von wille wir euch
nemen als uns und nnsern eren wol steet also bescheydenlich ob sich der Herezoge
46
von Pommern genyge wil lassen am rechte und wisete uns eynen Brif des Copie wir
euch in dissem Brive beslossen senden dy da laut von Worte eau Worte als der Brif
in dem selbin Brive wir vornemen und vorsteen das unser Herre der Homeister euch
bittet das recht und her es euch vor dike geboden hat und etwy dike unser Herre Ho-
meister und de syne mit euch ezu tagen sint gewest nlso das wir dirkennen dass et
an unserm Herrn dem Homeister nicht geschelt hat her hette sich gerne am rechte
Insen genügen hette it im kunt gescheen und noch gerne tete birumb so dunket uns
das uns uwir grotmechicheit mit unrechte manet want unser Herre Homeister von der
Gnaden gotis noch lieb und lebt und bekennet sins ingezegel und sines Breven und
byttet dar recht und byitet sich czu tagen durch des wylle so bitte wyr euch das ir
uns nicht scheldet noch manet mit bosen worten Want wir mit unserm genedigen
Herrn dem Homeyster euch czu tage wellen komen und alles das halden was wir euch
von rechte wegen pflichtig sint czu halden noch desnelhen Brives Inhaldunge daran unsir
Stadı Ingesegel mit henget Und bitten euch als unsern hesundern Herrn das ir uns dar obir
nicht manet mit hosen Worten noch scheldet und euch laset am rechte genügen von
unserm Herrn dem Homeister und ouch von uns were das des nicht geschege so müchte
wir nicht lasen wir müsıens schrihen und clagen Fürsten Herren Rittern knechten
Steten Manen und allen jenen denen Recht lieb ist und unrecht leit dass ir euch ken
unserm Herrn und „uch ken uns nicht wellet lasen genugen am Rechte und begern
von euch disses Brives eine gutliche beschribene antworte mit dem Brenger disses Brives.
Geschrehen des Sundags vor Symones und Jada under unserm Secret. (1389).
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen Fol. I. p. 200.
Voigt B. v. S. 510.
M XXXVII.
Der Hochmeiſter meldet dem Herzog don Burgund, er werde ſich in den ihm mitgetheilten, den gemeinen
Kaufmann der Hanſe betreffenden Punkten . den von den eee, zu erwartenden Be⸗
ſtimmungen verhalten. — 1389.
Copia littere quam dominus Magister misit domino
duci Borgundie. N —
Otseduioss ad que vis etc. Illestris princeps magnifice domine literam vestram cum
inelusa cedula nuper nobis missam sane concepimus In qua quosdam punctos et arıl-
culos communem merentorem de Theutonica Hansa concernentes invenimus insertos
et ut Civitates nostras immo nlios namicos nostros at in predietis et in emendis a nobis
47
oblatis ac in cedula insertis contentari vellent induceremus postulastis. Magnifice prin-
eeps liiteris vestris intelleetis mox Civitates nostras ac ambassiatores et nuncios no-
straram Civitatum qui una cum ceterarum Civitatum nuneiis et ambassintoribur in com-
muni convencione in festo saucti Michnelis nune preterito in l,uhee habita fuerant fe-
cimns ad presencinm nostram convoenre, quibus presentibus literam vestram cum cedala
legi fecimuz in aperto Sieque inter cetern verba bine inde mota que propter brevitaten:
Magnificencie vestre scribere emisimus copias littere vestre et cedule subscriptis Civitntibus
puta Luhee Stralessund Rostock Wissmar vestris litteris inelusas decrevimus amore
vestri destinare studiose horinntes enzdem Quntenus attendentes quod magnificencia
vestra non aliud quam pacem, concordiam et reipublice commune bonum eum emende
possibili exhibicione anhelaret, matura prehabita deliberacione et ipsi huiuscemodi in-
tenderent et ad en que inter magnificenciam vestram Civitates vestras Flandrie ex unn
et communes Civitates Hanze Theutonice parte ex nliern pacem et concordiam peterent
aspirarent cum progdolor satis diu inm steterat in errore Responsum nobis suaram vo-
luntatum quid in premissis acturi essent rescripturi Unde quidquid nobis de premissis
pro response rescriptam fuerit Magnificencie vestre cum primis curabimus intimare
Certi existentes Si inter Magnificenciam vestram et prefatas partes pax Auctore do-
mino et concordia inventa fuerit quod nullam sinistram attemptacionem a nostris sufle-
retis Sin autem quod absit oppositum evenerit petimus mngnificenciam vestram nobis
non invertere quia nostris non expediret nee ullo modo licet communitus Civitatibus
absistere se seque a communitatihus separare Magnificencie vestre eui per omnia com-
placere eupimus in votivis prospere proficiat cam salute. Datum Stumis prima Maji. (1389).
Abſchrift in Hanſeat⸗Receſſen Fol. I. p. 386387.
Voigt B. v. S. 531.
N XXXVIIL
Der Hochmelſter erſucht die Hanſeſtädte Eübeck, Roſtock, Wismar u. a., mit dem Herzog Philipp von
Burgund zum Beſten des Handelsderkehrs elne friedliche Ausgleichung zu bewirken. — 1389.
Litera missen civitatibus Lubeke, Rostok, Wismar ete.
Unsern vruntlichen grues czuvor Ersamen liben vrunde wir senden neh disse inge-
slossene Copie dy uns der Irluchte Forste Herczog Philippus von Borgundien in synem
hrive vorslossen hat gesant di Ir wol werdet vornemen wen ir sy gelezet unde bitten
uch alze unse besunders vrunde das ir wol wellet thun und wellet es czu Herczen
nemen unde daruf gedenken unde trachten wi das ir darunder ein mittel vyoden alzo
48
das es eintracht werde czwisehen dem egesereben Irluchten Fursten dem lande czu
Flandern unde den gemeynen Steten der dutschen Henze wand uns dunket das ex der
egenante Irlachte Forste bescheidlichen unde gutlichin auche unde sere noch Frede
stee alze sine brive Inten unde uswysen want wir wol merken das es langhe in Ir-
runge gestanden hat unde daz ez wol eine notdorft were das man ein mittel darunder
ſunde uf das, das der gemeyne Koufman widder mochte varen unde ayner Koufensehatez
warten alzo her von alders hat getan Dar umme duchte uns gheraten sin, das ir ein
kleynis nicht anseet uf das das is eine ghute eintracht unde ein Frede wurde unde
bitten von uch dys Briſfe eine gutliche bescreven antwort. Datum Stum ipso die Phi-
lippi et Jacobi (1389).
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen Fol. I. p. 300 — 391.
Boige B. v. S. 531.
M XXXIX.
Beſchlüſſe der Natbsmänner der Städte Preußens in Beteeff der Verhandtungen mit den Flamländern,
mit den Ruſſen und wegen des Pfundgelbes. — 1380.
Anno LXXXIX die Scolastice virginis Consules civitatum Prussie
Marienburg infrascriptos Articulos pertractabant.
En erstin hat man den von lubek gescrebin Das man den Flamingen eynen tag
lege off Jacobi ea lubek adir hamburgh und das dy selbin botin wen sye us holland
wider keren den selbin tag mit den Flamingen halden off Jacobi. >
Ouch sal ydermann in zime rathe reden wer den boten usmache off Philippi et
Jacobi, unde ouch ab man sych an dem selbin eynen boten wil lossen genügin uff
Jacobi mit den Flamingen czu tegedingen.
Ouch hat vogit von Gerwe ur Lyfflanı uns geoffenbart vor unserm herren Ho-
meister, wi der meyster von lyfflant eynen tag myt den Russen hat ofgenomen of ia-
cobi czu der Narbe ezu halden und hat das den von Lubeke czugescrebin das sy yre
buten darczu senden. und begert von des Meysters wegin von Lyfiland. das wir dy
eyntracht dy Russen czu vormiden mite halden wellin his off den tag und ouch das
wir eynen boten darczu sendin woldin Das duchte unsern herren homeyster ouch gut
Dis habe wir ezurucke geezogen ydermann an zynen rath.
Ouch ist obireyn getragin das man nicht puntgelt neme Sundir das man das mit
eyntracht der gemeynen stete alze schicke das der koufman eyn schos neme und das
man dovon dy kost neme dy dy boten vorczeret habin unde noch vorczeren sullin.
Abſchrift in Hanſeat. Receſſen Fol. III. p. 46.
49
MM XL.
Der Hochmeiſter verfichert der Königin don Norwegen feine freundſchaftliche und friedliche Gefinnung
und dittet ſie, zu bewirken, daß das ſeinen Schaffern und Unterthanen genommene Gut wieder
erſtattet werde. — 1389.
Regine Norwegie.
Almrdurchluchate furstynne gnedige frowe uwir grosmechtige durchluchtikeit begere
wir zcu wissen, das unser herre der Romische kuning uns in sinen brifen hat geschri-
hen, und ouch als der Groskumptur unsirs ordins, den wir in unsir und unsirs ordens
botschafft zcu dem egeschriben unserm herren, dem Rom. kuning hatten gesandt vol-
komelich hat vornomen von dem edelen strengen Ritter hern Otten Pflug, der nuwlich
by uwir grosmechtikeit ist gewest und von uch vorstanden und vornomen hat, wy das
wir uwern widersacbin by sten und beholfen weldin syn in allen stucken wider uch
und uwir ricbe. So tbun wir uwir kuniglicher herlichkeit zcu wissen, das ein sulches
in unsern willen noch in unsern mut ny qwam, und wir noch rat noch tat in keynir-
lei wis noch heimlich noch offinbar do von mit ymande ny habin gehabt, Hirumb allir-
durchluchste furstynne grosmechtige frowe bitte wir uwir durchlucht. mit ernster be-
gerunge, das ir sulcher rede, dy uwer grosm. uff uns und uff unsern orden in dem ge-
saget und vorbracht, geruchet nicht gelowben, und alle dy Jene dy sulche rede uwir
berlichkeit vorbrengen, der warheit sere irre geen, wand wir mit uch und uwirn Riche
nicht andirs wissen, und vor ouch nicht andirs habin gewust, dan lybe, gut und alle
frantschafft, und ouch, der allirdurchluchtste furste, uwir vater seligs gedeebtnis, do
her us synem riche vortrebin wart in guter zcuvorsicht by uns in unsern lauden zcu
Prussin was, und syn gelt do selhest in unserm lande gutlich und fruntlich vorczerte,
und by uns synis lybes sichirer was dan by andern, Worumb soldt wir denne ein
sulchs als vorstet geschriben wider ewir grosm. thun, und weres, das ymand uwir her-
lichkeit andirs welde sagen und vorbrengen, wan das sich czöge zcu mynne und zcu
fruntschaft, So geruchet des nicht gelowben, und laseı uns das in uwirn briven vor-
sten, das wir uns eines ken uwir grosm. mogen vorantwurten. Ouch thun wir uwir
herlichkeit zcu wissen das wir undirrichtet syn von unserm Schaffer bruder unsers or-
dens, wy das uwir undirsossen eyner geheisen henneg lembek unsers ordens schaffern
und etlicbin unsirn armen luten von Prussen ir gut mit gewalt wider alle recht geno-
men hat und is uwir grosm. sye geantwurt, als wir das selbe uch etwy dikke ouch vor
eigentlicher han geschriben Worumb bitte wir uwir grosm. mit flise, das ir geruchet
uns und den unsern dorczu beholfen syn, das uns und den unsern mit uwir holffe moge
7
50
ir gut wider werdin, das wir alle wege in eym sulchin wellin wider ken den uwern
vorschuiden, wo sich das gebort. Geben zcum Brathian am dornstag noch Mathei
(1389 oder 1390.)
Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nr. I. p. 54.
Voigt B. v. S. 531.
M XL1.
Der Hochmeiſter erbietet ſich dem Herzog von Stolpe, ihm in ihrer Streltſache durch ſchieds richterlichen
Spruch Recht widerfahren zu laſſen, weshalb er nicht nöthig hade, vor Fürſten über ihn zu
klagen. — 1389.
Duci Stolpensi.
Irtuchter fursıe. grosmechtiger herre und gevatier, uwir grosm. thun wir zcu wissen,
also alz ir und wir gewest sin nu uff dem tage zcu Hammerstein, den der irluchte
furste, herczog Swantobor von alden Stetyn uwer vetter ezwisschen uch und uns hatte
ufgenomen, wir hetten gehofft das wir czu demaelbin tage mit uwir grosm. ein gut
ende sulden habin gehaht noch anwisunge des irluchtin furstin uwirs vettern egeschri-
ben und andir erbaren lüte, Nu schidet ir von dem tage und ron uns czumole ane ende,
also das wir nicht wusten. wornoch wir uns wisten zcu richtin, und wurdin zcu rate
wit unsern Gebitlgern und santen dy erbaren geistliche manne hern Bernhard von
Schulenburch, Meister sinthe Johannis ordens und den kompthur von Slochow zcu uwir
herlichkeit, uch zu frogin, umb ein antwart, in welchir wise ir von dem tage und von
uns gescheiden weret, und wes wir uns zcu uch aulden vorseen, der selhe egeschriben
komptur von Slochow ist zu uns widerkomen als hüte, und hat uns geragit, das uwir
grosm. gesprochen hat, wy das wir uch vorgeen glichs und rechtis, und durch des wylle,
so must ir und wellet uns manen, und obir uns clagin fursten. herren. Rittern und
knechtin, und all den jenen. den recht lih ist und unrecht leid, das wir uch vorgeen
glichs und rechts und das ir keinis rechtin von uns mogı bekomen. do antwurte wir
uwir grosm. also uff, uns stet wol zeu gedenken, das wir mit uch einen tag hilden
zcur lewinburg, uff dem selben tag wir manunge zeu uch hatten und noch habin, als
von der vorsegelten brive wegen, dy ir uns und wir uch wider, undir enander gegeben
han und vorsegelt, und alz von des irluchtin fursıiin herezogen W. von Gelren und si-
nes gefengnis wegen, Noch unser zcusproche und noch uwer antwurt, so bot wir uch
do das recht und biten is uch ouch noch, mit sulchin worten das uwir herlichkeit dor-
ezu hette genomen IIII erbar manne der uwern, des selbin glich wolde wir III doke-
51
gin han genomen, das dy VIII hettin nedirgesessin, und das men dar hette geleid un-
ir brive und unsir czusproche und uwir brive und uwir antwurt, was dy VIII doryane
funden und dirkorn hettin vor eyne mynne, fruntschafft und vor ein recht, das ir uch,
und wir uns doran hettin lasen genägen von beidirsyt, were das dy VIII nicht weren
obir ein komen, so sulden sy macht habin gehat, ein obirman zcu kysen, wen sie
hettin gewolt, das was eyns, do woldet ir uch nicht an lasen genugin, do dirbot wi.
uns mit ueh cza komen vor das heilige Rom. rich, was uns do vor ein recht gefunden
und gegeben wurde, do sulde uns wol an genugin, des ir oueh nicht gevolgig wolder
sin, Hirumb so bitte wir uwir grosm. das ir wol thut und uns nicht einmanet noch
obir uns clingit ken furstin herren. Ritter und knechtin, want wir uch das recht alle
wege gebotin haben, und byten is uch oueh noch, und wellin alle wege dem rechtin undir-
legin, welde got, das una recht mochte geschen, Were abir, das got nicht enwelle, das
ir una dorobir manet, und uch am rechte nicht weldt lasen genugen, So mocht wirs
nicht gelasen. noch enweldin, wir mustin uns vorantwurtin und mustin alle wege spre-
chin, das ir uns czu unrechte manet und uns gewalt und unrecht tet, wand wir uch
alle wege das recht habin gebotin und noch byten, und bittin dis brives ein brifliche
antwurt mit dem brenger dis brives, ab ir uch am rechte wellet lasen genugen, adir
ab ir uwern mutwillen mit uns wellit triben; daa wir uns wissen dornoch zeu riehtia.
Gegeb. zcu Slochow am Montage nest noch Jacobi. (1389).
Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nr. I. p. 38.
Voigt B. v. S. 513.
XLII.
Der Hochmelſter meidet dem Herzog von Geldern, wie es mit der Abfütrung der Gefangenen gen Fal ⸗
kendurg gehalten werden möchte, im Fall er von feiner Gefangenſchaft nicht befreit werde. — 1380.
Littera missa duci Gelrie.
Usern willigen dinst ete. irluchter ſürste grosmechtiger lieber herre, Also alz der
groskomptbur, der Obirste marschalk und der kompthur czum elbinge, mit euch han
geredt von der gefangen wegen, so wisset das sy itczunt czu Slochow sint uff dem
wege, das man sy noch euwer heger gestellen sal cza Falkenburg uff den tag alz eu-
wer grosmechtikeit wol wissentlichen ist, und wir haben mit In pferde usgerichtet, di
unser dyner und ire gerethe her abe von falkenburg sullen brengen, Weres nu des
eawer grosmechtikeit dirkente, das ir des gefengnis nicht ledig und los muchtet wer-
den So bitte wir each mit allem fliese, das ir uns das geruchet weder under oygen
7
52
schriben, uff das wir mit den gefangen die grose köste und mue nicht umb sust dürffen
iragen, die wir mit den lüten thun müsen die die gefangen ken Falkenburg geleiten
und die grose var teen sy wedir her abe in den Jsen czu füren, Want itezunt boten
synt gesant als wir gewarnet syn czu iren frunden von den die czu Marienburg legen,
das man die gefangen ken ſalkenburg füre, also das wir uns gröslich besorgen, weres
das sie ken Falkenburg wurden gebracht und euwer grosmechtikeit des gefengnis nicht
ledig und los würde, wenn man sy denne wedir her abe aulde füren, in den ysen ge-
smyt, das lichte eyn ungeschicht von iren frunden czu In geschege, also das die un-
zern würden nyder geworffen, gesmeet und gelestert, und die gefangen genomen, des
bitten wir euwer grosmechtikeit mit flieziger begerunge, das ir das geruchet mit uns
besorgen, uff das wir keynen schaden an den unsern, und ouch an den gefangen von
des wegen entpfan, und die grose koste und mue nicht dürffen umb sust thun. Gege-
ben czur Sweecze am tage sancti Sixti pape et confessoris. (1389).
Alte Abfchrift im Hochmelſter⸗Regiſtr. I. . p. 49.
Bolgt B. v. S. 514.
N XLII.
Bericht an die Stadt Kampen, daß ihren Kaufleuten der Handel nach Preußen unter Beobachtung der
don den Sesftäbten getroffenen Anordnung geſtattet fein folle. — 1389.
Ad civitatem Campen.
Post enintneionem. Wysset lyben frunde das wir uwer brive uns gesant wol han vor-
nomen und fruntlichen emphangen, in welchen ir uns hat gebetin das wir mit unserm
Herren Homeyster geruchien umme uwiren Wyllen czu reden. das uwer Koplude und
borger mochten in dem lande czu Prussen laden koufin und vorkoufin als ir hettet ge-
tan bis her des so habe wir allgemeyne myt unsers herren gnade geret myt vlise unıme
uwir sache vorscreven und her meynet das ir wol in syn lanı komen und do laden
konfen und vorkoufen Doch so dy ordinancia dy by den gemeynen zeestetin ist gesaczt
und gelybet nycht werde obirtreten. were is nu das ir noch ezu dyser ezyt nicht hettet
eygentlich von der ordinancien dirfaren so moget ir sie mit uwirn boten by dem kouf-
manne czu dordrecht clarlich wol dirfaren. Vruntlyken etc. (1389).
Abſchrift in Hanſeat. Receſſ. Fol. III p. 41.
53
M XLIV.
Bürgermeifter und Rath der Stadt Kampen beſchweren ſich beim Hochmelſter, daß man in einigen feiner
Städte von ihren Mitbürgern widerrechtlich Pfundgeld gefordert habe und bitten um Wiederer⸗
ſtattung deſſelben und um Abſtellung ſolches Mißbrauchs. — 1389.
Copia littere quam Campen miserunt magistro generali.
Magnifico potenti ac generoso principi Religioso viro domino Magistro generali do-
mus Theutonicorom Ordinis b. Marie etc.
Dienst reverencie ghunst und ere mit aller becamelcheit voergesereven. lieve
gnedigbe here nnd mogende voerste uwer clarheit zi genochlik to weten dat onse mede-
borgers ons getoent over angebracht hebben dat de Ratmanne in uwen steden alze in
Elbingen. in Konigesberge over in Danczik hem Pontgheld aſgenomen hebben von sche-
pen over ghoeden alze von dem ponde zoenen peninge dies uns zere vorwondert want
wy dar nicht af enweten wor se dat Agheld thu nemen und wor se dat laten want nu
nen gemeine orloge is dar ınen is thu behuve und wy ensin nicht schuldich thu beta-
lende dat se in eren reisen vordoet. wante si uns in nenen saken vordegedinget. und
want wy und unse medeborgers al thoes in jnwen lande wol untfangen hebben gewe-
sen und dar niet vor entrechtet enwerden. So bidde wy juwe hoge moghencheit otmu-
deliken von herten mit al der bede dat wy moghen dat gi umme unse willen und umme
anseen des rechtes gewerdigen uwe Radnıanne von uwen steden vorscreven so ernst-
liken thu berichten und ıhu beronden dat se onsen medeborgern ere gheld dat se em
thu Agheld af genomen hebben wedder dun wente se dar nen recht thn enhebben na
worden vorscreven unde se is em nicht mer af ennemen nnd uns und unse medebor-
gers laten saten bi alsulker vryheit und recht alze here thu von uwen gnaden gehat
hebben. und wy hopen dat se uppe uns buten nw alsulke unplegelike Ding nicht leg-
gen mogen und wes gi leve genadige here hir inne gewerdigen thu dunde und uns ge-
schen moge. dat bidde wy uns wedder dnn anscriven mit dessen boden. god almechtich
beware u. und juwen stad durende in salicheit. in sundicheit uno in ere altoes gebe-
dende over uns, gegeben up den lesten Dagh Julio. (1389).
Borgermeister. Scheppen und rad der stad
von Campen.
Abſchrift in Hanfeat. Receff. Fol. 111. p. 67.
54
WXL.
Antwort des Ordens Statthalters an den Herzog Johann von Görlitz auf deſſen Gefuch wegen Hülfs⸗
leiſtung in einem Krieg mit Polen. — 1390.
Duci Johanni de Gorliez ex parte magni commendatoris.
Irluchter fürste grosmechtiger gnediger herre, also als euwir grosm. gnade den edeln
Gunthern von Hugwiez euwern getruwen euwern botschaft und meynunge wol under-
richtet mit eyme credence brive czu unserm homeister zeliges gedechtnis hat gesant,
welchen brieff der voit von Roghusen und wir wirdiglich han entpfangen und euwer
botschafft gütlich uflgenomen, der selbe egeschriben Gunther hat an uns von enwer
wegen gebracht und vorgelegt wie das euwer grosmechtige herlichkeit durch etlicher
redlicher schelunge willen hat mit dem konige und konigrich ezu Polan eynen krig
anczuslan, und begerende syt was hülffe trostes und Rats euwer gnade von unserm
homeister und von dem Orden darczu müchte haben, und wes sich euwer gnade czu
Im darezu sulle vorsehen, Grosm. gnediger herre, uff sulche botschaffi die der egenant
Gunther an uns von euwer wegen hat geworben künne wir euwern gnaden keyne us-
richtige antwurt ezu dieser cziet geben want unser homeister seliges gedechtnis leider
von desir werld ist vorscheiden, sunder wen es so verre kumpt mit hülfe unsers herren,
das der Orden eyn houpt haben wirt, so mag euwer gnade sulche botschafft an In thun,
so hoffe wir, das derselbe czukünfftige unser homeister denne euwern gnaden wol wirt
eyne antwurt weder daruff schriben, darnach sich euwer gnade denne wol mag richten,
Künne wir ouch denne icht guts darczu thun euwern gnaden czu dinste, das welle wir
williglich und unvordrossen alle wege gerne ihun, und gebitet an uns als an euwern
besundern sunderlichen undertanigen. Dat. Stumis proxima feria sexta post Egidii
abbatis. (1390).
Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nr I. p. 65.
Voigt B. v. S. 500.
M XI. VI.
Der Ritter Wypſel Zambor und fein Bruder Heinrich Zambor bekennen, dom Hochmeiſter Konrad von
Wallenrod 100 Schock Böhm. Gtoſchen gelichen zu haben und verſprechen deren Rückzahlung
binnen zwei Jahren. — 1391.
Wir Wysel Zeambor Rytter und Heinrich Zeambor knecht gebrudir Bekennen offint-
lich in dissem keygenwertigen bryve das wir von deme Grosmechtigen Geistlichen
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fürsten und heren heren Conrad von Wallenrode homeister deutsches ordens, von synen
metegebytegeren und von dem ganczen orden entlenet haben hundert schok bemischer
groschen, dy wir von yn gantz und gar, gut von sylber nach unsir genuge haben ent-
phaagen, dy sy uns fruntlichen und in guten trwen han gelegen, welche hundert schok
grosschen wir, unsir Erben und Nochkomelinge sullen und wellen dem egeschrebenen
heren Homeister und deme Orden bynnen czwen Jaren wedir beczalen, also das yn
genugen sal von sente Johannis baptisten tag nehest gewest vort obir eyn Jar vumfczig
schok grosschen czu geben und am andirn Jare nehest dornoch uf sente Johsnnis bap-
tisten tag auch vumfezig schok groschen czu gebyn, niso das dy egeschreben hundert
schok grosschen gancz werden beczalt. Und wir Wysel and heinrich vorgeschreben
gebrudir ala selbschuldigere unde heinrich von Donyn knecht und Baruch Zeambor
von Balaw Rytter also burgen globen und vorbynden uns an eydes Stat by unsern
truwen und Eren mit gesampter bant eyner vor alle und eyn iclicher besundir vor uns
unsir erben und nochkomelinge allis das stete und veste czu halden also vorgeschreben
steet ane geverde und argelist, Des czu merer sicherheit und bekeninis so han wir
Wysel heinrich gebrudir heinrich von donyn Baruch von halaw vorgeschreben unser
Ingesegele an dissen bryff von unserm rechten wissen do wir selben kenwertig waren
lazen beugen, Gegeben uff dem huse Marienburg in den Jaren unsers heren Twaent
dryhundert in dem eyn und Nuenezigsten Jare an dem nehesten montage noch synte Jo-
hannis baptisten Tage.
Original⸗Urkunde mit 3 Siegeln im Geheim. Archiv Schiebl. XII. Neo. 5.
W XLII.
Einige Nachrichten über verſchiedene Veranderungen und Begebenheiten betreffend das Domcapitel zu
Marienwerder in den Jahren 1391 bis 1398.
Anno domini M. CCC. XCI. bons Vulaw in prepositura ecelesie Pomezaniensis fue-
runt empta a preposito et capitulo Pomezaniensi pro Mille mareis et fuerunt persoluta
infra duos annos sequentes, de hsc persolucione et vendieione habentur littere, littere
ceivitatis Rosenberg et illorum qui vendiderunt.
Anno dumini M. CCC. XCIII. fuit Episcopus Massaciensis legstus a domino apo-
stolico in partibus Pruscie, qui postulavit expensas ab ecclesia et date fuerunt. prout
secum poterant concordare.
Item in oetavis pasche dominica quasimodogeniti fuit dominus Johannes Lubeio
electus in prepositum eeclesie nostre, per resignscionem domini Johannis Ryman quem
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Magister generalis voluit secum habere propter consilia. qui preposituram ecelesie dicte
nostre bene rexit quatuor annis cum dimidio, tune temporis frater Johannes dietus Ma-
rienwerder fuit decanus. frater Nicolaus Rogausen Custos, frater Nicolaus Sigirsdorf
cantor, frater Heynricus Passer seolastieus. frater Nicolaus Hollant plebanus, frater
Conradus de Danczk vicecommendator in Marienwerder. frater Nicolaus de Osterrode
«ocius prepositi. frater Franciscus magister celarii, duo fuerunt in infirmaria. fratres
Heynricas Sternleyn et Johannes Mewa. Item in vigilia Penthecostes frater bertramus
nıngister in artibus fuit in canonicum ecclesie nostre investitus secundum modum et
consuetudinem hactenus observataın.
Item eodem anna fuit domina Dorothea vidua reclusa in die translacionis sancte
Elizabeth, Et hee felieiter in domino ohdormivit anno domini M. CCC. XCHII in nocte
sanetorum martyrum Johannis et Pauli.
Anno 1394 in die sancte Elizabeth obiit dominus Nicolaus de Kirsburg alio no-
mine de Segirsdorf.
Anno M. CCC. XCVI fuerunt empte due ville. videlicet Brokaw et lampresch-
dorf de piis elemosinis, ut de redditibus enrum tenerentur due misse per tres sacerdo-
ies, primn est cantanda cum nota de omnibus sanctis per duos sacerdotes et quatuor
scolares, quilibet sacerdotum habere debet duodecim marcas annuaum, et quilibet sco-
laris tres fertones, hec missä cantari debet de omnibus sanctis usque mater nostra su-
pradicta felix Dorothea fuit canonizata. postquam autem fuerit canonizata, tune prima
missa de omnibus sanctis debebit obmitti et missa de ipsa beatn Dorothea sub nota
ad eius tumulum cottidie decantari, alia missa est tenenda in altari sancti Bartholomei
per unum sacerdotem et idem eciam habebit duodecim marcas, post obitum magistri
Bartbolomei dieti tres aacerdotes debebunt visitare singulas horas chori nocturnas et
diurnas et poterunt amoveri et nutriri sicud capellani nostri, attamen non nisi ex causa
notabili et grandi.
Item eodem anno mortui sunt tres canonici. scilicet Johannes mewa VI. kal.
Februarii, heynricus sternleyn IX. kal. Junii, et Nicolaus roghusen custos III. Nonas
Junii, Et recepti sunt in loca vieinorum, Johannes antiquus regens. Arnoldus notarius
domini Episcopi et plebanus de Jancke nomine Johannes,
Item anno domini 13997 in die animarum fuit unum candelabrum argenteum
in aliquibus partibus deauratum, miro modo fabrefactum ad sepulchrum venerabilis do-
mine Dorothee oblatum, cum tot aureis videlicet 440. pro quibus possunt undecim marce
) Oder 1397.
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comparari census perpetui, maream unam pro 20 mareis, quot snfficere estimavit ad
comparacionem census perpetui, quo lumen perpetuis temporibus duraturum possit te-
neri circa sepulchrum in candelabro supradicto, sic quod infra horas canonicas et mis-
sam arderet candela. duplicatur vel triplicatur. alias vero per diem et noctem arderet
lamen seu candela posset esse simplex, hine redditus perpetui quatuor marenrum aunt
comparati in bonis domini Episcopi in villa que dicitur Bobenicz. Post hoc in bonis
sunt empte . .. marce in bonis nostris ad emendum, quia census perpetui adhuc
non poterant haberi.
Item anno 1396 fuit arbitratum ex parte nostra et iuratorum insnle domini no-
stri Episcopi super excessu facto in fossato per bonn nostra awe sub nostro consensu,
pro quo debent nobis tenere pontem per dictum fossatum ut valenmus uti porcione alia
que ultra fossatum est.
Item anno 1397 magnam partem bonorum in Frienstat a feuodalibus suis emit
dominus noster Episcopus, videlicet a relicta militis ticze et fratribus eins a lodowico
filio stephani militis etc.
Item anno domini 1398 in nocte sanctorum martyrum Fabiani et Sebastiani obiit
subitande frater Nicolaus Holland, canonicus ecclesie nostre et protunc plebanus in
elbing civitate, in quam de vespere ivit dormitum hylaris et sanus, proponens sequente
die predicare et missam celebrare, mane antem inventus est mortuus, habens pro studio
circa se libros.
Auf Pergament im Geheim. Archiv Schiebl. I. Nro. 27.
WXL VIII.
Schieds ſpruch über den Streit zwiſchen dem Domkapitel zu Pomefanien und dem Rath und der Gemeinde
zu Marlenwerder wegen einiger Punkte der Handfeſte der Stadt. — 1393.
In gotis namen Amen. Wir bruder Johannes von gots und pabistlichen stnlis vor-
sichtekeyt Bisschof eau Pomezan offenbarn allen den dysen brif seen, horen adir lesen
dar groze czweytrachı, schelunge, elage und kryg entstanden was czwyschen den erbarn
herren Johan Ryman probist. Johan Marienwerdir techante Nycolaus Roghusen custos
und unserm ganczen capitele czu pomezan von eyner weyn, und petir kunczels burger-
meystere. Rotmannen Burgern und der ganczen gemeyne unser stat Marienwerdir von
der ander weyn. von der hantfesten weyn der egenanten stad. di got genode unsern
vorfarn bischof Bertold hot gegebyn den burgern und der gemeyne der egenanten Stad
um etczliche articlen dy hirnoch geschreben sten und entrichtet syn. und daz vor uns
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dy vorgenanten teyle von beyder seyt entrechteklicheu eu rate worden, das sy yre
sachen und schelungen gaben us der hnnt mechteclichen vor richter und vor scheppen
in eyme gebeygitten dinge. und dor czu vor dryen offenbaren schriberen der namen
hir nach geschreben syn. viren erbarn und wysen mannen hern heynrichen heilsborge
tumherrea esur frawenhurg und offieinl czu ermeland. heru hermanne vam ezadel rit-
ter. Johne von Borgwics. Stephan von thesmisdorf dy sin dorezu irkorn sam frunt-
liche berichlislute rechtsprechere und entscheydere der egenanten hantfesten und ar-
tiele. und gelobten daz sy eren usspruch und berichtunge eweclichen stete und veste
welden haldea by eyner husse wy ader wigros dy herichtislute dy dor of worden setezen
eweclich ane wedirrede eyn itezlich teyl vor sich und vor syner weyn czu halden alz
das compromis daz do obir gemacht und geschreben ist volkomelich hehelt. und das
dy vorgenanten beyde teyl entrechteklichen von beyder weyn eynen usproch der be-
richtunge of dy vorgeschreben czweytracht flyslichen boten und das do selbest dy vor-
genanten herichtislute volkomelich von beyden ıeylen in aller czweytracht und artielen
underwyset usprochen und entschyden, enschiebten und berichten dy obingesprochene
ezweyunge und schelunge czumole von worten czu worten alz hir noch ateet geschre-
bin. Wir henrich heilsberg. Herman vom czadel. Johannes von Bosgwicz. Stephan
von tesmisdorf. Eadegen, entrichten, entscheyden fruntlichen berichten und ussprechen
entrechteclichen uf deze nochgeschreben article, also als hy noch geschrebin ist eweeli-
chen an allerleye wedirrede by deser noch gesehrebenen busse genczlichen eu halden.
Czu dem ersten das allerleye elage czweyunge, ezorn, haz und nyt, muen, koste und
schade. dy do synı gewesen. und scheen his an dese kegenwertige ezit uf dese noch
geschrebin article adir von yren weyn czwischen den erbarn herren probiste und den:
genezen capitel der kirchen ezu Pomezan von eyoer weyn und den wisen luten Bur-
germeistere. rotmanne und der ganczen gemeyne der stad marienwerder von andir weyn
zullen von keynem teyle noch desir czit in arge nymmir me vornuwet noch gewegen
werden, Item daz dy hoven reyte do dy tumherren ufle wonen mit allem gebüde daz
sy in alder besyczange haben, sullen haben und behalden eweclichen mit allir hirschaft.
Item dus der pincz der de lyt vor dem tumhofe by dem gemeynen lantwege von dem
orte des caldinsteynes de dy vienrien ynne wonen, der do neest ist der stad thore ge-
richte czu geende noch eyme dryhom of den ort des czunes des bowmgarten der des
enpitils ist an dem egenumten wege und das der weg der obir den selben Plaes ne-
dirwert geet cza dem Nognte sulle syn czu gemeynem nueze beyden teylen dem capi-
tel und ouch den hurgern. sunder daz dy hirschaft dez egenanten placzia blybe des ea -
pitels unschedelich unserm herren dem bischofe von Pomeran ab der icht hirschaft do
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hat, und daz das capitel moge bawen adir buen lasen czwene spichere czu syme nucze
by dy czwene spichere dy von der burgere weyn uf den placz gebuet syn den burgern
exu nucze, und daz noch capitel noch burgere vorbas obir dy vier egenanten spichere
af dem Placze mere gebude moge buen. is geschege mit yrer beyder wille. Iiem daz
man an dem egenanten bomgarthen ezune zal vorbas geen bis an das ende dez ege-
nanten bomgarthen und dene by dem Narienhurgischen wege an des capitels czune.
und vorbas an dem wege kegen der burger ezigelschune bis ezu dem flisschen daz do
flust in dem grunde by der czigelschune der burger in den nogat. und den von dem
flisschen do is in den nogat vellet an dem nogat ufwert czu geende bis undir der herren
danczke. hen bis das man kumpt kegen dem orte des tormis dez huses dez enpitels
neest by der burger Podelicz. und van danen geende gerichte uf bis uff den ort des
selben tormis by dem alden wege der do eızwan us der stad hat gegangen. und allis
daz das bynnen desen egenanten umme reyt ist usgenomen das wir vor van dem ege-
nanten placze haben usgesprochen. sal des capitel fry hesiczen eweclich mit allir her-
schaft an allirley ansproche und hindernisse, alzo doch daz der weg der do durch der
burgere Podelicze geet neben dem wassere sal fry und offen bliben und gemeyne dem
enpitel und den burgern ezu gemeynem nucze und das dy burgere mogen sant graben
an dem orte des Kuybergis kegin yrer ezigil schunen alzo verre nlz wir das geezichen
und bepfelet habin. und das dy burgere keyn gebüde dor uf mogen setezen. Item dax
das egenante capitel zal ungetwungen syn den weg czu halden von der stad obir den
nogat mit den burgern. bis du der burgere vorwerk wende, do der ımewysche weg abe-
geet, sander daz von dannen sal das capitel halden dy helfte des gemeynen wegis uf
der burger fryheit der do sal vier ruten breit syn bis uf yre sechs huben mit themen.
ezunen, graben und brucken, dy andir helfte dez selben wegis sullen dy hurgere hal-
den noch yrer hantſeste lute. Item das dy hurgere zullen bebalden de graben der do
gegrabin ist uf der burgere fryheit by des enpitels sechs huben. und byn dem ende
des Mergensehes, der grabe zal behnlden dy wyte acht elen und andirhalbe ele in dy
tüfe ala her nu gegrabin ist, und das sy den graben nicht sullen tifer noch weyter
machen, noch andir graben obir dez capitels gut machen dem capitel adir yrem gute
ezu schaden ane des capitels willen und gunst. Item das der egenante grabe als her yezunt
geet von dem nogat den grabin ufwert czu geende sal syn eyne grenicz czwischen den
sechs hubin des cnpitels und dem Mergense und der burger fryheit bis czu eyner gre-
niezen uf dem selhen graben alzo daz der selbe grabe eweclich der burgere sal syn
und blyben. Und von der selben greniez dy do geezechent ist uf dem graben sal man
geen bis czu der neesten mewischen greniezen do dem enpitel der see von dem ordin
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vor gegreniezt ist von der greniczen czu greniczen alz wyr si beczeychent haben mit
den greniczen vort den see haben geubert noch unserm besten synne und allis was
bynnen den greniczen und graben und dem nogaten und den alden greniczen des sees
und der egenant sechs huben ist, das sal eweclich mit volkomener hirschaft und mit
allem nucze an allirley ansproche und ane moze von der burgere weyn syn und bli-
den des capitels. Ouch welle wir dus dese kegenwertege berichtunge und ussproch in
articlen und puncten von beyder seit werde eweclichen krefteclichen und mechteclichen
veste und stete gehalden. und welch teyl daz nicht enhilde daz sal syn bestanden
sechshundert marg pruscher muncze dy sullen gevallen czweihundirt marg unserm herren
bischove, und dem teyle daz dese berichtunge und ussproch czweyhundirt marg und der
tumkirchen ezu marienwerdir hundert marg und uns berichtisluten hundirt marg bynnen
iare und tage. und dennoch sal dese kegenwertige berichtunge und ussproch eweclich
stete und veste blyben. Ouch behalde wir uns mechteklichen daz wir adir unser meyste
teyl dese kegenwertige berichtunge und ussproch ab czifil dor uf were, ader ab sy an
yrkeyne article unvornemlich were mogen oflenbarn und beduten also dicke ale das
not tut. und dax sy beyder siet yn an unser offenbarunge sullen lasen genugen. Und
wir egenanten bruder Johannes bischof czu Pomezan mechtegen und bestetegen mech-
teclichen von worten czu worten alle dese vorgeschrebene dyng wenne sy beyde teyl
offenbar libete und lobte, und wellen das sy beyde teyl halden sullen in allen articlen
eweclichen stete und veste by der vorgeschrebenen busse. Dez czu eyme ewigen ge-
ezugnisse und bevestunge haben wir desen kegenwertegen briff myt unserm ingesegele
und unser capitel mit syme ingesegele und iczlicher desir vier vorgeschrebin berichtis-
late mit syme ingesegele. und dy egenanten unser stad marienwerder mit erem inge-
segele dy hir an alle gehangen sin. und ouch sich dese nochgeschreben dry offenbare
schribere dor in underschrebin han. Acta sunt hec in Refectorio castri nostri marien-
werder nostre Pomesan. dyoc. Anno Domini Me. CCC°. XCIIIe. indic. prima. XIII. die
mensis Januarii. hora verperarum vel quasi. pontificatus sanctissimi in christo patris
et domini domini Bonifacii divina providencin pape VIII. anno quarto presentibus et
discretis viris henrico vochs Judice. alias sculteto. Johanne molbach Magistro scabi-
norum. Johanne vochs consodali suo. Petro Zorow. Nicolao swarce. Nicze tirchin.
Nycolao Rosenow. Nycolao nuehowf scabinis de marienwerdir dicte dyoc. ibidem in
iudicio bannito presidentibus et iudiecium bannitum facientibus. necnon Johanne de Pu-
silia nostre Pomezan, curie officiali. Johanne rote Paulo Sunnenberg. Johanne tho-
ran. Cuneze bludow familiaribus nostris ac nycolao presbytero dicte nostre dyoe, testi-
hus ad premissia vocatis specialiter et rogatis.
Abſchtift im Fol. Privileg. Capituli Pomezau. p. XIV—XV,
61
N XLIX.
Der Biſchof Johannes von Pomefanien beftätige dem Domkapitel zu Marienwerder das Beſitzrecht über
eine dem letztern durch Schiedsrichter zuerkannte Hofftätte an der Kathedralkirche. — 1393.
Nos frater Johannes dei et apostolice sedis providencia Episcopus Pomesaniensis Cu-
pientes pacem et concordianı inter dilectos in christo nobis fratres Johannem Ryman
prepositum, Johannem Merginwerder Decanum Nicolaum Roghusen Custodem totumque
Capitulum nostrum parte ex una ac Cives communitatemque Civitatis nostre Mergin-
werder parte ex altera firmiter consistere et manere totam aream circa ecclesiam no-
stram kathedralem cum quibuscunque suis certis limitibus ac pertinenciis ab honorabi-
libus viris arbitris domino videlicet Henrico Officiali ac Canonico Warmiensi domino
Hermanno de Czadil Milite Johanne de Nozewicz Steflano de Tesmisdorf dicto nostro
Capitulo adiudicatam et designatam prout in nostris litteris et arbitrio eorumdem arbi-
trorum nostri et ipsorum sigillorum munimine roboratis clarius et distingeius continetur
Antedictum nostrum capitulum in anten uhi habent proprietatem dominium et iuris-
dictionem sine omni impedimento nostri vel nostrorum et (sicut) .. aliis bonis suis et
possessionibus titulo sue tercie nominibus quibuscanque censeantur utitur suo jure ita
eciam in predicta tota area cum suis pertinenciis ut premitlitur dieta libere exerceat
et administret. Datum proxima feria sexta ante purificationis Marie in castro nostro
Resinburg Anno domini Me. CCC. XCIII. nostro sub sigillo.
Alte Abſcheift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesau. ecclesiae p. XIII.
ML.
Notariats⸗Inſtrument über die Unterredung des Hochmeiſters Konrad von Wallenrod mit dem päpſtl. Le⸗
gaten Biſchof Johannes von Meſſina in Betreff der Abreiſe des erſtern von dem Verhandlungs⸗
tage zu Thorn. — 1393.
In nomine domini amen. Anno Nativitatis eiusdem Millesimo Trecentesimo Nonage-
simo tereio Indiccione prima decima septima die Mensis Maii hora vesperarum vel
quasi Pontificatus Sanctissimi in christo patris domini domini Bonifacii divina provi-
dencia pape noni anno quarto in Cenobio sancti Nicolai fratrum ordinis Predicatorum
sito extra muros antique Civitatis Thorun Culmensis dyoces. in loco ubi protunc reve-
reudus in christo pater dominus Johannes Massanensis Episcopus manebat, in mei pub-
liei notarii infrascripti et testium subscriptorum specinliter ad hoc vocatorum presen-
eia, constitutus personaliter Magnificus et reverendus Princeps dominus Conradus de
0
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Wallenrod generalis Magister ordinis sancte Marie Theoton. sedensque in quadam sede
contra lectum, in quo prefatus dominus Massanensis infirmitate laborans sedebat, eun-
dem hiia verbis est vel similibas allocuus. Reverende Pater sicut novimus ex com-
misso vobis per Sanctissimun dominum nostrum papam legacionis officio, R. v. ad has
partes venit, viriute cuius certum placiti diem inter Regem Polonie et suos ex una
nos ac nostros parte ex alia, de et super dissensionibus et differenciis inter eos et nos
pendentibus ordinastis, certum quoque locum Regi prefato, videlicet Juniwladislaviam,
nobis autem Civitatem Thorun statuistis, quos ecinm tam diem qunm locum litteris
vestris disposuistis, ac partibus autenticis litteris muniri mandastis eosdem, Nos una
cum Preceptore lyvonie, secandum quod B. v. ordinaverat in eisdem loco et die com-
paruimus, et usque hodie comparemus nee aliqualiter inde recedere intendimus nisi li-
cencia vestra Annuente, Sed Rex Polonie sicut B. v. intellexii pendente ipso termino
illeceneiatus a loca sibi deputato recessit, Skirgalo etiam quem B. v. in eodem loco
et tempore comparendum decreverat, non comparuit de quo non presumimus aliud, nisi
yund medio tempore in nastrum ac ordinis nosıri deterins machinetur. deinde vero pro
audiendis pareium principalinm procuratorihus sen nunetiis, locum vobis con venientem.
videlicet Nessovriam Wladislav. dyoc. elegistis, quem locum et nos utrique parti con-
gruum arbittabamur. et non ohsıante a dieto loco Regis et suorum recessu, nichilomi-
nus tum Reverende pater nos personaliter cum omnibus nostris omni obediencia domini
nostri pape ac disposicionis vestre offerimus, volumusque in omnibus tamquam veri obe-
diencie filii obedire, Sed quia, Reverende pater, Rex ut premittitur pendente termino
cum suis recessit nesciamus quoque cuiuscemodi respectum ad eum et suos de cetero
babere debeamus, stemusque jam per quadriduum hie servando terminum ne mandatis
vestris parendo, Quare B. v. tamquam domino nostro singulari humiliter aupplicamus
quatenus aitenta obediencia nostra solum quoque demm et iusticiam advertentes, nobis
de salubri consilio et paterna informaeione, quid decetero eum de imminentibus periculis
agatur, facere expediat in premissis graciose dignemini providere liheram nubis rece-
dendi lieenciam indulgendn, Ad premissa prefatus dominus Massanensis rerpondens,
predicto domina Magistro, zunm eonımendando obedienciam liberam recedendi liceneiam
indolsit, swadens sibi quatenus videret quid faceret. sibique a dampnis ſuturis et peri-
eulis imminentibus precaveret, Super quibus omfibus et singulis, prefatus dominus Ma.
gister me cum dehitia instaneiis requisivit ut sibi desuper publicum vel pnblica instru-
mentum vel instrumenta conficerem et formarem, Actum anno Indictione Mensi die
hora Pontificatu et loco quibus supra Presentibus Reverendo in christo patre domino
domino Johanni Ei scoοο⁰ο Refaliensi qui eciam ad malorem evideneiam premissorum si-
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gillum sunm huio instrumento suhappendiendum deerevit, neenon honorabili domino Jo-
hanne Rynıan Canonico Pomezaniensi et decretorum doctore ac discreto domino Petro
lyse Canonico Cruswicensi et Reciore parrochiali Ecclesie in Prust Wladislav. dyoc.
pluribns eeiam fidedignis testibus adpremissa.
Original im Geheim. Archtv Schiebl. 62. Nro. (.
Voigt B. v. S. 641.
N Li.
Laurenz, Merten und Dirste Koſke von Koneſchau und von Mutterin verpflichten ſich dem Orden getreu
ju fein. — 1393.
Wimsätlich sy alle den dy desen brif sehyn adir horen lezen. Das ieh her Laue-
rencz Koske von Koneschow myt mynen bruderin Mertyn und Dirske, und Ich Dirske
Koske von Mutterin myt mynen bruder laurenez. wy vife myt gesametyr hant haben
gelobyt nnd lobyn by truwen nnd by eren das wir den Dieyster von Prusen nnd dem
ganczin ordyn wellen syn getruwe nnd holt. und wellen ere hestes wissen nnd wer-
ben czu allyr ezyt. und wo wir ere ergeste horen adir vornemen do welle wyr weder
syn und keren myt alle unser maeht Das ta wyr yn ezu eyner sune vor den bruch
und vor den ungenut den wir getan haben yn erme lande Is enwere denne des got nyebt
engebe, das krie adder orloge wurde czwisehen unsern herren den herezogen und dem
ordyn von Prusen. zo welle wir und musen by unsern herren bliben. von dem wir
erbe und gut haben snndir vorwys und alle vorkernisse von deser brive wegene und
gelobdis das dese ding und gelobde stete und veste blybe, Des hengen wyr unsir vunf
yngesegel an desen brif czu eyme geczugnisse der gegeben ist czu der Lemborg in der
iarczal unsers herren tnsint drihundirt in dem dri und nuenczigsten iare an nnser vro-
wen tage als sy geboren wart.
Otiginal⸗Urkunde mit fünf Siegeln im Gedeim. Archiv Schiebl. XII. Neo. 6.
33 LU.
König Wladislav von Polen nimmt den vom päpftt. Nuntius deſtimmten Termin und Ort zur Friedens.
unterhandlung mit dem Hochmeiſter und dem Meiſter von Lwland während eines Waffenſtands
don 4 Wochen an — 1393.
Windisises dei gracia Rex Polonie Lithwanieque Princeps snpremus et heres Russie
ete., Cunctorum quibus expedit noticie commendamus, Quod eum Reverendus in ehristo
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pater dominus Johannes Episcopus Massan. Referendarius domini nostri pape sedis
apostolice nunceius ac commissarius datus ab ipso Sanetissimo domino nostro domina
papa. super omnibus diflerenciis displiceneiis et guerris dudum inter nos ex una. et Re-
ligiosos viros .. Magistrum generalem Cruciferorum de Prussia et preceptorem de li-
wonta. ae Ordinen ipsorum parte ex altera, subortis et adhuc pendentibus pro prepa-
randa pace ac seminanda favente domino concordin inter nos et eosdem, diem convencionis
in unum et placiti trigesimum post festum Pasche proxime nunc venturum. qui occurrit
sexins Maii, virtute commissionis a breſato domino nostro papa sibi facte. statuerit et
assignaverit locum nobis. in quem nos conſerre debemus ad civitatem nostram. videlicet
Iuniwladislaviensem. preſatisque Magistri et Precepiori Civitatem Thorunensem ut in
eandem se conferant, deputans evideneius et decernens, Et ut super huiusmodi differen-
ciis guerris et litibus inter nos. et Magistrum Preceptoremque. amicabilius negocia va-
leant pertractari ad occurendum omnibus impedimentis Treugas integre pncis per dies
quanuordecim ante diem ad conveniendum prefixum per totum tempus tractandi mutuo,
et per alios quatuordeeim dies post recessum a tractatu, ut dietis diebus et tempore,
nh utraque parte cessent offense, fecit constituit indixit et efficaciter ordinavit, hincinde
inviolabiliter observandas. Quns quidem treugns sic ut premittitur factas interpositas
et ordinatas Nos una cum nostris omnibus et singulis quorum interest, assumimus et
accepimus, volentes et promiitentes pura fide sine dolo et fraude predictas treugas fir-
miter et inviolabilitet ac incorrupte tenere et oınnimodo observare, Presencium sub
nostre celsitudinis sigillo appenso, testimonio litterarum, Datum Posnanie ferin tercin
proxima post dominicanı Palmarum, que est prima Apprilis, Anno domini Millesimo
Trecentesimo Nonagesimo Tercio.
Original mit dem königl. Siegel im Geh. Archiv Schlebl. 62. Nro. 5.
Voigt B. v. S. 640.
233 LI.
Schteiben der Städte Preußens an den Rath von Lübeck und Hamburg in Betreff einer Geſandtſchaft
nach Holland in Handels angelegenheiten. — d. J. (1393 7)
Littere daminis Consulibus Lubie, et Hamborgh per Civitates
Prussie destinande.
Nerz salutem domini et fautores nostri dilectissimi vesiris reverenciis credimus non
latere quod nuncii nostri consnlares in proxima congregacione in Lubie a vobis et ce-
teris maritimarum civitatum nunciis separabantar et quid ad patriam iidem nostri nunecii
65
redaxerunt inter cetera Quomodo tres nunecii ad inelitum principem ducem Hollandie
libertates et privilegia communium mercatorum in terra forent transmiasuri si quas aut
que commode poasent impetrare Quorum unum domini Hamborgenses secundum vos
domini Lubicenses et nos tercium deberemus et debent finaliter expedire quodque no-
stri dieti nunceii consenciendi vero habuerunt posse sed id ad nos quasi appellando
retraxerunt Eapropter domini karissimi vos scire desideramus quod ad huiusmodi
legacionem sive locum nostros plenipotentes nuneeios propter varin negociorum genera
nos propedienda eodem ex eo quia festum sancti Jacobi nimis prope est quo nostrum
nunceium ut affectatis possemus expedire destinare non valemus Petentes perinstanter
in ensu si huiusmodi vestros deputatos aut alium virum fidedignum iuxta vestre discre-
eionis destinenciam ad dietum ducem pro hiis negociis attemptandum seu prosequendum
proposueritis translegare, quos tamen plenipotentes pro nostra parte non facimus nee
eonstituimus ad presens sed solum ad videndum et attemptandum quomodo meliori
modo via et forma dietas libertates possent ad usum communis mercatoris dumtaxat
impetrare ista vice et non aliter neque ultra Et ea que vobis a dictis vestris nunceiis
dam redierint occurrerint nobis petimus rescribere super quo iterato vestram volunta-
tem quo remedio dicto negocio succurratur quantum in noble fuerit vobis iodubie re-
feremus. Datum etc.
Abſchrift in Hanſeat. Meceff. Fol. l. p. 941.
Voigt B. v. S. 650.
M LIV.
Vorſchrift des Hochmeiſters, wie die Einwohner des Dorfs Wolz die Damme und Haupte im Werder
machen und in Stand halten follen. — 1394.
Littera de aggere et capitibus servandis in villa Wolez.
Wir bruder Cunrad von Jungingen. hoemeister deusehes ordens. tun kunt allen dy
desen briff seen, horen, adir lesin. daz wir mit dem erwirdigen in gote vater und her-
ren. hern Johanni bischof czu Pomezan obir eyn komen ayn von des temmen wegen
in sulchir wise, das dy inwoner unsers dorffis Wolez. sullen halden eren houptam noch
hubenezal. und das obryge teyl bynnen eren greniezen sal man teylen in under dem
ganczen werdir noch bubenezal. Item dy lache sullen zy mit dem ganczen werdir
helfen machen ouch noch hubenczal. Item was houpte ezu machen synt bynnen eren
greniezen dy sullen sy selber machen. und vort mit den andirn houptin in dem wer-
dir sullen sy unforworren syn. Item Ertrich. struch. und pfele bynnen eren cgrenzen
9
66
buzen tammis and bynnen uff yrem acker sullen sy nicht vorhowen noch wegbrengen
sundir hegen czu nuteze des tammis und czu honpıin. Item ap sy yren tam nicht en-
hilden noch bessirten glich andir temmen noch der tichgenwaren geheyse. so sullen dy
tichgesworin sy phenden glich andirn luten in dem werdir. und ap sy sich des wedir-
then so welle wyr das der kumpthur ezu grudenez in dorezu sulle helfen. Dex czu
bikentnisse habe wir unser ingesegel an desen briff gehangen. Gegebin uff unserm
huze gradenez. in der iarezal cristi. tesent drihundirt vier und nuenezig in vigilia puri-
ficacionis,
Abſchrift im Fal. Privilegia Capituli Pomesad. p. XXXVIII.
Voigt B vi. S. 14.
ML. 1
Bericht des Deutſchmeiſters Johann von Rebe über die Beſchaffenbeit der Deutſchen Ordens Balleien
in Folge einer von ihm angeordneten detſelben. — 1304.
Wi ir Bruder Johan von Ketze kin Dütschs urden zu Ei landen, dun kunt
allen den, den ez kuntlich werden sol, daz wir zu der zyt also uns von götlicher
verhencknisse und ordnunge unser Obersten daz ampt unsers gebiets zu Dutschenlan-
den hevolhen ward. wissen wolden. alse wir von ordenlicher und guter gewonheit daz
wissen solten. wie alle Balyen und hüser des vorgenanten unsers gebletes zu Dutschen-
landen stunden. und waz sie hetten ierlichs an allen guten. gultten und nutzen. und
auch waz sie davon ierlichs widergeben mussten zu ewiger gultde an widerkeiften und
lypeedinge und waz sie notdiger schulde schuldig weren. und wivil Brüder mit dem
Crütze halb Bruder halb Swester Phründner in den hüsern der vorgenanten Balyen
unsers gebiets weren, Warumb wir mit gutem Rad unser Gebietger. die wir zn der
zit hy uns heiten. daz zu erfarn und eygentlich uss zu tragen unser visitirer und rech-
ner santten nach seliger guter gewonheit in die Balyen Francken Elsass Turingen
Lothringen, Martburg Biessen Utricht Sachsen Westphaln. und in andere hüser unsers
gebiets. und alse sie daz ampt der visitacien und Rechnung getan und volbracht het-
ten. da legten wir mit Rat unser gebieiger ein Capitel in unsers ordens huge gein Brot-
felden off den Suntag in der vasten alse man singet Judica. und hielten daz in gegen-
wertikeit der ersamen geistlichen Brüder arnoldes von hegke Comthur zu Bergelow
und Bruders Johans von Mansfelt Briester. zu der selben zit unsers homeisters visiti-
rer von Prüssen. und darzu der Ersamen geistlichen gebietiger und brüder die hernach
67
geschriben steend Bruder dietrichs von veningen lantkompthur zu Francken. hruder
albreehız von Witzleiben lantkomthar zu Thuringen. Bruder Gernants von Swalbach
Chomptur zu Marggburg. bruder Conrads von Beldershem lanıkompthur zu Lothrin-
gen bruder Reynhard von husen lantkompthur zu den Biessen. bruder Gerharts Splin
ter lantkompthur zn Utricht, Bruder heinrichs kegel lantkomthur zu Sachssen bruder
hermans von Braniliecht lantkomthür zu Westvalin, Bruder Ludwiges von wertheym
Comthur zu Nüremberg bruder fridrichs vom Eglolffstein Comthur za virnsperg. Bru-
der Coorad vom egglolffsteyn chomthur zu Ellingen. und Bruder Maryuarts zölner
Chomthur zeu Reginsburg und hiesen da unser visitirer und Rechner alle Rechnungen
als sie die in den obgeschriben Balyen nnd hasern offgenomen und beschriben hetien
vor uns und unsern gebietgern gentzlichen offenen und sagen. alse sie auch dematik-
lich getan hand, und stet die Rechenschafft aller obgenanten Balyen und hüser von
stücken zu stücken alse hernach geschriben stet Zum esten heiten alle Balye und hu-
ser in dütschenlanden zu gulden gerechint, Sibenezeben dusend sehs hundert virdhalb
und virezig gulden zu jerlicher gültte. Item davon gibt man wider zu ewiger phen-
ning gültte eialff hundert virdhalben gnlden. Item zu lipgedinge, drytusunt drühundert
sibenezehen gulde. Item ist man schuldig an widerkaüffen. Acht und zwenczig du-
send virhandert eynen golden davon git man zu zinss achtzehen hundert und acht
gulden Item ist man schuldig an notiger schuld achtzehen dusend virhundert sehs und
sechezig gulden. Item hat man an korngültte siben und drisig dusend sehs hundert
und zwei und Nünczig malter körns nach Mergentheymer masse angeslagin, Item do
von gibt man zu ewiger gultde zwei dnsend drühundert und achızehenthalb malter Item
so gibt man davon zu Iypgeding sechezehen hundert und Nünezig malter korns ltem
gibt man zu widerkauff zinss an kurn XXX malıer Item man bhuwet an Eckern mit
hundert und acht und sechtzig phlügen Item man har an Wyngultte fanffhundert und
virczig foder wins. Item man buwet an wingarten Dusend und zween und Sechtzig
morgin, Item man gibt zu ewiger gültte an wine seclisthalbe und fünfezig fuder. Item
su lypgeding zwelfithalb fuder Item mon hat sechshundert und zwenezig Brüder mit
dem Crütze vir halb swester, dryundzwenzig herriu phründner acht und virtzig wernt-
licher Capplan. und eiulff Schulmeister. Item o ist man noch schuldig gein Prüssen
an den Sechtzig dasend gulden die her uss gelichen sind gein dütschen landen sechs
und funfzig dusend nwnhalh hundert gulden. und sind slle wüste gut zu den obgenan-
ten Balyen und husern gehörnde abgenomen. Auch ist zu wissen daz die sumnıa aller
schulde die die Gebiet zu dütschenlanden schuldig ist an widerkeuffen an nötiger schuld
und an andern schulden. ussgenomen der schuld die ey gein Prüssen schnldig ist ist
9 *
68
Sechs und virezig dusend acht hundert und siben und sechezig gulden. Aller diser
vorgeschriben stücke und artickel gemeinlich und besunder zu urkunde und ganezer
warheit han wir die obgeschriben lantkomthur unser iglicher sins ampts Ingesigel an
disen brieff gehangen under den wir die andern auch hie vorgeschriben Comthur uns
aller vorgeschriben sachen mit in erkennen Geben zu Brotfelden do msn zalt nach
Cristi geburt drüczehenhundert und in dem vir und Nünczigsten Jarn des nechsten Mon-
dags nach dem obgeschriben Suntag Judica.
Original-Urkunde mit 8 (nicht mehr vorhandenen) Siegeln im geheim. Archid Schiebl. 98 nre. 2.
W LVI.
Vertrag zwiſchen dem Herzog Johann von Meklenburg und den Städten Roſtock und Wismar und
dem Hochmelſter Konrad von Jungingen. — 1394.
Wy Johan vnn godes gnaden Heriage to Mekelenborg. to Stargarde und to Rozstok
unde wy Borhermestere und Radmanne der stede Rozstok und Wysmer don kennelik
allen de dessen ieghenwardighen breff seen edder horen lesen. dat wy myt deme grot-
mechtighen. und erwerdighen heren. hern Conrade van Jungingen Homeystere des
dutsches ordens, synen medebedegeren. und myt den gemeynen steden des landes to
Prutzen gehandelt und gedegedinget hebben desse nascrevene article und synt der
endrechliken myt en over engekomen in desser wyse alse hirna volghet, To deme
ersten van deme schaden de deme gemeynen kopmanne. de van vrunde lande to vrunde
landen zeghelen wolden gheschen is. van uns. unsen, mannen. und luden. und van alle
den de in unses heren und vedderen des konynges und unseme krighe ut unsen ha-
ven und darin gezeghelt synt und ghevaren Also wes des sulven gudes noch jeghen-
wardych is. edder wat men des myt truwer undersokunge irvaren kan. Id sy an
schepen edder an gude dat wy dat to vorn an scholen und wyllen den jenen den id
tohort wedderkeren ane ghefere und arghelist. wat aver nycht jeghenwardich is. und
sn unse gewalt nycht en is dar wylle wy to behulpen syn myt truwen. dat id den
jenen den id tohort wedder werde. Weren ok etlike schepe der wy to unses heren
krighe bedroften. de schulen wy und wyllen affkopen den den se tohorn edder dar-
vore don dat en genoghe. Wes over alsodanes gudes vortoghen und vorruget is. dat
schal bliven stande bet to deme neghesten daghe den de gemeynen stede myt enander
haldende werden. wolde uns Jemand beschuldeghen umme schaden de gheschen were
an unser vyende lande edder af und to toseghelende dat schal ok bliven stande to
denne neghesten dage. vortmer dat ahodane schaden nycht mer enschen so hebbe wy
69
des over en gedreghen dat wy alse wy erste moghen sunder arghelist dat also vor-
waren wyllen und acholen dat wy und unse ergenomeden stede Rozstok und Wysmer
scholen gebeden allen unsen hovetluden und alle den genen de in unses heren des
konynges und unseme krighe gefaren aynt. und noch varen wyllen beyde to deme
holme. und wor ae synt dat se den gemeinen kopman de ae zeghelt von vrunde landeu
to vrunde landen in keyner wyse beachedegen scholen und weret dat dat Jemand breke
und den kopman beschedegede. den wy over komen und krighen konden den wolle
wy richten an ayme haghesten. Were over ymandı die den kopman beschedegede
deme desse vrede nycht wytlik gedan were. des wy. stede und hovetlude em bystun-
den. de scholde synes lyves dar umme nycht anvaren wesen. wo he dat gud tovornan
wedder gheve. were ok Jemand von den unsen de de schepe und gud brechte an unse
havene uppe Recht de schole wy und wyllen myt Rechte vorscheden we Rechtverdych
ay dat he des genete we unrechtverdich sy dat he des untghelde. Wolde Jemand bo-
ven dese vorschedinge dat Rechtverdighe gud behalden dat wolde wy richten. Were
ok dat sulke Iude de den kopman beschedegeden und unsen vrede nycht enhelden vor-
vlachtych worden de scholen unses heren des konynges hovetlude und unse angripen
wor se konen. und ghevangen to uns bringen de wylle wy Richten also vorsereven
steyt. Geschege ok deme kopmanne schade van den de in unses heren des konynges
und unsem krighe ut unsem havene ghezeghelt synt und se dar na an unse havene
nycht wedder quemen und nycht gherichted worden dar wylle wy Rechtes umme ple-
ghen. Ok scholen an dessem vrede begrepen und bedegedinget syn alle koplude de
ute vrande landen to vronde landen seghelen ut genomen unse openbaren vyende und
dar wy uns ane bewaren edder bewaret hebben. Desse vorscreven vrede schal staen
bet dat de dach ieghen de konynginne geholden is. uppe des erwerdighen heren Ho-
meysters ergenomet. nnd unse und unser stede wedder seggend und dar na sos weken
alle desse vorscreven articlen unde stnkke ghelove wy vorbenomede hertoghe Johan
to Mekelenborg und stede Rozstok und Wyaıner vor dat ghaneze land to mekelen-
borg, dat ae alle und en iewelk besundern stede und vast scholen holden werden by
truwen und by eren ane gefere und argeliat. were over dat god nycht enwille dat in
dessen degedinge und articlen jenigherleye borst worde. so mach de vorbenumetde er-
werdighe here Homeyster und de Orde. edder weme dat angheyt una hertoghen Johann
und de stede Rozstok und Wyamer und dat ghantze land to Mekelenborg dar umme
manen. To ener bekantnisse und tuchnisse alder voracreven stukke und articlen hebbe
wy hertoghe Johan de stede Rozstok und Wysmer unse Inghezegele ghehenget laten
an dessen jeghenwardighen breff der gheven und gescreven is to Rozstok na gebort
70
Tusent Jar drehunder: iar an deme ver und neghenieghesten iare an deme daghe der
hochiyd sunte Johannis baptinten.
Original- Urkunde (mit dem befchädigten Siegel der Städte Roſtock und Wismar, dos des Her:
zogs fehlt) im Geheim. Archiv Schieb. 86. nr. 31.
Volgt B. vi. S. 36.
M LVIl.
Der HM. Konrad von Jungingen dankt dem Herzog Philipp für den ihm zugefandten Wein und für
die idm geſchickten Bogenſchützen und meldet ihm, wie es mit der Kriegsfahrt künfüg es Jahres
ſtehe. — 1394.
Bruder Conrad von Jungingen
Homeister deutschis ordins
Philippo Duci Burgundie.
Iunstris princeps et domine noster graciose, Humiles gracie vestre pro vino nobis et
Con preceptoribus nostris a liberalitate vesira destinaio utique bono et sub perfeccione
plena pres entato graeiarum referimus acciones nee graciarum possumus ad... condignum
Et pro sagittariis nobis a gracia vestra promissis ei missis intimas eciam exsolvimus
gracias commendabile eis ıestimonium de probitate ac promptitudine servicii quo apud
nos probati sunt perhihenies ipsis quoque graciosum vulınm exhibere obnoxius depos-
centes, Requisiti preterea generose princeps, pro vestra parte per nabilem Peirum de
laceremoiller Camerarium vestrum, super dieenda sibi spei certiiudine de fienda expe-
dicione pro anno futuro non potuimus sibi gluriose domine nec adhue cuiquam viventi
aliquam certe spei consolacionem de negocio huiusmodi possumus polliceri, tamen de
futuris contingentibus non possit dari veritas determinata, presertim cum per magnas
aquas vastasque solitudines necenon per discriminosa viarum pericula Iransire nos op-
porteai in expedicionibus nostris prout dietas Petrus et quamplures patrie vexire gen-
tes, que ensdem vias transierunt luce clara aspexeruni, propter quod expediciones no-
sire ut frequenter a divina voluntate et disposiciune, ac eeiam aure temperie dependent
Ei revera tam illihenter tamque invite alıqua graciau vestram dubiosa spe consolari
vellemus sicut aliquem dominum nunc viventem, Sed si gracia vesira ob dei et sue
geneiricis reverenciam desiderio hue veniendi affecta sit, et si veneritis quod deus
annum, santa profect» benivoleneia tamgne libenti animo, gracie vestre una cum omni-
bus nostris, ei pro posse nostro serviemus, prout alicui dominoram fecimus, qui alias
hartes nosiras visilarunt, ad quod quidem jure quodam asstricti ienemur, nam per mul-
71
tas experiencias vos gratiosum nobis ei ordini nostro dominum et fautorem precipuum
cognovimus, quam itaque graciam erga nos ei ordinem nostrum adhuc continuari, nos-
que in magnifican protectionem vestram recipi devotissime poscimus ex nflectu, nos
enim cum omnibus nostris pro illustri persona vestra dominum huniliter orabimus nunc
et semper. de qualitate vero expedicionis ei rnuccensu prefatus Petrus graciam vestram
clarius informabit. Datum in Castro nostro Marienburg XX. Mensis Octobris (1394).
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen p. 7.
Voigt B. VI. S. 22.
M LVIII.
Der HM. Konrad von Jungingen fordert den Herzog Wartislod den Jüngern von Stolpe auf, feine
nach Dänemark beſtimmten Sendboten, die er gefangen genommen, frei zu laſſen. — 1394.
Dem herczog czur Stolpe hern Warczlaff dem Jungern.
Irluchter fürste, Wir hatten unsir Gehiteger eynen, alz den kompthur czur Sweez, und
unsern Groascheffer, mii etlichen unsern hurgern in botschaft czu dem tage, der czwis-
schen der allirdurchlusien fronwen der kongynne von denmark und den hochgehornen
herczogen ezu Mekelburg czu Alsholın in denmark begriffen ist, umb des durchluch-
sten fursten, des konigis wille von Sweden losunge usgesant nach heiderteile bege-
runge und bethe, wan sy uns bahin heidesiet dor umb gebeten, das wir dy unsern
dortzu sendeten, dy selbin unser hoten habt ir gefangen, alleine wir sy durch andirs
wille nicht usgesant batten, denn umh ir beider heihe wille, und durch fredis wille
der sehe und nuctze des gemeynen kowfmans und allir lande, dy selbin unser sende-
hoten habin uns ouch gesagt, wy das ir uns scholt gebit, das wir euch czu tage nicht
ryten wellen, sunder das wir nns der gewegert hahin, das wir doch here unscholdig
syn, wanı wir habin uns stetlich dorezu dirhoten, dy unsern uff eynen tag init voller
macht ezu senden kegen den euwirn, und glich und recht von den ewern do czu hei-
schen und czu nemen, des glichen dy unsern den ewern weder thun solden, alz dy
hrive wol uswisen, dy wyr dor umb ofte gesant habin dorumb bitten wir euch here
das ir dy unsern des gefenkniss ledig laseı. Ist is euch denne beheglich so wellen
wir gerne eynen tag mit euch ufnemen und helden, und begern andirs nicht von euch
den glich und recht, das uns das fare, des glichin wir euch ouch gerne ıhun wellen.
sie wir euch keyns phlichtig czu thun, und beten dis brives eyn antwort hy desim ke-
ginwortigen boten, gegeben ezu Montow an sente Mertins tag (1394).
Alte Abſchrift im Regiftrant. des HM. Konrad v. Jungingen p. 8.
Voigt B. VI. ©. 37.
72
M LIX.
Der Biſchof Johannes von Pomeſanien thut an den Bürger Heintich Fuchs aus Marienwerder ein Acker⸗
ſtück zu Garten auf Zinsleiſtung aus. — 1394.
Wir bradir Johannes von gotis gnaden unde bepistliches stules vorsichtikeit Bischof
ezu Pomezan, Tun kunt und offinbar, allen die desen brief sehen, horen adir lesen,
das wir usgegeben haben Henrich vochs, unserm burger exu Marienwerdir und andern
luten den nckir, der do lyet czwischen der liebe unde deme wege, der von unserm
huse gehet zcu dem alden Nogat, czu garten, gehude, und czu anderm nutze, in eren
erben und nochkomlingen, Do von gallen sie uns und unsern nochkomlingen alle Jar
uff des heiligen cristes tag jo von itczlichir Rmen in die breite und die lenghe. als In
bewiset ist. cwei scot pfenning gewönlichir muncze czu zcinse geben die garten sullen
sie sost frie haben von allirlei scharwerg und dinst. were ader das got nichten engebe,
das Ir keyne abtronstig worde von den garten und bye eyme Jare nichten vorlure,
noch zeins gebe, so behalden wir uns volmacht, den garten eyme andern czu lasen
unde geben umb den egenanten zcins, ane ansproch und hindenis. und czu eyme ewi-
gen geczugnis so haben wir In desen brief gegeben und mit unserm heymelichen In-
gesegil vorsegilt, Geben czu Resinburg in der Jarczal gotis Tusent, drihundirt. in dem
vierundnünzegisten Jare an fritag vor lucie der Juncfrauwen.
Alte Abſchrift auf Pergament im Copiar. Privilegia Pomesan. ecclesiae p. XLII.
N LX.
Der Hochmeiſter verſpeicht dem Markgrafen Jobſt von Mähren, die ihm vom Herzog Johann von Oben
zum Verkauf oder Pfand angebotene Neumark nicht annehmen zu wollen. 1394.
Herren Jost Marggraſen ezu Merhern.
Irtachter furste und grosmechtiger liber here Uns ist eyn briff von ewir wegin geant-
wert, den wir ouch liplich entphangen und wol vornomen han, in deme ewir herlich-
keit schribet wie das ir vornomen habt, das uns der irluchte furste herczog hanns von
Gorlicz dy nuwe marke ober der Oder vorkovffen adir vorseczen welde, und begert
von uns das wir uns in solcher vorsaczunge adir kowſfe weder euch nicht seczen sol-
den, Is ist liber here wor das der egenant here herczog hanns nuwlich sine boten als
den irwirdigen Bischoff von Misen und aust einen der von Bebirstein von der selben
nuwe marke wegin by uns gehabt hat, und hat uns dy angeboten czu vorsetezen, abir
73
liber here na wir horen, das wider euch ist, so wellen wir ungerne ein solchis adır
ein semlichs than wider euch, und dancken euch also unserm besundern liben heren
der warnunge und wellen ein solchis gerne vorseholden wo wir euch eau dinste wider
gefallen mogen. Gegeben ezu Marienburg am donrstag vor Barbaren der Jangfro-
wen (1394). 2
In Meglſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen p. 7.
Voigt B. vl. S. 47.
WLXI.
Der Hochmeilſter meldet der Königin Margarethe von Schweden, was don Preußen aus zur Bekämpfung
der Serräuber geſchehen werde. — 1395.
Der allirdurchluchsten furstynne und gros mechtigen frouwen,
frouwen Margarethe konigynne czu Sweden und czu Norwegen.
Eynfeldige hefelunge und willige dienst czu allir behegelichkeit bevor. Allirdureh-
luchste furstynne und gnedige frouwe, euwern brieff uns nawelich by desem euwerm
baten gesand, haben wir wirdiclich entpfangen und wol vornomen, in dem euwer durch-
luchtikeit ans undir andern worten geschriben hat, als von wegen der Seerouber und
hulfer des allirdurchluchster fursten konigs von Sweden das die noch grosen schaden
thun in der See, nicht alleyne euwer grosmechtikeit sunder ouch dem gemeynen kowf-
man, das euwer gnade begert uch von uns czu achriben, was wir und unser stete do
hey thun welden. So wisset das uns das leit ist, das sie euch adir ymand andirs be-
schedigen, und thun uch czu wissen gnedige frouwe, das unser eldesten stete vor uns
gewest eint und haben uns vorgelegit, wy das sie undir eyanndern eau Rate eint ge-
wurden und haben geschrihen den Seesteien, an In ezu dirfaren, ab sie fredeschiff in
die See ezu vorjaren schieken welden, das sie das unsern steten eau Prusen wedir
schreben, des so ist noch keyne antwert den unsern do von gekomen, und is das die
Seestete czu Rate werden fredeschiff in die See ezu schieken, so welle wir gerne die
unsern dorezu halden, das sie ouch derezu thun aullen wus sie vormogen, und dorumb
so enmogen wir euwer grosmechtikeit iczunt entliehen do von nicht geschriben. Ouch
gnedige frouwe, so haben wir iezunt geschriben dem Meister eau Liffland, alz euwer
gaade ist begerende von den Seerouhern, und haben Im hefolen, das her do bey syn
vormogen thun wirt, was ber dorezu mag gethun, und bitten gnedige frouwe, das ir
oach den euwern in den Osterlanden beſelet, dus sie die Seeronbir nieht enbegen noch
enspisen, wen wir genexlich vornomen haben, das sie etliche euwer hoſelute enthalden
10
74
und spisen das doch gros schedelich ist, beyde den euwern und unsern landen Sunder-
lich grosmechtige frouwe, so danke wir euwern gnaden der woltat und gute die Ir.
unsern sendhoten leczt by uch gewesen gnedeclich bewyset habit, besundern euwers
erelderpferdes, das ir uns by dem voithe von Dirssow gesant habit, wen wir uch der
gunst und liebe dy volle nicht mogen gedanken und wellen is gerne umb euwer gros-
mechtikeit vordynen, und wor an wir wissen uch und euwern Reiche behegelichkeit
direzeigen, duran welle wir uns all czeit gutwillig bewisen noch unserm vorinagen.
Geben czu Marienburg montag nach Barbare 1395.
Abſchrift im Hochmeifter-Regiftrant Nro. 11. p. 28.
Voigt B. VI. S. 50.
M LAU.
Die Domherren don Pomefanien Johannes Marienwerder und Johannes Rymann ſtatten dem Papſt
Biricht ab über die heil. Dorothea. — 1395.
Sanctissimo in christo patri etc. fratres dieti Johannes Marienwerder et Johannes Ry-
man Canoniei Ecclesie Pomezaniensis sacre theologie Magister et deeretorum doctor
minimi cum omni humilitate et reverencia oscula pedum beatorum Beatissime pater dei
providencia sancte Caritatis instancia urgent nos non latere silencio, que dominus om-
nipotens ad nominis sui gloriam per venerabilem dominam Dorotheam, anno preterito
defunctam virtutum et miraculorum tytulis iam conspicuam modernis temporibus digna-
tus est de v. S. persona misericorditer revelare ne si tacuerimus et nuncciare nolueri-
mus sceleris arguamur. quum dies boni nunecii est, sed testificamur coram deo et
christo ihesu, qui iudicaturus est vivos et mortuos. non vanitatis typo aut adulacionis
spiritu, sed in veritate audita S. v. scribere et referre. ad dei laudem. vestram conso-
lacionem et orthodoxe fidei exaltacionem, Primum verbum dictum fuit ei a domino in
secunda feria Penthecostes anno domini Me. CCCo. LXXXXXIII., existenti in magnis
gaudio et illuminacione spiritus et videnti a longe personam vesiram, quasi presentem
et flentem de quo territa fuit. dixitque illi dominus Papa bonifacius est bonus homo
timet me et ego diligo ipsum, Magister generalis siquidem Ordinis de meritis suis
exigentibus sic egit. quod papa possit per totam Prussiam ponere interdietum, sed re-
trabitur sollicitudine et timore. timens ne populus terre ad antypapam se conferat et
recedat, Secundum verbum fuit ei dietum eodem anno in vigilia Assumpcionis beate
virginis Papa Bonifacius valde fortiter timet me, et intense diligens. et vos omnes
gaudete. quod ipsum babetis pro papa, hoc dicto presencialiter ei apparuit S. v. per-
75
sona et adiecit dominus ipse debet participari bono tuo propter hoc quod eum iterum
diligis, Tercium verbnm dietum est ei eodem anno in Crastino beati Jeronimi Cum
venisset in spiritu ad Basilicam saneti Petri et ibi ut sibi videbatur vobis amice lo-
quebatur Tu debes cum papa Bonifacio esse recte. ac si essetis valde propinqui amici,
et vos duo debetis me iuvare sustentare mundum, tu abhinc usque Romam, et ipse
a Roma uflue hue Tu vides mnndum pendere quasi in uno crine, Et videbatur Doro-
thee tune, quod essetis valde annctus homo Et subiungens pronuncciando, Utinam me
bie sciret nt oraret pro me, nam non videbatur ei maior sanctus a loco in quo erat
Dorothea usgne Romam, In profesto Circumcisionis eodem anno cum Dorothea oraret
instanter pro unione sancte matris Ecclesie ut fieret in toto universo nnum ovile et
unum, capnt apparuistis ei hilari et converso vnltu ad enm. quod precum eius instan-
ciam desideraretis Alter videlicet Clemens in Avinione apparuit ei averso vultu, dor-
som vertendo ad Dorotheam tenebrosus et sic dispositus. quod cito vellet deficere aut
mori, et ita divina ordinante clemencia. eodem anno in estate moriebatur, Item eodem
die cum oraret sicad solita erat orare cum magnis fletibus singultibus et suspiriis pro
unione, et inter cetera scire volens, si cito fieri deberet unum ovile seu tolli sciama,
dominus de sus ineffabili gracia dedit ei unam bonam estimacionem. spem seu opinio-
nem. quod in brevi hoc fieri deberet, non tamen distincte tempus expressit, In die
Circumeisionis instante Anno domini etc, XCIIII cum iterum oraret pro nnione, appa-
rait S. v. et alter Clemens eisdem disposicionibns et modo quibns supra die precedente,
Et tune Dorothea dixit ad Magistrum Johannem confessorem suum expresse fidnciam
enim habeo in domino qnod in brevi bonum fiat, Feria sexta ante festum Purificacio-
nis Anno etc. XCIIII. in spiritu contemplata est homines eciam spiritnales a loco in
quo erat usque Romam, et paucissimos invenit stantes. pauciores recte incedentes.
Sed et Romam veniens invenit personam S. v. tristem sedentem, et cognovit vos non
hene stare nec recte incedere, Sensit autem in vobis sicud pronnncciavit sic dicens,
Si ipse papa solus esset, se bene erigeret ad standum et consequenter disponi faciliter
posset ad recte incedendnm, quis seisma in Ecclesia dei est, et solus papa non est
tantum tristatur quod se erigere non potest, sed et sabbato sequenti ait ei dominus,
Ecce quomodo papa nondum pervenit ad hoc ut possit recie incedere. si caput univer-
salis ecclesie non valet stare aut incedere, quomodo pedes faciant, et dieta intellexit
de statn incessu seu progressu perfectis virtutum, Beatissime pater in rudi stilo hee
sceipsimus iuxta verba pronnncciantis. volentes tollere suspicionem sciencie et subtili-
tatis. ne pronuncciata plus asscribentur sciencie quam graeie et veritati. Sed eciam
eandem venerandam et matrem nostram karissimam Dorotheam S. v. provolutis geni-
10°
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bus humiliter recommendamus supplicanten quatenus memores sitis huiuscemodi devo-
etonis et deriderii hahitis pro S. v. persann ne venerabili sanctn matre Erelerin, atten-
tisque eius virtullbus, sanctitaie vite et miraculis, enm sanctorun caihaloge axnerihere
dignemini et precipere pro snncıa n fidelibus coli digna veneracione ei laudari, Altis-
simas in sun gracla etc.
Abſchrift im Fol. Miscollanen p. 95 im Geh. Archiv.
Voigt B. v. S. 679.
MI. XIII.
Die Domherren von Pomefanten Johannes Matienwerder und Johannes Rymann detichten dem Papſt
fiber die Wittwe Dorothea und beantragen ihre Heiligſprechung. — 1395
In netissimo in ehristo pairi eic. humiles et devoti fratres dieti Johannes Marienwer-
der ei Johannes Ryman Canonici Keclesie Pamessniens. Sacre ıheologie Magister
et decretorum doctur minimi. cum omni humilitate ei reverencia oscula pedum beato-
rum, Altissimi dei filius ab eiernis montihus celos suns inclinnndo descendit, ut sue
humilitatis descensu hominem ad moncium celestium cacumina suhlimaret, Moles siqui-
dem humane corrupeionis immenso pondere eum ah ngilitste spiritus privaverat. quod
ex se aublimia petere formidarat, Aquila ergo grandis magnarum alarum plenn plumis
dominus ihesus volens homines nd yma sensualitatis impeto depressos. velut pullor
suos ad vulandam. id est ad petendum per contemplacianem celestia provocare de suis
pennulis et plumis vite et doctrine spiritualis supervolitando communienvit, ut ad mo-
tus suhtilitstis et ngilitntis exercitatu spiritu super moncium altitudinem in locum ta-
beruneculi ndmirabilis usque nd domum dei nmoris violencia raperentur huius velocis-
sime nquilo visum, motum et vias inexplicahiles cunsidernns gloriasa rt venerabilis do-
mina Dorothea vidua, velut seraphim sex alarum pennata, plnmata, ac acumine intel-
lectus supernaturali lumine pulchrificata super mantes. celos et astra raptim sepissime
sd multas horas. decem. duodecim, aut nuplius volatn extanca ngilime volitavit, Quam
sic raptam contuentes dicere npte poternnt, Que est ista. que Ascendit de deserto deli-
ciis afflaens innixa super dileetam ruum, ihique inter cives eiherens inestimahilihus
deliciis fruebatur, iam introducts nd internius sponsi cubiculi. ibi osculis, amplexibus,
ei colloquiis mutuo fovebantur. Jam ad mensanı presuavisslmorum ferculorun locaba-
tur, Jam in cellaria vini fortissim et deliciosissimi inducta inehriebatur, Jam in flu-
mina vite eterne anima eius intingebmur, Jnın domina intime uniehatur, velud si con-
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fluerent in unam massanı. ibi secretissimorum divinorum habuit evidenciam cognoscens
mirabiliter magna in celo et in terra, Et iin accidit, ut a regione lucis evocata iocan-
dissima iocalia in verbis, facie, oculis, moribus apparencin secum attulit et ndduxiı,
dominus quippe. qui ipsaue a mentis sobrieiate rapnerat. cum ea stringentibus amplexi-
bus redierat et ab ebrietatis seu amoris insania eam diligentissime castodirit rediit
quoque cum preciosissimis mercimoniis interioram consolaeionum et preceptorum spiri-
tualium, que exprimere nullatenus possumus. nec ipsa exprimere valuit ullo modo,
Facta siquidem fuit quasi uavis institoris de lounge portans panem suum, sancta videli-
cet desideria tendencia omnes vires anime eius, ex quorum rigore et magnitudine se-
pius lang wida decnmbehat, Ex gracie eeiam redundancia, ex hiis sudores valides emit-
tebat, energin laborahat, cor liqueſiebat, amoris spiculis. telis et cuspidibns vulnerata,
en cum nimio dolore aut dulcore citissime senciehat, in venerando eukaristie snera-
mento innumera beneficia apertissime pereipiebat, caritatem in variis effectibus diffe-
rentem acutissime intelligehat, Vident S. v. lihellum vite eins contexium sub paucissi-
mis verbis, de valde multis, quem procuratoe Ordinis generalir domus ıheutonice 8, v.
presentahit, et videbit mirabilia magna. que dominus vestris temporibns operatus est in
medio terre. Testificamur coram deo et sanctis eins, quod vita eius fuit nobis ita ad-
mirabilis et stapenda, precipue isıa permaxime spiritualium sentimenta, quod nescimus
an de multis mortuis resuscitatis coram nobis plus mirati fuissemus, Fuit super huma-
nam estimacionen vita sun, silennt ad presens eius exercicia affliciiva, que supra mo-
dam fuerunt multa et magna. nt apparere potest aliqualiter in dieto libello, Qualis cum
fuerit in vita ad eins tumulum creberrima miracnla attestantur, ad quem multitudo
magna hominum de diversis regnis. terris. et nacionibus gregatinı accurrunt Inudantes
et glorificantes deum in mirnculis et prodigiis. que per eam cottidie operari dignatur,
Quorum aligua pridem missa fuerunt in quihusdam cartulis pro novitatihns procuratori
Ordinis generali per dominum nostrum venerahilem in christo patrem ac daninum
dominum Episcapum Pomezaniensen ordinarinm loci nohis assencienti! us S. v. et aliis
quihus vellei pro dei gloria exhibenda. Sed exnunec alis dirigimus S. v. posiremo con-
scripta per tabellionem. quem ad hoc anne preierita deputaverat specialiter idem dami-
minus nosıer Episcopus presentibus ydoneis testibus colligenda eı ſideliier eunscrihenda,
Ex Ipsios plane admirabili vita et miraculorum gloria succensi provolutis genihus hu-
millime supplienmus. quatenus ad laudem et gloriam naminis christi fideliumque conso-
lacionem enndem venerahilem et gloriosam dominam Dorotheam matrem nostram ka-
rissimam sanctorum cathalogo asscribere dignemini et precipere pro sancta a fidelibus
..
78
coli. quod summe desiderant, et digna veneracione laudari Altissimus in sua gra-
cia etc.
Abſchrift im Fol. Miscellanea p. 91. im Geh. Archiv.
Voigt B. v. S. 679.
WM LXW.
Erſtes Geſuch des Hochmeiſters Konrad von Jungingen an den Papſt Bonifacius IX. und an das Gr:
dinal⸗Collegium wegen Heiligſprechung det verſtorbenen Wittwe Dorothea. — 1305.
Littera prima Magistri generalis.
Sanctissimo in christo patri ac domino, domino suo metuendissimo, domino Bonifacio
digna dei providencin sacrosancte ac universalis ecrlesie Summo Pontifici, ac Rexeren-
dissimis in christo patrihus et dominis sacrosancto Cardinalium collegio, bumilis et
devotus vester exorator et filius, Frater Conradus de Jungingen Magister generalis
fratrum ordinis beate Marie hospitalis Jerosol. de domo theutonicorum cuın omni hu-
militate et reverencia oscula pedum beatorum, votisque et mandatis Sacri collegii fide-
liter et humiliter obedire, dominus deus exercituum poiens in prelio preliatores suos
sacre milicie in curia sue maiestatis ab cterno elegit, prenoscens regem et principem
tenebrarum quorumdaın corda ſidelium non iusto tytulo seu usurpato dominio longissimo
tempore possessurum, et ipsa pacifice eius tyrannidem sine qualihet interrupeione tol-
leratura ut inm non verbo sancte ac entholice exhortarionis ad gremium sancte matris
ecclesie aut finale convivium nupciarum celestinm sed ecian forent & sue gentilitatis
errore materiali gladio compellendi. hac de causa ordinem meum signiferum cuius est
expetere gloriam Sancte erucis ad terram Prusie exteris nacionibus plenam quasi ad
vineam de egipto translatnın, ipse qui docet ınnnus ad preliun et digitos ad hellum,
eundem miscricorditer in paueissimis vocavit ac introduxit, eiecit gentes ex en, et
perfecit eam quam plantavit dextera sua ita ut iat palıniten eius de gracia sun exten-
din quasi usque ad mare, et usque ad flumen propaginer eius, Sed quin Auctoritate
Apostolica ac Imperiali credite sunt Ordini meo excubie lectuli Salomonis, matris vi-
deliccı militantis Ecelesie quoad terminns dicte terre. propter timores nocturnos, insi-
dias, ei infidelium impetus ac insultus. que instanti tempore tanto necessariores sunt,
quanıo a quibusdam christiani nominis potentatibus et dominis consiliis et auxiliis
impediuntur ipsisque infidelibus ac scismaticis adherendo vinenm dietam studiose de-
pascere querunt et demoliri, Excubiasque Sancte matris Ecclesie ad fines istos. quan-
tun in eis est, tollere et auferre, Adiutor ergo in oportunitatibus et vigil sanetus de
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celo dominus deus. sine caius patrocinio impossibile est ordinem meum huiuscemodi
instancias tollerare, providit Ordini meo et omnibus terris in finibus ordinis constitu-
tis Venerahilem dominam ac omni laude dignam Dorothenm. dum esset in humanis ut
intelleximus vita et sanctis moribus conspicuam, humilitate profundam, desideriis sanc-
tis altam, caritate excellentem et redundanter fervidam, ad exercicia meritorie aceionis
avidam, contemplacione suspensam, amplexibus, osculis et colloquiis sponsi christi per-
fruitam, omni virtute preclaram, inter martires non infimam licet oceultam, secretorum
ac iudicioram dei consciam. Que amnia in libello de vita eius apparebunt lectoris
studio diligentis, quatenus torpentes et tepenter animos ad dei amorem excitaret, mol-
les et dilicatos ad fructus penitencie animaret, Neophitos in partibus Prusie et vieinis
regularet, peccatores ndiuraret, sciamaticos exprobraret, hereticos lumine veritatis cog-
nito confutaret, Vos sanctirsimum patrem et Sacrum vestram Collegium Cardinalium
cum de grege v. S. fuerit. approbaret, gentiles zen paganos, que ad fines Prusie sunt
ad christi fidem per miracalorum et virtutam gloriam nadvocaret, pro Ordine meo im-
ploraret, militantem eceleslam tantis virtutibus plus clarificaret, Triumphantem vero
laudum tytulis amplias exornaret, Quanti meriti hee dilecta in vita faerit, quam excel-
lenter magno premio post mortem eam dominus glorificaverit ad tumulum eius erebe-
scencia miracula attestantur Ktiam multitudo gencium concurrencium et deum glorifi-
eancium in mirneulis et prodigiis. que per eam dominus cottidie operari dignatur, Quo-
rum aliqua in quibusdam carticulis quondam conscripta per deputatos a venerabili pa-
tre Episcopo Pomezaniensi loei ordinario tranamissa sunt S. v. per procuratorem Ordi-
nis mei generalem exhibenda Et ad presens plura alia dirigimus una cum ipso, Et
ego gloria miraculorum eius succensus. tociusque terre Prusie ac terrarum vicinarum
desiderio et clamore continuo excitatus humiliter supplico S. v. pedibus provolutis,
quatenus ad laudem et gloriam nominis christi fideliumque consolacionem eandem ve-
nerabilem et gloriosam dominam Dorotheam catalogo sanetorum asscribere dignemini
et precipere pro sancta coli a fidelibus. quod summe desiderant et digna veneracione
laudari, Et haue humillimam supplieacionem meam v. S. porrigo. pro me. fratribasque
Ordinis mei. Clero ac populo tocius terre quorum una mecum in idem concurrit fer-
vens desiderium et affectus altissimus etc.
Abſchrift im Fol. Miscellanea p. 93. im Geh. Archiv.
Voigt B. v. S. 078.
80
W IX.
Der Hochmeiſter Kontad von Jungingen cühmt dem Papſt die Wittwe Dotothea uad erſucht iha um
ihre Canoniſatlon. — 1395.
Premissa oracionum instnheia humili enm recommendacione Rererendissime Pater cum
racio iustissima exigat ordinis et meriti ut negocia aniversali statui eccierie ne fidei
eatholice pins saluhriora debeant tanto studiosius provehi et promoveri, Hine est quod
modernis temporibus diebus nıique calumpnitatis et miserie scisinatis et malieie, mise-
ratur haminum non ut puto nau sed dispensacione hominem ıante virtotis mulierem
tante fortitudinis, fragilem sexum tnnte potencie et meriti videlicet venerabilem et glo-
riosam dominam Dorotheam anno preterito defunctam ab eterno in sus Infalibili pro-
videncia, que contra enlumpniam esset fideiissima adiutrix et patrona, contra miserinm
pietatis alumpna, contra seisına inmobilir columpna contra maliciam reconeilincionis
matrona, lumen ecclesie. zelatrix justicie, nutrimentum fidei, scatum pacieneie, oleum
pietutis et misericordie. Ceeis occulus claudis bacuias, frigidis enritatis ignieulus,
mortuis vite rivalus et quihuseungue miseris corporalibus et spiritualibus effienx re-
erencio et ſome mum. O quanti meriti sit apud deum creberrima miracula ad tumulum
eius constancin protestantur, ad quem de diversis regnis provinciis et terris cnpiosn
hominum multitado devncione fervida advolat gregatim et accurrit, Verum cum anneti-
fientor hominum disposuerit santus plus sanrtificari per approbaeionem militantis ecele-
sie ad triumphantem, ei hae idem exigat racin iustissima inris, Quare Reverendissime
pster, hanc renerabilem ei omni laude dignam Dorvihernm universalis ecclesia ae fidei
eatholien ad futacionem exprohrabilem erroris istis diebus iam necessariam ad dudum
recommendata Sanctissimo domino nostro pape ancrosanctogue Cardinalium collegio
p. v. inm singularius recnmmendo, supplicans into mentis desiderio, quatenns ennoni-
zacionem de predicta gloriosa domina prosequi velitis favoribus grueiosis et in amnem
eventam eidem farurabiliter inclinari In quo nedum michi. sed ut premissum ent enm-
mun bano exhibehitie graciam singularem Personam v. p. incolumem conservare dig-
netur omnipotens deus feliciter nd honorem Ecclesie sue sancte. Datum in Castro
Marienburg Pumezan. dyoc. Anno domini etc. XCV® XI die mensis Septembris
Vestre p. humilis et devotus exorator frater
Conradus de Jungingen ordinis beate Marie
theuionicorum Magister generalis.
Abdſchrift im Hochmiiſter⸗Regiſtt. Nro. I. p. 107—108.
Voigt B. v. S. 678.
81
As LXVIL
Der Hochmeiſter bittet den Papſt um die Canoniſation der munbderthätigen verſtorbenen Wittwe Doro⸗
thea. — 1395.
Hamili recommendaecioue premissa oracionum cum affectu Revereudissime pater certo
cercius iutellexi qualiter iste sanctus sanctorum radiis sue beneficencie omuem homi-
nem illuminans in buuc muudum venientem modernis temporibus singulari graciarum
muuere madiaverit gloriosam ac venerabilem dominam Dorotheam viduam in Prusia
anno preterito. defunctam ut.a septennio etatis zue et supra mediis exerciciis afflietivis
pro amore suo tolleratis non louge differens a martiribus ut creditur habebat meritum,
aue martiram anxios licet occulte sustinuerit cruciatus jugiter etenim p... suras zue
erucis baiulaverat et,mordacissima sui stigmata salvatoris recolligerat siquidem sın ...
fascieulum mirre (?) dilecü sui inter ubera sua acerrimarum passiouum toto tempore
vite sue ut iux.../assercionem domini revelantis et suam nulla dies quo nou energia
zupra modum magna aut machinamentis dyaboli ac vulneribus suis et domiui iutus et
exterius desiderio pro vita eterna aut aliis conpassivis meroribus aut caritatis nimiis
ardoribus affligeretur, tanto ergo martirio indifferencior quanto diuturuior fuerat eius
pena Iu huius ergo venerande mulieris beatitudinis argumentum ad tumbam ubi corpus
eins feliciter requieseit in Ecclesin Pomezaniensi Rigensis proviueie eius meritis interve-
nientibus plurimis virtutum choruscat miraculis cunctis fidelibus eius auxilium peten-
tihus in salutem et ex diversis mundi partibus et frequeuter fit concursus ſidelium et
maxima devocio populi christiani, Verum cum sit dignum existat et meritorium apud
deum ut et illa in terris veneretur laudum preconiis cuius nunc in celestibus meritis
gloriosis universorum dominus. et creator tot miracula operatur, et quamvis aliis litte-
ris apertis eaudem recommendacionem licet temiter domino meo sanctissimo pape re-
verenciis vestris fit titulus virtutum preelaram presentibus tamen p. v. singularius
recommendo supplicans toto desiderio mentis et affectu Quatenus illi saucto uegocio
eanonjzacionis velitia accomodari studia vestre paterne promocionis et eidem farorabi-
liter assentire Pro quo deus omuium dives iu omnes meritis sue electe ſamule retribu-
cionis sempiterne merckde vos remuneraberit premiando, et nedum michi sed et multis
aliis ecclesiis pr.. .. et dominis pro eadem avide instantihus facietis clemencie graciam
singularem Personnm P. v. dignissimam sanam et incolumem conservare dignetur om-
11
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nipotens deus feliciter ad honorem Ecelesie sue sancte. Datum in Castro Marienburg
Pomezan. dyoc. Anno domini etc. XC VV XI die Septembr.
Alte Abſchrift (hie und da vermodert) im Hocmeifter-Regifte. Nro. 1. p. 108.
Voigt B. v. S. 679.
M LXVII.
Bericht an den Ordens procurator in Rom über das Leben der verſtorbenen Wittwe Dorothea, um beim
Papſt deren Heiligſprechung zu bewirken. — 1395.
In christo ihesu domino nostro craecifixo, Domine procurator multum dilecte. ad incre-
mentum fidei orthodoxe, bonorem omnipotentis dei, euius manus non est abhreviata,
sed eque valida. quantum umquam fuit, ad speciale preconium Ordinis nostri. ne terre
Prusie, et singulnriter ad salutem omnium fidelium. dignemini pulsare dominum nastram
papam, patrem annetissimum precibus studiosis, Quntenus velit quo ad famam, vel
eciam si sanctitati eius placuerit, qua nd veritatem committere aliquibus fidedignis ad
videndum et inquirendum de vita. conrersacione et mirneulis etc. Venerabilis memorie
domine Dorothee vidue in Ecclesin Pomezaniensi reeluse. cuius vite sanctitas ac per-
sone dignitas extitit clara. variis virtutibus atque signis. Sane ipsn de honestis paren-
tibus orta in villa Montaw insule maioris. Pater eius nomine Wilhelmus cognomento
Swureze dietus est. Mater gutem eius nomine Agatha. Prefata felicis memorie Doro-
then ab anno etatis sue septimo per annos circiter XL. usque ad diem obitus sui ca-
stigavit se abstineneils. vigiliis. ielunils. varlis affliecionum ne laborum exereielis. de-
eensa divine caritatis ardore et fervore desiderii eternorum. Ipsa siquidem non solum
ori aue et corpori alırtraxit delectahilia. sed eciam ei imposuit graviter afflietiva, Nam
frequenter cecidit corpus suum virgis. flagellis. et scorpionibus. exercuit veniis. genu-
fleceionibus et diversis extensionihus ac eruciatibus. Combussit ipsum aqua bullente.
ferro enndente. lumine ardente et pigwedine fervente, in diversis locis vulnera faciens
in scapulis. hrachiis. tybiis. uberibus. femoribus, genibus et prdibus. cordinliter deside-
rans ex pio caritatis affectu. in se nullum esse membrum quod non haberet vulnus
passioni dominice sensibiliter compnszivum, Cor enim eius mortis amaritudine christi
cottidie erat plenum et suspensum in desiderio eternorum. Cui etiam dominus ihesus
eius amstor ferventissimus vulnera sus duplieiter impressit. interius seu in corde et
exterius in corpore. tanquam duo preelara monilin arre desponsacionis. qua in propria
sangwinis effusione. rc multipliei afflictione eam sibi disposuit desponsare. Revers
vulnera ista a domino sibi illata secundum successum temporis non fuerunt eadem. sed
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varia atque multa. in diversis loeis amare sui corporis afflietiva. IIla vero interius
sen anime impressa non fuerant minas sed magis dolorosa. et dominiee passionis ama.
riesime ostensiva, Premisaa dalorum exercicia et vulnerum impressiones durarerunt ut
premisi per annos circiter XL. de quibus omnibus singulariter seribere. estimo. non
solam mihi esse nimis longum nunc et difficile sed eciam pene impossibile variis de
enusis, sicuti tempore alio domine eoncedente vobis copiose apparebit. Porro in vita
eius et post mortem multa preclara acciderunt miracula, Aceidit namque plus quam
novem annis ante mortem eius circa festum purificacionis virgiais marie. dam miro
devocionis affectu orasset et malta alia pro prepsrscione ad vivifiei corporis domini
nostri ihesu christi sacramentum salubriter per multos dies et noctes ae fideliter peree :
pisset, tune dominus ihesus amator miriſiens cor eiss vetus extraxit et in locum illius
cor novum et fervidum intrusit. Statim ex illa hora sensit spiritum suum ad celestin
eontemplands elevari atque rapi et luce quadam perlucida et inestimabiliter suavifien
illustrari et sensus interiores apperiri, Ah illa eciam hora salvifica vocem domini sibi
loquentis ad intra nudivit pariter et eantum angelorum, vidit et audivit multociens ee-
loram secreta. quoram aliqua scripto sunt ex inssu domini commendata, reliqua vero
que non lieuit sibi loqui sub sigillo silencii sunt eonelusa, Habuitque perlucidas veri-
tatum revelaciones domini ihesu, matris eius marie, et sanctorum visitaciones, et ela-
ras appariciones, aspectu saneto miaerorum consolatore sepe fuit ineffabiliter consolata,
et ad corpus dominicum frequenter percipiendum fuit spirituali esurie tam ferventer ne -
censn. quod non nisi eum amara tam spiritus quam corporis affliceione in ultimis tri-
bus annis per daes dies. ymmo in ultimo nec per unum diem valuit carere, sed cum
magna difkcultate et utriusque hominis extenuaciene horam communionis. que infra
missarum sollempnia erat exspectabat, et frequenter propter exspeciacionem misse tun -
tum viribus destituebatur et affligebatur. quod oportuit confessorem eam noctis tempore
procurare. Tandem post multos labores, desideria, exercicia et agones pluribus diebus
diem extremum eius antecedentibus apparuerunt ei. dominus ihesus, dilecta mater eius
et sngelici spiritus cum processione sollempni invitanıes eam ad celi gaudia ineffabili-
ter magna prestolantes eius ıransitum cum suarisona melodia, Ipsa vero lumine super-
naturali illustrata vidit adhuc existens in corpore sanctorum gaudia, specinliter hora
illa extrems delicatissima appropinquante qua celestie sponsus altissimus. patris filius.
suam preelectam sponsam post dinturna ac fervencia desideria de corporis ergastulo
ad secum eternaliter iubilandum suscipere disponebat, Tune perlucide illusırata dicebat
ad confessorem suum singulariter tria, Primum Ego tam dulces quam amaros sponsi
mei delicatissimi sencio vnineracionum neuleos, qui sagittis sue nimie caritatis cor et
11%
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alis interiora men vulneravit, ego incedo tanquam mulier parturiens. nullam inveniens
requiem. neque pacem. sedendo. iacendo. stando, aut eciam ambulando, Secundum erat,
si vos super celesti illustratus ()) lumine sanctorum conspiceretis gaudin.:aicud ego.
pre desiderii magnitudine cor vestrum scinderetur. Ecce celum mibi apertum est pro-
pinquum et sanctorum gaudium clare patefaetunı. iterque ad ipsum planum, rectum et
elarum, a cuius ingressu mors me tantummodo seciadit, Tertinm erat quod tune
dieebat, Eya date mihi dominum meum dilectum. h. e. eukaristie sacramentum.
prae amore eius diucius eo carere non valeo, nec alium cibum vel potum com
poris ad me suscipere, Ilec dicens apparuit multum ſamelien et nimia inedia exte-
nuata. Cui dixit eonfesser ut se bibendo refocillaret. quis die illa. ex quo illud vene-
randum sacramentum semel percepisset. secunda vice habere non deberet. sed post me-
diam noctem. infra ympnum Te deum laudamus se daturum predictum sacramentum
cooperante domino pollicebatar.. Ipsa vero nimio desiderio afflicta ae viribus destituta.
aiebat. nescio. quomodo potero exspectare, quasi dixit exspectacio erit mihi impossihi-
lis aut nimis difficilis et amara. Post hoc paucis verbis inter eos habitis. sibi valedi-
cens et oracionibus eius me recommendans. confessor abiit. nesciens eius horam extre-
mam esse tam propinguam. Hora erat quasi completorii. quando ab ea recessit de re-
olusorio. Posten infra Te deum laudamus reversus iuxta premissam elapsis. quasi VII.
boris. et invenit eam spiritum tradidisse Ob quam autem causam dominus horam gui
transitus noluit per eam aliis revelari, ipse novit cni nullas dicere potest. cur ista fa-
ois, Cum ad explanandum singula virtutum et pietatis insignia per dominum. circa
ipsam facta et ab ipsa operata nullus sufficiat largitori omnium bonorum sacrificium lau-
dis pro universis suis beneficiis medallitus ymmolemus, dicentes Gloria tibi do-
mine. etc, 0
Alte Abschrift im Fol. Miscellanea p. 50. im Geh. Archiv.
Voigt B. v. S. 673.
MWLXVIII.
Geſuch einer Anzahl von Doctoren und Magiſtet der freien Künſte an den Papſt wegen Heiligſprechung
der verſtorbenen Dorothea von Marienwerder. — 1395.
Littera Graduatorum.
Sanetisrimo in christo patri ctc. ut in forma. humiles et devoti vestri filii exoratores,
Frater Cristianus plebanus in Gdanczk doctor minimus Juris canonici. Theodoricus
85
Cruze: Preposiins, Andreas Symonis Lyphardus de Daddein, Gotfridns Bedeke magistri
areium et Canoniei Ecelesie Warmiensis,. Bartolomens de Burschov plebanus in Hol-
land. Johannes Besrots magistri in medieinis. Nicolaus Wulsag magister arcium et
Juris Baccalaureus, Bertholdus debora magister arcium, cum omni humilitate et Reve-
rencin oscula pednm :beatorum. Fons sapiencie verbum dei in excelsis et liber vite
anime racionali ad ymaginem suam condite duplieis faciei gculpturam indidit magi-
strali opere et impressit Snperiorem qua ad eterna delectabili studio converteretur. In-
feriorem qua cirea regimen cure corporalis debito ordine regeretur. Prima facie Theo-
rico videlicet intellecta doeuit iste unicus magister cum omnibus suis pedissequis scien-
ciis ad stud ia contemplacionis pertinentibus celestia incommutabiliter contemplari. Alia
vero facie inferiori. videlicet practieo intellectu enm omnibus snis faculıatibus ammi-
nistrator vite active-inservientibus ‚corporalia et activa prudencins ordinari, Misit ergo
alı inicio ereatrix sapiencis ancillas suns quaslibet. videlicet scieneies. quatenns homi-
nes ntriusque sexus vocaret ad artem meritorie aeciouis et ad menla civitatis celestinm
eontemplacionis et si illos nequirent ex interioribus seripturis libri vite ad premissn in-
ducere, saltem exterioribus signis et figuris visihilium cum sit seriptus intus et foris
ad invisibilia discursivo ingenio ducerentur, Sed prochdolor retrogrado ordine facies
iste verse fuerunt. Nam dimissa sapiencia immarcessibili scienciis et litteris vanis
varioram suorum interfectricibus ad sue laudis tytulum utentihus, quibusenm cogno-
visset deum non glorifienrunt aut gracias egerunt, sed in snis vanitatibus evanuernnt,
et studebant ereatare que debebant impendere, Eadem nutem sapiencia iam incarnata
faeies sic nversss volens reformare gratuito munere aleioribus et perfeccioribus disei-
plinis quosdam dedit spostolos. quosdam prophetas, alios ewangelistas, alios autem pa-
stores et doctores ad conservacionem sanctorum in opns ministerii et edificacdonem
corporis christi. quatenus .eorum ministerio ad caritatis studia queque seieneie aut fa-
eultatis racionabiliter deserrirent Et nen solam in nobiliori sexu, sed et in infirmiori.
virginibus. conjugatis et vidnis dignstive volens ostendere divicias sapiencie et sciencie
eins Et ut confunderet mundi sapientes. qui sanam doctrinam non sustinent sed ad
aua desiderin coacervant sibi magistros prurientes auribus nonnullas de sus ineflabili
gracia mirabiliter in intellectus sui acumine sublimavit, de quarum numero una fnit
Venerabilis domina Dorothea vidna in Prosia provincie Rigensis anno preterito de-
functa, qne in faciebus premissis adeo reformata et pulchrificata fuerat ut intelleximus
a viris honorabilibus et religiosis. quod celestia acutissime et corporalia prudentissime
perlnstrabat, habuit siquidem vehemens stndinm in libro vite. domino videlicet ihesn.
ut more scolastico quasi folia post ſolia continuo explicaret, et in quibusdam litteris
88
in spiritu sibi speeinliter ostensis cottidie legebat avide et studebat Et ideo caritas dei
que difluna erat in cor eius per inhabitantem spiritum fecerat. eam theologam in valde
altis misticis ac divinis illustracionibus Iympidisque contemplacionibus divinorum legis
divine. naturalis ac humane infuxam scienciam qua se et alios consuleado et arguendo
legaliier regulavit. decretaque dei judieia ac censuras aliquibus revelando. Ipsa siqui-
dem ut arismetica ab unitate divine dileccionis ineipiens exereseere fecit multitudinem
in infinitum neminem ab eius limitibus excludendo. Computum quoque exacutissimum
de virtutibus, graciis, donis, preceptis, consiliis, beatitadinibus et fructihus spiritus, et
ita de aliis naturnlibus habitis aut non habitis, exoessibus quoque qulbuscunque levibus
faciebat cottidie cum domino creditore, Geometra quoque facta. quia in caritate radi-
cata, quantitate erucis fructuose penitencie. secundum altizudinem. longitudinem profan-
ditatem et sublimitatem artissimis eruciatibus et diutinis dimensa est. Ita nonnunquam
in spirita eam oportehat terram gyrare, defectus hominum et miserias per quadrum
mundi positas. velud in aurea harundine compassionis intime mensurare, Musiea que
attendit varietatem sonurum facta est per iubilos cordis dulcissimos et concentus ange-
licos. quos audivit nonnungaam. ut cytharedoram cytharisanciam in cytharis suis in
armonia denique potenciarum susrum erubnit cum tepidis et remissis cantare in gravi-
bus, sed alcius dei laudes. quasi ex omnibus viribus eructavit, Astrorum quoque offecta
est super celestium acutissima contemplatrix ad que momentanee raptim sepius evola-
vit. ibi habens et considerans differentiam solis ei lune et aliarum stellarum, qualiter
racione meriti ordines essent dispositi electorum, Hane ergo venerabilem dominam Do-
rothenm. quam sic tytulus virtutum. lomen sapiencie et cognieionis et glorin miraculo-
rum in hae vita commendaverat iam de laübalis posita super enndelabrum celestium
luminum et gaudiorum digna est ampliori glorin venernri. Nam in evidens testimo-
nium glorie et laudis sue multorum choruscacione signorum effulget propter quod Ee-
clesiam Pomezaniensem. ubi corpus eius gloriosum reeonditum est. de diversis terris,
regais nacionibus et lingwis magna multitudo geneium aceurrit, laudentes et glorifi-
cantes deum in miraculis et prodigiis que per eam cottidie operari dignatur, Quorum
miracuiorum gloria succensi etc.
Alte Abfcheife im Fol. Miscollanen p. 96 im Geh. Archiv.
Voigt B. v. S. 678.
87
N LAIX.
Der HM. Konrad von Jungingen nimmt den Herzog Albrecht III von Oeſtetteich in die Brüderfchafe
des Deutſchen Ordens auf. — Ohne Jabresangabe.
Inustri prineipi ac domino magnifico domino Alberto Duei austrie etc. frater conrsdus
de Jungingen Ordinis beata marie iheot. ierosol. magister generalis Salutem et bonis
perfrui sempiternis Fervor devocionis Serenitntis vestre quo ordinem nostrum para cor-
dis sinceritate ob dei ac sue genetricis reverentiam zelsre eognovimus, quod sciam
facti evideneia per multiplices et varios labores et sudores olarius denuneiant quibus
contra nostros et cracis inimicos tanquam fortis pugil quasi ad ultima pericula sere-
nitatem vestram uns nobiscum nnimo desideranti exposuistis, hee omnia nos raciona-
biliter indaecunı ut piis suffragiis spiritualium et vieissitudinibus, quorum patrocinio
temporalia in eterna committuntur et pecentarum seu delictorum indulge neie consequun-
tur, prose qunmur volentes igitur ipsum fervorem piis operibus compensare vestre Se-
renitatis karitatem ad fraternitatem nostram tam ja vita quam in morte reeipimus ple-
nam vobis partieipaeionem omnium missarum vigilisrum oracionum veniaram et omnium
bonorum operam quae gracia spiritus sancti per fratres nostros ubique locorum fieri de-
derit tenore presencium concedendo, Adicientes insuper de gracia speciali quod eum
obitas vester, quem deus falicem faciat harum testimonio litterarum fratribus nostris
fuerit nunciatas seu intimatus, pro anime vestre remedio salutarı faeinnt prout in or-
diae nostro pro specialibus ordinis nostri amieis et fratribus fieri est consaetum, Da-
tam in eastro nostro Marienburg
Abſchrift auf Pergament im Fol. Formulare p. 32 im Geh. Archiv.
Boigt B. VI. S. 528.
W LX. 8
Der Biſchof Johannes von Pomeſanlen verleiht allen denen, welche beim Beſuch der Ordentkapellen
bel den von ihm genannten Gedeten und Geſäͤngen die Knie beugen oder den Kopf ſenken, einen
Ablaß von 40 Tagen. — 1305.
Nos frater Johannes dei et Apostolice Sedis providentia Episcopus Pomezaniensis Ec-
elesie devocioni. Venerabilis demini fratris Conradi de Jungingen Ordinis beate Ma-
rie domus Theutonicorum Magistri generalis, grato assensa succurrere cupientes, uni-
versis cbristifidelibus presentem litteram inspecturis esse volumus manifestum, Quod
omoihus eiusdem aancta proſessionis seu alterius religionis fratribus in nostra dyocesi
88
constitutis, et Clericis secularibas ipsis adherentibus, vere penitentibus et confessis, qui
ad infrascripta, dum in divinis officiis cantantur vel legantur cum devocione speciali
genua sun flexerint aut capita sua stando aut eciam sedendo secundum statuta sue
Regule inclinaverint, videlicet cam nominatur nomen domini Ihesus christus coniunctim
rel divisim, aut quando pronuneiatur Gloria patri nut Gloria in exceleis deo, et in
eodem quando cantatur Salus nostra ihesu christe, Et in Symbolo Ex Maria virgine
et homo facıns est Et ad Gracias agamus domino dee nostro, ad sanetus. sanctus.
sanctus, et Agnus dei, et in anıyphona Media vita Sanete deus sancte fortis sancte et
misericors salvator, ad quotlibet horum. Qui eciam quando nominatur O crux ave spes
unies, Ave Rex noster, Et in passionibus domini Et inclinnto capite emisit spiritum,
et in vigilia nativitatis domini Ihesus christus in Bethleem iude naschtur, et hoc no-
men Emanuel seu quando pronunciatur hoc gloriosum nomen Maria. aut Salve sancta
parens, Ave maris stella, Et cum dieitur Et verbum caro sanctum est, et in antyphona:
hee est dies, hodie deus homo sanctus, et quando incipitur psalmus miserere mei deus,
et ad primam quando pronaneiatur Ihesu christe fili dei vivi mise rere nobis, Confisi
de omnipotentis dei misericordia et beatorum Petri et Pauli apostolorum eius auctori-
tate tociens quociens genua zua flexerint aut se inclinaverint ut premittitur, Qundra-
ginta dies de iniuncta sibi peniteneia misericorditer relaxamus Ei ad familiam predicte
Magistro generali et fratribus nostre dyocesi adherentem, et ad illos qui cappellas
eorum cum devocione frequeniaverint et dum predicta cantantur vel leguntur genua
aus ſlexerint, et ad fratres senio vel infirmitate gravstos per solam capitis inelinacionem
Indulgeneiam exıendi volumus supradietam In cuius rei testimonium presentes appen-
sione nostri Sigilli litteras dedimus communitas, Datum in casıro Marienburg. Anno
domini Millesimo Trecentesimo Nonagesimo quinte. Prima die Mensis Augusti.
Original⸗Urkunde mit dem biſchöflichen Siegel im Geh. Archiv Schiebl. LIV. Nro. 9.
pi
MER
Der Hochmeiſter dankt der Königin Margarethe von Dänemark für die gütige Aufnahme feiner Ge.
ſandten, kündigt ihr eine neue Geſandiſchaft an und fichere 22 Ihren Unterthanen ſicheres Be:
leit zu. — 1398.
Der allirdarchluchsten Farstynne und hochgebornen frouwen frouwen Margarethe
konygynne eau Sweden Norwen und rechtim Erbeling eu Denmarken unser
guedigen frouwen. ‚
Allirdurchlochete furstynne und hochgeborne gnedige frouwe, Want wir euwer Hoch-
mechtige irluehtikeit volkomelich nicht vol danken mogen der eren und woltat dy ir
89
irezeigit habit unsern sendboten, sundirlich unsers ordins bruder Albrecht grafen von
Swarczburg kompthur czur Swecze, Johan unsern grosacheffer und allen unsern die
mete gewest sint in dem geschefte des allirirluchsten furstyn und herren konig nlbrecht
von Swedyn, das die so wol und so gutlich gehandelt sint von euwern wegen des
danke wir uch und wellen danken groslichen mit ganczem Fleise, Hirumb noch czu
volbrengen off eyn gut ende die selbige sache wir abir senden und andirweit eau uch
dese czwene ersame geistliche manne. unsers ordins bruder. Johan von schonfelt vo-
git czu Dirssaw Johan tirgard unsern grosscheffer mit den unsern die wir eigentlich
undirwiset han, die sache eau volrekken uud vort ezu tryben uff eyn lobelich ende.
Semelicher arbeit und muw sal sie nicht vordryssen uch czu hehegelichkeit. Worumb
guedigo frouwe euwer Irluchtikeit wir bitten mit fleislicher begerunge das ir geruchet
gedenken off eynen steten frede allir lande das sehen wir gerne. Ouch grosmechtige
gnedige frouwe alz ir uns schribet von geleite der euwern czu uus in unser land czu
reyten. So wisse euwer Hochgeborne Irluchtikeit das alle die die do unser land su-
chin und czu uns reyten durch got und durch ritterschaft in reysen die syut geleitet
von uns, und wo wir uch und enwern reiche gedinen mogen und die euwern gefordern
noch allir mogelichkeit das welle wir gerne thun uch eau behegelichkeit uud czu danke.
Gegeben ezu Marienburg am nesten Sontage vor Bartholomei im vunff und Nunezige-
sten Jare.
Abſchrift im Hochmeifter-Regiftrant Neo. II. p. 20.
Voigt B. vi. S. 57.
MLXXII.
Der Hochmeiſter fordert den Herzog Wartislav den Jüngern von Stolpe auf, feine gefangenen Bes
ſandten frei zu laſſen und erbieter ſich, ihm zu Recht zu ſtehen. — 1305.
Irluchte furste und herre, alzo ir uns geschriben habit, das Ir die unser durch keyner
sachens anders gefangen habit, deune dorumme, das Ir uns ezu rechte und czu tagen,
nicht mochtet gebrengen, dorumme so wisset here, das uns das umbillich dunket, das
ir dy unsern dorumme gefangen habit, wen unser vorfar und ouch wir uch unser brive
dorumme ofte gesant haben, das wir von uch begerende synt gewest, das ir uwern rat
czu den unsern uff dy grenicze hettet gesant, was do unser rat und ouch der euwer
hetten dirkant, das ir uns phlichtig weret czu thun. das wolde wir gerne haben geno-
men, were wir uch ouch was wedir phlichtig cza thun, das wolde wir gerne ouch ge-
thun haben, doramme bitten wir uch here alz wir ouch vormols gebeten han, das ir
die unser ledig laset des gefengnis wen wir here uns uff die czeit nicht andirs wen
12
*
90
2 „
frantschaft von uch vorsehn hatten, und dorumme here, wer is uch behegelich, o welle
wir ansern tut ezu den enwern uff die greniene senden, Was do unser und ouch uwer
rate dirkenten nnch unser czusproche und awer antwort das Ir uns von rechte thun
sollet das welle wir gerne nemen und was sie ouch beidersiet wedir dirkennen noch
uwer exusproche und unser antwort das wir uch von rechte thun sollen das welle wir
ouch gerne than Ouch here were is, dus unser und iuwer rate uff die czit nicht moch-
ten obir eyn komen, deuchtet is unsern rat und ouch den uwern geraten sien, das wir
neh selben ezu tage qwemen, wo das unser rat mit dem uwern ou rate worden, und
uns beiderseit den tng legen de welle wir uch in eygener personen darkomen alz wir
ach vor geschriben haben.
O. D. (1393). 8
Volgt B. VI. S. 37. j
N LXXIII.
Der HM. Konrad von Jungingen donkt der Königin Margarethe von Dänemark für die gütige Auf⸗
nahmt feine Geſandten, für die überſchickten Geſchenke eines Ringes und Gemäldes und kündigt
ihr nene Geſandten an. — 1305.
Serenissime Principi et excellenti domine. domine Margarethe
Regine Swecie et Norwegie et vere heredi Dacie domine
nostre gratiose.
Serenissima princeps et gratiosa domina. non valet ad condignum seribentis humilitas
tanlis et tum gratis honoribus et beneficiis, quibus regin celsitudo vesira nuncios no-
stros tam superhabunde tamque gratanter traetaverit unde coram nobis plurimum gra-
ciantur Sed nee gratis clenodiis vestris videlicet annola bono et ymagine per eosdein
nobis nuncios nostros destinatis equa graciarum vicissitudine assurgere, cum revera
tantos honores vobisipsis reputamus impensos et ex doni liberalitate sinceritatis aflec-
tam ac zelum cognoscimus puritatis, humiles tamen. S. v. et qualescunque meritis im-
pares graciarum reſerimus acciones, Honorabiles nichilominus et Religiosos viros do-
minum Albertum Comitem de Schwarezburg Commendatorem in Swecza et Juhannem
magnum procuratorem nostrum presencium exhibitnres, qguos pro voto serenitatis vestre
ad tractatus in proximo habendos et ad presenciam vestram destinandos duximus, in-
tencione eciam nostra suffioienter instructos S. v. ohnixius commendamus, Petentes
91
eis fidem in dicendis credulam adhiberi. Datum in Castro nostro Marienburg anno
domini Mo. CCCo. XCV. dominica palmarum.
Frater Conradus de Jungingen
ordinis theaton. Magister ge-
netalis.
Alte Abſchrift im Regiſtront. des HM. Konrad v. Jungingen p. 8.
Voigt B. v1. S. 53. a
MLXXIV.
Vollmacht des HM. Konrad von Jungingen für die an dle Königin Margarethe von Dänemark abge:
fertigten Geſandten Grafen Albrecht von Schwarzburg und den Großſchäffer von Marienburg. —
1395.
Serenissime prineipi excellentique domine. domine Margarethe Regine Swecie et Nor-
wegie ac vere heredi Dacie necnon universis et singulis preseneium nnticiam habiiuris
Nos frater Conradus de Jungingen Magister generalis ordinis bente Marie ıheoton.
presentibus recognoscendo publice protestamur, Quod de pleno et maturo nostrorum
conpreceptorum consilio et consensu honorabiles et religioros viros dominum Albertum
comitem de Swarzburg commendatorem in Sweza el Johannem magnum procuratoren
domus nostre presenclum exhibitores ordinavimus et constituimus nostros nunccios
speciales ad infrascripta, dantes eisdem et concedentes nomine nostro ac civitatis no-
stre Revaliensis mandatum plenum et potestatem omnimodam, promittendi et ſidem pre-
bendi pro rata seu parte dietam civitatem Revaliensem concernente iuxıa numerum
civitaaum pro huiusmodi fideiussoria caucione facienda potitarum de et super certa
summa pecuniarum decreia seu inpusita per arbitratores amicabiles compositores seu
in partium convencione eidem serenissime principi ac preſate regine aut eius nomine
acceptanda dictam fideiussionem constituto seu conszitutis pro redempcione serenissimi
Prineipis domini Alberti Regis Swecie filii sui omniumque aliorum secum in capıivi-
tate dieti Principis ae regine detentorum, Promittentes pro nobis et dicta eivitate Re-
valiensi duntaxat pro raia sua ut premittiiur hona fide raıum gratum et firmum nos
habituros quidquid per dietos nunccios nostros ad hoc speeinliter deputatos fideiussum
fuerit vel promisaum In evidens ergo 1esiimonium premissorum presenies litteras cum
appenso nostro sigillo fecimus commaniri. Llatum dominica Palmarnın in Marienburg
Anno XC quinto.
Alter Entwurf im Regiftrant. des HM. Konrad v. um p. 9.
Voigt B. VI. S. 54.
12*
92
NM LXXKV.
Der Hochmelſter verweiſt es dem Biſchof son Hildesheim, daß er den Orden wegen Beſetzung der erz⸗
bifhöflichen Güter des Erzſtifts von Riga, ohne genau davon unterrichtet zu fein, am päypſtlichen
Hofe berüchtige. — 1395.
Heren Gothart Byschove zeu Hildissym *).
Erwirdiger vater und liber herre Wir haben us dem hove zcu Rome von unsers or-
dens heymelichen und sunderlichin franden vornomen, das euwer veterlichkeit an die
heilige Samenunge der Cardinal und ouch euwer Capittel mit euwern briven unsern
orden swerlich berochtet hat, Schribende das her solde berowbet haben die kirche zeu
Ryge an Slos, vesten und ouch an anderm gerete und ander vyl sachen yr berurt hat
in euwern briven das wir noch unser orden widder euch ny vordynet noch vorschult
haben und were wol gewest ein gotlich recht das ir uns vor dirmanet hett des rech-
ten und gewarnet, und hett vor uffgenomen unser entschuldung und sache hett ir denne
gehört etwas unrechtes und das wir nicht gehatt heiten rechte sache vor uns so mocht
ir denne dorumb geschriben haben und dennoch fruntlicher den yr getan haı, doch das
wir euch underwisen kurezlichin die sache, So wisset do der alde Erezbischoff und
das meiste teill synes Capittels czogen mit gutem willen unbetwangen sunder von ey-
genen: uflsaccze us dem lande bynnen der zciet als sie uffgenomen hatten eynen fre-
delichin tag zeu halden do selbist mit dem orden und lyssen der kirchen vesten nicht
alzo bewaret und bemannet das der orden were sicher gewest das sie icht komen we-
ren an irer vynde hant und gewalt wen sie gelegen sint den ungeloybigen, doramb
zo nam sie der orden yn, unserm heiligen vater dem pabiste zcu getruwer hant und
vorschreip sich sie nymande uflzcugebin wen Im ader weme her vorsege und alzo
ist is geschen, wen her ouch die renten bynnen der zciet hat uffgenomen, und nu von
den gnaden unsers herren geschen ist eyne sotane wandelunge und voreynunge der
net gewest were vor vyl Jaren wen die land der kirchen und des ordens hetten bas
zcu genomen, die vynde christi weren me geswecht, Meynen und wellen ap got wil
dozen thun alzo vil noch unserem vormogen das die kirche zcu Rige sal bliben bie
allen irem rechte und sal nicht syn eyn vorterpnisse der kirchen, als ir geschriben
hat, Sunder ir dirfaren sollet das sie zeunemen sal als wir getruwen von tage zen
tage, dorumh zo bitte wir euwer veterlichkeit begerlichin das Ir semelicher brive nicht
me sendet in den hoff ader andirswo uns und unserm orden zeu schaden und zeu be-
rochten das wir ken each wo wir mogen zeu ullen zcieten gerne vorschulden wellen,
*) Hieß Gerhard von dem Berge.
93
und bitten uns ein antwert doruff zcu schriben mit desim hoten Gegeben ete. im XCV
Jare in der martirwochen. Des selben glich hat man ouch gesehriben heren Gerhart
Bischoff zeu lubicen. und heren gerhart Bischove zcu Rarzenburg und dem Capittel
zeu hildesym und dem Capittel zeu Raczenburg.
Alte Abſchrift im Regiſtr. der HM. Konrad von Jungingen p. 13.
Voigt B. vi. S. 40.
M LXXVI.
Der Hochmeiſter erklärt dem Herzog Wladislav von Oppeln, daß er ſich auf den Ankauf des Dobriner
Landes nicht W könne. — 1395. 4
Deme Herczoge zcu Opul.
Icluchter fotste und lieber herre. in unsern briefen Schriften Register und ouch selbes
worten mit hern Bernhard euwern kenczeler wir ofte by desem Jare bedutet haben und
entlich vorschriben das uns in kowffs wyse nicht ist umb das land Dobryn durch der
vorbyndunge die do usgedrocket wir funden in der Copie by uns euwers houbtbrifes
obir das land Dobryn gegeben von dem hochwirdigen herren Lodewige konige czu der
“ezeit czu ungarn, und das gancze Jar und den noch me wir woren uch snmutende
eyne usschrift des selbigen briefes von euwer herlichkeit und sy mochte uns ny wer-
den, Darumme wir eyns worden mit unsern gebitigern, das wir an den kowff des sel-
bigen landes nicht wolden noch enwellen und unsers willen meynunge wir uch ofte
haben geschriben vor eyn entliche antwort und antwerten in desen keginwertigen ent-
lich euwer herlichkeit und bitten uch fruntlichen das irs lat besteen by dem selbigen
und vorwert keyne muynis ezerunge noch koste dor umb habit und bleibet unser gne-
diger herre. als ir vormals seit gewest, und werbit unsers ordens beste.“ das welle wir
gerne mit unserm orden vorscholden wo wir mogen. Gegeben czu Marienburg am
tage Stanyslay, Anno nonagesimo quinto. ü
Alte Adſchrift im Regiſtr. des HM. Konrad v. Jungingn p. 14.
Voigt B. vi. S. 46.
MW ILXXVII.
Det Hochmeiſter rechtfertigt ſich gegen die Herzoge Barnim und Wartislad von Stettin in Betreff ſei⸗
nes Verhaltens gegen den Herzog Otto von Stettin und den vom Papſt ernannten Erzbiſchof
von Riga. — 1395. ö
Herzogin Barnym und Wartzlaus gebrudern herezogen czu Stetin etc.
Ärachte fursten und grosmechtige liebin heren, ewern briff uns nulichste gesant by
desem ewern boten, babin wir liplich entpfangen und wol vornomen, in dem ir schri-
94
het, wy das dy hochgehnrnen herczog Swantihor und herezog Hoglaff sin bruder her-
exoge zu Sıetin ewern veitern, each elagende vorbracht haben, wy das wir den irluch- "
ten herczog Otten, vorwalden und verunrechten, und nemen I das Erezbischthum zu
Rige ete. liebin herrin hern Otten zu vorwalden und vorunrechten, das welde wir 21
chirlich ungerne thun, went wir mit ewern veAdern andirs nicht gewest hahin noch
hutes tages wissen, wen nynne und fruntschaft, und y und y gerne gethan habin,
was In libe und beheglich gewest ist, und solcher hescholdunge nnd clage wir umb
sie nicht vorscholt habin als wir hoffen, noch ah got wil meynen zu vorscholden, Ouch
hern (liten das erezhischıhem zu nemen, als ir schribet, haben wir keine macht, ouch
welden wirs ungerne thun, Sandir uns ist wol wissentlich das unser heilger vater der
Pahest von eigener hewegunge und Pabestlicher volmechtikeit einen nuwen E.rczhis-
schoff der kirchen czu Rıge gegebin hat, den wir von gehorsams wegen entphangen
habin als einen Erezbisschaff, und mochten do wider nicht, alle Suffraganen Ritter und
knechte des stichtes zu Rige gesworn nnd gelihet habin, Ouch liehin herin, herrin
Otten zu liben und den lirezbisschoff iezunı zu vorstosen dunkt uns das das wider
recht gehorsam und unsir ere were, und weer uns gar vorkerlichin, und hoffen wol,,
geratfroget von uns, ir uns des nicht rytet. noch alle dy ienen dy den ordin lieh ha-
bin, das wir desin Erezhisschoff vorstosen solden und hern Otten entphaen und liebin,
wir heiten ouch heren Oiten dem hochgebornen das Erezbischtum also lib gegunst.
als desim heren, und boften wol wer is Im von pabestlichir vorsichtikeit vorsehn als
is desim vorsehn ist, wir weldens mit Im und auch der Gehiteger von liffand als
fruntlichin und gutlichin gehalden habin, das wir ewer allir fruntschaft do mete vor-
dinet heiten, der wir doch glichwol von euch hoffende sin zu hahin und ouch andirs
nicht wissen, Boben allen desin sachen bitten wir ewer herlichkeit begerlichin, das ir
geruchet des ardins heschirmer und vorderer czu sin, als ir his her gewest seit, und
Im das nicht keret zum ergesten, went is dem Ordin alezu varkerlich were, In andern
sachen dy uns maglich sin zu thun, do wellen wir uns gerne anbewysen kegen euch.
als dy ewern, und underwiset unsere heren ewer vettern, das sie nbelasen, und uns
eyn semlichs nicht anmuien, wen wir is umb sie nicht vordinet habin. als wir hoffen,
Wir bitten ouch ewer durchluchtikeit und wellens such vorscholden wo wir mogen,
das ir liebin heren ah keynerley rede euch vorqweme uff uns und unsern ordin, nicht
alzu gerinklich zu herczen nemen gerucht, went wir wider euch ungerne thun welden
in keinen sachen, Gehin zu Marienhurg an sente lorenz tag, Anno X CVr.
Alte Abſcheift im Reziſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen p. 11.
Votzt B. vi. S. 41.
85
M LXXVIN.
Der Hochmetfler theilt dem Herzog Stephan von Bapern mit, wie es ſich mit ber Ernennung des neuen
Erzbiſchofs von Riga durch den Papſt verhalte. — 1398.
Herczog Steffan czu Beyern und falczgrafe by Ryne.
Irtachter ſurste und grosmechtiger lieber herr, uns demutlich ezuvorantworten ewer
Irluchtikeit an deme dor an uns beschuldiget der Irluchte furste und here, here Swan-
tibor herczog czu Stetyn, So wisset das wir und unser Ordin. als alle unsir vorfara
seliges gedechtniss getruwe sint dem heilgen Romisschen Riche und allen den Irluch-
ten fursten des egeschriben Riches, besundern unsers allirgnedigsten herren des Ro-
misschen konigs, zam dy dy von In babin eyn heilge stiſtunge unsirs ordins. privile-
gia fryhunge. beschirmunge, und wider das heilge Rich ay habin geiban noch ab got
wil thun wellen, noch ny gestanden dornoch haben. das wir dem egeschrihen Riche
weynten cza entfremden keynerley lehn, Und als ir uns bescholdiget von der kirchen
wegen czu Rige, So wisse ewer grosmechtikeit das unser heilger vnier de Pabest von Pabest-
licher volmechtikeit und von eygenem willen vorsehn hat dy obgenanı kirche dem Erwer-
digen vater und herren hern Johan itezunt do selbest Erezbischoff dy wyle her noch
wertlich was nicht unsers ordens bruder, worumb wir dor an nicht scholdig sint, Ouch
lieber here nu sy Im vorsehn ist von dem Pabestlichen stule. sal keyne schelunge
doran syn, und hoffen dy kirche anl bliben in al dem rechte, und desir here sal do
von thun nicht anders wen als alle sine vorfarn geihan haben. und dem heilgen Riche
keynerley entpfremdunge thun nuch hewisen, Ouch vor eym yar undir den Bullen dy
her brachte von unserm heilgen vater dem Pabeste. was eyne bulle geschriben an un-
sern gnedigen heren den Romisschen koning, in der der Pabest den nuwen Erczbis-
schoff besundern befuel unserm herren dem Romisschen koning, die selbe bulle bleyb
in der Canczeleie als uns dunkt, nnd wart do off genommen und geliebet von den he-
ren. dy do unsern boten woren gegeben ezu vorhoren, und unser gnediger here der
koning lys is da by. do her vorgab dem ordin allirley ezusachunge von der selbin
kiechen weyn, und aprach dy kirche solde bliben van dem lene des Ricbs. das ouch
geschen sal, wen der orden andirs nymmer sal muten noch der nawe here. wen das
sy bliben sal. als sy von alders y und y gewest ist, Ouch lieber here 20 hoffe wir.
euwir grosmechtikeit. als unsers ordins eyn besunder vorderer und beschirmer. das irs
yo also gerne gonnet eym unsers Ordins als eym us eym andern Orden, wen sy io
geistlich sin sal und ist gewest von alders, Ouch libir here unsir Gebiteger czu lifland
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und der Ordin do selbest. und wir dornoch ay haben gewost. das sy solde sin von
dem lehen des Riches wen czu Jare do wir das ezum esten horten, wen alle anclage
und antworte in allirley sache czwisschen dem Ordin und der selben kirche. Ist von
hundirt yaren und den noch ine gewest in dem hofe cza Rome. do wir alle dy cziet
musten haben eynen Procuratorem von dem Orden, und haben ny kein sache der sel-
ben gefordert in dem hofe des Riches, dorumb liebir here so vordenkt uns nicht. das
wir meynten czu entfremden mit willen keynerley lehn wen wir is nicht macht habin.
noch nymmer thun willen, Ouch lieber here als unsir here Swantibur berezog von
Stetyn hat euch geclagt, das wir In getrebin habin of grose ezerunge, So wisset das
wir do von nicht wissen, noch unser gebiteger von liflande von keynerley ezerunge,
wen is ist adir mag syn by ij Jar. das sy desim beren vorschn wart von Babestlicher
volmechtikeit. das her wol hat dirfarn. was bedorfte her durumb thun ezerunge Ouch
so woren syne boten by uns mit unsers Gnedigen herren des Romisschen koniges
brive ezu yar vor wynachten. dy do den Nuwen Ertzbishoff sogen nnd wir In munt-
lich sagtten. das wir In entphangen betten czu eyın Ertzbishoff von gebotes wegen
und gehorsam unsers heilgen vater des Babestes. und mochten nicht andirs do by thun,
das her sich ezuet an unsere bruder hern hannos Molbeim. und hern Albrecht von der
duba, wir gloyben wol. ab Im icht gehotschaft ist. von unserm vorfarn. das ist ge-
schen in rechter gunst. fruntschaft und mynne, nicht uns noch den orden ezu vorbin-
den. das wir yo musten vorliben und nemen den hochgeborn hern Otten czu eym Ertz-
bisschofl. und nicht eynen andien. ab is nn worde vorlast mit hern Otten als das ge-
schen ist, wen is me stunt dornach wen eyn halb Jar. das in dem hofe czn Rome
als uns gesagt ist. ny wart dornmb geworben, Ouch was der alde Ertzbisschoff us dem
lande bis in das dritte Jar. by der cziet hette her is geerbit. man hette is Im wol ge-
gunst und were wol des ordins willen gewest vor X adir XX Jaren. das dy kirche
eyn sotaner here gehat hette der do beschedelich hette gelebt mit dem Ordin, Dorumb
liber here so thut her uns eu korez. nnd solde nicht unsirs vorfarn guten willen vor-
kern dem Orden czu eynen mutwillen. und eyne fruntlich gunst uns in eyne ahegunst,
Ouch liber here als ir schribet dy unsern hetten unczitlich geihan. nnd das mit gelde
haben geschaft etc. heiset das unczitlich das czu unczieten geschiet. 30 mag das wol
unczitlich syn. wenne eyne sntene wandelunge heite sy got wolt haben ir were not
gewest vor XL adır LX Jorn. wen alz wir hoffen is hette fruntlicher gestanden ezwis-
schen dem orden und der kirchen czu Rige. und mag nu besser syn den landen do
selbest und dem eristenthum, Ouch der nuwe here do Im vorsehn wart. do muste her
geben eyne genante summe der kamer dy of das Ertzbischtham gesatzt ist. alz onch
97
andir kirchen pflegen cza gebin. dy muste her Iyen. wen dy kirche was von synen
vorfar beczogen of das hogste. Ouch hatte der Gebiteger von lifland dy vesten inne
wol czwey Jar und dy land der kirchen hild ezu getruwer hant dem Babeste dem ber
sich und der Ordin exu lifland vorschriben hatten und gelobit, nymands czn gebin.
slos. vesten und das land. wen Im adir dem her dy kirche vorsehe. dem glich ist
ofte geschrebin. von unserm vorfar. unserm gnedigen heren dem Romischen Konige.
und musteu ist thun das sy icht dy land czn lifland hetten vorlorn. und unser heilger
vater der Bahest ‚hub dy rente of. also quam das gelt von der kirchen wegen czu Rige
an unsern beilgen vater, dorumme liber bere hat euch nymand anders sagen und kert
das dem orden nicht cza arge, wen doran stetlich das beste gesucht ist, der kirchen
und der cristenheit. keynerley umbillichs, Ouch als ir sehribet. wy das Capitel von
Rige mit yowortunge des alden Ertzbisschoff. sollen habin geheischen, adir gekorn bern
Otten von Stetyn, liebir here der libunge kore ndir heischunge was dy rechtes hat das
setzt man czu uaserm heilgen vater dem Babeste. wenne sy eyne geistlich sache ist,
Sunder wir vorsehn uns das dy kirche czu Rige mag nicht getrageu czwene Ertzbisschoff
und vordenkt liber here uns nicht noch den Orden ezu Iifland. das wir czu desim mole
nicht gefolgen moge ewirs gebettis, wen wir desin heren. Pfaffen Ritter und knechte.
und das gancze land der kireben habin genomen und gelibet von Babestlichim gehorsam
und gebote und ist yo worden eyn Bruder unsirs ordens, wen als uns dunkt. o tete
wir wider got. das recht gehorsam und unsir ere, das ir als wir hoffen uns nicht
enryet. noch alle yeue dy den Orden lip habiu, dorumb libir here boben alle dy sachen,
so bitteu wir euch betlich. als ewer sundirlicher. das ir gerucht des ordens gnediger
beschirmer und vorderer czu syn, und Im des nicht keret ezum ergesten, wen is dem
orden alezu vorkerlich were, In andern sachen dy uns moglich synt. do wellen wir
uns gerne an bewisen ken ewir hochwirdikeit, als dy ewern. und underwyset unsern
heren von Stetin. das her abelase. und uns eyn semlichs nicht anmnte, wen is uns
werlich ist unmoglicb ezu thun, Ouch bitten wir ewir herlichkeit betlichen. und wellen
das vorscholden wo wir mogen. das ir liber herre ab keynerley rede euch vorgneme
uff uns und unsern ordin, nicht also gerynklich czu heresen nemet, wen wir gereit
syn allewege und ouch der Gebiteger von liflaud der sachen und ouch andir uns gut-
lich und demutlich ezu vorantworten. Gegeben zu Marienburg am donrstag vor Ostern
anno XCV.
Alte Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen p. 11.
Volgt B. vi. S. 30 — 40.
13
98
WMW LAXIX.
Der Hochmeiſter rechtfertigt ſich den gegen den Herzog Barnim von Stettin wegen der neuen Beſedung
des erzbiſchoͤflichen Stuhls zu Riga. — 1695.
Herzog Barnym cza Sietin.
Irischer furste und lieber herre, ewern brieff uns auwelich gesand den haben wir lip-
lichen empfangen und wol vornomen, in dem Ir uns bittet und ratet, das wir den Ir-
luchten fursten heren Swantibor Herczogen zca Stetin nicht breehten uff grosser
koste eic. Lieber herre wisse: das wir und unser Ordin und unser vorfarn y und y getruwe
und gehorsam gewest synt und noch aynı und wedir das heilige Riche und alle fursten des
Riches unsere gnedigen herren ny gethan haben noch thun wellen ah got wil, besun-
dern wedir unsern allirgnedigsten heren den Romischen konig, wen wir jo bekennen,
das wir ja von In haben die heilige stiftunge unsers ordins. Ü'rivilegia freyheii vor-
derunge heschirmunge, und sundirlich wedir uch als wir hoffen ay geibon haben;
Sundir haben alezeit eyne geiruwe ganeze zeuvorsicht zeu uch getragin. Worumb wir
ungerne sehen, das uns unser heie herczog Swantihor zca Sıetin zeu rede seezet und
zcu clage unvorschult das wir In solden haben getrebin aff grose czerange von synes
sones wegin herren Otten des bochgebornen, das wir nicht gethon haben, wen her
wol dirfar me den eyn Jar von synen boten. die her in semelicher sache hatte zou
uns gesand mit eym briefe unsers gnedigen herren des Romischen konigs, die horten
von uns muntlich, das unser heiliger vater der Pabist ans gesand hette mit bullen
eynen nuwen erczbisschoft der Kirchen zu Rige den wir entpfangen heiten ron gehor-
names wegen und mochten do wedir nicht, Ouch als eawer herlichkeit gedenket czwir
boten, als hern hans von Molheym und her albrecht von der Dube, die als wir ge-
louben nicht andirs geworbin haben, wen das inan heren Otten sym sone wol gunde
der kirchen un unser Gebitiger zcu liffland seyne vorfarn und der gancze ordin do
selbist hetten is gerne gegunst vor X. adir XX. Jaren alsotenen herren der mit sym
capitel mit dem ordin hetie fruntlich gelobit das by langer ezeit ny ist geschen. Ouch
hatte her czeit also vil. heite her dor umb wult haben gestanden in dem hufe zeu
Nome czu rechter ezeit her machte die haben behalden, und durfiette nu nicht unsern
fruntlich gunst keren in eyne abgunst, und unsern guten willen in eynen mutwillen
das wir Im doch nicht czu getruwen, Ouch se wore wir nicht mechtig unsers heiligen
vaters des Pabists, das her die kirche yınanden gehen solde wen herren Otten, der do
von eygenem willen desen herren hat vorsehen von Pnbistlicher volmechtikeit. Ouclhı
99
lieber herre als Ir uns schribet, wy das der alde Erczhisschoff und das Capitel heiten
heren Otten dorezu gekoren adir geheyschen, was an der kor vorlibunge adir heyschunge
macht sey, das secze wirzcu unserm heiligen vater dem Pabist, der dns hat ezu richten,
wen wir nicht gelouben das die kirche zcu Rige vermag ezwene herren zu haben, wen
die land dorczu ezu arm sint, Oueh lieber here, herren Otten zcu lieben und den
Erezbisschoff iezunt zcu vorstpsen dunket uns das, das wedir recht gehorsam und unser
ere were. und were uns gar vorkerelieb, und zcumole nu her ist wurden eyn Bruder
unsers ordins, Ouch pls ir uns schribet von dem leene, Lieber here do get dem Ro-
mischen reiche nichtes an abe, wend der nuwe herre im semelichin rechte sie halden
zal. als syn vorfarn geihon haben, wen wir und der gancze ordin syn des Reiches
und hoffen jo do von also vil zeu thun und der nuwe herre thun sal als syne vorfarn
y getban haben Wir wissen ouch andirs nieht wen das is sey unserg gnedigen herren
des Romischen koniges wille, der uns vor eym Jar vorsach und vorhing allirley ezu-
sachunge alzo das die kirche solde syn und hliben zeu dem selben rechte, also sageten
uns die boten. die wir gesand hatten an unsern gnedigen herren den Romischen ko-
nige, Dorumme so bitten wir euwer hetlichkeit mit lutern fleise, das Ir geruchet
zcu syn als Ir bis her gewest seit. unser und unsers ordins beschirmer, und hoffen
geratfraget von uns euwer Irluchtikeit uns des nicht ryte, das wir desen genomen
Erezbischoff lasen solden den wir mit gehorsam und mit rechte entpfangen haben Piaff-
heit Rittere und knechte gesworen und gelobet haben eyner sotaner Wandelunge mus-
ten die lond by noten vorterben, das uns doch von herezen leit were in den sa-
chen die uns mogelich syn zcu thun und dor an wir euwer Irluchtikeit behegelich
und zcu diensten magen werden, do welle wir alczeit gutwillig zcu syn noch unserm
vormogin »lz euwer besundner, Ouch bitten wir euwer herlichkeit betlich und wellen
“das vorschulden, wo wir mogen, das Ir lieber herre ob keynerley rede uch vorqueme
uff uns und unsern ordin, nicht also geringlieb zeu herczen nemet wen wir gereit seynt
allewege und ouch der gehitiger zen Lifland der sschen und ouch andern, uns gut-
lichen und deniutiichen zeu vorantworten. Gegeben zcu Marienhurg am Dinstng nach
dem Palm Sontag. (1396).
Der glich ist geschriben dem Bischoff czu Utrecht, dem berezog von Gelrn,
dem berezog von Berge, herrezog Ulrich eau Mekelburg.
Alte Abſchrift im Negiſtrant des HM. Konrad von Jungingen p. 11 — 12.
Voigt B. vi. S. 41.
13°
100
WI. XXX.
Der Hochmelſter bewilligt dem Herzog von Stolpe, daß deſſen Bürger wegen der Schuld, die er dem
Orden ſchuldig ſei, eine länger Friſt zum Einrelten nach Konitz baben follten. — 1395.
Dem beresoge ezur Stolpe.
Iriuchter farste und herre, Unser Gebitiger dy wyr nu kegen ewern Rate uff ein tag
gesant hatten, haben uns gesayt, das dy ewir gebetin betten von ewir wegin, das
wir ewern burgern, dy um dy scholt dy ir uns unde unserm orden scholdig seit czur
Conicz innelegin und leisten, ein swygen gebin bis czu dem tag, den dy ewir mit
den unsern beredt haben, das wir ouch herre nm eyns. guten alders wille gerne thun
wellen, und wellen den selben ewern burgern eyn swigen gebin scwischen hier und
dem Jorstag nesikommend, doch mit solchem vorworte, ab ir uns uff den selben Jors-
tag adir do wir einen solchen brif mit ewerm und der ewir anhengende Ingesegel sen-
det, domite ir dy unsere ledig saget "des gefengnis, alzo alz unser beider Rete nu ge-
teidenget haben, das awygen wyr ouch gerne vorczin wellen bis cza dem tage, den
ewir und unser rat begriffen haben, alzo ferre alz ir uns den briff sendet, doch das
sie glichwol in unser manunge bliben sollen alz sie bis her gewest sin, Wyres auch
sache, das ir uns des brives nicht meybt czu senden so wellen wir das dy selbin bur-
ger von stadan noch dem selbin Jorstag ungemaut wider inriten aollen und leisten,
alzo sie nu thun, und bis her getan haben, und behayt euch deser brif so mogt ir
desin ingeslossen unsern brif den selben ewern burgern ken der konicz senden, und
In zcu wissen thun, das wir yn eyn solch swygen gegeben haben, gegeben czu Ma-
rienburg (1395).
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen p. 9.
Voigt B. vl. S. 38.
N LXXXI.
Der Hochmeister erklärt ſich gegen den Herzog Ruprecht von Balern zur Widerlegung falſcher Angaben
ſider fein und des Ordens Verhältniß zum Erzſtift Riga. — 1395.
Herczogen Ruprecht ezu Beyern und Pfalczgrafe by ryne.
Irlachter furste und grosmechtiger gnediger herre, euwer gnade geruche zu wissen,
das unser heilige vater der pabist mit Rate und willen alle syner Cardinal durch groser sa-
chen willen als durch eynes gemeynen fredes der kirchen zcu Rige unsers ordins do selbist
der lande zcu lifland und der Cristen die also wonen nohen den heyden Ruzen und den vinden
christi hat den allirerwirdigsten vater herren Johannem den alden Erczbisschoffe von Rige
101
gemacht zu eym Patriarchs allexandrinum und herren Johanni von Wallenrode iczunt erez-
bisschoffe do selbist vorsehn die selbe kirche, der dor noch als Im vorsehn wart von Pabist-
licher orloybe ist geczogen zcu unserm ordin dorczu hat unser heiliger vater die egenante
kirche incorporiret den ordin czu ewiger czeit und behalden den thumherren die do
noch sint ezu erem leben ire pfrunde ab sy wellen komen wedir in die kirche und
ouch alle ire wirdikeit durch der vorsehunge und voreynunge wille, Eexliche des or-
dins wedirsachen, als die thumherren und eczliche andir czihen umb in deutsche
land von herren zcu berren, als wir vornomen haben und meynen mit der herren brieffe
an unsern heyligen vater den Pabiste und die Cardinal das eau hindern wedir got und
das recht und eynen andirn dorezu czu vordern wedir unsern orden und ouch eczliche
brieffe von eczlichen herren iczunt haben dirwurben, Darumh gnediger lieber herre,
wen wir mit unserm ganczen Orden eyn gelet syn des heiligen reiches, als wir ouch
von Im haben unsere heilige stiftunge vor alle andir orden freyheit Privilegia und
eyne gnedige beschirmunge y und y gehat haben von Im und do wedir ny geihon ha-
ben noch thun wellen ab der ulmechtige got wil, alleyne die selben unsere wedir-
sachen nicht mit worheit torren sprechen, das wir dem Reiche entpfremdet haben das
leen der kirchen zeu Rige, das doch dem orden do seu lifland ny in dem mute ist
gewest noch uns also wol. Sunder alle ordnunge und was das riche von alders hat
gehat behalden sal ewiclichen ungleinet und unvorseret Dorumb lieber herre so bitten
wir uch alz unsern gnedigen herren cza dem wir y und y eyne gancze zcuvorsicht
und getruwen gebat haben und noch haben, das Ir durch got und unsers ordens ere
willen keynen geloyben gebit ab ymandis der selben unsers ordios wedirsachen komen
an enwer grosmechtikeit hittende umb hrieffe und vorderniss an unsern heiligen vater
den Pahiste und die Cardinal adir anderswo an unsern wissen und wedirrede, wen
wir gereit sint uns czu torantworten wedir sy mit boten adir mit briefen ab is not thu
vor euwer grosmechtikeit Gnediger herre wir befelen uns und unsern orden in euwer
gnedige beschutzunge und gebitet zcu uns als zca euwerm hesundern und bitten dis
brives eyne gnedige antwort hy desem keginwertigen boten. Geben uf unserm huse
Marienburg am donrstag vor Ostern im vumff und Nuneigisten Jare.
Desglichen ist geschriben den Erezbisschoſſen Mencz, tryr, Coln und Meyde-
hurg, Item den bisschoffen Olmucz und Bobenberg, Item den herczogen zcu sachsen,
Item herezogen Klem zcu Beyyrn, dem Marggrafen zcu meysen, Marggrafen Jost zcu Mer-
hern, herczog albrecht zeu Osterrich, dem Burggrafen zeu Norenberg, Mutatis Mutandis.
Voigt 8 vu. S. 41.
102
NE LXXXI.
Der Biſchof Johannes von Pomeſanien inveſtirt auf Bitten feines Kapitels den Rector det ParocialsKirchr
zu Holland Magiſter Bartholomäus zu einer Bicarie oder einem Beneficium don zehn Mark. — 1395.
Nos Frater Johannes dei et apostolice sedis providencla Episcopus Pomezaniensis.
Notum facimus universis presentes litterns inspecturis, Quod venerabiles et dilecti no-
bis in cristo fratres videlicet domini Johannes lubiez prepositus, Magister Johannes
sacre theolngie professor. deennus. Nycolaus Roghusen custos ecclesie Pomezaniensis
suis et tocius capituli nominibus nobis supplicabant, quatenus redditas. XIV marcarım
de redditibus mense sue singulis annis recipiendos in benelicium ecclesiasticum crea-
remus. quo creato honorabilem virum Bartbolomeum rectorem ecclesie parrochialis in
holland nostre dyocesis Pomezaniensis presentaverunt. Petentes attente ipsum investiri
nd beneficium seu vienriam sie ereatam. Nas vero peticionibus eoram annuentes Ma-
gistrum Bartholomeum ad viesriam investimus per nostrum annulum antedictam, sic
quod idem magister Bartholomens ad vitam suam duntaxat haheat. x. martens. quinque
in ſesto purificaeionis et nlias quinque in festo assumpecionis virginis gloriose. Ipsumque
magistrum Bartholomeum ab omnibus laborihus et onerihas chori volumus esse relera-
tum. sed debet habere unum presbiterum valentem et ydoneum substitutum pro eo qui
tenebit chorum in regendo deu intonando et debet hahere dietus presbiter mensam cum
vicariis eapituli seu capellanis et singulis annis ut premittitur quatuor marcns in qua-
ınor temporibus sibi persolvendis. Mortuo vero seu viam universe carnir ingresso capi-
talum inanten habebit disposieionem illius vicarie cui voluerit conferendo oneribus
premissis ita quod vienria in se sit perpetun. persone vero assumende temporales et de-
bent assumi per enpitulun, per quod eciam possunt si non ſuerint ydonei nee valentes
amoveri. eciam in vita magistri Bartbolomei si sabstitutus per eum non fuerit valens
nee ydoneus poterit per capitulum licenciari et magister Bartholomeus alium ydoneum
condieionibus et modis premissis subrogabit. Datum et netum in enstro Marienwerder
Anno M'. III“. XCV°®. XV die mensis Septembris. In quorum nmnium testimoniam.
sigillum nestrum cum sigillo capituli presentibus sunt appensa, presentibus et honora-
bilihus viris et discretis domino Johanni Officiali curie nostre Pomezaniensis. Arnoldo
de Resinburg, Jacabo de Postelin notnriis publicis. Johanne Sweczman de Falkenow
clerico Wladislaviensin dyocesin, et plurihus aliis fide dignis testibus ad premissn vo-
catis et rogatis. Scianı cuneti Magistrum Bartholomeum prefatum redditus predictos
a capitulo nostro eminse et comparasse ob salutem anime zue ei progenitorum
„
103
suörum perpefaa missä vicaria atque memoria pro ipse in missa habenda ecelesie
nosfre obtulisse.
®
Abſchrift im Fol. Privilegin Capitöli Pomezan. p. X—XI.
* LXXXII.
Entwurf eines Waffenſtillſtandes zwiſchen dem Hochmeiſter und dem Stoß fürſten Witomd zur Abhaltung
eines Berhandlungstages auf der Dobiſſa. — 1396.
Wir Bruder Cunfad von Jungingen, haweister deutsche Ordins thun kunt und offen-
har allen den dy desin briff sehn horen adir lesen, das wir mit dem Irluchten fursten
herren Wytowt, Grosfursten zu liitowen einen ganezen steten frede zu halden, von
desir gebunge dis brives his ezu sente Michaeltag ufgenomen haben, den selbin tag
fruntlichin ezu halden uff der dobys, off den selben sente Michaelis tag, wir senden
wellin unsern rat mit vullirmacht, alle ding ezu thun und ezu lassen, in den sachen,
die als nu beruret sint, glicher ies als ah wir selhen in eigener Personen kenwortig
do weren, Wir gloyben auch by ırnwen und eren, ane allirley argelist, das ym und
sinen landen, als littowen und Russen, keyn schade bynnen der egen. eziet, von uns
und unsern landen, alz Prussen und lifland entsteen und geschen sal, sunder eyn
gancz und unczubrochen frede sal syn als vorstet geschriben, nnd dy wile sie bienander
syn, und dornach als sie von enander scheiden, sal der frede acht tage steen und
werin, Czu geczugnisse desir dinge habin wir unser Ingesegil an desin briff lassen
hengen, Gebin uff der dobys am nchsten fritag noch sente Jocohstag des heilgen ezwelf.
boten in den Jaren unsers herren N, CCC. in XCVI Jare.
Abſchtift im Regiſtrant des PM. Konrad von Jungingen Neo II. p. 31.
Voigt B. vl. S. 71.
N LXKXKIV.
Der Hocmrifter bezeugt der Königin von Dänemark, wie leid ihm bie feindfelige Behandlung der Kal,
mater von Seiten feiner ausgeſandten Friedeſchiffe thue und verſichert fie, daß ſich die Sache
genügend aufklären werde. — 1396.
Der konyginne ezu denmarken.
Demutige hefelunge und willigen dienst mit allir behegelichkeit bevor, Allirdurchluchste
furstynne and grosmechtige gnedige Frouwe, Fuwere brieſe by dem Erbaren hern
104
Swen Thumherre czu lincopen und tydeke Ratman czu kalmarn, euwern boten uns
gesant haben wir wirdieliehen enpfangen und wol vornomen, doryne euwer grosmech-
tikeit schreibet undir andern worten beschuldigunge unser lute, die Ir schiff in die
see gelegit hatten die see czu befreden noch eyntracht und Rate der gemeynen stete
und wy das euwer lute beyde burger von kalmarn und hovelute, die durch des ge-
meynen kowfmans besten in die see gelegit hatten, weren czu den unsern in rechte
truwen und eren gesegilt, die sie obir bort ane scholt und ane recht geworffen sollen
haben, und Ir hoffet, das is nicht sie unser wille noch uns lieb sey etc. Grosmechtige
frouwe euwer gnade geruche czu wissen, beiten die unsern icht gethan das sie mit
rechte adir mit eren nicht vorantwerten konden, das were uns leyt und solde uns leit
syn von ganczem herczen, und hoffen euwer gnade, ir gerechtikeit wol sal dirfinden,
wen Ir der unser adir der die is antrit entschoidgunge werdet vornemen, want die
eldisten stete unsers landes die wir umb die geschicht vor uns vorbotet hatten haben
uns undirwyset, wy das sie ere sendeboten uff den leczten tag den die gemeyne stete
czu Luhik gehalden hahen gesant hetten, czu dem selben tage die houbtlute der fre-
deschiffe beyde von lubik und die unsern woren komen und betten die gemeyne stete
der sachen von ende ezu ende ‚wy sie gescheen were clerelich undirrichtet, Des so
hatten die gemeyne siete hoten und briefe an euwer dnrchluchtikeit gesant und ge-
schriben, wy sie die sache vorantwert haben alz uns die unsern haben gesogit, Sint
die boten und die briefe by euwern gnaden gewest, und mit was antwerte und ende
sie von uch sint gescheiden, das haben die unsern noch nicht vornomen. Gnedige
frouwe welde sich denne euwer grosmechtikeit an der entscholdigunge und undirwi-
sunge der gemeynen stete nicht lassen genngen, wen ewer durchluchtikeit wol dir-
kennet, das die sache die unsern alleyne nicht antrit, sundir die gemeyne stete der
der deutschen Henze, so bitten wir euwere Hochgebornikeit mit demutiger bete, das
Ir denne die sache mit den die sich des von irer frunde wegen annemen wellet in
eynen offezog nemen, bis czu dem nesten tage, den die stete haben uffgenomen czu
lubik uff pfingsten nest komende czu halden So hoffen wir das solcher wyser rat dar-
widir funden solle werden, das die unsern enczwer mit gunst, fruntschaft adir mit rechte
sich der sache entslan und vorantwerten sollen. Genedige frouwe wy nu alle ding
gescheen sint, wisse got, das is uns von herezen leid ist und woran wir euwern gnaden und eu-
werm riche czu dienste mochten werden, dorezu welle wir allezeit hereit syn noch unserm vor -
mogen und bitten uns und unsern orden in euwere gnedige beschirmunge ezu nemen, dorume
frouwe gnedige wir mit sampt nnsern orden got unsern herren. vor neh gerne wellen beten.
105
Gebin uff unserm huse Roghusen am Dionrstag vor gente Dyenisii tage Anne
XC eto.
Desglich ist gesehriben dem boubtnıan czu Kalmarn, und besundern der sint
enu kalmarn.
Alte Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro II. p. 34.
Volt B. vi. S. 106.
N LXXXV.
Der HM. Konrad von Jungingen erläßt dem Deuiſchmeiſter Konrad von Egloffſtein von der früher
dem Deulſchen Gebiet dargellehenen Summe von 60,000 Gulden 30,000 Gulden, fo daß die
Ballei Elſaß noch für 10,000 dem HM. verpfändet blelbt. — 1306.
Wir Bruder Conrat von Jungingen Homeister Tuisches Ordens Bekennen und thun
kunt offenbar an diesem brieff fur uns unde alle unsere nachkommen Als von Bruder
Conrad von Egolfistein von schikunge wegen des almechtigen gottes unde von nnser
ordenunge wegen, zu eynem Obersten gebietiger zu tütschen landen geordent gesetezt
unde gemacht ist, hat uns der selbe gebietiger für lassen bringen, wie das gebiete zu
tütschen landen vast mit sweren schulden belestiget unde bekümert sy unde solich
gebiete also funden hab das er dem io nicht wol möge fürgesin sunder unser hulffe
Und hat uns demütiglich lassen an rüffen unde bitten ym zu helffen umb ein summe
geltes zu Iyhen, oder yme mit ettelichen Balyen die wir zu tütschen landen haben
zu statten unde zu hulffe zu komen, Nemlich mit der Balyen zu Elsessen ym synen
nachkomen unde gebiete die wider zu geben und die zumme sehacig tnsent gulden ao
dann Bruder Conrat ezoller homeister seliger gedechtenisse unser vorfaren dem gebiete
zu Tütschen landen gelühen hat ym die lassen faren, da durch er dann möchte die
schulde deste bass abgelegen und wann wir io flpichtig sint zu raden unde zu helfen
so wol zu Tütschen landen so zu Prüssen nach dem unde wir tragende sint das öberste
Ampt der meisterschafft, Herumb nach ryffem rat aller unser rayizgebietiger und darzu
der wegsten der andern unser gebietiger So lassen wir dem selben gebietiger, synen
nachkomen unde nemlich dem gebiete da selbst zu tütschen landen faren an der ob-
geschriben summe sebsztig tusent gulden. funffizig ınsent gulden Also das uns unde
unsern nachkomen homeister nn furbassme die selbe balie zu Elsass nicht me steet
dann zehen tusent Rynischer gulden Also bekennen wir Bruder Conrat von Jungingen
Homeister obgeschriben fur uns unde unser gebietiger unde alle unsere nachkomen
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106
wann der obgeschriben bruder Conrat von Egolffstein oberster gebietiger zu tutschen
landen oder alle sine nachkomen, komen und uns oder unsern nachkomen geben oder
schicken gegeben werden zehentusent guter Rynischer gulden 20 dann zu den zyten
genge unde gebe ist, So sollen unde wollen wir yne dieselben Bally zu Elsassen, mit
allen hüsern Renten nuczen unde fellen wider inanıworten und geben ane alles vor-
cziehen und intrag unser unde menglichs von unsern wegen. Wir oder unser nachkomen
sollen auch dem obgenanten bruder Conrat gebietiger oder sinen nachkomen brieff
geben nach notdurfft an den lontkomthur nnde die brüdere gemeinclichen der selben
Ballyen zu Elsass die dann zn zyten sin unde dar inne die heissen unde gebieten
eym gebietiger und dem gebiete zu tütschen landen furbassme gehorsam nnde gewertig
sin. und ob aber solich brieff verezogen wurden von uns oder unsern nachkomen zn
geben, so die beczalnnge der zehentusent gnlden gescheen were so sollent doch lant-
komthur unde brudere gemeynclichen mit sampt der selben balyen zu Elsass furbass
gewertig sin unde blyben dem selben gebiete zu Tütschen landen in aller massen als
hetten wir in brieff geben unde an sie gewiesen. Wir Bruder Conrat von Jungingen
Homeister obgeschriben Bekennen auch far uns nnde alle unsere nachkomen wenn uns
solich obgeschriben zehentusent gulden beczahlt unde die bally zůu Elsass dar durch
von uns gelöst wirt so sollen wir in alle brieff dem gebiete za Tutschen landen wider
geben die do besagende sint nber die Sehsztzig tusent gulden dar zu aber die bally
zu Elsass mit ir zugehorunge unde ob des nit geschee sunder binder uns oder unsern
nachkomen bliben ligen, das doch unser meynunge nicht ist wo dann die her nach-
males funden oder furgetzogen würden die sollen doch an allen stetten wo die gewiesen
würden krafftloss unde undöchtig sin unde bliben, alle argelist und geverden hier inne
genezlich ussgescheiden Dirre brieff ward gegeben in dem Jar nach christus geburte
Tusent Drihnndert sehss unde Nüntzig Jar uff Sontag nechst vor sant Barbaren tag.
Original-Urkunde (das Siegel iſt abgeſchnitten und die Urkunde durchſchnitten) im geb. Archiv
Schiebl. 103. Nro. 10.
Voigt B. VL. ©. 164.
N LXXXVI. *
Bericht über einen Kriegszug des Komthurs von Rhein nach eitthauen an den Ordensmatſchall
gerichtet. — 1396.
Noch unserm willigen gehorsam, Lieber her Marschalk, also alz ir uns geheisen hattet
den pfleger von Instirburg bern Raben nnd mich uff die vort der Sappen gewelta ge-
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pant, als ir uns ouch eigentlich geschreben hattet, des woren wir uff der vort und uff
dem felde an der Suppe, funden nymandes uff dem vorte, sunder czwene Littowen,
dy Kynmud hatte dar gesant, die uns wisen und furen solde, wo her gereten were,
und Kynmud was gereten uff eyn borgwal, das leit by Suppiswirse und heyset Sunpilken
und do sageten uns die czwene Littowen, die her dar gesant hette, das her da uff dam
vorgeschriben borgwal were, und furten uns uff synen fus, do her gereten hatte. und
do volgeten wir Im die soppe uff uff sienem fusse his czu Supilken, und reten wol
ezwene tage bis czu Sunpilken do vunden wir Kynmud, und do furte una Kynmad und
siene leicziute uff eyn flies das sie angeten und nanten Supirwerse und uff eyn bruch
do das flies herus fluset und vort furten sie uns hen uff bis an die ante, und vort die
anse abe wol I mile und do deuchte uns und die unsern nicht gerichte sien und retten
dor in, Do sprach Kynmud und die sieneu wy das In der konig Wytawte hatte gehai-
sen uff die stat reyten und sie anders nicht torften reyten wen alz her sie hatte ge-
heisen, und do torften wir ouch nicht anders dorczu thun, sunder als sie uns vorre-
ten, alzo reten wir In noch und do reten sie eyn gerichte von der anse uff eynen see
der heiset der agmen, also das der see das meiste teyl uff dem unsern bleib, von dem
see vort uff eyn flis dus heyset die lichsdune, und von der lichsdunen obir die blosene
eyne gerichte uff die clenowite alz sie vellet in den Meten sen, und do hetten wir
gerne den schalm vort gebrocht bis uff den vort, als die Mete us dem see vellet, und
do wolden die Littowen nicht und sprochen sie weren nicht geheisen vort reiten und
do scbiden wir nns uff der elenowite und sie reten ken Garthen und wir reteg her
heym, Ouch lieber her Merschal bleib der Wygra us dem schalme uff dem eren wol
I mile, alz uns die unsern sageten, Ouch lieber hare Marschal vrogete wir sie umb
die huser wy verre die legen, do sageten sie uns jo men die heifte alz verre ala uns
die unsern sageten und wir ouch selbir wol merketen, also das sie uns keyne worheit
ange ten. Gebin czu Leczen am Montag czum Obundessen vor unser frouwan tage Na-
tivitatis, anno domini Nonagesimo sexto.
Abſchrift im Reglſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro II. p. 49.
Voigt B. vi. S. 71.
NM LXXXVII.
Bericht des Hochmeiſters an den Ordens procurator in Rom fiber dee feindfeligen Anfchläge des Könige
von Polen und des Großſürſten Witowd gegen den Orden und den neuen Erzbifhof von Riga. — 1396.
Unsern fruntlichen grus czuvor, Liaber her Procurator Wissed das wir mit unsern
gebitigern uff sente Marie Magdalene tage mit Wytawden Grosfursten czu Littowen
14*
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dureh sachen willen hernoch geschraben bilden eynen tag, Czum ersten derumb, wen
die Polan von ayner wegen lassen usgen in landen sprechende her sey eyn guter exi-
sten und halde slene undires sen mit allem flieza eu dem heiligen eristenthum und wen
der konig von Polan and die synen mit semelichem gerochte mochten machen eyn un-
gelimpe unserm orden vor unserm heiligen vater dem pabiste, dem Reyche, korfursten,
eristenkonigen und herren, als ob der orden hilde das orloyge wedir die nuwen cristen
und nicht wedir die heydenschaft, Ouch als ob her meynıs czu orloygen alleyne umb
die land und nicht umb den gelouben, noch umb das cristentham. das vil undir den
Pelan torren sprechen wedir die worheit, durch der sachen willen hilde wir den tag
eza vorsten und rorhoren die worheii, die ander sache ist. wen der bisschoff von
Darpte wedir got und das recht wolde und hutyges tages wil mit gewalt eynen andern
als des Herczoges son von Stetyn instosen und inhrengen eyn kynt kume XIII Jac
alt, als man spricht iu das Erezbisschtam cza Rige wedir den Erwirdigen vater und
herren, hern Johann Wallenrode iegun: do selbist Eresabisschoffa deme volmechticlich
vorseen int von unserm heiligen enter dem pahiste, als ir das wol wissed und gehort
habit, und uff das, das ber synem unrechten deste bas mochte gefolgen und macht
geben, so hat her sich vorhundan sien Capetel, siene man, und die iat Darpt und
eezliche man des stichtes von Rige, die her listiclich enczogen bat erem rechten herren.
wit Wytawten mit den ungelonbigen und Russen. und der bunt czwisschen In wart
vorsegelt wol mit XXX Ingenegeln, die Wytawie offenbar etlichen unsern gebitigern
hat gewiset, und ir ufsacz was. das die Littawen soldan gehert haben durch Cuerland
bis vor Rige. und die darptischen mit den Russen voa hindene czu, also das sie dia
Isode wolden vorhert haben dorch und dorch, Ouch ao hat der egen. bisschoff von
darpte ingeladen in die land den alden Krezhisschaff von Rige und etliche der alden
thamherren dorumb das her aienen willen deste bas mochte hehaldeu. und mit drauwe
derselben herunge her hatte ahgekart vil man des stichtis czu Rige von dem vorgen.
herren Erezbisschofe iczunt do selbist umb semelicher gewalt und vorretnias rieff her
den orden an, das her Im hehulfen were, als die beschirmunge ouch geboten wart uns
und dem gebitiger von Liffland von unserm heiligen vater dem Pabste, dorumh so nome
wir uns an von der kirchen wegen und das wir die gewalt deste bas gestillen moch-
ten. und die vorretliche herunge die ezeit mochten hindern. Wir nomen uff den tag,
wen wo der tag nicht were geramet, so hette die kirche ezu Rige und der orden czu
liffland eynen unvorwintlichen schaden entpfangen, hette is got nicht alzo gnediclich
undirstanden, und was noch gescheen mag. das wisse wir niche, Uff den tag hatte wir
mit uns gefurt die Erwirdigen herre bisschoffe von Marienwerder das ist von Pomezan,
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und den herren bisschoff von Ermeland mit eren offieialen und etlichen thumherren
und gelertan, ouch vil unser man Ritter und knechte und burgarmeister us untern
hoabtsteten, dorumb das wir alle der tedinge by uns hetten eyn lobelich geczugnia
und bewisunge, und der anvang de tedinge was vom cristengelouhe und sienen ozuge-
heren, doresu wir koren achte unsere Rates, kegen den worden ouch gekoren achte
von Wytawıen Rata, die waren das meiste Polan, von unser und unsers ordins wegen
worden geheyschen und gefurdert dry, das erste sint dem mol& das Wymwie mit sie-
nen landen wellen gute eristen sien ala sie sprechen, so sal her und alla die sienen
gehorsam sien der heiligen Romischen kirchen aud dem heiligen Reyche, und das
were der anvang sienes cristenthumes, und das her mit den synen also vil thun solde
als andere cristenfursten taten, Das ander was sint dem mole, das ber spreche her
were cristen und welde mit den sienen ceristenlichin leben, umb mancherley vorreinis
das Wytawt vorbacseiget hat dem orden, her solde uns syn erisientham vorsichern mit
buwunge der vesten ezu dem mynaten die, die her dem orden hetta vorbrant und vor-
tilget, die In doch der orden eau geiruwer hanı hatte hefolen. dar rzwu adir dry
woren, duramh das got nicht gebe, ab eyn umslag geschege, als vor ofte gescheen
ist von Im und sienen vorvaren, als von konig Mindow ‚von Littowen, das sich der
orden sien daste bas mochte dirweren. des umslagen, adir ahkerunge, Item mit gysal
niener besten hayoren kyndern eezliche Jar umb groser sicherunge willen Item mit
eyden und gelouhda die her thun solde mit sienen besten bayoren und die vorbriefen
nieht dem orden alleyna, sunder der ganezen crisıenheit. und wy die eyde solden ha-
ben geluttet, hette her die tedinge vorliabet wir uch senden die farme in desam briafe
vorslossen, die doch nicht do worden gelutbart, dorumb das sie ezu keyner der vorge-
nante sicherunge koren, Das dritte, das man do anmutele czu dem leczten, was, das
her dem orden solde halden siene privilegia, und nemelich die briefe, die her uns und
unserm ordan selbir hette gegeben, Wedir das arsta sprach sien Rat, gehorsam solde
her gerna zien mit den sienen dar hailigen Romischen kirchen, und do were der konig
von Polan der der obirste were von littowen dem her ouch geborsam were und woste
nicht vorder. doch nach vil tedingen und reden czum leestan sprach sien Rat loselich
ber solde ouch senden mit uns in das reich, und were her dem reyche etwas scholdig
eza ıhun. das her ans thun solde, und als uns dunket so wellin sie eren sachen ei-
was gestali gebin dorumb das unser herre der Romische Konig, als man spricht sich
hatte voreynet mit dem konige von Polan und vorbunden, sust getruwe wir nicht, das
her sich dorczu irbote mit den sienen, doch ao seese wir das czu unsern herren den
Korfursten, Uff den artikel von der sieherunge wegen, die her thun solde dem orden
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als mit buwunge eczlicher vesten, mit gysel, mit geloubde, an eydes stat und die vor-
briefen, do sprach sien Rat dorczu, her solde keynes thun noch were pfliehtig dem or-
den czu thun, dorumb wen der konig von Polan were eyn gut cristea und Wytawt
‚die hetten vesten guug czu sicherunge der cristenheit. Ouch so hette der konig von
Polan by Im kyuder und man von littowen die Im guuk gysel weren mit den her wol
sichern welde die cristenheit, Die eyde her nuch nicht thun solde, wen do were der
herre bisschoff czur Wille, der hette gesworen unserm heiligen vater dem Pobiste dor-
an were is gnug, der bisschoff muste by sienem eide vorsteen in littower laud das
sie cristen wurden, und her solde uud welde sie vorsteen, das die nicht eristen weren
solden sich lased toufen, und was doran schelunge were, das solde der herre bisschoff
vorautwerten, Also beslossen sie korczlicb den audir artikel, de uns czu mole wicht
an genugete wen uymand pflegit Im selbir sichern mit vesten, gysel adir eydeu, der
do sicher sal, der mus das thun andern und nicht Im, Ouch ah huten adir morne storbe
Wytawte der Littower land mechtig ist, me wen der konig von Polan, ouch ab der
konig von Polsu storbe, so sese der ordeu an dem nesten abeschache und muste sich
vorseen groses gedranges und gewalt der nbgekarten, als is geschach by konig Myudows
geczeiten, Dorumb so genugese uns nicht an der autwert, und weme die sicherunge
anders geschege wen dem orden, des muste der orden stete gras var tragen wen her
yo leyt au der want, und als in dem slunde der ungeloubigen, Czu dem dritten artikel
ist geantwert czum allirleczten, her mochte siener brieſe in allem lute nicht gehalden...
welde gerne eczlicher gegenot abetreten In dem artikel wir nicht wolden stee... do-
rumb wen uns die ersten artikel me benotigeten und drungen, doch uff eyn kuntlicher
bedenken, das beide wir und Wytawt mochten haben. wir cza heischung der sicherunge
obin geschrebin, Wytawteu czu byten und ernstlichen sich czu b. wisen als eyn ge-
loubiger, Ouch das dy wyle das orloyge in lifflande deste se.. sie, haben wir mit
reyfem Rate unser Prelaten und gebitiger eynen lenger tag uf ofezog genomen his czu
sente Michils tage, So sollen beyde wir und Wytawte uff.. dem flisse Dobize genant.
do der vorder tag ouch ist gewest czu samme seudeu unser rete, was do wirt beredt
und betediuget, das welle wir uch ouch gerne vorschreiben, und wir haben uch dorumb
geschriben dese tediuge, alleyne das sie noch nicht komen sint eau eym ende abe adir
czu, ab icht die Polan adir ymand nuders brechte die tedinge vor unser herren die
korfursten, adir vor ander unser herren, das ir wisset in welchen puncten die tedinge
gestanden haben und hutes tnges steen, bis uff seute Michils tag und ab sie icht ge-
deuken wurden wor umb wir in unser tedinge nicht geschriben haben. 30 moget ir sie
undirrichten und uns entscholdigeu, das wir noch nicht wissen entlich czu schriben
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unser tedinge, wir haben ir denne eyn ende So welle wir denne gerne unser mey-
nunge vorschreiben adir botschaften. Ouch lieber her Procurator von der sachen des
bisschoffes von Darpte, wy die iezunt stet ezwisschen Im und dem herren Ercabisschoffe
von Rige und dem orden do czu liffland, Wisset das der bisschoff von Darpte an keym
recht Im wil lassen genugen noch au fruntschaft, wen sich czum rechte y und y der
herre von Rige und ouch der orden von zynent wegen hat irboten, das wissentlich ist
gemeynlich in liffland beyde Prelaten Rittern und knechten, steten arm und rich, dor
obir hat her gemachet eynen bunt mit synem capitel rittern knechten der stad ezu
darpte und vil der mannen des stichtes von Rige die her hat vorleytet mit drauwen
und sint geslagen an In und den bunt her bst gemachet mit Wytawten, dem her sich
und die syne vorschriben haben in eym briefe vorsegilt wol mit XXX segeln, den
brieff Wytawte gewist hat etlichen unsern gebitigern die den geseen haben. Ouch 30
hat her sich vorbunden mit den Russen und was iroflsacz, das Wytawie solde geheert
haben nnd ouch die Russen Liffland dorch und dorch, als wir ouch in dem briefe ha-
ben beruret. Ouch so hat her den alden Erezbisschoff geladen in die land. dor umb
als man spricht, das her die Rigischen solde gemanet haben by eren eyde, Ouch 30
was das vorretuis und die drauwe als gros in dem gancze lande czu Liffland, das der
herre von Rige noch der Gebitiger nicht wosten von eren mannen wem sie getruwen
mochten und die laud in groser var stunden, worumb der herre von Rige mit fleize
und ouch der gebitiger ans boten das wir In geruchten ezu senden czu hulfe eczliche
unser man, ufl das, dss die kirche von Rige sich deste bas dirweren mochte wedir
den ungehorsamen suffraganeum. den bisschoff von Darpte und eyn schedelichen be-
scheder der genanten kirchen, Ouch wen uns unser heiliger vater der Pabist vorschri-
hen hat, wy das wir gehorsamlich entpfoen solden bern Johannem Wallenrode czu
eym Erczbisschoff und Im behulfen solden sien czu sym rechte und syner besiczunge
wedir alle betruber, des wurden wir dirwegei von dem stete gebete des herren von
Rige und haben Im gesaut ezu hulfe wol VIII“ guter Wepener und der gebitiger onch
mit In geczogen ist in das stichte von Darpte, und in der gehunge dis briefes mer wen
XIIII tage iczunt hatten geheert und wissen nicht anders. wen das sie butesiages legen
in dem stichte und mussen das als wir horen by not tun, andirs zie qwemen in grosen
schaden, ab keyn rede adir geschrey wirt komen in den hoff ken Rome, so vorantwert
uns und den orden, das man is by note muste than, und behulfen sien dem herren
von Rige, Andirs her mochte von sienen vinden vortreben werden us dem lande und
nicht alleyne her, sunder ouch als wir vorchten unser orden, und dorumb so moget
Ire kuntlich vorgeben unserm heiligen vater dem Pabiste wen die czeit kompt, das die
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herunge des stichtis ern Darpte sie geschen forderlich dureb der kirchen willen ezu
Rige und getruwen wol das, der herre von Rige werde uns mit reehte vorantwerten,
Wy is adir wirt geen den unsern das welie wir uch gerne vorschreiben, Wachet vort
wel in der sachen, als wir uch vor dicke haben geschriben.
Gegeben ena Marienburg am Dinstage vor sente lorenez tage, Anno domini ete.
XC sexto.
Des briefes glich ist geschriben dem Gebitiger czu deutschen landen und dem
lentkompthur ena Behemen.
Dis sint die eyde die Wytswie solde haben gesworn.
Wir Wytawt anders Allexander von gotis gnaden Grasfursie zu Littowen etc. gelou-
bin na und vorwert ewiclich in allen unsern landen nach unser macht den cristen ge-
louben mit cristenlicher sacxunge und seten czu vordern, die noch nicht getoaft sien, den welle
wir vorseen ernstlichen das die getauft sollen werden noch erisienlicher E, der Romi-
schen kirchen welle wir fleislichen und demuticlich gehorsam sien, keynerley cristen-
Jand, usgenomen gewalt und unrecht, ab die uns von cristen wurden bewiset, des got
nicht angebe, welle wir vorwert ewiclich nymmer geheeren mit heeres craft noch ge-
statten wellen keynen andern ungeloabigen, das sie die heeren durch unser land, Mit key-
nen ungeloubigen ahgescheidenen adir abgekarten cristen wedir allirley cristen land, Ire
herren adir farsten ymmer thun wellen keynerley vorbyndunge adir vorreinis, Sun-
der worhaftielichen in den angevangen cristenthum leben wellen, an alle abslaunge
und wedirkerunge mit der hulfe gotes, als ans gott helfe und syne heilige, Amen.
Abſchrift im Reglſtrant des HM. Konrad don Jungingen Nro II. p. 33.
Voigt B. vl. S. 67.
MWLXXXVIII.
Der Hochmeiſter Konrad von Jungingen fordert die Ordensgebietiger und Ordens brüder in Deutſchland
zur Aufnahme und zum Gehorſam gegen den von ihm beſtätizten Deutſchmelſter Konrad von
Eglofſtein auf. — 1306.
Wir bruder Conrad von Jungingen homeister des ordens der bruder des spitals sente
Marien des deuischen huser von Jerusalem, Eatpiten den erbaren geistlichen unsern
lieben brudern in gote, landkomptburen kompihuren haskumptburen pfarrern und allen
amptluten und hrudern unsers ordins der Balyen die czu dem ampt ken deutschin landen
gehoren fruntlichen gras und luter liebe in gote unserm herren, Lieben in gote wir
113
hun enwer allir andacht und liebe ezu winsen. das wir mit reyfem Rate willen ‚und
Jowort unsers Capetels dem ersamen geistlichen manne Bruder Conrad von Egloffstein
entpfolen haben das ampt ezu deutschen landen mit den Balyen die czu dem ampt ge-
horen, und geben Im mit craft deses briefes volkomen gewalt ezu seezen. ezu ent-
seczen, und czu wandeln noch der Balyen und der husere derselben balien beqweme-
keit noch Rate siener eldesten bruder und bitten euwer allir andacht mit begerlichem
fleise, und heysen is ouch by gehorsam, das ir In entpfat nnd ufnemet als euwern
obirsten des amptes can deutschen landen von nusern wegen, und lasset In uch allen
zien entpfolen und tut Im mit dirbytang gutis willen billichen gehorsam. nnd worczu
her euwers Rates und hulfe bedurſſen wirt, das ir Im do methe by stet als euwerm
ohirsten von nnsern wegen und tut also kegen Im, das ir dorumb das lon von gote,
und von uns wirdige danksamkeit entpfaen moget, Des ezu orkunde so haben wir un-
sers ordins gros Ingesegel an desen brieff lassen hengen, Gegeben nnd geschen uff
unserm huse Marienburg am Sontag nest vor Galli confessoris in den Jaren unsers
‚ herren Me. CCC®°. im sechs und XC Jare.
Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtrant. Nro. II. p. 36.
Voigt B. VI. S. 164
M LXXXIX. 5
Der Hochmeiſter überſendet dem Hauptmann Johann von Wartenberg, Verwaltungs⸗VBerweſer der Niu⸗
mark einen Brief an den Adel und die Städte derſelben, worin er fie auffordert, ihn gegen
etwalge Gewaltthäͤtigkeit zu ſchüten. — 1396.
Domino Johanni de Wartenberg.
Edler liebir herre und besnnder frunt, Wir senden uwir liebe desin ingeslossenen
brieſf, den ir wol werdet vornemen, und ist das her uwir herlichkeit gefellet im dem
lute, So mogt yr In vort an wysen Rittern .. knechten .. nnd allen Edlingen und den
gemeynen Steten, Liebir herre, und was wir unserm gnedigen herren dem kunige czu
ungern etc. czu dinste, euch czu beheglichkeit gethnn mogen, das welle wir allecziet
gerne thun noch nnserm vormogen, Sunder nwer liebe thun wir czu wissen, das wir
selben also vil anfechtunge und widerdris beyde von den ungloybigen und onch von
etlichen gloybigen haben, das wir sorge beiten, ab yr unser hulfe bedurffen wordet,
das wir uch nicht gehelfen mochten, alz ir lichte gerne segt, sunder alz vil als wir
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114
uch mochten gehelfen, das welden wir gerne thun noch unserm vormogen, Gebin uff
unserm huse Schonse am Montage vor Mathei anno X CVI.
Den Edlingen und den gemeynen Stete der nawen Marke obir Odir wart
2 desir brif gesanı.
Allen und besundern Rittern. knechten , und allen Kdlingen.. und den gemey-
nen Steten der nuwen Marken obir Oder, Entpiete wir Bruder Cunret von Jungingen
homeister dütschs Ordias fruntlichen grus mie aller beheglichkeit bevor, Edlen und be-
sundern lieben frunde, der allirdarchlachster furste unser Gnediger herre der konig
ezu ungern hot uns geschreben und gehelsen, ab ymands dy Nuwemark, dy her befo
len hat alz eyme houptmann dem Edlen herrin, herra Johan von Wartenberg vorun-
rechten und heschedigen welde, das wir das hulfen stueren und weren zo wir vorderste
mochten, wen wir na und alleeziet bereit syn ezu volbrengen dy hegerunge und ge-
heyse unsers gnedigen herren den konigs ozu ungern, alz vil als wir mogen, des 80
bitten wir uch allen alz unsere besundern frand, das ir den Edlen herren hern Johan
von Wartenberg egenant, dy landt helfet beschirmen und schutezen vor unrechter ge-
walt und anfechtunge ab is not tete, desglichen wir ouch dem Edlen hern bern Jo-
han und uch helfen wellen alz vil wir mogen, geben uff unserm huse ut supra.
Abſchriſt im Hochmelſter⸗Regiſtr. nro. II. p. 35.
Voigt B. vl. S. 60—61.
M XC.
Eides formel für den Großfürſten Witowd und feine Bajoren — 1396.
Juramentum quod Wytoldus dehuisset fecisse.
Nos Allexander alias Wytawdus Supremus dux Littovie promiitimus iurandn ad in-
stanciam dei exnunc et in autea in omnibus terris nostris pro viribus fidem katholicam
dignis institutis et eeclesiasti cis moribus promovere, nondum baptizmos ut baptizantur
efficaciter providere, Romane eeclesie iugiter et humiliter ohedire, nullorum eristinno-
rum terras exinde via defense et propulsande iniurie nunquam in manu nostri exerci-
tus hostiliter invadere aut ut invadantur per terras nostras admittere, eum nullis infi-
delibus aut scismaticis contra quascunque terras, cristianerum principes aut dominos
‚enrumdew colligationes prodiosas facere vel inire, Sed vere in fidei entholiee milicia
eum nostris absque reeidivi vomitas serupulo auxiliante domino iugiter permanere. (1396).
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Juramentam procerum suorum seu Nobilium.
Et nos a. b. c. etc. iuramus ad instanciam dei ete. quod dominum neostrum Allexan-
drum alias Wytawdum Illastrem ducem Littovie pro viribus nostris cum omnibus no-
bis adherentibus etc. fidem katholicam qua baptizatus professus est fideliter manute-
nere sea ut permanent iugiter indueere, subditosque saos nondum baptizatos faciat die-
tam fidem assumere et in assamptn katholieis moribus vivere, nullo unquam tempore
ipal communicabimus auxilium aut consilium, terras quasdam cristianorum sine enasis
raeionabilihus invadere nee invadendo alios infideles et seismaticos per terras zuns
permittere viribus suppetentibus Ipsi quoque romane ecclesie cum dieto domino nostro
pro nostris facultatibus fideliter curabimus obedire, nulla arma in offensum cristifide-
liam seienter per terras nostras infidelibus quibuseunque faciemus adducere nec eisdem
contra cristi eultores ulio tempore zuffragamur graeia vel favore, consilio et opere do-
mino concedente. -
Entwurf im Metziſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen p. 6.
Voigt B. vl. S. oo.
M Xl.
Der Hochmeiſter verſichert der Königin von Dänemark, daß Alles geſchehen werde, um die feindfelige
Behandlung der Kalmarer von Seiten der Ftiedeſchiffe gütlich aus zuglelchen. — 1396.
Regine Dacie.
Demutige bevelunge und willigin dinsi eie. Allirdurchluchste furstynne und Gros-
mechtige gnedige frowe, uwern brief uns nehest gesant, haben wir wirdiclichen ent-
phangen und wol vornomen, in welchem uwir durchlachtigkeit uns geschriben hat, wy
das her Andres Jocobsson und hanaes Nichelsson mit semelichen Burgern von kalmarn
und mit irre geselleschaſt undir dem land ezu Gotland angegriffen worden von den dy
in den fredeschiffen woren. dy sehe zu befreden, gefangen, ire Schiff vorbrant, und
dy egenanten her Andres mit den synen noch in gefengniss werden enthalden, Gne-
dige frowe do von wir niehtesnicht gewosı haben, wy die geschicht geschen ist. und
in welcher wise, und wer sich dor an vorsehn hat und vorgessen, das ist uns werli-
chen und getrulichen leit, So wisset gnedige frowe, das dy sache unser Stete nicht
alleine anruret, sunder oueh andir Stete. als das uwir durchlachtikeit wol irkennet, und
als schire wir eawern brif dovon entpfingen, do sante wir von Stadan an unser Stete,
15°
116
sie betende mit gunczem ernste, das sy die sache zu herczen nemyn zulden, und was
sie dorynne gutes irdenken konden, mit rate mit hulfe, noch alle uwer begerunge
dorezu czu thunde, das sie sich doran bewiseten mit allem flise, und von stadan obir-
schriben an dy unsern, sunder alles sumen, was dy gutes in den sachen gethun moch-
ten uch czu beheglicbkeit, das sy das thun sollen, das selbe habe wir ouch obirschri-
ben an dy unsern sunder allen undirlass mit ganczem flisse, und gnedige frowe, wo
mete wir dem allirdurebluchsten fursten unserm gnedigen herrin herrin Eryco konig
ezu Denmarken, uch, und uwirm Riche ezu dinste mogen werdin, das wellen wir
alcziet gerne tbun noch alle unserm vormogen, und bitten gnedige frowe uwir Grosmech-
tikeit mit luterm flisse, das ir uns und unsern Ordin geruchit czu nemen in uwirn
heschirmung als ir y bis her das gnediclichen gethan habt, das wir wol dirfunden ha-
ben in maneberley gutentat, dy ir den unsern und unserm orden vil und ofte irczeiget
habt, des wir uch nymmer dy volle voldanken konnen, und dorumb so wellen wir got
unserm herren sampt mit unserm Orden vor uwern gesondt wolfare vlislichen beten,
Gebin uff unserm huse Marienburg am Sonobund noch Assumpcionis Marie Anno
XcVi®.
Im Reglſtrant des HM. Konrad von Jungingen p. 6.
Voigt B. VI. S. 106.
M XCH.
Der Hochmeiſter giebt dem Ordens ⸗Procutator in Rom Rath, wie er den Orden gegen die Beſchwer⸗
niſſe des Papſtes zu verwahren ſuchen ſolle. — 1397.
Dem Procuratori,
Unsern fruntlichen gruss. Lieber her Procurator, ewir briue und letczte gesant mit
Theodrico und mit unsers herren Bisschofs neue von Brunsberge wir wol haben vor-
nomen, in den ir uns vorschreben habt mancherley sachen und lowfe des hofes czu
Rome. Die erste ist wy uch gesagt ist von dem Cardinali Monopolitano wy das un-
ser heilger vater der Pabest habe beuolen ym und andern czweyn Cardinalibus das
die unsere gutere sollen vorkowfen die wir hnben yn welissen landen, wir getruwen
das wol unser heilger vater her werde uns lassen by rechte, und wellen schriben dem
Gebieteger von dutschin landen. das der bestellen sal mit den lantkompturen yn den
landen, das dy wider rufen sollen yn allen Steten. das unsir wille und wert nymmer
syn sal noch ist. das keyn vorkowfen geschee unser gutere, und beten sollen von un-
117
sor wegen alle Potestaten der Stete cza Pndow, Bononie und anderswo. das die keyne
gewalt gestatten obir ansern Ordin, Ouch als ir vorschribet von eyner andern nuwen
Regel, das wir vornemen vor eyne nuwe satczunge etc. Unser heilger vater mag
seteren was her wil, wir hoffen her sal uns lassen by unsern alden gewonheilen und
ir mogt wol sagen und beten unsere Cardinal. das die underwisen uusern heilgen va-
ter. das ber nuwe gewonheit wider unsern Orden nicht uffbrenge noch yn beswere
mit keynerley nuwen satezunge, wen wir mit gesonden gewissen nicht wellen noch
mogen gestatten semlicher nuwer beswerunge, Wil unsir heilger vater uns nicht ge-
truwen der koste nnd czerunge die wir tragen czu troste der gantzen heilgen Cristen-
heit wider die heidenschaft, her dirfsre sich von den die is wissen, und gloyben wol
her lase uns von uswenyger czerunge unbeswert, als ferre als ym liebit das ezunemen
der heilgen cristenheit, Is ist dem orden unmogliehen czu balden das Orloy wider die
heydenschaft und ouch exu thun so grose hulfe yn den houe czu Rome, Ouch so be-
denke sich unser heilger vater der Pabest, wyl syne heilikeit nicht sehn und dirfaren
eynen grosen val und abeslog der do geschen mag der heilgen Cristenheit von den
ungloybigen, her neme czu herczen das iisunt geschen ist czu Ungern und vorsehe
sich dem gliche das got nicht gebe andirswo. Ouch lieber her Procurator, under den
letczten briues uns gesant. funden wir eynen Artikel. das wir doruff gedechten. das
das icht me nohet geschege, wen eyn Pristerbrnder were worden eyn wybisschoff etc,
So wisset das wir wellen vorschriben dem Gebieteger von deutschen landen, das her
is nnderste mit flisse, das semlich geschichte icht me geschee, nnd wo her das dirfare,
yn worheit, das keyner dornoch stee wider den gehorsam, das her den nicht alleine
entseteze sunder ouch yn buse als eynen ungehorsam, Is ist uns leit das is geschiet,
und wo wirs mogen gehinderen das wellen wir gerne thun, Ouch als ir schribet das
wir understen sollen, das von lifland icht klagen komen yn den hoff czu Rome, das
ist uns nicht czu thun, wen yo der von darbt wil krygen und ym nicht libe ist czu
dem frede, und der Orden yo sich syner irweren mus yn dem land czu lifland und
yn dem hofe czu Rome, Ouch liber her Procnrator vornuwet dicke unserm heilgen
vater wen ir beqwemlich mogt, und nuch den Cardinalibus wie is stet mit unserm Or-
den das wir y und y wynter und somer uns vorsehn mussen. das uns icht dy uncri-
stenen und vynde des heilgen Cruces uns obir vallen mit groser gewalt wen wir yn
sitczen rechte als yn dem slunde der heydenschaft, umb des wir musen grose ezerunge
trugen uff die warten, und ench etliche lant ofhalden als schalwirland, do dy Inwonere
wider sehn noch mehen mogen vor den littowen, dy wir alezumole mussen bekostigen
wellen wir die land behalden, Ouch dy reysen. alse ofte als sie geschen czu schiffe
118
adir czu roase so kosten sie den Orden eyn gros swyntlich gut, wil uns nu unser
heilger water besweren mit synen nuwen satezungen, das wir nicht hoffen, und den
Orden beschatczen der uns hehulfen solde syn, ezu weme moge wir setezen unser bof-
fen, wy uns meynen etliche wertliche fursten das wisset yr wol, und yr mogt kunli-
chen sagen unserm heilgen vater ader wo ir sollet, wil syne heilikeit des vil pflegen.
und unsern orden hesweren, das her gedenke wy her dy heilge Cristenheit beware,
vor czukomftigen unsprechliehen grosen schaden, und eyme unfarwyntlichen obirfalle
der ungloybigen, deme und dem gliche thut is not, So laset ys dicke offenbaren un-
serm heilgen vater, uff das, das her unsern Orden lasse anbesweret der ym gehorsam
ist yn den tot, und sich ny geczweyen wolde vor syner Heilikeit, Gegeben eau Ma-
rienburg am Sontage noch Parificaeionis Marie anne Nonagesimo Septimo.
Abſcheift im Reglſtrant. des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p 46.
Voigt B. VI. S. 150.
MX ClII.
Schreiben des Hochmeiſters an den König von Schweden über den Streit des Ordens mit dem Biſchof
von Dorpat in Betreff des Erzbisthums Riga. — 1397.
e
Dem konige czu Sweden.
Eynfeldige befelunge und willige dienst mit allir behegelichkeit beuor. Allirdarch-
luchster furste und grosmechtiger lieber herre, wen unser besunder getruwen groslieh
stet czu euwer durchluchtikeit und dorumb so oflenbare wir euwern gnaden unsers
ordens orloy czu Liffland das her vor gote benatigei mus halden wedir den herren
hern Ditterich Bisschofe czu Darpte der wedir uns und den erden ezu liffland eynen
grosen mutwillen bewiset hat und hufestages bewiset, wen her wil Im an keynem
rechte lassen genugen noch an fruntschaf. Wir haben Im angeboten das recht mit
unsern erbaren boten ofte und auch mit unsern briefen, das her Im liesse genugen
an dem rechte, ader an fruntschaft, das her noch ny wolde gethun, sunder tag und
nacht unsers ordins ergeste suchet, und nemelich der kirchen adir rıichte cam Rige,
und wyl dorin stosen wedir got und das recht und wedir hera Johann Wallenrade,
den Erwirdigen herren und vater iezunt Erezbisschoffe eau Rige, den unser heiliger
vater der Pabist volmechtielich hat vorseen und is inkomen in eyne ruyge besiczunge
alle der kirchen gutere, eynen anderen, alz den Irluchten herren Otten des von Ste-
tyn son, dem wir is das got weys wol hetten gegunst, bet her dornoch gestanden im
119
hofe ezu Rome und bet is Im unser heiliger vater der Pabist vorseen und gegeben
und aw her das vorsumet hot, So meynt der bisschoff vun darpıe In inezubrengen mit
gewalt und unrechte, und hot sich dorumb vorbunden mit Littowen nnd Russen, recht
alz ab her nicht cristen sey. wenn doch die heilige cristenheit gnuk rechtes hat, do
her siene sache mochte ussten, were Im icht schelunge wedir den herren Erezhisschoff
czu Rige ader ouch wedir den orden, und dorumb das icht die lande czu liffland uns
abehendig werden brocht von synen wegen und der heidenschaft mussen wir uns dir-
weren siener und alles sienes bundes mit der hulfe gotes und mogen Im sienes mut-
willen nicht gestaten, alz ferre ab wirs gewedern mogen. Ouch so enwisse wir nicht
worumb euwer vetier der Irluchte herre albrecht Herczog czu Mekelburg sich hat ge-
stosen in das orloy des egenanten bisschofes von darpte und vorvolget uns und allen
unsern orden also heslich, wen wir vormols ny wedir In sien gewest noch wedir alle
die euwern und ungerne welden mit vorbedachtem muie willen und wissen euwir
durchluchtikeit und die euwern irczornen hette siene irluchtikeit icht wolt angrifen
vor dem orloy, dorynne her heite wolt suchen sienen fromen alz czu dem bisschtum
von darpie wissende wir In nymmer gehindert welden haben, Ouch so hette her wol
ander wege und wize gehat darczu czu komen wen mit orloy, Dorumb grosmechtiger
gnediger lieber herre, ab euwer grosmechtikeit ymand anders sagen welle, So wisset
yo das dy sachen des orloyes also sient alz egeschriben ist wedir den hisschoff von
darpte and nicht wedir euwern vetter alleyne her sich dorynne hat gestossen daz uns
leit ist und bitten euwer gnade, daz ir In undirwiset, das her uns und unsern orden
nicht vorvolge so groslich wen her wol irvaren hat alz wir geloyben, daz sich der
orden vor sich und den herren Erezbisschoff czu Rige y und y dirboten hot czu dem
rechie ezu dem der herre hisschoff von darpt ny sich lasen wolde und daz her yo eyne
ungerechte sache hat wedir den herren von Rige und ouch wedir uns, und uns wun-
dert worumb euwer vetter eyme sotane unrechte by liet, und nicht schone siener
irluchtikeit wen wirs wedir In ny haben vorscholt, und bitten gnediger lieber herre, das
ir uns und unsern orden in euwer heschirmunge und vorderunge nemen geruchet, wen
wir das stetelich und andachteclich vorscholden und vordynen wellen mit unserm gan-
czen orden wo wir mogen und gelowbii keynes umbilichen wedir unsern orden, wen
wir alle unser vinde uns wol mit der hulfe gotes vorantwerten wellen vor euwer durch-
luchtikeit, ader wo wir sollen dy In anders am rechte wellen lasen genugen. Geben
cru Marienburg am Sontag vor valentini Anno XCVII.
Abſchriſt im Regiſtrant. des HM. Konrab von Jungingen Nro. II. p. 47.
Voigt B. Vi. S. 70.
120
A& XCIV.
Der Hochmeiſter ſteut den Herzogen Johann und Ulrich von Meklenburg vor, daß fie mit Untecht dem
Otben entſagt hätten. — 1397.
Johann und Ulrich Herczogen cza Mekelburg.
Iruchten Fursten und herren Wissed daz wir euwern brieff wol haben vornomen in
dem ir uns umbilich und unmogelich hai enisageı, wen alz wir hoffen, czu uns ir
keyne redliche sache hai, worumme ir uns entsagen soldet, und hettet ir keyne sache
die redlichen und recht were wedir uns und unsern orden Ir het bilchen czuvor ge-
hart unser entscholdigunge und wedirrede. Het wir denne der sachen uns nicht mit
rechte vorantwert, so mochtet ir dabey gethan haben was ir hettet gewolt, Sunder uns
dunket Ir ıut dem orden grose gewalt an semelicher entsagunge, Wi die sachen sten
ezwisschen dem herren bisschofe ezu darpte der kirchen czu Rige und dem orden
ezu Liffiand die wissed ir wol oh ir die wissen welleı, wen sich der orden alczeit hat
dirboten ezu dem rechte und hutestages sich dirhutet und der vorgenant herre bisschofl
mit den sienen ym ny welden lasen genugen an dem rechte noch hntestages wil Da-
rumb so wundert uns worumme ir uns hat entsaget. Ouch so ist der orden ny ge-
west wedir den von stetyn ader wedir herren Albrecht euwern bruder alz weder ere
vorder wedirsachen Sunder alleyne wedir den herren bisschoff von Darpte der do weys
das recht und wil yo mit unrechter wise vorunrechten unsern orden Wir hoffen wol
Ir werdet uch bas dirkennen und semeliche gewalt nicht gevolgen. Gebin rzu Marien-
burg am Sontag vor Valentini, Anno domini XC septimo. f
Dem glichen ist geschriben herren Baltezar und Johann gebrudern, Claus und
Cristofern gebrudern, dy sich schriben herren ezur Werle, den schreyb man Edelen
herren ete.
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p. 48.
Voigt B. VI. S. 76.
W XCV.
Der Hochmeiſter erklärt dem Könige don Ungarn feine Geneigtheit zum Frieden mit dem Könige von
Polen und dem Gtoßfürſten Witowd. — 1397.
Regi Ungarie.
Demautige leuelunge und willigen dinst ezu allirbeheigelichkeit beuor, Allirdurchlach-
ster furste und grosmecht. gnediger liebir herre, euwir gnedigen botschaft geschen beide
121
briflich und ouch muntlich von ewerm liben getruwen Nieles Bydgosezsky, leezt aa
uns, wir wirdielichen entpfangen und wol vornomen und konnan nymmer vol danken
ewir grosmecht., dy uns nlzo groslich und unsern orden alzo gnedielich allacziat be-
sorget und uns nicht alleine, sunder ouch dy ganeze cristenhait, Sander uff den irstan
Artikel der botschaft, so ewir dnrehluchtikeit gerne sehe, das wir mit dem dnrchluchtan
fursten und herren bern Wladislao kunge zu Polan nnd dem Irluchten herezoge
Wytowten yren landen, littowen und Russen nffneinen czwisschen hie und der nebst
komenden vastnacht eynen ganczen cristenlichen frede etc., ewir grosmecht. thun wir
kont, alz wir ouch korczlich vorschreben haben dem egenanten herren Wytowten.
das wir unser beider schelunge haben lasen vorsten unsere gnedigen herren dy Kur-
fursten beide uff dem irsten tag und nu abir uff eyn nuwes sie lassen underwysen,
und ire meynunge wir noch nicht vornomen haben, und dy wiele wir mit Im
ufgenomen haben einen frede czwisschen hia und Assumpcionis Marie nehst
komende, bynnen der cziet ao moge wir dirfaren beide ewir und unser
gnedigen herren der. .. kurfursten gutdunken czu unseren beider sachen,
wenn sis yo zu aampna dorumb koman als wir buffen, das sy die heilge cri-
stenbeit wellen und werden basorgen, Obir das gnediger lieber berre umb ewirn allir-
durchluchsten, guten willen, so haben wir mit den egenanten harren dem darchluctsn
konge zu Polan, hercaog Wytowien, iren landen, Littowen und Russen, usgenomen
Samayten, einen ganezen cristenlichen frede nfigenoman. bis uff nativitatis Marie
nehatkomende, doramb das wir bynnen der eziet adir dernoch koreslieh bie ewir Allir-
durchluchtikeit haben wellen naser Erbaren boten. dy ewir grosmecht. wol sollan
underwysen unser meynunge, beida von dem irsten artikel ewir botschaft, und ouch
von dem andern, und so dy botschaft an ewir gnade geschiet, und nnser meynunge,
trawel ewir grosmechtige vorsichtikeit, das eyn lenger frede mag nuczlich syn der
heilgen eristenheit, bis uff vaatnacht nehst komende, doran wir euch gerne gafolgen
wellen, als ferra uns nicht hinderen grose merkliche schaden nuser lande, adir onch
der heilgen eristenbeit, der ewir grosmecht. unsere boten wol werden undirwysen, Ouch
was ewir durchluchtikeit denne gefellet czu reden sanderlicher von den sachen adir
uuch von andern mit unsern boten. das zal onch getruwlichen an uns gebrocht werden,
und so wellen wir denne doruff gedenken mit allem flisse, mit allen den unsern, was
uns moglich ist zu thun und nicht ist wider das heilge Riech und wider unsere gne-
dige herren dy kurfursten, doran wir ewir allirdurchluchtikeit gerne und alczudank-
nemlich volgen wellen, und were uns ewir botschaft byezieten vor dem tage gekomen,
wir welden das von herczen gerne gebracht habin ouch an dy andren unser herren dy
16
122
kurfursten, und truwen wol, das dy mit ewir grosmecht. uns, und dy heilge cristen-
heit wol eyntrechticlich hetten besorget, und huffen das sie is noch thun werden, herre
Allirgnedigster, wir befelen uns und unsern orden in ewir gnedige beschirmunge,
zu der wir eyn sicher zuflucht haben eyns ganczen getruwen, Gegeben in unserm hofe
Stargart am donrstag nehst noch ad vincula Petri anno demini M. CCC. nonagesimo
Septimo.
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro II. p. 50.
Voigt B. VI. S. 81.
M XCvl.
Dir Hochmeſſter erfläct ſich gegen die Königin von Polen, wie er ſich in Mädficht des an ihn verpfän⸗
deten Dobriner Landes gegen den Hertzog von Oppeln verhalten werde. — 1307.
Regine Polonie et heredi Ungarie ete. .-
Hamiti recommendacione cum fideli nostrarum oraeionum studio premissis, Serenissima
princeps ac domina nostra graciosissima, exigentibus tractatibus mutuo inter nos pro-
xime habitis conclusive super terra Dobrinensi, litteras regie vestre excelleneie seriem
narrativam continentes recepimus, quibus attencius adhortamur Quatenus iuxta conclusa
ad redimendam et liberandam dictam terram Illustrem Ladislaum ducem Opolienzem
commonitum habeamus ete., Nos proinde que in premissis tractatibus proinde digesta
sunt prosequi bona fide studiosius cupientes, litteras nostras tam monitorias quam com-
minatorias illico a data presencium direximus per expeditum nostrum nunceium et
legalem, Et sicut responsis occurrentibus visum fuerit. curabimus iteratis vieibus sub
obtentu honoris sui exaggerare et aggravare in eundem dominum ducem nostra monita
dissimulacione qualibet proculmota, desiderio siquidem desiderantes circa premissa nos
taliter exhibere, quod vestra Magnificencia contemplari poterit affeetus nostri prompti-
tudinem pariter et effectus, nec amplius a nobis expetitur, quam quod soluta summa
exposita secundum litterarum continenciam per eundem dominum ducem Opoliensem
nobis traditarum, simul honori nostro super obiectibus obligantis in futurum contingen-
tibus consulcius provideatur, Quibus obtentis cessionem a dieta terra animo gratissimo
faciemus, nee aliter in nostri honoris iacturam et dedecus vestram Illustrem Clemen-
ciam confidimus aspirare, Intencionem quoque dieti domini ducis postquam habuerimus
eius et responsa vestre Serenitati significabimus indilate. Datum Marienburg in vigi-
lia Corporis christi anno nonagesimo septimo.
Abſchriſt im Regiſtrant des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p. 54.
Voigt B. VI. S. 83. 5
123
AB XCVl,
Der Hochmeifter erſucht den Herzog von Sund, ferner nicht zu geſtatten, daß die Bitallenbrüder in feinem
Tief und bei feinen Schlöſſern und Städten Schutz fanden. — 1397.
Dem herczog czum Sund.
Irluchter furste und lieber herre, una ist czu wissen wy das die Vytalienbruder, die
den gemeynen kowfman, uns und unsern orden beschedigen und beschediget haben,
mit eren schiffen in die havene, nemelich in euwer tiff us und in segiln, und by
euwern slossen nnd in euwern steten enthalden werden das uns doch unmogelich
danket, das eyn solches wirt geststet, und hoffen wol, Is sey an euwern wissen und
willen geschen, und als una die unsern die uff der See woren, gesaget haben, hetten
sie ewer grosmechtikeit nicht geschonet, sie welden In das wol dirweret haben, das
sie mit eren schiffen nicht wedir us und in gesegeln mochten, Dorumme lieber herre,
bitten wir euwer grosmechtikeit flislichen, daz ir eyn solche undirsteet und nicht
gestaten wellet, das sie in euwerm tife, by enwern slossen und steten enthalden wer-
den, wen wir uch des vorder czu getruwen wen andern, das wir lieber herre umb euch
und die euwern gerne wellen vorscholden und bitten dis briefes eyn antwert. Geben
su Marienburg an der Mittewochen noch Martini (1397).
Abſcheift im Hochmeifter-Regiftrant. Nro. II. p. 08.
Boigt B. VI. S. 106.
W XCVIII.
Der Hochmeiſter erſucht die Stadt Sund, ferner nicht zu geſtatten, daß die Serräuber iht geraubtes Gut
in ihren Hafen und bei ihr zum Verkauf bringen dürften. — 1397.
Der stad czum Sund.
Erbarn lieben frunde. ala uch wol wissentlich ist, wy das wir und der gemeyne
kowfman und andere nnsers landes inwonere ofte und dicke greslich beschediget und
berowbit sint uff der See von den Seerowbern, die una und die unsern irrer schiffe
und ander erer guter jemerlich berowbit haben und besundern in den havenen Pene
und Nuvetiff do die selben seerowber mit eren schiffen in und us segiln den kowf-
man ezu beschedigen, So ist uns ouch ezu wissen wurden, das Ir dieselben seerowber
mit den gerowbten gutern in euwer havene und stad geleyt habit, und das das gut das
uns und den unsern genomen ist ouch das meiste teil do nelbist vorkowft, vorezogen
und vorrucket ist und In vorder vitalie und wes sie bedorfien vorkowft ist, uns und
16*
124
den unsern czu schaden, das uns czu mole sere wundert und umbilchen dunket, wand
wir ader die unsern, als uns wissentlich sien mag en solches wedir uch ny vorachol-
det haben, Ouch so habit ir uns noch bis her umb keyns gemanet, ader vor berren
und andern erbarn luten beclaget, das wir ader die unsern uch eyngerleye unrecht
gepflogen beiten und wir ken uch en semelichs ungerne thun welden, ab Ir uns ouch
eyns unrechten gepflogen hetten, So welde wir uch doch cza vor vor rittern und
knechten and andern erbarn lauten bitten und manen umb eyn recht, E denn wir eyn
semelichs kegen uch than welden. Bitten wir uch, als unser frunde, das ir eyn
solches, mit den die das ezu thunde haben wellet nndirsten wand is nicht wol eyn
gut alder nemen mag und besorgen uns wol, das do eyn ergers uskomen mochte, das
uch lichte, und allen den die der harene gebruchen ezu schaden komen mochte, weres
das eyn solches nicht worde undirstanden, und bitten dis briefes eyne frantliche ant-
wert by desem brifezeiger. Geben czu Marienburg an der Mittewoch noch Martini
anno domini eic. XCVII.
Abdſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtr. Nro. II. p. 63.
Voigt B. vl. S. 106.
Ni XCIX.
Klage des Hochmeiſters an die Kurfürſten über das Verhalten des Königs von Polen gegen den
Orden. — 1307.
Den allirerwirdigsten in gote veteren und herren, hern Fredrichen und hern Wernhern
der heilgen kirchen Coln und Tryer, und den Irlachten fursten hercog Ruprecht dem
Elter, czu Beyern und falezgrafe by Ryn, kurfursten des heilgen Rom. Riches, unsern
gnedigen herren mit allir Erwirdikeit.
Altirerwirdigsten vetere, Irluehter furste, und gnedige lieben herren, uwern brieff uns
leezte gesandt haben wir wirdielieb entphangen und wol vornomen, und senden des su
uwir Grosmechtikeit dy Ersamen geistlichen manne, Grafe Cunrad von Kyburg Obir-
ster Spitteler und komptur esum Elbinge, und heru Wolf von Czolnhart, Bruder un-
sere ordens. dese bewysere unsers willen und meynunge 20 desir exit uwern gnaden
von unsern wegen vorczubreagen. wel undirwyset, bittend uwir Grosmeehtikeit mit
allem flise. sy guedieliebhen yn eren gewerben eau horen, und ouch gloyben, was sy
ezu desim mole von unser wegen uwern gnaden vorbrengen, dornech uns und unsern
orden yn uwir Gresmechtige beschirmunge nemen geruchet, des wir mit sampt unserm
125
Orden umb uwir gnaden williclichen vorschelden wellen wo wir mogen, Geg. zum
Stume nm donrstage infra oeinvas Pasche anno nonegesima Septimo.
Botschaft des Komptur zu Elhingen an die Kurfursten am donrstag nach Ostern
anno XCVII.
Gnedige lieben hern, unsern homeister und sienen Ordia nicht alleyne eau Prussen
und zu lifland, sunder ouch andirswo dy Cristengloybigen vechten grose sache an,
went dy ungloybigen teglichen werden groslich gesterket. alz dy littowen und Russen.
durch dy landt des koniges von Polan, wen von der cziet alz her konig ist worden
eu Polen, alz unser vorfarn y und y geclagt habin uwern Grosm. und andren unsern
anwalden des Cristenglayben, alze mus ouch unser homeister iczunt elangen nad getra-
wet wol nwern gnaden, ir nemet is zu herzen. und siet doran mit uwir hulfe und
rate. das dy undirstanden werden iczunt mit andir sehelungen der heilgen Cristenheit.
Zeum irsten das undir den Polan. Liitowen und Russen als grose gemeynschaft
ist. das sy offenbar sprechen was Litiowen und Russen angehet. dns geht auch an
das Rich zu Polan. wen sie wellen ungescheiden syn von enander. dy io noch echter
und vynde synt des heilgen Cruces erisıi, und von In dy gesessenen Cristengloybigen
grose vor mussen liden.
Item Alse nuser bomeister hat vornomen und is offenbar. das der konig von Polan
und dy synen sprochen. das das Rich eu Polan alleine houpte an den heilgen stul
ezu Rome, and nicht an das heilge Rich. und das ist doran schyn, wen yn desim Jare
unser homeister nod dy synen haben tage gehalden mit Wytowten. Grosfursten czu
littowen und Busen. als uwir berlichkeit das wol hat gehort, und do wart vorgegebin
dem selben Wytowt. welle her Cristen syn mit synen landen, so solde her globen
das her thun solde der heilgen Ro. kirchen und dem heilgen Riche was andre Cristene
fursten pflichtig weren zu thun, undir andern sachen und teidingen dy do gefurt wo-
ren. und voryowort von herezog Wytowt. e der konig von Polan qwam keyn littowen,
do her nu yn der vaste qwam keyn littowen. do widerwarf her mit den synen den vor-
genanten Artikel, den doch herczog Wytowt do liebte und globt wolde haben, und
wandelte dns also, wns des Rich zu Poian pflichtig were der heilgen Ro. kirche. das
solde herczog Wytowt ouch thun von littowen und Russen. und vorswigen des heilgen
Romisschen Richs, das thut uwer grosmecht, kunt unser homeister, wen her sprach do,
man solde das brenzen an uwer herlichkeit.
Item teglich durch das Rich zu Polan werden gesterket dy ungloybigen und ab-
geschedenen groslich mit mancherley guten wopen, Pancezern, Platen. harnisch, Bochsen
126
pherden. mancherley werkmeister. Sarkwerkern. Bochsenschutezen. und der glich. das
nu der orden alczu swer czu halden hat das orloy wider sy, wen dy Polan In by
legen mit allem fiyse. mit tat und rat. also das von In alle dy hinder land der un-
gloybigen werden do von desto me gesterket.
Item der konig von Polan gestattet allen dy do wellen behulfen syn den ungloy-
bigen wider den orden und der Cristenheit zu Prussen und Läfland ouch etzlichen
Cristen fursten. alz dy herczogen von Stetyn. und von Mekelburg etc. dy mit eyner
vordirniss getzogen synt durch sine land wider den ordin. dy ber geleit hat, mit den
sich vorbunden hat Witowd mit Littowen und Russen. der herre Bisschoff von darbt
und ouch dy vitalienbruder. das synt dy sehe rowber, wider dy der orden zn lifland
in desim vorgangen Jare muste swerlich halden das orloy widir sy, und hatten das
got weys eyne unrechte. unreyne sache, dy wider dy heilge Ro. kirche was, und dy
des orloy also hefticlich hilden wider den orden, hette got der Almachtige nicht by
gestanden dem orden, sy hetten mit eren ofsatz dy land zu Lifland gancz vorwustet,
und den orden do selbest gerne vortrebyn, des selben orloys ist der konig von Polan
eyne forder sache gewest.
Item von des konigs wegen von Polan der orden an manchem ryete wider dy
ungloybigen wirt gehindert, wen sie thun tegliche warnunge. wy schire sy etzwas vor-
nemen za Polan, den Littowen und Russen, und dy nehsten ungloybigen und abge-
scheidenen wen der orden yn der reyse ist, sy behusen und zu czinde helfen sy yn
ere vesten bewaren.
Item der konig von Polan hat sich mit eczlichen herren umsessen vorbunden und
sy wider mit Im, so schire der homeister adir der Marschalk czien wil gewonliche
reysen, sy mogen kume dy helfte ires volges usbrengen mit In. das vormols nicht not
ist gewest, wen der orden iczunt groser forchte czu rucke mus tragen eczlicher Cristen
heren umbsassen. wen vorwert kegen den littowen und Russen.
Item In allen teidingen dy der orden hat gehat by synen geczieten mit Littowen
und hette sy gerne gebracht mit guter wyse cu dem Cristenthum, das hat y und y
der konig von Polan adir dy synen gehindert. yo mit fremden sachen, Is geschach das
unser homeister hilt eynen tag mit Wytowd uff Marie Magdalene nehst gewest. und
dornoch eezliche Gebieteger besunder von des ordins wegen Do solde herezog Witowd
vorsichert haben dy heilge Cristenheit mit Gysel. mit abetretunge eczlicher gegenot.
und lande und widerbuwnye eczlicher vester. dy ber dem orden abehendig yn guten
truwen hat bracht, Ouch solde her globet haben gote an eydes stadt. das her vorwert
mit den synen Cristenlichen solde leben. dy noch nicht getowft weran gewest. dy
127
solda her gefordert und dorezu gehalden haben. das dy getowft weren worden, der heil-
gen Romischen kirchen und dem heilgen Riche gehorsam. adir den czu thun. alz
andre Cristene fursten teten, keyner Cristen land solde her mit heres eraft geheert
haben. noch gestadt haben das dy gehert weren von andren ungloybigen, keynen bunt
solde her gethan baben. noch gestadt haben wider keynen Cristen herren adir land
mit keynerley ungloybigen etc. Das alczu mol wider worfen des koniges von Polan
anewalden. dy zu dem tage gesant woren. und sprochen do, her solde der keyns thun,
als ouch vormols daa vorgelegt ist uwir Grosmechtikeit, Ouch dy selben teidingen umb
rat gegeben worden geschrieben unserm gnedigen hern dem Ro. Konig. der sy also
balde sante keyn littowen. des unser homeister mit synem orden groslichen dir-
schrocken ist.
Item Nu leczte in der vasten begerte herczog Wytowd von unserm homeister. das
her .czu Im sente syne Gebitiger, her wolde gerne thun eyn moglichs uff die heischunge,
do dy Gebitiger zu Im quomen, do worden sy mit Im eyns uff nemliche artikel. alz
umb eczliche grenitzen. gysel und globde. dy ber thun solde der heilgen Cristenheit.
und worden do vorliebet uff beyde sieten bis an unsern homeister, der sy dornoch
ouch vorlibete. und der tag solde syn gewest III wochen noch ostern alz an dem
Sontag Jubilate, und do was yn den teidingen undir andern sachen begriffen desir
artikel, Off dem tage sal herezog Wytowt globen, das her syne land und lute halde
zu dem Cristentham, und czu thun der heilgen Romischen kirchen und dem Rom.
Riche. was ander Cristene fursten pflichtig synt czu thun. und keyner Cristen landı
zu heeren adir gestatten zu heeren. usgenomen gewalt und unrecht ab ym dy worden
irezeiget von Cristen. und was moglich czu thun ist von des Cristen gloyben weyn.
das sal her vorlieben uud globen und ouch mit Im syne besten Bayoren ete., Do das
dirfuer der konig von Polan. her quam in dy land und widerwarf den artikel. und
sprach, was das Rich von Polan tete der heilgen Ro. kirchen. das solde herezog
Wytowt von littawen und Russen ouch thun. und vorsweig des heilgen Ro. Riches,
Ouch so warff her gar eynen fremden artikel von des landes weyn czu Dobryn doryn.
das der orden hat in vorsatezunge und czu getruwer hant, nicht czu eygenschaft, wen
das landt gehort zu dem Irluchten herezogen von Opul. den der konig von Polan wol
mag brengen vor das Rych. wen her ist gehorsam dem Riche und der Orden sich ym
vorbrivet hat, nymands das land abeezutreten is geschege denne mit synem willen,
und das dem orden yo beczalt worden dy gelegene sumen noch Inhaldunge siner
brive etc. Nu wolde der konig von Polan welde der Orden mit Im czu rechte gehn
umb das land Dobryn. so sulde dy berichtunge ezu gebn. das der orden nicht gethun
128
mag mit eren. wen der gewere lebeı noch. der das votantworten sal und kan. nicht
der orden, Dorobir hat sich der orden hoe dirboten, der konig von Polan beezale dem
orden dy summe noch uswysunge der brire und ap is der wille sy des egeschriben
hern herczogen. der orden sal Im von berczen gerne abetretyn das land Dobryn, set
ist is dem orden mit nichte moglich noch erlich, das irkenne uwer Grosmechtikeit,
Dor an prufet io der orden. das der konig von Polen hindert eyn gemeyne gut der
Cristenheit, wen was hat das lant ezu Dobryn gemeynschaft mit littowen und Russen.
das her dy derumb hindert an dem Cristenthum, nnd das zy dorumb nicht sollen
syn gehorsam der heilgen Ro. kirchen und dem Riche umb des landis weya von
Dobryn.
Hat ie stat so mag man dese nochgeschriben artikela ouch sie
lassen vorsten.
Item unser homeister vormut sich groslich wider den konig von Polan, das von
syner anewysunge unser allirgnedigster herre der Ro. konig korczlich vor desir vasten
hies und entpot. das der ordin solde frede halden mit littowen und Russen czwisschen
sente Johannis tag Baptiste nebst komende, so solde der konig von Polan und Wytowt
uff eyne, der homeister adir dy sienen mechticlichen komen adir senden dy eren wol
undirrichtet keyn Breslow, do wolde unser gnediger here der Ro, konig ussprechen
dy sachen, und berichten czwisschen den teylen, und unser homeister fürchtet queme
is czu syme ussprechen. wen ym des ordens sachen und dy schelinge der Cristenheit
off der syten gar unbekant synt, dem orden dovon und der gantzen Cristenheit mochte
von semlicher berichtunge entsten grose unſorwyntlicher schaden.
Item so geschach is nu nehst yn der vasten, das unsir allergned. here der Ro.
konig vorschreib und entpot ezu unserm homeister, bittende und manende groslichen,
wy her is den orden welde dirgetzen. das man Im lyse volgen Sigsmund herczogen
Wytowt bruder. den der orden lange cziet gehalden het zu getrawer hant, yn gysels
wyse und doran dem orden grose macht Iyhet. nnd Im nicht alleyne, sander der heil-
gen Cristenheit, dem der orden hilt ouch mancherley scholde. globde. dy Wytowt
scholdig ist und gethan hat, Ouch dorumb das man desto schirer der littowen landt
und Russen brechte zeu dem Cristen gloyben, der trost wer uns do benomen, und was
dy meynunge unsers gned. heren des Ro. konigs. meynte mit Im czu losen dy gefangen
heren von den Torken und das vormut sich der orden wider den konig von Polan. das
der semliche heischunge hahe angetragen. nicht dornnıh das die gefangenen unser
heren worden gelost. wen der arden das gerne tete. Sunder man forchtet sich das her
129
worde dem orden abehendig bracht an ander wege. dy dem orden und der cristenheit
lena schedelich weren, Nu merke uwir Grosmechtikeit was das bedute. man welde
losen mit Sigsmnnd dy gefangenen von den Torken, was gemeynschaft do ezwisschen
lowft. den Polan und den Torken. das prufe uwir grosmechtikeit, und unser homeister
hat geantwurt unserm gned. heren dem Ro. konig doroff, gebt der tag nicht czn mit
‚ Wytowt. von dem vor stet geschriben off dy irste botschaft, So welde gerne der ordin
gehn czu unserm heilgen vater dem Pabeste. syner allirdnrchluchtikeit nnd uwir allir
grosmechtikeit. wo ir mit gemeynem rate dem orden tage legt, do der heilgen Cristen-
heit worde vorsehn mit sicherheit cza eyme genugen, und ouch der orden bliben mochte
bie sienem rechte, do welde gerne nnsir homeister czu tage senden, und geiruwet wol
uwir Grosmechtikeit gemeynlichen das also worde vorsehn dy heilge Cristenheit und
dem orden an synem rechte zu eym genugen.
Item off das andir gewerb, als von Sigsmanden wegen. do hat nnser homeister
ufgeantwort nnserm gned. heren dem Ro. konig. ist das der egeschriben tag nicht czu
geht, So wil der orden gerne thun Sigsmnnden, geschiet Im eyne gnnkliche vorwissunge.
das man mit Im losen mag dy gefangen heren, doch also das bynnen der cziet der
losange yo Sigsmund blieben sal yn hafte des ordins bis also lange widerruflich mag
eza gehn, went der Orden nicht alleine mit deme, snnder alle dy gefangenen dy der
ordin hat. dy helt der ordin eza selikeit und sicherunge der heilgen Cristenheit.
Item Ouch gned, liebin herren, ist is geschem vor eym Jare, das do ezugeschri-
ben wart den sehesteten, also lubek, Rostock. darbt und Rige, und ander vil Steten.
den do geboten wart. das sy solden syn gewest wider den orden und gehulfen unsern
widersachen do tzu lifland, dy doch also Erbare lute schoneten irre ere und des rech-
ten. das der ordin vor sich hatte, und lissen czu der cziet den orden geruwet, us wel-
chem orte das gegangen habe, mag wol prufen uwir wisheit, Nu merket gned. lieben
herren uff was abeschach unser ordin sitezet. der do wider dy nngloybigen in groser
vor mus halden das orloy vor dy gantze Cristenheit und dy Im behulfen solden syn
und beschutezen, dy sint wider In nnd me cezulegen den ungloybigen wen dem orden.
Item Off dy vorgeschriben sachen welde unser homeister gerne nndirwyset wer-
den von uwir durchlacht. hette her von des ordens wegen czu sicherung der heilgen
Cristenheit keyns unmoglichen an gemntet uff deme tage nemlich uff dem leczten. der
do geschen ist mit Wytowt von den Gebitigern, dor an wil gerne unser homeister an
etwichen noch uwerm rate, hat her Im abir angemntet eyns moglichin, wir getruwen
17
N 130
wol Wytowt werde is halden, dir (der) ordin sich also lange mit Im mus lyden, bis
das her der heilgen Cristenheit thue eyn billichs und dem ordan.
Itenı Gnedige lieben herren, so bit unser homeister, ab nu dy heischunge ge-
schee von unserm gned. heren dem Ro. konig von Sigsmund wegen in semlicher wyse,
ap her an syner geschen antwort besten mag, adir wy her sich dorynne halden solle,
Ouch lieben heren unser homeister befelet sich und synen orden in uwir grosmecht.
beschirmunge, wen von des koniges wegen von Polan die ungloyhigen sere werden
gesterket, das ir gerucht dor ızu gedenken. wy man dem bie ızieten widerste, Is thut
nat und me wenne is lichte ymand gloybet, wen man hat vornomen vor wor, das der
von Torken habe zu Im gehat hotschaften vil und offte.
.
Abſchrift im Regiftrant. des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p. 52—54.
Voigt B. VI. S. 79.
MC.
Det Hochmeiſter beſchwert ſich beim Könige von England über die Verletzung der den Kaufleuten aus
Preußen zugeſtandenen Handels⸗Freiheiten. — 1397.
Regi Anglie pro parte seniorum Civitatum Prusie.
Serenissime Princeps et domine gratiosissime, Significatum est nobis litteris gravem
querelam continentibus fidelium ac dilectorum nostrarum Civitatum per Prusiam consu-
lam de at -super injuriis oaustisque dispendils, quibus ipsi omnesque alii mercatores
diete nostre terre ofhiciantur et vexantur contra libertates et indulta regia vestrorum
quondam lilnstrium predecessorum felicis memorie. que ipsis sient et ceteris almanie
mercatoribun in regno vestro ab olym premissa et conceasa, Presertim contra novissi-
mam ordisacionem per venerabiles viros. videlioet Magistrum Nicolaum Stocket Tho-
mam Gran ac Waltherum Sibile buius rei gracia. specialiter ad partes Prusie destina-
108 ut procuratores cum sufficienti mandate vestre Serenissime majastatis. pront elaret
in procuratoria super eorumdem legacione confecto. ac sigillo maiestatis vestre legaliter
communito, Et ne exposita nobis cum gravi querela in nostrorum grave dispendium et
iacturam, et aliquociens regie vestre audiencie per nos scribendo declarata. dissimu-
lando transseamus, studio et instancia eorum suppliei permoti, iteratis vieibus scribere
indueimur et urgemur, Quare Serenissime Princeps et domine graciosissime obnixius
supplicamus, quatenus dictos nostros homines vestra Serenissima Magoificencia eirca
admisans libertates et indults. ab ulym eis et precipue in ultima ordinacione ut pre-
131
mittitur concesen digretur graciosius conservare, Ei ut damnum pawis rneonebili re-
meciatur libra rel ut fiat iusticle complementum, alioquin quod zbsit. si premissa m
non sorciantur eflectum, extunc nostrorum offensivam querelam urgente racione inantea
non poterimus equanimiter sustinere, sed cogitare nos opporteat ne in dampnis perce-
ptis permaneant ae consistant. Datum Marienburg feria quinta post festum urbani
anno X CVII.
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p. 55.
Voigt B. VI. S. 139.
WM Cl.
Sicherer Geleitsdrief des Hochmeiſters für die Königin Hedwig von Polen zu ihrer Reife nach Alt⸗
Leſlau. — 1307.
*
Wir Bruder Conrad von Jungingen Homeister des ordena sendte Marien des deutzchia
huses von Jerusalem Bekennen oflentlichen in desem briefe allen den, die ka: schen
ader horen lesen, dan wir gelowbit haben und: gelowben busen und mit eraft desen
briefes by unsern truwen und eren vor uns,, und vor alle die unsern vor eyne gancze
und stete sicherbeit und frede der allirdurehluchsten farstyane und frouwen, frouwen:
Hedwigen kunigynne zu.Polaw etc. unser gnedigem fronwen und allen den, die von erer
wegen ozu une kamen, im unser geleite ufgenemen haben und ufnemen libes und
gutes sicher caw une czu komen ebir die Wisel und wedir von uus obir die Wise“
doselbist, „iso, das an le und allem dem die von erer wegen ern uns komen hir dese
seyten der Wise} keyns mit vorsacze, mit worten ader mit werken sal werden gehro-
chen. ader gethan, und uff das, das die selbe sicherheit frede und unser geleite stete
und goncs gehalden werde, haben unser gebitiger unsers Rotes die hernoch nemelich
sten geschriben mit gesampter hant und ouch Iclicher besunder gelowbet die egesehri-
ben sicherheit und frede by truwen und eren stete und vente cu halden des eau ge-
eaugnisse haben win unser Ingesegel an desen brieff lassen hengen. Und wir a b. e-
di etc. gelonben mit gesampter bent and: Iclicher besunder ane gefer und argeliet, dam
die egeschriben sicherheit und frede, den und die unser homeister gelowbet hat und ge-
lowbit mit eroft deses brieſes der allerdurchluchmen furstynne frouwen Hedwigen ko-
nigynne eu Polan eto, egenant, und allen den die von erer wegen cku unserm Ho-
meister komen und in syn geleyte ufgenomen hat, stete und gans zal werden gebal-
den in allir wise als oben geschriben stet von worte enn worte, des czu orkunde ha-
ben wir egenent unsere Ingesegel mit unsere homeisters Ingesegeb an desen bsiefl von
178
132
unserm rechten wissen lassen hengen Geben im Sebyn und XC. Jare am pfingisten
Obund ezu Beberernen.
(Ein mit Abänderung der Zitel u. ſ. w. gleich lautender Geleitsbrief der Königin von gleis
chem Datum) —
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen p. 3.
Voigt B. VI. S. 82.
V CH.
Der Hochmeiſter erſucht den Herzog von Oppeln, den Orden in den an das ihm verpfändete Land Do⸗
bein von der Königin von Polen erhobenen Anſprüchen zu vertreten. — 1397.
Duei Opuliensi.
Irluehter furste und Grosmechtiger lieber herre, uwir brife uns letezte gesant und euch
ofte vormols, begerende. das wir uwir Irluchtikeit geben eyn ende des kowfls von des
landes wegen dobryn. haben wir wol vornomen. und wir do wider uch ofte vorschre-
bin haben. das uns umb das landı yn kowfes wyse nichten ist, wir worden denne un-
derwyset, das uwir grosmechtikeit uns mochte fryhen das salbe landt und geweren,
wen ys uns iczunt ofte were angesprochen von dem Riche czu Polan. Doruff ir uns
ofte hat geantwort, Is were an uch fry gekomen in wechsels wyse landt umb land
Sunder dy wyse der fryheit mit der das selbe lant an uwir Irluchtikeit were gekomen
uns ny mochte czu sehn werden und uns doch nicht esu mute ist. das keyner lande
kowffs pflegen zal unser orden. is geschee denne mit aller kerlichkeit und fryheiten
der selben. als wir ouch haben alle unser lande, worumb so wisset lieber herre. des
wir ezu Phingsten nehst gewest hielden eynen tag mit unsir gnedigen frowen der kon-
gyane czu Polan czu alden leslow. dy do in aigener personen ernstlichen furdert und
ansprach das egenante landt, wen is were ir und gehorte czu irem riche, und uns ouch
korczlich dornoch mit sweren briuen dirmanete umb das landt, und wir do eyns wor-
den sint mit ir und erem rate, ist das ir una das landt nicht vortreten wellet noch
mogt by eyner genantan cziet. noch fryhen. alz wir is halden in vorsatezunge, so wollen
wir doruff gedenken, das wir unsir frouwen holde und des riches behalden, Dorumb
liber herre so bitten wir getruwelichen uwir Grosmechtikeit und mit allem flysse, das
ir geruchet czu komen uns vortredende dy anaproche und fryhende das egeschrebena
landt, wen wir wellen haben eyn ende desir ansproche, enczwor das ir is selber loser,
adir schicket uns eynan andern der das moglich losen mag, getruwet abir uwir Gros-
183
mechtikeit das ir uns nicht mogt gefryben adir entwerren dy egeschrebene ansproche,
so lasset is uwir willen syn, den ir uns dirczeigen sollet. mit uwerm briue. adir ouch
yn widergebunge unser brine, 0 wellen wir gerne abetretyn das landt dobryn unsir
guedigen frouwen der kongynne, wirt uns dy summe des geldes beczalt dy wir dornff
gethan gelegen und vorbuwet noch uwir brife Juet, und do got voray ab ir der keyns
hun weldet, sunder uns lassen ungefrybet und in ansproche, So vordenket uus nicht,
das wir uwir Grosmechtikeit denne dirmanen mussen by uwern truwen nnd eren. by
den ir uns globet bat. das selbe landt czu vorsten und czu fryben, und glicher wyse
gedenken doruff. wy wir das landt abetreten mogen unser frouwen mit eren, eyne ge-
wisliche und briflich antwort bete wir uns czu thun mit desim kenwortigen erbaren
beten unrorezogen, Gebin czu Marienbnrg am Sonobund noch Corporis christi anno XCVII.
Aͤbſchrift im Megiſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro. II. p 38.
Beigt B. VI. S. 83.
WII.
Von dem Lande Gotland und der ſtabt Wiſdy wo is dem orden czu getruwer hand geſaczt iſt.
Konig Albrecht von Sweden hatte manche cziet grosen kryg mit der frauwen marga-
rethen konigynne czu Denemarkt als das sy off eyne cziet von beyden konigrichen
gros folk besamelten und czogen czussmene und streten mittenander als das der ko-
nyginne volk den stryt gewunen und behilden das felt und slugen dem konige veil
luthe abe, und fingen konig albrecht von Sweden nnd synen zon herczog Eryk mit
veil guter Ritter und knechten in dem felde und hiiden den selben konig und synen
zon swerlich in das sebende yar gefangen und die konigynne czoch vort in Sweden und
gewan ym abe das gancze konigrich behalwen dy stad czum Stocholme und das land
dorume gelegen.
In der cziet als der konig gefangen lag do was der howptman von dem Stok-
holme albrecht vou Peccakel genand und besamelte sich mit grosem folke und czoch
obir ezu schiffe off das land Gotland nnd gewan das der konigynne abe und czoch
vort vor dy stad Wisbu und gewan dy ouch und bemante sy und besaczie sy czu des
konigis handt.
Item dornoch etliche cziet do besamelte dy konigynne eyn gros folk uud machte
eynen howptman dor obir, der sys Swenschur und sante den czu schiffe off Gotland,
und der gewan gotland wedir dem konige abe nnd czoch vor dy stadt Wisbü, der
134
kunde ber nicht gewynnen, So das des konigis folk dy stad behilt, de buwete der sel-
bige Swenschur drei slosse off dem lande, do behilt her das land methe,
Item dornoch als der kanig seben yar gefangen hatte gelegen do wart getey-
dinget umme syne losunge Sulde der konig ledig werden, zo nıusten syne lüthe dye
Stokholm inne hatten der konigynne den Stokhalme mit allir ezugehorunge yen ant-
werten, do methe wart der konig und syn cob und alle gefangene ledig und der ko-
nig ezoch us synen lande Sweden in das landı czu Mekilburg und behilt von alle syme
lande nicht mer do von wen dy stad Wybä off Gotlaud gelegen. Dornoch czo was
Swenschur der das land Gotlandt inne hatte und krygete mit der stand Wisbü etliche
eziet alze dus konig Albrecht synen ezon Herezog Eryk mit synem wybe von Mekil-
burg ezu schiffe obir sante mit veyl Ryitern und knechten dy stad eau Wisbü omu
reiten, als das der zelbige herczog veste lange krygete mit Swenschur, bas alzo lange
bas ym Swenschwur dar landt Gotlandt und alle dy slosse inanıwerte und. ward do
methe des konigis Albrechts man.
Dornoch etliche eziet starb des Keks ron herezog Eryk do was dy frauwe
von koer Swenschür czu eyme howptmanne abir das landt und do czu geleyte alle dy
Vytalgen brüder off das land und roubeten do den gemeynen kowſtman und His kun-
degen in alle landt by der zehe den vytalgen brudern, wer do rouben welde umme
dy helffte syner frouwen der herzogynne und ym der sulde enhalt haben off den slos-
sen czu Gotlandt, alzo landeskrone und sleyt, und das treben sy manche exiet, und
Ihoten dem kowfimange unvorwintlichen schaden als das wol czu bewisen stel.
Alzo das manche eziet gewert hatte und der gemeyne kowffman nemelich das
landt czu Prüsen und leyffland alezu grosen schaden entfingen von den Seheroubern
dy czu Gotland logen und dar selbige landt beweldiget heiten wend ys mitten in der
Sehe lyet und ummelang gros gut roubeten und nomen und nymand ichtes dorczu thet
do schreyh der Homeister dem konige czu Sweden mit sunderlichen begerunge yn
fleyseclich bittende das her geruchte dorczu czu thun das ayne lüthe nicht 30 groslich
beschediget worden und ouch welde beholffen derezu syn und das unrecht nicht ge-
staten welde das dy Serouber alzo us syme lande den gemeynen kowſfmann roubeten.
Der Konig schreyb dem Homeister widder eyne antwert wy der Serouber alzo
veil woren und das land Gotlandt als beweldiget hetien das her dorezu nicht gethun
mochte noch mochte sy von dannen vortryben, noch ymande rechts widder sy heiffen,
also bildes die Seronber das Innde unit gewalt inne,
Dornoch etliche cziet wart der konig esu rate des her synen vetter herczog Jo-
bun von Mekilburg mit etlichin lüthen aldar sante der desse ungenode gestoret zulde
135
haben noch also von des Seroubern und qwam in dy etad eau Wisbü und hette mit
den bürgern gerne etwas dorezu geibun, doch zo hatten sy is keyne macht, wend Swen-
nehur der howptman der vytalgen brüder was veyl starker wen sye, wend her reyt
vor dy stad und in dy stadt wen her walde, und sy musten yn vorkowffen und geben
ns her haben wolde ur der stadt und rouheten dornoch der ezier dy Sehe zerer
und mer wen vor, und beschaczten dy lüthe wy sy wolden und vortrenkten
manchen man.
Dornoch 30 nom der gemeyne kawflnan alzo gar grosen schaden benemelich
dar landt ezu Prüssen and lyeffland und zulden ys lenger hahen gestaden das ya
unvorwintlich wer gewest, und hyczu wolde nymandt ichtes thun der dese ungenode
hülffe widdir keren, des 20 wart der homeister czu rathe mit synen gebitigern und
mit aynen steten, das her dys meynte czan storen, und lys usrichten wol LXXXIIII
schiff eleyne und gros, nnd lys dy vol vytalgen und dorin thun büchsen und pulver.
und was das man bedorffie und bedarf czu orley und saczıe dorin IIII. man esu har-
nisch und gab yn methe in dy schiff IIIle pherd ob yn got hülffe das sy das land ge-
wunen das sy das land do methe bereyten und becrefitigen mochten wol ist ya eyn
weyt weg us czu segeln us der weysel do unser Homeister dy schiff lie ussegeln bas
za Gotlandt vumffeig deutsche mylen obir sehe eau segeln, und desse grose koste ıhet
der homeister alleyne umme den willen das her beschirmen mochte den gsmeynen
kowfiman und syn landı czu Prüssen und Iyefflandı,
Dornoch halff got das des Homeisters volk quam mit allen yren schiffen vor
dus landt Gotlundt und zegilten in eyne babe dy do heyst garn do das raubslas vor
Ing das do heyst landeskrone do von aller schade geschach, do halff yn got das sy do
off aprengeten off das land beyde mit pherden und mit lüthen, und gewunnen do das
landt, und horten do sagen wy das Swenschür mit den vytalgenbrüder in dy stad wer
gekomen czu herezog Johan mit herezug Eryk frauwe und hatten den bürgern ent-
weldiget beyde torme und thor, und als das sye hatten und woren zelben der stad
weldig, und machten und hatten willen alle dy bürger mit wybe und kyndern, und alle
Prysterschafft us der stad czu tryben, und wolden eyn Erbroubslos von der stad haben
gemachet.
Dornoch 20 waren dy gebitiger and dy bowprlüthe dy der Homeister hatte u-
gesandt und quomen vor dy sind, so das herczog Johan und Swenschür czu yn herne
qwomen und sprochen mit yn, so das man herczog Johan beschuldigete, worume her
dy serouber hilde hussete und hovete und bath yu, das her obir ey richten zulde do
sprach her her were ir nicht geweldig sy heiten mer macht obir yn cza richten wen
136
her obir sy ydoch ao vorteydingete her sy vor syne knechte, nnd do was nls gros sne
in dem lande das man mit keynen büchsen noch mit keynen werke vor dy stadt ko-
men mochte dy stadt czu helegen noch czu gewinnen mit macht und nomen aynen
andren tag off mittenander.
Dornoch qwom der herczog mit Swenschür und den Bürgermeistern gereyten
czu Garn dry myle von der sindt ezu des Homeisters howptläthe, so das sy teydinge-
ten mittenander das der herczog sulde dy stad rümen mit den vytalgen brüdern nnd
sulden sy yn antwertten des hameisters howptlüthe bas an den konig und den Ho-
meister eau eren gutdüncken wy sy is mittenander dorume gestalt wolden haben wen
sy czusampne qwemen.
Dornoch do branten des Homeisters lüthe dy drey robeslos off dem lande und bro-
chen sy nedir in dy grunt und zegilten geweldiclich mit yren schiffen in dy habe vor
dy stnd und rethen mit dem andren teyl das sye aff dem lande hatte ouch vor dy stad
und nomen dy stad geweldiclich in.
Dornoch do rümeten herezog Johan und herezog Eryk wyp uud Swenschür mit
den synen dy stadt Wisbü und czogen weg wol mit IIIIC. und goban eynen brieff obir
sich das sy den kowffman nymmer berouben noch bescheydegen zulden noch entwol-
den czu ewyger cziet und dy andren vytalgen brüdern dy off dem lande bleben und
begriffen worden dy worden allir dirslagen.
Dornoch besaczten des Homeisters howptlüthe das landt und dy stadt und lyssen
do drey brüder des ordens und dorezu II“ gewopente und I gesatelte pherd, do sy
das landt methe bereyten mochten und segelten widdir czu lande mit behaldener habe,
und der Homeister helt noch das land inne mit groser keste und zoldye, do her dy
soldener methe balden mus durch den wyllen das zy dy sehe befreden mogen und dy
konigynne von Denemarkt hette ys gerne widdir, und das landt lyt mitten in der sehe,
so das man veil arges do von thun mochte, wen ys in bosir lüthe handt qweme, Ouch
ist das landt als gar vorhert, das sy dem Homeister wenyg bülffe künnen thun ezu den
Zoldenern dy her do helt, und hat ys itzunt wol drey Jar zo gehalden mit groser
koste und czerunge umme fredes wille.
Dornoch qwam konig Albrecht mit herczugen Johan rytende in das land exu
Prüssen czu dem Homeister vordrende das land Gotland von dem Homeister und das
her ym exugebe dy koste und czerunge dy er off das land Gotland gethon hette und
lysse ym das land widder in antwertten das wolde unser Homeister nicht thun und
besorgete sich krege her das land widder, das her lichte mit der konigynne krygen
worde und worden lichte grosser Seroub machen wen do vor gewest was.
187
Als dornoch das der konig und berezog Johan mit dem Homeister eynes wor-
den so das ym der homeister eyne summa geldis off das landt czu Gotlandı und dy
stad wysbü leyg, so das der konig und syn vetter herczog Johann vorweyst haben dy
stadt und das landt. an unsern homeister vorbrieff und vorsegelt mit ryttern und knech-
ton das sy ym das land wellen und stadt fryen von allirley ansproche und von alle
den yenen dy do recht geben und nemen wellen.
Dornoch zo spricht dy konigynne das landt und stad an und heyscht das von
dem homeister des antwert der homeister der konigynne und spricht wy das hers von
nodt wegen mit eraft habe abegewunnen den Seroubern dy ys inne hatten und grosen
schaden do von gethon hatten, und dy synen funden eynen fürsten in der stadt und
off dem lande den konig albrecht dar gesandt hatte und der czühet sich von rechte
czu dem lande und spricht das sind und land sy syn recht erbe und hat vorsaczt dem
homeister und wil ys fryen von allirley ansproche und wil dorame czu rechte komen
mit der konigynne vor fürsten und herren vor rittern und knechten adir vor dy ge-
meyne stete.
Dy konigynne antwert und spricht sy welle das rechten nyrne andirswo bleyben
wen in eren riche by des riches rathe als von des landes wegen Gotlandt und der
stad wisbü. a
König Albrecht dirbutet sich czu rechte ezu komen busen der konigynne lande
und busen synem lande do ys in beydirsyt wol gelegen ist, und hat usgesaczt drey stete
do her ezu rechte komen wil von irsten dy des keysers frysiadt ist adir czum Sonde
dy dem herczogen von Wolgast czugehort adir csum Kyle dy dem Grefen czu Holczten
ezugehort von den dren steten mog dy konigynne eyne kysen das sy do hyn komen
mit yren fründen zo wil der konig ouch do heyn komen mit synen fründen und do
beydirseyt des rechtin czu bleyben by fürsten by herren by ryttern und by knechten
adir hy den steten als von des landes wegen Gotland und der stad Wisbü.
Des meynet dy konigynne nicht czu thun und wil das land und dye Stadt mit
frobil haben und mit gewalt.
Der Homeister meynet das sy sich mittenandir RR wem das landt und dy
stad von rechte bleyben sulde, ys were konig adir konygynne den welde her 5e gerne
antwertten als bescheyden das ym syn gelt widdir worde das her dor off sten hat und
das ys In gekost bat und das ym syne brieſfe worde gehnlden dy ym dorobir vorse-
gilt syn.
Im Fol. F. p. 60-69. im Geh. Archiv zu Königsberg.
Voigt B. VI. S. 107.
18
138
M Civ.
Der Hochmeiſter kündigt dem König Richard von England den von feinem Vorgänger mit ihm geſchloſſenen
Handelsvertrag auf. — 1398. ö
Rychardo Regi Anglie.
Hamit recommendacione eum nostrarum oracionum studio premissa , IIlustrissime
Princeps et domine magnifice, maiestatis vestre Regie credimus a memoria non deci-
disse, Qualiter bone memorie immediatus predecessor noster eidem suas certas litteras
destinaverit, diversas querelas gravaminnm, iniuriaram et danıpnorum effectnaliter con-
tinentes, quibus mercatores terre sue et ordinis Regnum vestrum cum bonis et merci-
moniis suis ab olym visitare soliti in dicto contra libertates et privilegia sua. dam-
pnis ac iniuriis multipliciter pregravarentnr, presertim contra composicionem amicabi-
lem per venerabiles viros Magistrum Nieolanm Stocket, Thomam Graa et Walterum
Sibille. de anno domini M. CCC. LXXX VIII cum coarbitris partis nostre editam et
eelebratam. contra deum et justiciam plurimis onustis dispendiis, dampnis ac gravami-
nibus in dicto vestro Regno vexarentur. prout in quibusdam articulis dieto nostro pre-
decessori oblatis. clarins contlnebatur, Contemplacione quorum 8. v. a dampnum passis
vehementer pulsatus suis certis nunccils et litteris pro iusticie complemento instancias
regnisivit, Super quibus eidem sepedicta v. S. zuas destinaverat responsales, Qualiter
dietum negocinm articnlorum concerneret commune vestri Regni, sed et parleamento
vestro consulto. proponeret de hiis dicta nostro antecessori deliberacius respondere,
verum eodem de medio sublato, et nobis in eius locum dei providencia succedentibus.
eciam effectivam responsalem v. 3. diucius exspectantibus. necdnm sumus sient spera-
vimns informati, qnanquam querela super iniuriis et dampnis nostris illatis. alcius con-
tinuaverit, tamen exnunc ad providendum de remedio. et cavendum a futuris. dicta
querela racionabiliter nos invitat, Cum ergo consideracione diete camposicionis nostri
zieut nee vestri ad imparia debeant iudicari et aperta racio exigat. ne alter alterius
iaetura locnpletetor, qualiter iusto racionis ordine sustinebinus per amplius dietam
composicionem. cuius vigore vestri in terris nostris perfunguutur omni commodo et
nostri viciversa in Regno vestro multiplex incommodum. dampna et iniurias passi sunt
multipliciter et paciuntur, Quare serenissime princeps et domine magnifice premissis
causis racionabiliter permoti de consilio nostrornm dictam composicionem. sic ut pre-
mittitnr ſactam cum effectu revocamus et retractanus. eidem presentibus pure et sim-
pliciter renunceiantes Nolentes amodo nos et nostros dicta composicione teneri ge-
139
vismodo, Sed exnunc et in antes irrita sit et inanis, Permittentes tamen à tempore
denuncciacionis insinuande honorabilibus Consulibus vestre Civitatis londonensis, qua-
tenus liceat quibuslibet vestri regni mereatoribus. cum bonis et, mercanciis suis ad
propria remeare infra annum iuxta formam in dieta composicione expressatam, Sic per
omnia liceat nostris abire de Regno vestro personis ac rebus suis salvis, non obstante
presenti nostra renuncciacione revocaeione aut retraciacione ordinacionis seu composicionis
premisse, In aliis quibuslibet beneplacitis vestre magnificencie regie obsequi devocius cum
toto ordine nostro affeclamus vestrosque promocionis studio prosequi curabimus iuxta
vires Datum Marienburg kathedra Petri XCVII.
Similis tenoris littera missa fuit Civitati londonensi in Anglia mutatis
matandie, i ”
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro. II. p. 74.
Voigt B. VL. S. 141.
Mv.
Herzog Johann von Meklenburg übergiebt dem Deutſchen Orden und den von den Vitallenbrüdern
beraubten Kaufleuten der Hanfe die Stadt Wisdp, deren Hafen und die ganze Inſel Gothlanb
zur Führung eines Krieges gegen die Seeräuber unter gewiſſen Bedingungen. — 1398.
Wir Johan von gotes gnaden Ilerezog czu Mekelborg greve ezu Swerin Rostogk unde
ezu Stargarde der lande berr mit unsern rechten erben Bekennen unde beezugen in
desem keginwertigen brieve vor alle den yenen die In zeen horen ader lezeen das wir
mit wolbedachtem mute unde nach volbort unsers rates sein czu rate geworden das
unser stat Wisbue hafen unde lant czu Gotlant sal offenstien unde ein offenslos sein
dome Homeister des dutsches ordens deme ganezen orden unde den seinen czu alle
Irem orloge czu ewiger ezit unde mag das gesein die ewige czit wir Is uns anders
nicht mechtigen mogen uf. dese czit das sal an unsern vettern stien unde heren den
konig albrechten unde an den heren homeister von Prusen, wes sie under sich selben
doran tuen ader mit boten unde mit brieven das sal mit ganczen wille unser wille
mite sein Ouch so sal deme gemeinen koufman die vorgenante stat Wisbue mit Irer
hafen offenstien die see dor us cza befreden Vortmer an deme Ostertage neest ko-
mende nach der zonnen undergang sollen gerumet habe us der stat Wisbue unde von
dem lande gotlant alle die yene die den dutschen orden den Iren unde den gemeinen
koufman beschediget haben unde nach deme tage vorbas kein geleite mee czu haben
18°
140
in der vorbenameten stat unde lant unde ouch vurbas den orden die seine onde den
gemeinen koufman nymerme exubeschedigen unde wer dor ober tut unde dis nichten
hilde den sul man richten an sein hoeste unde vorbas keins geleites gebruchen Unde
ah sie ein merklich storm besteche das sie wider under dis land quemen so sollen sie
velich sein in iren schiffen cza bliben unde nicht ezu lande geen so lange bis das In
vortweget In Ire behalt unser vinde ezu suchen, Ouch so sal man alle die slosse die
af deme rorgenanten lande legen do des ordens lute unde der gemeine koufman von
beschediget ist von sindenan vorburnen unde vorbas kein slos wider ezu buwen do der
orden unde der gemeine koufman von beschediget mochte werden Vortmer 80 sal alle
das geroubete gut alse schiff unde allerley koufenschatez das Iczunt yn der stat In
den hafen unde uf deme lande ist unde noch komen mag nymande volgen denne den
Jenen die do recht czu haben Ouch so habe wir geautwertet unde antwerten af gelou-
ben an arg dem Erwirdigen hern Johan von Phirt kompthur czur swecze, hern Arnolt
von Burgelen kompthur ezu Schonensee unde hern Johan Tyrgarten grosscheffer czu
Marienburg alse von des homeisters wegen von Prusen die stat hafen unde lant vor-
geschreben bis an unsern heren unde vettern den konig, unde uf den heren homeister
von Prusen bis das sie sich mitenander voreinen under sich selben mit boten ader mit
brieven Were ouch sache das deme homeister ader den seinen die stat hafe unde lant
mit gewalt ader mit vorreinisse abedrungen worde do got vor sie sollen sie von uns
noch von den unsern keine manunge noch not liden ezu ewigen eziten Ouch so sal
der rat unde die gemeinen burger der stat wisbue bey Irem rechte unde friheit vel-
komelichen bliben als Is ye vom alters gewesen ist an arg Ouch zo sal bunde unde
gebur algemeine unbeschatczet von uns bliben unde ouch von den den sie vorpfandet
sein unde wir ouch vorpfandet haben selben uf deme vorhenumeten lande das sal oueh
sten als vorgeschreben stet so lange bis des unser here unde vetier konig albrecht
unde der homeister von Prusen des eintrechtig werden under sich selhen mit boten
ader mit brieven Alle dese vorgeschreben stucke unde artikel unde Iezliches besunder
gelobo wir herczog Johnn obengeschreben deme homeister von Prusen unde den seinen
stete unde veste eza halden in truwen sunder arg des wir ezu hogerm geesugnisse
haben unser Ingesigel an desen keginwertigen brief lasen hengen Ouch so bekenne
wir Burgermeister unde Ratmane der stat Wisbue unde beczugen das alle dese vor-
geschreben stucke unde artikel do wir an unde ober gewest sein alse geschen
sein unde haben des ozu merer sicherheit nnde eynem orkunde unser Ingesigel an
desen brief mite lasen hengen Der do gegeben ist noch gutes geburt Tusent
. a
drihandert in deme nchiundnunczigsten Jare cza Wisbue an deme neesten guten
fritage vor Ostern.
Orlzinal⸗Urkunde mit den wohlerhaltenen Siegeln des Herzogs Johann und der. Stadt Wisby im
im Geh. Archiv Schlebl. 80. Nro. 1.
Voigt B. VL. S. ın.
W CVi.
Der Hochmeiſter beſchwert ſich bei der Königin Hedwig von Polen über die neuen Baläſtigungen feiner
Kaufleute in Krakau und bittet um ferien Handelsverkehr in Polen. — 1308.
Regine Polonie.
Humili recommendacione nd quevis mognificeneie vestre beneplacita premissa. Sere-
nissima princeps magnifics domina graciosn, Proposuerunt coram nobis communiter et
divisim mercatores terre nostre Prussie, quomodo eives civitatis Cracoviensis magni-
ficencie vestre preolare certa nova municipalia statuta iara, adeo inconsweta eisdem
mercatoribus nostris subditis et quam plurimum onerosa ediderunt, statuentes, ne per
eandem civitatem Cracoviensem quisquam mercatorum nobis ut premittitur subditorum
cum suis pannis et aliis mercimoniis ulterius ad Ungariam pertransire valeat, sed per
eosdem cives magnificencie vestre Cracovienses coguntur omnia et singula ipsorum
bons et mercimonia deponere et demum vendere in ipsorum notabile preiudieium dam-
pnum et gravamen. Quamquam tamen notorium exstitit et manifestum quod ab olim
et longis lapsis temporibus, videlicet Illustrissimorum prineipum et dominorum magni-
ficorum domini Kazymiri Regis Polonie necnon genitoris magnificencie vestre prinei-
pis preclarissimi domini Lodewiei' Ungarie et Polonie regis recordacionis diue absque
culuslibet impedimenti obstaculo ad Ungariam et Russiam jpsi nostri mercatores sepe-
fati cum ipsorum mercanciis in nullo eciam impediti vectigslibus cum et pedagiie
necnon aliis teolonis eonswetis salvis libere transierunt et redierunt, Exposuerunt
inquam nobis iidem nobis suhditi cum querela proponentes, quomodo nuperrime eives
magnificencie vestre Cracovienses supradicti quorundam civium nostrorum thorunensium
merenneias. videlieet cuprum quod de Ungaria ad Cracovlam adduxerunt arrestsssent
compellentes eos ut endem bons in Cracovia deponerent, quodque dictis nostris civibus
dietum fuisset, quod endem bons ibidem vendere deberent, et presertim alicui civium
Cracoviensium ita quod non alteri advene seu hospiti eadem bona vendere posset seu
deberet, quodque in huiusmodi vendicionis et empcionis contractum unius consulum
142
Cracoviensium adesse et interesse deberet, ne dolas sen fraus in eodem contractu
committeretur, Serenissima princeps magnifica domina graciosa apparet nobis iudicie
meliori salvo, quod talia ut premittitur municipalia statuta jura zen quo nomine cen-
seantur cum finali stare judicio non poterint racionis. est verum quod incole guivis
regni Serenitatis vestre in ei per lerras nostras et demum per mare a longis retroactis
temporibus libere transeuntes et redeuntes absque quoquo novo eXaccionis onere pro-
fectum ipsorum procurantes mercancias ipsornm sine impedimento quovis exercuerunt,
Simili et equo racionis tramite judicio nostro homines et subditi nostri regno et do-
minio serenitatis vestre manere liheri et sine novo exaccionis genere impediti quem-
admodum ab antiquo ſuerunt manere deberent, Quare Serenissima princeps magnifica
domina graciosa, celsitudini vestre preclare attentis desideriis supplicamus quatenus
eadem magnificencia vestra tales exacciones oneroras et inconswelns nostris mercato-
ribus et subditis in regno et dominiis Serenitatis vestre fieri non permittat, sed pocius
ad antiqusm conswetndinem ipsa magnificencia vestra preclara propicins aingula ad
equitatem et iusticiam pro commodo et ntilitate communi redncat, in premissis magni-
ficencia vestra preclara graciosam se exhibere nobisque responsum propicium nuneio
cum presenti rescribere dignetur. Datum in Marienburg sabbato ante dominicam
Quasimodogeniti (1398).
Abſchrift im Regiſtrant des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p. 77.
Voigt B. VI. S. 143—144.
M Cl.
Waffenſtillſtand zwiſchen dem Hochmeiſter und dem Großfürſten Witomwd von Litthauen. — 1308.
Fredebriff von des beren Homeisters wegen.
Wir Bruder Conrad von Jungingen Homeistes deutsches ordens Thun kunt und offen-
bar allen den die desen brieff sehen ader horen lezen, daz wir mit dem Irluchten
fursten und herren. hern Allexandro, anders Wytawdt Grosfursten czu Littowen ete.
eynen ganezen steten frede ufgenomen haben czn balden von deses briefes gebunge
bys dry wochen noch Ostern nest komende, uff den Sontag als man in der heiligen
kirchen singet Jubilate deo omnis terra etc. und globen by truwen und eren ane allir-
ley argelist. daz bynnen der egenanten czeit deme egenanten herren Allexandro und
allen sienen landen alz Litiowen und Russen ader wy sie genant sien, usgenomen die
Samayten, von uns. von alle unsern landen und luten, alz Preussen und Liffland keyn
143
schade enteten noch geschen sal, Sunder eyn ganczer steter unezubrochene frede weren
und bliben sal die vorgeschrebene ozeit ober, Wir globe ouch by trawen und eren ane
argelist, das wir bynnea der egenanten czeit nymandes gestaten wellen durch unsere
lande aiene lande czu beschedigen. Des ezu Orkunde und merer sicherheit haben wie
unser Ingesegel an desen hrieff lassen hengen, Geben uff unserm huse Marienburg
am dinstag noch dem Palmtage Anno domini etc. Nonagesimo octavo,
Abſchrift Im Regiſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro. II. p. 70.
Voigt B. vi. S. 92.
M CiIi. '
Der Hochmeiſter bittet den Papſt, den Biſchof Nicolaus von Kulm zu veranlaſſen, in fein verlaſſenes
Bißthum zurückzukehren. — 1308.
Domino Pape.
Bestissime puter et domine metuendissime, licet cause absencie Reverendi patris ac
domini domini Nicolai Episeopi Culmensis michi sint penitus ignote, publice tamen
utilitatis racio. que penas non residentibas irrogat et residentibus debita stipendia
efflagitat, vestre me urget denuneiare sanctitati, Qualiter dietus Pater gracia apostolica
vocatus in partem sollicitudinis ut michi videtur sine onere habens emolumentum
"spergit C) et gregis sui errantis vestigia. ad instar boni pastoris preire verbo et exemplo
aut sequi diligenti eustodia dissimulat, Me ordinemque meum positoa ad fines geneium
ſrustrutur congruis consiliis et auxiliis contra iuris et recte racionis ordinem, tum
racione paris professionis, tum racione tuicionis, qua sponsa sua Ecclesia cottidie una
cum aliis in terria nostris indiget, et ita vix est qui eonsoletur eam. presertim in eius
ahsencia ex omnibus curis (7) eius, Et licet nlias dudum aliquas displicencias contra
ordinem meum commiserit in eo quod contra eius dehitam obedienciam ad pontificalis
dignitatis apicem procuravit se assumi, qui tamen cum omni honoris fastigio, tam in
Curia Romana. ubi erat ordinis mei generalis procurator, omnium secretorum et ne-
gociorum eiusdem conscius, quam eciam extra semper favorabiliter prosecutus, ita quod
eciam tune temporis quo excessus plus et periculosius arcebat, ad Ecclesiam suam
fuerit pacifice admissus, et in Ecelesia nallo correspondente ulcionis malo, sed ad
plenum abolito et remisso a me et omnibus meis venerabiliter pertractatus. Sed ex-
nune denuo ut a referentibus veridicis didici, quod per novum displiceneie genus, non
solum ordinem meum. verum eciam Ecclesiam suam, ac membra eiusdem exasperare
144
eonatar, querens nescio quo aſfectu nos penitus deserere et a Sanctitate vestra ad aliam
Ecclesiam secularem transfesri nobisque duriorem in malum omnium nostrum aupponere,
quod deo teste fieret, si ipse preeator hoc a Sanctitate vestra nos oflendendi anime
obtineret, Quare Beatissime pater, vestre Sanetitati humiliter supplice. eum toto ordine
meo, genibus provolutis, quatinus eiusmodi translacionem, quam dictus pater de eo
fieri intendit, s. v. omnibus modis non admittat, cum in notabile dampnum vergat diete
L.cclesie que pauper est nec suflicit expensaram anern personnrum gravium et secula-
rium supportare, Presertim persona que non esset ordinis mei in tali Eoelesin regulari,
hahitu et professione differens. quomodo posset congrue cum suis capitularibus concor-
dare, Pensatis ergo premissis racionibus cogat sepedictum dominam et patrem ad Ee-
clesiam suam redire et in pacis puleritudine residere, proponimus ex animo eundem
cum aus Ecclesia omni henivolencia et pietate sicud de gracia dei circa alios facimus,
defensare, nec scienter eum molestabimus nec molestari faciemus quovismodo. sed vo-
luntatis pacis et concordie, quam ad dietum venerahilem patrem et Ecclesinm sunm
gerimas, sentire debebit cum effectu, predieta facientes S. v. michi ordinique meo ac
Ecclesie scpedicte exhibebit graciam singularem. Datum in Castro Marienburg XIII
die Apprilis anno domini M'. CCC. Nonagesimo octavo,
Abſchrift im Regiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen Nro. II. p 78 u. Schiebl. CXIV. Nro. 14.
Voigt B. vi. S. 188.
M CIX.
Der Hochmeiſtet verſpricht dem Ratb und der Gemeinde von Brügge, ihren Klagen über dis Bernſtein
fesdung des Großſchäffers von Königsberg abzuhelfen. — 1398.
Dem Burgermeister und Sebeppfen und der Gemeyne der stat
Brugge.
Erbarn lieben freunde euwern brief uns nuwelich gesandt haben wir wol vornomen,
in dem euwir Erbarkeit schriebet und von uns begert, das wir euwir miteborger von
den Ir uns geschrihen habt dorezu welden helfen und raten, das der Bornstein, den
sie hie in unsern landen kouffen gebessert worde, und das wirs dem Grosscheffer von
Koningberg befulen das her den selhin uwern mitteborgern den Bornstein in lidelichin
kouffe vorkoufte, uff das sie syn deste bas mochten zeukomen Urbarn lieben freunde uns
stet wol zcu gedenken, das, als vor uns quomen umh eyne semeliche sache czu Ostern
nehest vorgangen di paternoster von euwir stadt Brugge und von Lahieg zampt mit dem
145
das wir uff die selbe zeiet mit dem Grosschefler redten und erostlich befublen, das
hers mit den euwern also sulde machen und obir eyn komen, das sie sich dobie moch-
ten behalden, und das nicht allwege alzo dorfiten elagen, und ouch so habin wir an-
dirs nicht gewost, denne das unser geheise den euwern miteborgern holfflich solde syn
gewesen keyn dem Grosscheffer, und ab hers nu anders mit den euwern hat gehalden,
den her In vorheisen hat. das. ist geschen an unsern wissen und willen und ist uns
getruwlich leit, und dor umb so wolle wir ouch gerne dorch euwir liebe willen dem
Grosscheffer bevelen und heisen, das hers mit den euwirn alzo richte und halde, als
her moglieh und billich tuen sal, und nu der steyn zcu dissen czeiten »0 gros und
sehone nicht enfelt, als her etwan gefallen ist, zo welle wir Im ouch beſelen das
hers doch also mit euch halde und berichte, das ir nicht alzo stetlich werdet dorffen
elagen. Gebin eau Marienburg am donrstag vor Palmen (1398.)
Abſchrift im Reglſtrant. des HM. Konrad v. Jungingen Nro. II. p. 75.
Volgt B. vl. S. 137.
M CK.
Der Hochmeiſter ſteut dem Rath von Wisdy vor, was von Seiten der Stabt an Beibülſe zu ihrem
Beſten zur gänzlichen Vertilgung der Seeraͤuber geſcheben mäffe. — 1398
Dem Burgermeister und dem Rate czu Wysbue.
Erbarn lieben frunde Als euch Wiesinilich ist, das wir durch besundere und groser
not wille des gemeinen koffmannes uns geleget baben in di see czu vortribin di See-
roubir, di gotis und allir werlde finde sint und beschediger Des hat got der herre
uns gehulffin das di unsern di wir um ensulch« czu vorstoren gesandt haun di selben
seeroubir und der lute beschediger und besunder des landes czu Gotland do selbes uff
dem lande und in der stadt czu Wisbue gefundin und mit euwer hulffe obirwundin
und vortreben baben Euwer stadt und dem ganczin lande czu Gotland und dem ge-
meinen kofmanne alz wir unczwifelich hoffin czu groser selikeit nucz und vromen und
obir das so haben wir och alz euch wissintlich ist sampt mit andern steten unser lute
uff di see gesandt Euch und den gemeinen koffmann vordan in fredesamkeit czu be-
halden, Und das allis haben wir ane grose unmessige koste nicht mogen darbrengen,
als Ir lieben frunde und ein Iclicher das wol moget dirkennen, Nu haben wir uns en-
suchin wol besunneu, das di selbin seeronher und Ir mitiehelffer in so korezir crit
nieht mogen gestillet und vortrebia werdin Sundir das ai sich leichte uff den winter
19
146
wen di fredeschiff widder us der see komen weder mogen haldin an di land do di aie
sich vormals bequemlichst wostin czu enthaldin und das wer sich e uff gotland den
anderswo czu vorsehen, und wi ensulchs geschege do got vor sie, do mochte deme ge-
meinen Koffmanne der stad czu Wisbue und dem ganezin lande ezu gotland grosser
mü und schade von entsteen, den vormals I geschen were, und uff ein sulchs czu be-
waren und Im wederczustehen, well wir gerne gedenkin al wir fruntlichst mochtin,
Nu dirkenne wir wol das is ane lute und grose koste nicht vollenkomelich und sichir
vorwart moge werdin, Und dorumb lieben frunde wer unser Rat alzo verre ap is euch
gefile das Ir di gemein euwer stadı und uff dem gancsin lande czu gorland czu sampne
bebot und en zemeliche mit In wuget und obirredt ap si do czu holfflich weldin sin
und Ir sam mit In uns weldet helffin bekostigen, das man in der stad ezu Wiebu nnd
och im lande vortan uff den winter so vil late mit irem harnasch und notdorfft mochte
ushaldin das si den selbin seeroubern mochtin wedersten, und das land und di stad beschir-
men, uff das ap di selben gotes finde do got vor sie Iren willen mochtin haben nicht
vil me und grosser bosheit euch und dem gemeinen koffmanne wurdin ezutriben denne
si I gethan hatten, und ensulchim wedir czu sıeen, were uns und unserm lande czu
Prusin czu swer alleine czu bekostigen und mochtin sin nicht wol di leng czukomen,
Und dorumb lieben frunde ap Ir sin nu mit der gemeine des landis und der stad ein-
trechtig und czu Rate wurdet, das Ir uns gemeinlich di koste weldet helffin tragen als
obin stet geschreben adir was Ir do bie thuen wellet Bitte wir uns wedir ezu schriben
als ir irsin moget So welle wir dornoch gerne mit unsern gebitegern und mit unsern
steten doruff denken das wir euch us unserm lande lute und koste und ander notdurfft
volgen lassen wes Ir werdet bedurffin uff das di selben bosin lute di Seerouber und
ander Ir helffer nicht also obir euch und vil ander erbar lute iren bosen willen vol-
triben mogen, Geben anno domini etc. nonagesimo VIII an der Mitwoche in den Phingst
heilgen tagen.
Abſchrift im Hochmelſter⸗Reglſtrant Nro. U. p. 79.
Voigt B. vi. S. 113.
M xl.
Der Hochmeiſter und der Orden in Preußen und Livland ſchließen mit dem König Etich von Danemark
Schweden und Norwegen eln ewiges Freundſchafts⸗Bündniß und ſtellen den Unterthanen des nor⸗
diſchen Reichs und des Ordensgeblets den Handel frei. — 1390.
Wir Bruder Conrad von Jungingen Homeister des Ordens der Brudere des Hospi-
tales Sante Marien des deutschin huses von Jerusalem, Bekennen und betzugen in de-
147
sim kegenwortigen brive das umb sunderliche gnade, gunst und lybe wille als wir
vornomen habin die tzwisschen den Allirdurehluchsten Forsten und herren herren etwan
konygen der Ryche Denemarken Sweden und Norwegen und den eren uns unserm Or-
den und unsern vorfarn von alders hys nu gewest sint, und wir ouch nu unser Orden
und die unsern von den vorgenanten dryen Rychen nnd den eren vynden und befunden
habin und noch hernochmols vormuten von In und den eren vortan ab gat wyl tzu
vyndende, So habin wir noch Rate und willen unsirs Rates und unsir Gebitiger ge-
macht eyne frantschafft mynne eyntracht und eynen gantzen frede tzu ewygen tzieten,
myt dem Allirdurchluchsten forsten und herren herren Erych konyge der Ryche dene.
marken. Sweden. und Norwegen. Irer lande und Stete dorynne. und sienen nochkome-
lingen konygen und den eren. alzo das wir unsir nochkomelinge und die unsen der
lande Prewsen und lyflandt widder sie und die eren in keynerley wyese thun wellen
ader sullen, widder mit rate noch myt tate, und ouch keynen kryg ader orloy mit In
tsu habin, Ir ergestes und Iren schaden in keynerley wyese ouch nicht tzu thnnde,
Sunder allirley arg und hulferede, doch alzo das sie uns und die unsen und unsir
frunde by rechte lassen und underlanges eyne den andern rechtes pflegen, nnd ab
ymandt ader keyn herre mit den vorbenumpten Rychen nochkomelingen konygen ader
mit eren landen vorgeschrebin kryg nder Orloy ansluge. do sulle wir und dy unsen
stylie tzu sittzen und dotzn keyne hulfe thun myt rate noch mit tate alze vorgeschrebin
stet, des gliche alze vorgeschrebin stet in allir nıase sullen sie und die eren uns unsen
nochkomelingen humeistern der vorgeschrebin lande und dese vorgeschrebin lande und
die unsen widder ıhun und pflichtig sien unsir und der unsern und desir vorgeschrebin
lande ergeste und schaden in keynerley wyese ouch nicht tza thunde ader tau wissende
als hir vorgeschrebin stet. Ouch welle wir das dy us Iren Rychen unsere lande suchen
mogen, dorynne tzu kowfslagen dar tzu varende und tzu kerende Ir gut und kowfen-
schacız tzu handelnde in allir mase als von alders vryeste gewesen ist tzu ewigen
tzieten, des glichin zullen die unsern und die us desin vorgeschrebin unsern landen
widder thun, in den vorgeschrebin Rychen alze denemarken, Sweden und Norwegen etc.
varen und keren Ir gut und kowfenschactz dorynne tzu handeln in allir mase und noch
sulchin Privilegien und briefen und in sulchir wyese als der Allirdurchluchste forste
und herre herre Erych konyg der Ryche vorgeschrebin den Steten dy nu in der deutachin
hense sint, nn tzu koppenhafen geconfirmiret hat hirnoch underlanges tzu blibende alze
vorgeschrebin stet, das alle dese vorgeschrebene stucke und artikele gants stete und
veste von uns und unsern nochkomelingen gehalden werden tzu ewigen tzieten in allir
mase alze vorgeschrebin stet, So habin wir Bruder Conrad von Jungingen homeister
195
148
vorgenant unsir Ingesegel mit desin nochgeschrebin unsern gebitigern von Prewsen
und von lyflandt Brudere unsirs ordens Ingesegelen, Wennemar von Bruggenohy Ge-
bitlgers von Iyfland, Wylhelm von helfenstein Groskomthurs, Wernher von Tettyngen
Obisten Marschalks, Graven Conrod von kyburg Obirsten Spittelers und komthars
tzam Elbinge, Johan von Beffardt Obirsten Trappiers und kompthurs ızu Cristpurg,
Borchard von Wobeken Treselers, Bernhard hevelman landmarschalkes tza lyflandt,
Graven Albrecht von Swartzburg kompthurs tzu Dantzk, Conrod von Vytinghoven
kompthurs ızu Velyn, Dytherich von Wylhoreh kompthurs tzu Revele, herman Vynke
foigtes tzu Jerwen, Grave Meynhardt von Ebirstein kompthurs ızu Guldingen, Johan
Tygarden Grosscheifers von Marienborg an desin brieff lassen hengen, und wir Bur-
germeistere Ratmanne and gemeyne desir nochgeschrebin dryer stete, Thoren, Elbing,
und Dantzk, globende alle dese vorgeschrebin artikel stete und veste izu halden myt
wissen und geheisse unsirs allirgnedigsten grosmechtigen herren herren homeisters
obingeschrebin, habin unsir icliche unsir Stadt gros Ingesegel an desin brief lassen
hengen, Gegebin uff unserm huse Marienborg An sente Jahannis tage des Towiers
Noch der geburt unsers herren Jhesu cristi Tusunt dryhundert Im Newonnd -
Nuntzigsten Jare.
Drtzinat»Urkunde mit 16 wohlerhaltenen Siegeln im Geh. Archiv Schlebl. 79. Nro. 2.
Voigt B. VI. S. 128.
M Cxll.
Der Hochmeiſter verſpricht den Bewohnern der Stadt Wisdy alle ihre alten Rechte und Privilegien be⸗
ſtätlgen zu wollen. — 1390.
Gotland.
Ersamen lieben getruwen Borgermeistere Ratmanne und ganeze gemeyne der stad
Wysbu wisset das by uns sint gewest dy Ersamen Borgermeister und Ratmanne von
euwirs rates und ganczen gemeyne wegen der Stad Wysbu noch der csiet als sie von
dem ailirdurchluchsten und hochgebornen herren Alberto kenioge von Sweden an uns
und unsern orden mechtielich gewiset worden und Ire holdange von Iren wegen und
euwir gancze gemeyne gethan hatten doran uns uff dese eziet wol genugete, Begerten
das wir euwir alden rechte und privilegia mit macht unsirs briues bestetigeten, des ay
wir ezu rate worden mit unsern gebitigeren das wir czu vorder tagen des ersten des
wir mogen ober senden wellen unser gehitiger eynen und begeren von euch das Ir
dem selhin gebitiger den wir czu euch senden werden un unser und des ganczen
149
ordens stad globet dy heoldunge alza czu halden alz sie dy euwern uns gesworen und
getan habin von der ganczen stad Wyshn und ganczen gemeyne wegen, der selbe ge-
bitiger dy rechte und privilegia von alders gegebin euwir stad, sal vorharen und an
uns brengen dy usschrifte der selbigen hriue, und wir glaben mit macht dys kegen-
wortigen briefes des wir alle dy alden rechte gegebin dy wir von rechte pflichtig syn
ezu hesteiigen mit eraflt unsers briues alezu gerne. bestetigen wellen Ouch wisse: das
uns dy euwern etliche artikel dorumme Ir sie gebeten habet vorgelegt habin und uns
dorumme gebeten, doruff wisset als wir In ouch genntwert hahin wenne dy unsern hin
obir komen den wir is befelen wellen was sie euch denne gutes noch mogelichkeit
doran gethun raten und gehelfen mogen das zullen sie gerne ıhun Gegeben czu Marien-
burg am fritage vor Nativitatis marie Im X CIX Jar under unserm Ingesegel hie ne-
dene angedrucket.
Abſchrift im Reglſtrant des HM. Konrad don Jungingen Nro. 11.
Volgt B. vi. S. 118.
V CK.
König Albrecht von Schweden und Herzog Johann von Mecklenburg verpfänden dem Hochmeiſter Kontab
von Jungingen und dem Deutſchen Orden die Inſel Gothland und die Stadt Wisby für
30,000 Nobeln. — 1399. 7
Wy Albrecht van Godes gnaden der Sweden unde der, Geten Koning unde wy N..
de Junger van der zulven gnade Hertoggn to Meklenborch. Greven to Zwerin to Star-
garde unde Rostock heren. doen witlik ande openbar allen da dessen bref zeen edder
horen lesen. dat wy mit walbedachtem mude, rechter wetenheit and willen unser erven
und mit erven und init rade unde vulbord unser beyder Raadgeren hebben unse
land Gotland genomet mit der Stad Wisbü dar yone belegen ganez und gar mit
allen rechten. vriheit. nutticheit densten. dorpen. vleten, wateren. seen. haven. vi-
scherien. ackeren. molensteden. Molen. bruken. buschen. wolden. heiden. allerleye Ercze.
in der erden unde buten. Jachten. leen. leenguden. mit allen anderen tohehoringen wo
de genomet synt. Alle herscop und egenscop. wo wy dat sulve land und de vorbenant
stad mit eren tobehoringen to eygen hebben. nichtes dar ynne utgenomen dar to alle
gud. dorpe. leen, lengud Gestlik und werlik. wo se van uns to lene gan, nynerleie
recht, nud und besitiunge. ut genomen vorsettet hebben und vorsetten mit kraft desses
yegenwardigen breves Dem Krwerdigen Geintliken heren. hern Cunrade van Jungingen.
Homeister des düdeschen ordens der bruder des spittals Santie Marien des düdeschen
150
huses van Jerusalem. und sinem gammzen orden. vor teyn Dusent Nobelen. gud van
golde und zwar nuch van wichte. de he uns also utgerichtei. gantz und gur betalet
heft in unser sad Wismer. 10 willen und to dancke und to allen genüge. nnd vor
twintich dusent nobelen. de hir na benomet synt. wenn de vorbenomete her homeister
und syn orden uns to groten danken und to zunderger fruniscop. dat sulve unser land
Gotland und de Stad Wishü to der tyd do beyde sıad und land gantz und gar wit
unrechter gewalt de seerover ane unse wetenheit und willen ingenomen hadden und
beweldiget van semeliker ungerechter wald ledegeden und vrieden mit groten kosten
und teringen de sulven geacht und gerekent na mynne und vrüntscop te twintieh dusent
nobelen gud van golde und swar nuch van wichie van dem vorbenometen bern ho-
meister und synem orden. wy Albrechı koning und wy Johan Hertoge vorbenomet mit
vulbort al unser erven und mit erven to uns genomen hebben gantz als in rechter
schuldwise de sulven summen der twintich dusent nobelen by guden truwen als of se
uns to der vorbenometen summen der teyn dusent Nobelen gantz und gar gegeven.
beiulet und getellet weren. Wor umme wy vor de vorbenomete summen to hope gesla-
gen dortich dusent nobelen vorsettet hebben und vorsetten unse land und stad vorbe-
nomet mit Craft desses yegenwardigen breves. und dar umme alle unse geswornen und
huldinge der manscop unses landes Gotlande und der stad Wisbü upseggen beide se
und alle andere underzaten welker kunne edder bord se syn. und wisen mechtichlich
an den vorbenometen hern Honseister und synen orden em und synen nakomelingen
10 donde allerleie recht und denste alle de wile de vorserevene her homeister und syn
orden dat land und de Stad vorbenomet heft in vorseitinge van unser wegen. und
wann de vorbenomet homeister unde syn orden uns Albrechte konige to Sweden grote
leve und vruntscop bewiset bebben in der tyd unser vengnisse wy dar wedder ok grote
vruntscop plichtich syn unde sunderliken wenn de sulve Orden ene grote beschuttinge
und bescherminge is der hilgen Cristenheit. und dar umme grote teringe dreeht, 20
geve wy Albrecht konig und Johan hertoge vorbenomet den sulven alle vrucht geneet
nutticheit. de dar gevallen und gevallen mögen in unsem lande und der stad vorbeno-
met. und scolen und willen unse erven edder nakomelinge to ewigen tiden in keyner-
leie wise vurderen noch af sinn van der vorbenomien summen der dortich dusent no-
belen. Sunder wy vorsaken mit dessem yegenwardigen breve vor uns unse erven
und nakomelinge aller ansprake an gestliken und in werliken rechte und gerichte. und
och of wy oerigen en recht to der sulven nud und vrucht hädden dat geve wy en
gantz und gar up mit dessem breve. Unde of wy unse erven edder nakomelinge. den
dat von rechte geboren mochte dat sulve land Gotland und de stad Wisbü enesmales
151
wedderlosen wolden. ao scol uns de her homeister und sine nnkomelinge schuldich syn
dat sulve land unde de stad wedder to lozende gheven umme dortich dusent nobelen.
de wy em ofte sinen nakomelingen. und dem Orden to willen scolen hetalen in siner
stad to Dautzeke. mit alsulker underachede. wann wy edder unse erven dat sulre land
to gotlande und de Stad to Wisbü wedder io uns losen willen so scole wy dem heren
homeister edder sinen nakomelingen und dem Orden. dat en Vaar 10 voren to wetende
doen mit enkeden breven und boden. und dar na vort bynnen enem iare scole wy
mogen dat land gotland und de stad Wisbu vorben. wedder losen van en vor dor-
tich dusent nobelen der teyn dusent berede leent aynt uns betalet unde getellet gud
van golde und zwar genuch van wichte in unser stad io der Wismer. dar wy ze van
em to willen entfangen hebben. und de anderen twintich dusent nobelen betalet in
schuldiger upneminge. vortmer wan wy unse erven edder nakomeliuge land und stad
vorben. wedder lozende worden. und de betalinge dem bern Homeister to Dantzeke sco-
len bereden. ao scal de herre homeister edder sine nakomelinge unse edder unser erven
boden und ghud leyden an sinen depen steden und grenitzen. alao dat unse boden und
gud vor aller manlike bliven ungehindert. vortmer love wy koning Albrecht und bertoge
Johan vorben. vor uns unse erven und nakomelinge dem hern homeister und sinen
nakomelingen und dem gantzen Orden vorgescreven. dat aulve land Gotland und de
atad Wiaba to vriende vor aller ansprake. und vor allem rechte dat ymant welkerleie
gradus edder werdicheit he is darinne meynet to hebbende in gestlikem edder werlikem
edder welcherleie recht dat were. de vor recht komen wil und recht gheven und nemen
wil. und vortien uns ok vor uns unse erven und nakomelinge allerleie rechtes breve
und privilegia wo wenne und van weme de gegeven sint. edder gegeven werden. dar
mede man moechte de vorscreven vorgift und vorsettinge wedderropen edder hinderen.
dar to allerleie utneminge na dem gemenen rechte. als of de vorben. summe der dor-
tich dusent nobelen nicht gegeven betalet und getellet weren. des rechtes und aller
anderen rechte wy una vortien und vorsaken vor uns unse erven und nakomelinge mit
kraft dessen hreves. und of ymant anders he sy gestlik edder werlik. edder in wat
state he ay de vor recht komen will und recht geren und nemen wolle. den heren Ho-
meister sine nakomelinge edder den Orden hinderde. edder bewore yengerleiewys umme
Ant land gotland und de sid Wisbü ao acal de her homeister edder sine nakomelinge
edder de Orden. uns edder unse erveu und nakomelingeu dat enbeden mit synen en-
keden breven edder boden an eyn unser Stede to Wismer edder to Rostok 30 scole
wy koning Albrecht und hertoge Johan vorscreven. und ok alle unse erveu und nako-
melinge dem heren homeister, sinen Nakomelingen und dem Orden vorsereven plich-
152
lieh syn dat gantze land gotland. und de stad Wisbü mit alle eren tobehoringen to
vriende in allem gerichte, ze sint gestlik edder werlik. dar ynne de orde wert ange-
clageı. und ok of man boven recht den vorben. orden van unser Inndes wegen und
stad vorhen. antastede mit gewalt. wy mit unsen ridderen unde knechten steden unde
landen uppe unse egenen koste unde teringe in egener Personen nne hinder scolen
helpen beschermen. und beweldigen und to vrien und dat seal an dem bern homeister
edder an dem orden vorscreven liggen. of se van uns erchen willen de vrienge mit
rechte edder de hulpe mit macht unser Ridder und knechte. Och 30 love wy koning
Albrecht und hertoge Johnn vorhen. dat wy und unse erven und nakomelinge bynnen
der ıyd als wy des hern homesters halpe plichtich syn und an siner maninge stan
dat wy uns bynnen der tyd mit nymande vorlıynden scolen van des landes wegen got-
land und der stad wegen Wisbu. dat wedder den hern homeister und den orden ay. Vortmer of
en van des sulren landes unde der stad wegen yennich krich entstände van yemande wel-
eherleye gradus edder werdicheit he were. so love wy kening Albrecht und hertoge Johan dat
olle unse stede haven und straten in all unsen landen to dem sulven krige scolen openstan
ungehindert dem heren homester sinen nnkomelingen and dem Orden in welkerleys
wise se des behoven by en to blivende. und of wy binnen enem inre dem hern ho-
meister sinen nakomelingen edder dem orden vorscreven dat land gotland und de atad
Wisbü in der varscreven Wise. als he van uns edder unsen erven edder nakomelingen
eschende würde nicht vrieden edder vortreten edder em dyt gelt nicht.. . wedder
gheven. nis desse bref utwiset. sn hebbe de her homester und de orde des vullemacht
na sinem hehage. dat sulve land gotlande und de sind Wishü dem orden also vorsettet
enem anderen to vorsetfende. wem he moge umme de vorscreven summen drättich de-
sent nohelen. and wat de buwinge und de utkop den gudes heft gekostet. dar to tn re-
kende. als de nasereven artikel utwiser. nnd dar umme senl de vorben. her homeister
and syn orde de sınd Wisbü und dat land vorben. van uns. unsen erven und nako-
melingen ewichliken bliven ungemnnet. noch keyne schuldinge dar umme to en hebben
seolen. Jodoch so seal dat Innd und de stad vorben. uns und unsen erven und nako-
melingen to lozende stan van dessen den dat vortan vorsad wert. Vortmer ofte de
her Homeister edder sine nakomelinge edder de orde in der tyd der vorsettinge yennige
»lote edder veste edder andere buwete makeden und buweden up dnt land getland edder
in der sind Wiabn edder yengerleye gud koften dat mogen se don und geven en macht
dat ne wedder o sik luzen mogen edder in kopes wise hebben“ dat sy an renten tollen
molen leengude edder anderen gude welkerleie se sint de in vortiden der oversten
heracop uns und unsen vorvnren te gehoret hebben und wat de orde an gebuwete gel-
0
153
des uigift. und gudes ut koft dat schole wy plichtich syn wedder to betulende gantz
und gar mit dem hovetgude als mit dortich duzent nobelen. wann wy edder unse er-
ven edder nakomelinge dat land uad de stad vorben. würden wedder losen. Och zo
scole wy id setten to des bern homeisters edder siner nakomelinge edder des orden
zeggende wat ze vor dat gebuwete und gud dat se tokoft hebben utgegeven hebben.
nnd dar wedder scole wy nicht komen edder spreken an nenem rechte. gestlik edder
werlik. Unde of bynnen der tyd. als de her homeister unde de orden dat sulve land
gotland und de stad Wisbü in vorsettinge hebben. dem bern homeister edder dem Or-
den af gewunnen worde. gantz edder an eynem dele. dat sy mit gewalt vorre tnisse ed-
der anderleie wyse. des scal de her homeister sine nakomelinge und de gantze Orde
van uns Koning Albrecht und hertoge Johanne vorben. und van unsen erven nnd na-
komelingen ungemanet syn und bliven to ewigen tiden, Unde uppe dat alle desse vor-
screven zake in allen artiklen vast und stede bliven. so hebhe wy Koning Albrecht
unde hertoge Johan vorben. vor uns und vor unse erven und nakomelinge unse Inge-
zegele witliken hengen Inten an dessen bref. und wy Reymer van Plesse, Werner
von Axerowe Helmolt van Plesse. Heydenrik von bibowe. hennig Stralendorp. Johan
stralendorp. Segebant thuen. Peter Batzowe. Reymer van hagenowe. Gerd negen-
danke. Otte Beyenvleet. Otte veregge. Joban Bere. hinrik Babbe. Gherold hasenkop.
hinricb Kulevus. Johan Bnlowe. Bertram Holstendorp. und Bernd van Plesse Riddere.
henneke Moltike van strelitz, hermen lutzowe. volrad van tzüle to Camyn. Busse
latzowe. heykendorp. hans vame kruge. hinrich negendanke. Marquard van dem hagen.
hartich Preen. hefinig Parkentyn. detlaf Buchwolde. Siverd Buchwolde. binteh van der
Id to tesmerstorpe. lange hinrich van der lü, herman van der lü to Pantzowe. berman
van Ortzen. Albrecht tzepelin. Heydenrik tubendorp. Dyderik Bntzowe. hinrich tzichu-
sen. Borcherd Dambeke. henneke van der lü to Corehowe. bermen van der lü to
Mechtestorpe. hinrik Berse. vicke velehnue. vicke pluscow. Marquard negendanke. bin-
rich quitzow. Clawes Parkentyn. hinrich Reventlowe. Juries hoge woldemer Moltike
van der nyenkerken. Otto smeker. Goscalk Barnetowe. Arnd van gummeren. Kurd
Preeu to Moldentyn. henneke Bassevitze. hans Kurdeshagen und hans Driberch kna-
pen Bekennen und betügen openbar an dessem breve dat wy mit nnsen gnedigen he-
ren koning Albrechte und hertoge Johanne vorben. lovet hebben und loven an dessen
breve-alle desse vorscreven sincke und artikle stede nnd vast to holdende an guden
trawen sunder alle arch und hebben nnse Ingezegele mit eren Ingezegelen to groter
bewaringe witliken und mit guden willen henget an dessen breff De Geven nnd ge-
20
154
sereven is to Ziwan uppe unsem slote. Na godes bort Dusent Jare Dre hundert Jare
und an deme negen unde negentigesten Jare an der hilgen drivaldicheit dage.
Original⸗Urkunde mit 62 wohlerhaltenen Siegeln im Seh. Archid Schiebl. 80. Nro. 2.
Voigt B. vi. S. 118.
M CXW.
Der Biſchof Heinrich von Samland verleiht dem Irkil von Wykow zu feiner Taberne noch drei Hufen
Land gegen Zinslelſtung. — 1399.
In nomine domiai amen. Nos frater Henricus dei et apostolice sedis gracia Episco-
pus Sambiensis Universia ac singulis presencium notieiam habituris cupimus fore no-
ium quod cam Jekil de Wykow taberuam quandam sitam in suburbio quondam castri
nostri Rynow hereditario Jure aliquandiu possedisset Tandem predecessor noster pre-
eibus dieti Jekil suoramque amicorum Placatus Prenominato Jekil ad prefatam taber-
nam culmense Jus concessit Nos igitur terre nostre facta bonorum Mensuracione sepe-
dicto Jekil et suis veris heredibus utriusque sexus ac legitimis successoribus contuli-
mus presentibusque conferimus ad prefatam tabernam tres mansos sub certis graniciis
limitatos prope idem suburbium sites Jure culmensi ut prefertur perpetuo possidendum
Tali tamen adiecta condicione quod Predictus Jekil auique veri heredes ac legitimi
successores pro taberna et tribus mansis predietis singulis annis feste beati Martini
episcopi et conſessoria nobis et nostris zuccessoribus tres marcas et duodecim pullos
pro censu et nomine census dare perpetao teneantur Excipimus tamen montem in quo
eastrum nostrum quondam Rynow dietum edificatum fuit quem usui nostro et successo-
rum nostrorum reservamus Daıum et actum Anno domini Millesimo treceniesimo nona-
gesimo none decima sexta Meusis Februarii die In evidenciam premissorum nostro sub
appenso sigillo Presentibus honorabilibus viris dominis fratre Jacobo vicecommendatore
nostro et Nicolao fratris (?) eappellano nostro et aliis pluribus fidedignis.
Original⸗Urkunde mit dem Siegel des Biſchofs im Geh. Archtd Schleble XXIX. wo. 23.
M CXV.
Der Biſchof Johannes von Pomefanien beauftragt den Dombersn Gerhard mit der Viſitation in mehren
Staͤdten und Dörfern — 1400.
Frater Johannes dei et Apostolice sedis providencia Episcopus Pomesaniensis Dilecio
nobis in christo domino Girhardo Canonico Eeclesie nosıre kathedralis sslutem et since-
155
ram in domino earitatem. Cum eeclesiarum prelati vigili cura intendere debeant cor-
reeeionibus et reformacionibus subditoram annua visitacione Ne eorum sangwis de
ipsorum manibns regoiratur. Verum quia omnibus et singulis nobis incumbentibus ne-
gociis personaliter intendere non possumus variis et diversis ecclesie nostre curis et
sellicitudinibus inpediti dignum duximus ut ea quibus preseneiam corporalem exhibere
nequimus, per alios nobis fideles inpleamas maxime ex eo, quod mandata celestia effi-
encius gerimus si onera cum fratribus nostris pareciamur, Caritati igitur vestre visita-
clonis Officium tam clericorum quam laycorum Civitatum et villarum sedium infra-
scriptarum: Ilgenburg, Soldow, Nydenburg, Hoensteyn, Ostirrode, Libenmol, Mornngen
et Hersefelt, ad presens auctoritate presencium committimus peragendum, Adhibentes
talem sicud de vobis presumimas diligenciam in diete visitacionis Officio, quod contu-
maces et rebelles puniantur, benemeriti et obedientes excorrentur ne perversorum in
moribus et vite conversacione reformentur. Committimus insuper vobis quod inobe-
dientes et rebelles per censuram eeclesiasticam ut na suis insolenciis cessent arestatis.
Detum in Castro nostro Resinhurg Anno domini Millesimo Quadringentesime in Cra-
stino sancti Mathei cam Seereto nostro presentibus subappenso.
Original- Urkunde (das Siegel Fehlt) im Geh. Archiv Schlebl. I. Nr. 20.
NM CKVL
Der Hochmelſter meldet dem Herzog von Burgund das hinterliſtige und feindſelige Benehmen des Gtoß⸗
fürſten Witowd. — 1401.
Duei Burgundie.
Ins tris princeps et domine magnifice graciose Quia de solitis Serenitatis vestre pre-
elare benignis direccionibus graeiis et favoribus quibus adeo permoti pro zelo nos et
ordinem nostrum in confiniis istis paganorum perfidissisnorum degentem affeccione sem-
per speciali respicere conswevistis in nullo diffidentes speramus, Quod sicud (sic!) eadem
gracia magnificencie vestre nobis et ordini nostro graciosius in omnibus prosperis vult
eongaudere Itaque in adversis velit condolere Eapropter Illustris Princeps et domine
presincere vestre presentibus signifieamus Serenitati cum querela, Quod iste Witoldus
vir utique dolosus qui se gerit pro supremo principe litwanorum post amicabilem con-
eordiam nuper ad ipsius instantissimas peticiones et crebra desiderin per nos et ordi-
nem nostrum secum initam perpetuo duraturam. litterisque sigillatis utriusque partis
roborntum, abaque diffidacione seu alia quavis notificacione ex enusis per ipsum fictis
20 *
156
solitis fraudibus non desistens, in quadragesima proxime lapsea, maximam multitudinem
paganorum partim neophitorum subditorum ordinis nostri falsis promissionibus et mune-
ribus exquisitis clandestine nobis ignorantibus sibi alliciens et dolose dae castra per
nos in eorumdem psganorum terris anno preterito cum maximis laboribus et expensis
constructa, incendio traditorie devastavit, abductis ab eisdem ordinis nostri fratribus
et aliis quampluribus subditis nostris hominibus christianis quos inhumaniter in sua
non cessat detinere captivitate postulans a nobis liberos sibi tradi obsides eorumdem
paganorum, quos pro fide servanda nobis in ipsorum conversacionis inicio ad catholi-
cam fidem voluntarie tradiderunt Et quia Serenissime princeps ac domine graciosa idem
Witoldus non contentus in premissis traditorie peractis de die in diem amplius suis
inopinatis machinacionibus et suggessionibus perversis christianitatem in partibus ordi-
nis nostri eandem perperam defraudendo cum presidio paganorum totis viribus ad ulti-
mum exterminium multiplieiter nititur dampnificare, vestre magnificencie hoc lpsum de-
crevimus referendum cum querela, ut in biis celsitudo vestra preclara quamquam absque
fallo speramus nos et ordinem nostrum ymmo verius christianitatem sacram eo propi-
cius dignetur prosequi benigno compassioais fervore meritum percepturi ab omnium re-
tributore qui celsitudinis vestre graciam ad optata tempora feliciter conservare dignetur.
Datum in Castro nostro Marienburg XXIIII die Mensis Maii anno MCCCC primo.
Abſchrift im Regiſtrant Id. p. 15.
Voigt B. VI. S. 107.
M Cx VII.
Der Röm. König Wenceslaus, König von Böhmen, willigt in den von feinem Bruder Sigismund, König
von Ungarn vorgenommenen Verkauf der Stäbte der Neumark an den Deutſchen Orden. — 1401.
Wie Wentezlaw von gots gusden Romischer kunig zu allen czeitea merer des Reichs
und kunig zu Beheim Bekennen und ıhnn kunt offenliehen mit diesem brive allen den
die In sehen adir horen lesen Das wir geloben fur uns unsere Erben und nachkumen
stete und veste zu halden den kawff den der Irluchtigist furste kunig zu Ungern Cro-
acien Dalmaeien etc. unser lieber bruder getan hat an den steten Berawalt Moryn
Schawenflit Kunigsherg Lypen Kalys Soldyn Arnswalde Newberlya Newlanczberg Frid-
berg Woldenberg und Tankow ober der Oder gelegen mit allen iren subehorangen
allir Slosser Dorffer guter lehengutter geistlich und wertlich rechten freiheiten fruch-
ten und Nuczen und alles das gelegen ist bynnen den grenitzen benumet adir umbe-
numet also als sie usgedrucket seyn in dem houbtbrive des kawfes nichtes usgenomen
157
dem Erwirdigen heren Conraden von Jengingen homeister des ordens der bruder des
Spitals sant Marien des deutschen Hauses von Jerusalem nnd seynem orden umb eyne
nemliche summe geltes und in allir weise wie die Inhaldunge seynes brives dem vor-
genanten orden ubir den kawff ist gegeben alle artickel und eynen iglichen hesundern
wie sie lawten die wir onch von worte zu worte haben also ab sie hie besundern us-
gedrackt weren vorlieben und mechtigen wollen und sollen dowidder nymmer gekomen
mit rate noch mit tate heymelich noch offenhar Sunder lauterlich uns verczihen allir
anspruche mit diesem gegenwertigen wie uns die mochten geburen Mit orknnt diez
brives vorsigelt mit unsi kuniglichen Maiestat Insigel Gehen zn Prage nach Crists
geburt vierczehenhundert Jare und dornach in dem ersten Jare an sand lorenezen abende
unsir Reiche des Behemischen in dem Neannnddreisigsten und des Romischen in dem
sechsundzwenezigsten Jaren.
Transſumt des Biſchofs Kaspar von Pomefanien vom J. 1482 im Geheim. Archld Schlebl. 43.
Nro. 2.
Voigt B. VI. S. 233. Baczke B. 11. S. 284.
A CxvIII.
Henning von Wedeln zu Meln verpflichtet ſich dem HM. Konrad don Jungingen für den Sold zu die⸗
nen, wie er ihn andern ſeiner Mannen und Dienſtpflichtigen im Lande zu Dramburg giebt.
— 1401.
Len Hennyng von Wedeln wonhaftig czu Meln, Bekenne offenlich in desem kegen-
wortigen briffe, allen die In seen ader horen lesen, das ich und myne erben uns ver-
pflichtet und gesaczt haben deme Erwirdigen geistlichen herren, hern Conrodt von Jan-
gingen homeister dutschis Ordens. synen nochkomelingen und dem ganczen Orden
ewiclich czu dynen wedir allerley gemeynlich des egenanten herren Homeisters und
synis Ordens wedirsachen, und gelobe by guten truwen ane argelist vor mich und
myne erben, deme vorgenanten herren homeister und syme Orden, das dinst stete und
veste eau halden, wedir alle syne und synes Ordens vynde. wenne und wie dicke ich
und myne erben von dem vorgenanten herren homeister, synen nochkomelingen ader
dem Orden czu dinste geheisschen werde. und nymmer dowedir czn komen, in key-
nirley wyse, Doch mit sulcher undirscheit, das der herre homeister vorgenant und sien
Orden mir ader mynen erben vor das dinst als vil ıhn, als her andern synen mannen
und dinstpflichtigen im lande czu Drowenhurg gesessen, pflichtig ist czu thun vor Ir
dinst, Czu geczugnisse und hefestange desir vorgeschreben dinge habe ich hennyng
158
vorgenant myn Ingesegil an desen briff lassen hengen, der gegeben ist off dem huse
ezu Sioehow in den Jaren unsers herren Tusent virhundirt und do noch im ersten
Jare, am nehsten Sontage vor Sente Laureneii tage des heiligen merterers.
Original⸗Urkunde (das Siegel iſt abgeſchnitten) im Gehelm. Archiv Schlebl. XII. Nr. 8.
Voigt B. vI. S. 203.
CxIxX.
Schu'dbrief des Matzke Borke zu Stramel und Wilke Mantüffel zu Colpin über 400 Mark an den
Hochmeiſter binnen 10 Jahren zu bezahlen. — 1401.
Wi. Matzke Borke wonbaftig czu Stramel und Wilke Mandtüffel wonhaftig czu Col-
pin Bekennen offenlich in dessem brieffe allen die In sehen hören oder lesen, das wir
unser erben und nochkömlinge schuldig syn und beczalen sullen vierhundert mark ge-
wonlicher prüsscher muneze dem Erwirdigen geistlichen herren hern Cnnradt von Jun-
gingen homeister dutsches Ordens und synem Orden, die her uns an gereitem gelde
gewonlicher czal, gut und gebe, also das uns volkömlich doran genuget, uff dem husse
ezu Slochow fruntlichen und in guten truwen gelegen hat, und geloben vor uns, unser
erben und nochkomlingen, bey trawen und bey eren an allerley argelist und nüwe
fünde und mit gesampter hant. Also das sich keyner unser von dem andern an des-
ser schult gesundern oder geteilen möge, Sunder eyner vor beyde, die vorgenanten
vierhundert mark prusches dem egenanten herren homeister und dem Orden uff dem
husse cza Schivelbein, von dem nehesten sandt Michels tage bynnen czehen Joren
gancz und gar czu beczalen. ane allerley hindernüss unvorczogenlich sullen geben und
beezalen. oder do vär als vil vynkenougen als die funfezig marg prusch noch gemey-
ner beczalunge wirdig syn, und aullen dornoch olle Jor uff sandt Michels tag funfezig
mark prusch oder vynkenougen do vor geben und beczalen, also lange his das wir die
vorgenanten vierhundert mark bynnen den czehen nehsten Jaren dem herren hameister
und dem Orden gancz und gar beezalen, Teten wir des nicht, das wir unser erben und
nochkomlinge uff die tage als vorgeschreben steet nicht beczaleten, denne vier wochen
noch yelichem sandte Michels tage der beezalunge geloben wir bey guten truwen das
unser iclicher mit czwen knechten und mit dryn pferden, ungemanet in ryten zal in
die Stadt ezur konicz in eyne herberge do wir von des herren homeisters wegen inge-
wiset werden, und aldo eyn gewunlich Inleger thuen und leisten, und wellen noch sul-
len dorus nicht komen bey truwen und eren, also lange bis das das vorsessen umbe-
ezalte gelt, umb das wir ingereten seyn, von uns unsern erben und nochkomlingen
158
gancz cu genuge beezalet werde, Gescheges ouch das wir in die Stadt czur konicz
nicht wurden inriten als vorgeschreben ist Also das der herre homeister und der orden
dorumb manen müste, czerunge und müe dornoch haben müste was sie das kosten
würde. das gelobe wir an allerley argelist und widerrede Iren slechten worten doran czu ge-
louben sampt mit dem houpigelde genczlich ezu beczalen Czu orkunde und bekentnüsse
desser dinge haben wir Matzke Borke und Wilke Mandtüffel vorgenant unser Ingesi-
gele von unsern rechten wissen do wir selber kegenwortig woren, an dessen brieff las-
sen hengen, der gegeben ist czu Slochow uff dem husse in den Jaren unsers herren
vierczenhundert dornoch im ersten Jare am nehesten Sontage vor sandt Lorenczen
tage des heilgen merterers,
DriginatsUrkunde (die Siegel find abgeſchnitten) im Geheim. Archiv Schiebl. XII. Nr. 9.
Voigt B. vi. S. 202203.
Kö CXX.
Soldbrief des Matzke Borke Herr auf Stramel und des Wilke Manteufel Herr auf Colpin bei Ihrem
dem D. Orden gegen den König von Polen zu leiſtenden Kriegsbienſt. — 1401.
Wir Matzke Borke wonhaftig eau Stramel und Wilke Mantüffel wonhaftig ezu Col-
pyn Bekennen offentlich in dessem brieffe allen dy In sehen horen oder lesen, das
wir in unserm namen, unser erben und nochkömlinge am nehesten Sonnobende vor
sandt lorenczen tage getedinget und öber eyn synt komen noch Ratbe unser frunde
mit dem Erwirdigen und geistlichen herren, hern Cunraden von Jungingen homeister
dutsches ordens ia sulcher meynunge als hie noch geschreben steet, das wir uns unser
erben und nochkomlinge vorpflichtet haben dem vorgenanten herren homeister und dem
Orden cezu helfen uff den koning und konigreich von Polan mit syner czugehorunge
und uff syne helfer, usgenomen unser erbherren, Czehen Jar mit hulſe, Rathe unde
tate, und bey In czu bliben die vorgenante czeit us. als hie obgeschreben steet, und
wenne uns der herre homeister und der Orden heisschen byanen den czehen Jaren,
So sal man uns das czu wissen thuen vier wochen czuvor So sulle wir, unser erben
und nochkomlinge In volgen und helfen uff den konig und uff das konigreich czu Po-
lan mit seiner ezugehorunge und helfer, usgenomen unser erpherren, als vorgeschreben
steet, mit dryseig wolgewopenten Rittern und knechten, und dorczu mit dryssig schut-
czen, die sullen haben Ire Panezer ysenhute-und hundeskogeln. und iclicher seyn
armbrost, und mit hundert und Czwenesik pferden, und sullen In do mitte dynen eyn
Jar, ap es not ist, Do vor gebet uns der herre homeister nnd der Orden das Jar fünf-
160
tnssent und vierhundert mark prusscher muntere gewonlicher ezal vor unser kost und
unsern schaden, und wir sullen In dynen mit den Drissig wolgewopenten mannen mit
den drissig schütczen, und mit hundert und Cxwenczik pferden uff unser kost und
schaden, und were das uns got hulfe oder den unsern. das wir vyngen graffen, freien
herren Rittere knechte Burgere oder gebnwer, die sollen unsere syn, und hulfe uns
got oder den unsern das wir vyngen den koning, herczogen, es sey welcherley hereso-
gen es seyn, oder des koniges brüder keynen, die oder den sullen wir antwerten dem
herren homeister und dem orden, die sullen Ir syn und nicht unser, mit sulcher under-
schied (Lücke) uns vor den koning . . . (Lücke) fünfhundert mark silbers und
yo vor iclichen berczogen hundert marg silbers, und der herre homeister nnd der orden
sullen haben die willekör........ uns umb dasselbe . . . (Lücke) uns lassen.
Ouch wenne wir von dem herren homeister und von dem orden werden vorbottet, So
sal uns der herre homeister . . . (Lücke) uns schriben wir . ... (Lüde)
senden czehen schog grossen prager muntcze kegen Schivelbeyn, und die sulle wir
aldo uffheben. Als wir denne In das lant czu prussen . . . (Lücke) des ersten
an. . . (Lücke) k prusch uff acht wochen, und do hebet sich nnser solt an von
den nnwnhundert marken. So sal man uns czu der exit als vil als.. . (Lüde)
ufgehaben und. . . . (Lücke) Im lande czu prussen in des ander vyrteil Jares drey
wochen So sal uns der herre homeister und der Orden geben S.... . (Lücke) mark
MH. -. . (Lücke) ding also gefiele, das sie mscht sullen haben, das sie uns ezu
huse mogen heissen cziben, Also bescheidenlich das der herre homeister .... .
(Lüde) seyn, als... . . (Lücke) wir bey In gewest syn, noch wochenczal noch N
ezal und noch manczal uns ezu beczalen, und wenne wir denne noch den vorges....
e (Lücke) haben acht.. . . » (Lücke) sullen sie uns die andern Sibenhun-
dert mark aue funfundezweuezig mark prusch geben, Also sal man es halden, das
dritte und das vierde virteil..... . (Lücke) noch unser. . . (Lücke), bynnen den
ezehen Jeren weder den herren homeister und den orden. Snnder wir sullen und wel-
len In helfen und rathen bynnen unsern landen, als.. . (Lücke) oder der Orden
empütet, doch mit sulchen vorworten ap wir gemanet wörden von dem herren homei-
ster und dem Orden das wir In czu hnlfe quemen mit... . . . steet, und wir aldo
bey In weren eyn virteil Jares mynner oder me und es sich also fügete das wir heym
ezogen, und sie uns hiessen So sulle wir unser erben und nochkomlinge widerkomen
. . . czu Prusen wenne sie uns das empiten. uff dasselbe gelt ale vor ist geschreben.
Onch sulle wir nnd wellen, den herren homeister und den synen fördern und nicht
hindern in keinerley weyse noch alle die Jene dy dem herren homeister und dem
161
Orden wellen bey legen, Weres ouch dns sieh der herre homeister und der Orden
fredeten mit der Crone ru Polan so sullen sie uns und die unsern mete In Iren
frede nemen, doch also, wenne der herre homeister und der Orden frede wellen
machen, des zullen sie macbt haben. und sal weder uns nicht syn, were aber das wir
oder die unsern gefangene hetten wenne sich der herre homeister und der Orden
fredeten mit der Crone ern Polan, nnd das der herre homeister und der Orden der
gefangenen von uns und den nnsern begerende were, do vor sullen sie uns thuen, als
czwene herren von des ordens wegen und czwene erbare manne von nnser wegen
kysen, das moglichen und bescheidenlich ist. Gescheges ouch das got nicht enwelle,
das una wurden abgeslagen oder abgefangen fünf man, die sollen wir irfüllen bynnen
vierczehen tagen und wo es uns gebricht an den lüten und an den pferden, do gebreche
es uns ouch am gelde noch manczal, were ouch das uns der herre homeister und der
Orden schreben nnd beten, das wir In mer lute anllden brengen, als vil als der lüte
mer werden also vil sal ouch des geldes mer werden und syn, Onch so welle wir und
die unsern, die von unser wegen dar komen, underlegen des Obirsten Marschalks
gerichte exu Prussen durch den willen, das her uns und sie onch neme in syne
beschirmnnge, und wir sullen vor Im nemen und geben recht, alao als das reisegerichte
uswiset und ezusaget, Alle dene obgeschreben rede nnd artikel iclichs besnndern und
ielichs vor sich selben gelobe wir dem herren homeister und dem Orden mit unsern
erben und nochkömlingen bey eren und bey truwen veste und stete czu halden. an
allerley argelist und geverde Czu sicherheit bekentnüsse und bevestunge deser dinge,
haben wir Maczke Borke und Wilke Mandtüffel vorgenant unser Ingesigele von nnsern
rechten wissen, do wir selber kegenwortig woren an desen brieff lassen hengen, Der gege-
ist czu Slochow uff dem huse in den Jaren unsers herren Tusendt vierbundert im
ersten Jore dornoch, am nehesten Sonnobende vor sandt lorenczen tage des heilgen
Merterera.
Original Urkunde ſehr befchäbige (die Siegel ſind abgeſchnitten) im Geheim. Archiv Schiebl. XII.
Nro. 7.
Volgt B. VI. S. 202—203.
M CxXI.
Gerhard von Dewis und Georg von Wedel verpflichten ſich zur Abzahlung einer vom Orden gellebenen
Summe von 200 Schock Böhm. Groſchen und zur Kriegshälfe für den Orden auf zehn Jahre
gegen Polen. — 1401.
Wir Gerhardi von Dewis und Jurge von Wedeln Bekennen offenlich in dessem brieffe
allen, die In sehen, hören oder lesen, das wir unser erben nnd nochkomlinge mit
21
162
rathe und willen unser Sruade hie neden geschreben schuldig seyn und berzalen sullen
Czweihandert schog grosschen Behemisscher munteze und werunge dem Erwirdigen
geistlichen herren, hern Cunradt von Jungingen homeister dütsches ordens und seynem
orden, die her uns durch anser flissigen bete wille fruntliehea und in guten truwen
hat gelegen, und geloben vor uns. unser erben und nochkomlinge bey truwen und bey
eren, aa allerley argelist, und nuwe fände, und mit gesampter hant eyner vor beyde
and iclicher besunders. also dus sich keyner unser von dem andern in desser schult
geaundern noch geteilen moge, die vorgenanten rzweihundert schog grosschen den
egenanten herren homeister und dem Orden uff dem husse Slochow von dem nebesten
sandt Michels tage bynnen czehen Jaren nochenander volgende gancz und gar ozu
genuge ezu beczaleo, Also bescheidenlich, dar wir uff sandt Michels tage, der vom
nehesten zandt Michels tage vort ober drey Jor komen wirt, geben und beezalen sul-
len funfundezweneszig schog behemisscher gresschen uff dem husse Slochow vorgenant,
und sallen dornoch alle Jor uff sandt Michels tag funfundezwenezig schog grosschen
gehen und beczalen, also lange his das wir die vorgenanten Czweihundert jschog
grosschen dem herren homeister und dem Orden bynnen den nehesten czehen Joren
ala ver geschreben ist gancz und gar eu danke beczalen. Teten wir das nicht, das
wir unser erben oder nochkomlinge off die vorgeschriben tage nicht wurden heezalen
als vorgesprochen ist, denne noch iclichem aandt Michels tage der beraalunge vier
wochen geloben wir bey guten trawen das unser jclicher vergeschreben mit exwen
knechten uud drya pferden ungemanet laryten wellen und sullen in die stadt Konicz
in eyne ersame herberge, do wir von des herren homeisters wegen ingewiset werden,
und aldo eyn gewonlich Inleger thaen und leisten, and dor us nicht komen bey truwen
und eren also lange, bis das vorsessen ambeczalte gelt, umb das wir ingeriten seyn
von uns unser erben und aochkomlingen gancz enu genuge beczalet werde, Gescheges
ouch das wir in die Stadt ezur Konicz nieht wurden inryten als vorgeschreben ist aleo
das der berre homeister und der Orden dorumb manen müsten czerunge und müe
dornoch muste haben, was sie das kosten wurde, das sulle wir sampt mit dem houpt-
gelde, an allerley widerrede Iren slechten worten doran czu gelouben gencrlich
beezalen, und wir Heynrich von Guntersperg Ritter, henning von wedeln geloben bey
truwen und bey eren sampt mit Gerhardt und Jurgen unsern franden vorgenant mit
gesampter hant, eyner vor alle und iclicher besuudern, die vorgeschriben ezweihundart
schok grosschen uff die vorgenanten tage dem herren homeister und dem Orden czu
danke czu beczalen, und uff welchen tag wir nicht beczalen wurden. So sal unser
ielicher in eigener persone auch inryteo und leisten in der stadt Mur Koniez in aller-
163
wisse als vorgeschreben ist, Gescheges ouch das der vorgeschreben hurgen irkeyner.
her heinrich oder henning bynnen den czehen Jaren der beezalunge ahgeen worden von
desser werlde, do got vor sey, denne so geloben wir Gerhardt ond Jürge vorgeschreben oder
unser erben, eynen andern gewissen burgen, bynnen czwen monden, an des toden
stadt widersehieken, we wir des nicht enteten o aullen wir inryten und leisten ezur
Koniez in aller wisse ala vorgesehrehen steet, und dorus nicht ezůu komen bey trawen
vad eren bis das wir eynen andern gewissen bürgen doran dem herren homeister
genuge, wider gesehicken. Sunderlichen so geloben wir Gerhardt und Jurge von
Wedeln vorgenant, ver uns unser erben und nochkomlinge hey truwen und bey eren,
das wir dem herren homeister and dem Orden helfen wellen, iclicher mit ezehen
glefenyen, uff den konig und konigreich ed Polan mit seyner etugeborunge jmd synen
heifern, von der gebunge desses brieffis czehen ganteze Jar mit halfe rate und tate,
und bey In ezu bliben die ezeit ober mit sulchen vorworten wenne der herre homeister
uns oder unser erben heisschen wirt Im eza hulfe cru komen uff den konig und konig-
reich cau Polan So sal mans mit uns halden mit dem solde, mit der beczalunge, und
mit allen andern dingen, als mans mit den wedelisschen halden wirt, nach deme als
Ir vorsigelter hrieff, dorynne sie sich ouch sulcher hulfe vorpflichtet haben, rolkomlich
uswiset, und noch dem brieffe sulle wirs ouch wider halden mit dem herren Homeister
und dem Orden. Czu urkunde bervertunge und merer sicherheit desser dinge haben
wir Gerhardt von Dewis und Jurge von Wedeln selbschuldiger und heynrich von Gun-
tersperg und henning von Wedeln burge, unsere Ingesigele von rechten wissen an
dessen brieff lassen hengen, der gegeben ist uff dem husse Marienburg in den Jaren
unsers herren vierezenhunderr dornoch am ersten Jare, am nehesten donrstage noch
sandt Bartholomei tage des heiligen Apostels.
Original⸗Urkunde mit vier wohlerhaltenen Siegeln im Geheim. Archiv Schiebl. XII. Nr. 16.
Voigt B. vl. S. 203.
N CxXXII.
Der Hochmeiſter meldet dem Papſt, dem Garbinal Collegium, dem Könige von Frankreich u. a. das
verrätherifche und feindfelige Benehmen des Großfürſten Witowd gegen den Orden.. — 1401.
Littera seripta domine pape et mutatis mutandis Collegio Cardinalium, Patriarche
Gradensi, Nenpolitano. Bononiensi. et Magistre Bartholomeo de Novaria, ordinis
advocato. Item Regi Francie.
Beatissime pater et domine metuendissime. Ad propaganda in ulteriores gencium
terminos katholice fidei germina, et pro apostolice sedis magnificanda reverencia, plurium
21*
164
venerabilium patrum, Episcoporum, prelatorum nonnullorumque Principum et dominorum
orthodoxorum non perfunctorie fretus consiliis cum Witoldo littwaneram et Ruiheno-
rum duce nuper cum toto Ordine meo pacem perpetuam stabilivi quamquam verebar de
solitis eiusdem prodiciosis machinacionibus, ob quam causam litteris meis distuli S. v.
significare, Nichilominus amore christi, acceptis sui suotumque litteraram quihus melius
valui caucionibus de non molestandis perpetuo quorumeunque christianorum finibus, ae
dilatanda fide katholica in omnibus terrarum suaram nacionibus, servandis quoque aliis
punctis inibi expressatis, sed radix viciosa et marcida in speratos fructus salutis
quamquam sanis irrogaretur consiliis, pubescere non valuit, sed a veritate cito excidens
ad assueta iniquitatis studia, nulla diffidacione antemissa persecucionis rabie atrocius
se convertit, Terram Ordinis mei dietam Samaitbe suis depravatis consiliis ‚et auxiliis
contra eden pacis inite prodiciosius occupavit, fratres et homines Ordinis mei durius
captivari procuravit, municiones pro firmamenta diete terre de novo erectas succendi
fecit, subdiros sen ligios dicte terre, pridem sacri baptismntis unda suscepta et pro more
christiane religionis iam competenter instructos contra Ordinem meum calumpniosis
donis et persuasionibus concitavit et corrupit, Et quod peyus est dictos ab Eeclesie
Romane obediencia retrahendo in abyssum prisiine perfidie destinavit perieulosius et
transmisit, Verum quatinus sue impietatis arcem vallo scrupulose societatis areius
muniret, cum Rege Polonie se suosque littwanos ac Ruthenos scismaticos, ymmo here-
ticos in malum Ordinis mei quinvero tocius christianitais quasi in unum coeuntes et
consencientes, christus et helial, Deus et ydolum contra racionem fidei perversius
colligavit, Que liga tanto periculosior sancte matri Ecclesie extitit, quanto sub christiani
nominis tytulo defensorem sibi (sic) advocat et patronum. Quare Beatissime pater, ad S. v.
apicem pulsatus huiusmodi molestiis cum toto Ordino meo advolo et accurro, devocius
supplicans S.v. Quatenus contra huiuscemodi dampnanda figmenta ab eadem S. v.
remedia quantocius apponantur, ne dissimulanter admissa toti Eeclesie vergant in
interitum et excidium novissimum et gravamen, Contemplantes oculis pervigilis providencie,
quomodo inpresenciarum nacionum populus prochdolor multorum katholicorum Principum
perturbavit et perturbat, vi occupando Imperia, ymmo quod deterios est, suis execra-
bilibus legibus verins erroribus, legem christi pro viribus prefocant et prophanant,
Attendentes igitur Ordinis devocioni toeiusque Eeclesie saluti, et si que predieti
coniuratores, conspiratores et molestatores ad autres 8. v. contra Ordinem meum aliter
quam premissum est exposuerint eisdem fidem S. v. non adbibeat, cum luce .clarius sit,
quod dictus Rex Polonie a dudum et nunc, guibuslibet artis bellice instrumentis dietum
Witoldum de suo Regno armigeris et artificibus, ac longe lateque retro paganos muniat
165
et exerceat, ultra quam scribere valeo, Et novit ille qui nichil igueret, quod dieti Re-
Bis auxilio, multo utputo iam exercitatiores sunt ad gwerras tenendas pagani et scia-
matiei quam plerique christiani seu fideles, qui ante pauca tempora tam exercitati
maniti non fuerint, Personam S. v. sanam et incolumen: conservat omnipotens per
tempora longiora regimini Ecclesie sue sancte, Datum in Castro Marienburg tercia die
Mensis. Septembris Anno M. CCCC. primo.
Abſchrift im Hochmeiſter⸗Regiſtrant Nr. I. d. p. Is.
Voigt Bd. VI. S. 197.
CxxXIII.
König Heinrich IV. von England bittet den Hochmelſter Konrad von Jungingen, er möge den Schotten,
welche zum Einkauf von Waaren und Victuallen nach Preußen ſegelten, weder Schutz noch
Gunſt erwelſen. — 1401.
Nobili ae potenti sacre Religionis viro fratri Conrado de Jungingen Ordinis
beate Marie Theotonicorum Magistro generali amico nostro carissimo.
Henricus dei gracia. Rex Anglie et Francie et Dominus Hlibernie. Nobili ac potenti
sacri religionis viro fratri Conrado de Jungingen ordinis beate Marie Theatonicorum
Magistro generali amico nostro carissimo. salutem et sincere dileccionis augmentum.
Amicicie vestre zelum quenı ad nos et regnicolas nostros geritis aitendentes. illa que
nostri status et regni nostri conservacionem et comodum respicere debeant et si quic-
quam ex adrverso.contigerit eidem amicicie fiducialiter aperimus. Est ita carissime et
hoc ipsum ad vestrsın cupimus pervenire noticiam. quod licet treuge dudum de tempore
predecessoris nosıri domini Ricardi Regis Anglie inter regna Anglie et Francie capte (?)
ianıpridem in tempore nostro interveniente solempni tractatu concordate fuerint et
firmate. ac Adversarius noster Scocie utpote alligatus Adversarii nostri Francie fuisset
specialiter comprehensus in treugis eisdem, dictus tamen Adversarius noster Scocie
spretis quibuscunque racionahilihus mediis ad bonum pncis et concordie resonantibus
sibi inmpridem ad pacifici Regis Regum honorem per Ambassistores nostros oblatis
contra nos et regnum nostrum guerrarum fremitus noviter intentavit, non nostro pre-
cedente desiderio neque culpa causante de quo summe gaudemus in illo qui novit
superborum colla propria virtute calcare, figentes anchoram spei nostre. Cum igitur
Scocie Mercatores ad partes et dominin vestra pro mercandisis eorum et precipue pro
victualibus ibidem emendis indies se divertant nee absque vestratuum auxilio vel
166
farore Scotoram eorundem indigeneie valeat subreniri. Sineeritatem vestram requi-
rimus et rogamus quatinus amodo nullum eis favorem aut presidiam impendatis. ut
clare percipere valeant, quod obtentu federis amieicie quo invicem alligamur. omnem
succursum et humanitatis graciam subtrahitis ah eisdem. Ex hoo etenim faeto nobis
et toti regno nostro patebit Si quod ex parte vesira scripio vel ore promittitur. opere
compleatur. Ad consimilia vero vestre dileceionis intuitu facienda auccewsivis tempo-
ribus in vestrorum hostiun offensionem promptes nos eflerimus et paratos. Datum
sub privato sigillo nostro in Palacio nostro Westmonasterii VIL die Decembr. (1401).
Original mit aufgedrücktem (ſchon beſchädigtem) Siegel im Geheim. Archiv Schlebl. 83. Nr. 4.
Voigt B. VI. S. 287.
V CXXIV.
Swittrigal verfpriht dem Deutſch. Orden Pleskow abzutreten. — 1402.
Ne. Bolealaus alias Switergail princeps et here Littwasie et Hussie et deminus
Podolie notum facimus universis presentibus et futuria, Quod de anno demini. die et
loco subscriptis, cum inter placita inter nos et terras nostras Littwanie et Russie ex
una. venerabilem fratrem Conradum de Jungingen Magistrum generalem suosque pre-
ceptores per Prussiam, ordinis beate Marie hospitalis Jerosol. de domo teotonica ac
terras dicti Ordinis per prussiam et Livoniam parte ex altera ſuissent de et super pace
et concordia perpetua celebrata inter ipsa tractatus exordia promisimus bona fide, sine
dolo et fraude nostrarum litterarum munimine approbare ratificare et gratificare omnia
et singula puncta perpetue pacis et concordie, que in originalibus illustris allexandri
alias Witoldi patrui nostri solempniter confectis et plurium ducum Baronum et pro-
cerum suorum sigillis commanitis vidimus et intelleximus Juculencius ordinata, que
omnia et singula rata et grata habentes dicto ordini ratihabicionis nostre expresse
litteras nostras tradidimus. eadem quasi per omnia continentes solo uno tunc articulo
ex certa sciencia nostra pretermisso, cuius tenor de verbo ad verbum dignoscitur hie
esse, Ceterum terre et dominia Ruthenorum de Plescow qualitercunque sive per nos
sive per ipsum ordinem coniunctim aut divisim acquisite fuerint aut alias qualitercun-
que devenerint. solus ordo easdem perpetuo optinebit, nec unquam bona fide quominus
ensdem optineat impediemus, quem quidem articulum tune propter causas et ex studio
obmissum in nostris maioribus traditis originalibus in presenti privata littera appro-
hamus et ratificamus bona fide. omni dolo proculmoto, Et si quando dei adiutorio
acquisierimus terras nustras quomodocunque salvus et integer manebit dictus articulus
167
Et ad requisieionem venerabilis Magistri generalis presentis, aut cuiuslibet futuri aut
ordinis tui tenebimur dietum artieulam totaliter et sine qualibet decisione nostris
originalibus ducum et procerum nostroram requisitorum sigillis firmandis, una cum
omnibus aliis inserere. Et tunc ut exnune, nunc ut extane aucterisabiliter approbare
bonn fide. In quorum omnium evidens testimonium Sigillum nostrum presentibus est
appensum, Datum Anno domini Millesimo quadringentesimn aecundo. In Castro Sancte
Marie. die seeunda Mensis Mareii.
Original- Urkunde mit wohlerhaltenem Siegel, nebſt einer in Deutſcher Sprache abgefaßten n
Urkunde im Geheim. Archiv. Schiebl. 54. Ne. 3. 4.
Voigt B. Vi. S. 219.
M CXXV.
Bundes brief zwiſchen dem Fürſten Switrigal von Litthauen und dem HM. Konrad von Jungingen.
— 1102.
In dem namen der heiligen und ungeteilten drivaldekeit Amen. Wir Boleslaus anders
Swytrigail von gates gnaden Furste und erbeling ezu littowen und Russen und herre
der Podolien Allen kegenwertigen und nochkomenden den desir brieff vorkumpt heil
und desir teydinge ein ewig gedechtnisse czu dirkennen dy worheit, wendt der merer
des fredes mit synen betwingenden manungen und geboten uns tegelichen ledt czu
dem geisie der eynekeit und des fredes. So achte wirs wirdig, das die voralden misse-
velle, gwerre und leydunge van uns widder den Erwirdegen Orden Sente Marien des
dütschen hueses von Iherusalem lange cziet direzeiget umb die ezuvorsicht des eristenen
gelowhens nu gewandelt werden yn eynen ewigen frede vorgebunge und eyntrechtikeit,
Worumb wir haben eynen tng der ezusampnekommunge gehalden, yn dem yare, tage
und Stat nochgeschreben mit dem Erwirdegen herren Bruder Conraden von Jungingen
hoemeister des Ordens der bruder des Spittals zente Marien des dütschen hueses von
Jerusalem und mit sinen Mittegebietigern, und uf dem selben tage teydingeten umb
eynen ewigen frede czwisschen uns und unsern landen uff beiden sieten, Doselbest
umbetwangen und unbenotet von gutem willen umb der liebe willen des cristengelow-
bens bewiesten wir dy luterkeit unsers gemütes in der nachgeschrebnen wiese, ijn dem
irsten so gelobe wir yn allen unsern landen und luten das wir breiten wellen den
eristenengelowben noch unserm vormögen und czu thun der heilgen Romisschen kirchen
und dem Romisschen Rieche was andere cristen frie koninge und frie fursten pflichtig
sine exu thunde und keine cristene lande ezu heeren, noch gestaten noch unserm ver-
e 168
mögen durch unsire lande ezu heeren, usgenomen gewald und unrecht ab uns dy
werden dirczeiget von cristen, und was uns mögelich tzu thun ist von des cristenen-
gelowbens wegen, das geloheten wir vesteclich tzu dirfullen, Ouch so gelobeten wir
und geloben yn desen kegenwertigen bie guten treuwen das wir von deser tziet und
vurwert halden wellen frede und eyntrechtekeit mit dem Erwirdegen herren Bruder
Conraden von Jungingen vorgenant alle sinem Orden nnd synes Ordens landen beide
tzu Pruessen und ızu lieffland und andirswo die her hat mit ganczer herschaft und yn
synem bescbirme, als dy lande und gegenoten der herren Bischoffen Prelaten und Ca-
pitteln, sie sint geistlich ader werlilich, den frede wir halden sullen veste und unvor-
rucket bey guten treuwen, Ouch so sulle wir nymmer noch wellen keinen bund stiften
noch machen mit keynerley herren, geistlichen noch werlilichen widder den egenanten
Orden Worumb wir ouch vorgeben und verlassen alles leyd das uns von dem egenan-
ten Orden direzeiget ist lüterlieh us unserm herezin, Ouch so haben wir mit dem
vorgeschrebnen herren hoemeister und sinen gebietegern gemachet eyne landscheidunge,
als tzwissen uns und dem egeschreben Orden ewiclich czu halden, An czuheben
an dem obersten orte des werders, Sallyn genand gelegen boben Romeywerder,
also das das ganıze werder ewielich dem Orden bliebe, von dannen von dem obirsten
orte des vorgenanten werders, gerichte ezu gehen uff die Nawese undir dem heilgen
walde yn dem grunde und von dannen tzu volgen der nswese yn dem mittelstrome bys
czu Wiswilten, von dannen gerichte ızu geende ızua Roda dem Steine der do liet in
der A. und Rodr ist genannt, von dem selbin steine gerichte tzugeende bis uff den
Smarden, von, dem Smarden gerichte uffezugeende bis uff den Apeytensee den apey-
tensee uſſczugeende bis an den Brengelischen weg von dem selben wege gerichte
tzugeende bis czu Nenemyten, von der nenemyten gerichte czugeende uff den ort von
der heyde do der born entspringet, von dem borne als der entspringet gerichte tzu
geende do dy Egloffe enispringet, von der Egloffen gespringe gerichte mitten tau
geende durch die wilinisse bis an die Ploskawer grenittze, Dese obegeschrebnen gre-
nittzen sint alle gelegen kegen liefland, Dornoch kegen dem lande kegen Prussen, so
sal der Orden haben dese noch geschrebnen grenitizen, von dem vorgenanten werder
Sallyn boben Romeywerder gelegen gerichte ızugeende bis uff die Suppe und vordan
dy Suppe uff bis do sie entspringet, und von dannen als die Suppe entspringet gerichte
bis uff das Metenflies do is us deme Metensehe vellet und von dannen den Meten-
fliese tzu volgen bis yn die Bebere, und der Beber izufolgen bis an die Mazowishen
grenittzen, Alle dese vorgeschrebne gegenote und lande gelegen yenhalben den gre-
nitzen kegen lieffand und prussen oben usgedrucket mit allem irem nuttze blieben
169
zullen dem Orden ewiglich, der wir ans ouch guntz vortzien yn desen kegenwertigen
und alles rechtes das wir dorynne gehabt haben, Worumb wir des ordens lüte Gebu-
wer, Rittermesige eder ouch welcherley gekunnes sie sint, die noch dem ewigen frede
gestiftet achberlich mit dem Irluchten Allexandro endirs Wytawt genant, entwiehehen sint
us Samayten des Ordens lande tzu deme vorgesprochenen Allexandro, So schire wir wid-
derkomen yn welchirley wiese tzu unsern veterlichen landen mit der hulfe gotes, wir
one alles gefeer, widder antwerten sollen dem vorgesprochenen Orden yn welcherley
gegenoten al unsir lande sie sint, Ouch so sal is sin unser wille, das des vorgenanten
Ordens lüte koufslagen mogen yn allen unsirn lenden frie von tollen und andirn un-
gelden, die wir ouch beschirmen sullen als die unsern, usgenomen alde tzolle die von
alders gesatzt und gewest sint bis an dese 1ziet, und was gebot sien adir gescheen
von uns yn unsirn landen, dorteu ouch vorbunden sullen sien des Ordens Iute, Vortme
zullen wir keinen menschen her sie Rittermesig knecht ader gebuwer ader welchirley
kannes ader wesene her sie, ane orlob des hoemeisters der ızu den trieten sien wirt
vn unsere lande nomen nder setizen, Ouch wo wir yn herverten sien mit dem Orden,
was lute do des Ordens lute vahen, die sullen blieben ire gefangen alleine, Vortme
wo wir ader die unsirn mit dem Orden eder mit des Ordens luten yn herverten sien,
Geschiet do keine obeltet von des Ordens lüten die sal der oberste des Ordens yn dem
heere alleine richten, Geschiet sie ouch yn der gemeyne, das sal man richten und
buessea yn der gemeyne von beidentsiten, Vortmer so sulle wir keinen herren Rittere
adir knecht, kein heer adir keinen menschen eb sie ouch cristen sint wissentlich las-
sen tzien durch unsir lande den Orden ezu beschedigen, Sunder des undirstehn sullen
noch allem unsern vermogen Ouch was menschen geechtet werden in des Ordens len-
den die sullen wir mit nichte hegen wedir den Orden yn unsern landen, Nemlich die
des Ordens landen ader lüten gedreuwet haben Is sie mit slachtunge mortbrande ader
vorretnisse, Vortme sulle wir keyn heer furen durch des ordens lande Is geschee denne
mit wissen und willen des Ordens, und ab wir des Ordens willen dortzu behalden
wurden So sal doch die darchezucht gescheen ane schaden des Ordens, Vortme die be-
richtange lange cziet gehatt obir den ewigen frede und eyntracht von dem Irluchten
Allexandro andirs Wytawte unserm veiter mit dem vorgenannten Orden als von der
vorgebuege der leydigunge der gegenote nnd der Grenittzen lendscheidunge mit allen
andern gesetztzen nder Artikeln als des selben houbtbrives lange tziet gegeben dem
oftegesprochenen Orden klerlicher uswiesen, die alle und besundern wir von rechter
wissenschaft ulhie haben wellen als ab sie yngenlossen weren, usgenomen den
Artikel nicht ufferenehmen dy late der oben gewandelt ist, und den andern
22
170
artikel den wir buesen gelasen haben von rechter wissenschaft, der do lutet obir das
land und herschaft der Ruysen von Pieschkow, und doch gesaczt ist yn dem houbt-
brieve herezoge Wytoldes, wir beweren annamen und loben veste und stete czu hal-
den ane alles gefeer, Ouch wenne uns das gelucke geschiet von der hulffe gotes das
wir czu unsern veterlichen gutern komen So geloben wir mit desin kegenwertigen bey
guten truwen durch grosser bevestunge und sichcherheit wille, das wir denne wellen und
sullen geben einen andern brieff desim brive yn allen dingen gliech, mit der Bayoren
edelingen herezogen und andirer unsirn grosten alle die vorgenant gemachet und ge-
ordent Iczlichs Ingesiegele czu besiegeln, welche von dem homeister und sinen gebiti-
gern denne geheischen werden, Alle dy vorgeschrebne Artikele und eynen Iclichen
besundern yn allen iren luten Wir Boleslaus vorgenant geloben by guten treuwen vor
uns unsire Erben und Mitteerben und nochkomelingen veste und unvorrucket ewiclich
czuhalden, und dorwidder nymmer czu komen noch nymand komen sal yn aller wiesse
mit unserm wissen und willen, wedder mit listen mit geschiedekeit mit rechte mit ge-
wald offenbaer noch heymelich mit Rate ader mit tate, und uff das alle die vorgeschre-
ben teidinge in kraft besteen So haben wir desen brieff gegeben czu latyne und ezu
dütsche oberall glieches sinnes und unser Ingesiegel doran hengen lassen, Der gegebin
ist uff dem huese Marienburg yn den Jaren des herren Tusent vierhundert und dor-
noch im andern iare am andern tage des Monden Marei. j
Original⸗Urkunde (das Siegel iſt abgefallen) im Geheim. Archiv. Schiebl. 54. nr. 1. Die latei⸗
niſche Urkunde gedruckt bei Kodebue Switrigall S. 104. ff.
Voigt B. VI. S. 210.
M CXXVL
Des Herzogs Stemovit von Maſovlen Einlsſungs⸗Brief über das Haus und Gebiet Weze. — 1402.
Wir Symovitus von gotis gnaden herezog in der Masaw bekennen offinbar in dezim
kegenwertigen brive allen den, dy en sehen adir horen lezen, wo is notdorft wirt syn
das wir unsir haws und landt, Weze genant, von dem Erwirdigen geistlichen herren
Conrod von Jungingen, homeister des dütschen ordens sente Marien von Jerosalem, und
syme orden, das sie vor eyne summe geldis, als vor vumftehalb Tusunt und vumfnnd-
virezig schok Bemischer grosschen in vorsatezunge bis her gehalden habin wedir umme
dy vorgenante selbige summe geldis, gancz und gar wedir gelost habin, das hot uns
der vorgenante herre homeister und syn orden das egenante haws und landt Weze
abe getreten, und wedir ingegebin, dorumme vorczeye wir uns mit unsern Erbelingen
171
und nochkomelingen allirley vorderunge und ansproche geistlichis und wertlichis rech-
tis, alle des notczes und genys den der homeister und syn orden bynnen der czyt der
vorsatzunge gebruchet hot, und ouch des hawsis und landis Weze, das sie uns wedir
geantwort und ingegebin habin, Ouch welle wir das alle dy brive, dy wir vormolis
uff dy vorsatzunge gegebin und vorsegilt habin, machtelos und tot sullen syn
eau swigen tagen Czu orkunde stetir haldunge der vorgenanten sache und lo-
zunge der gutir, habe wir Symovitus herezog vorgenant unsir Ingesegil an dezin briff
lasen hengen Geschen und gegebin ezu Thorun in der Jarczal unsers herren virczen-
hundirt dornoch in deme anderen Jare An deme Sontage, als man singet in der heli.
gen kirchen Exurge domine etc. Geszewge sint dy Strengen Ritthere, her Andris
Burggreve czu Ploczk, her Paul, herezog Symeschken Banirfurer, her Daczibog Thum-
herre und Cantor czu Ploczk, und andir vil truwwirdiger geistlich und werlich.
Driginal Urkunde mit dem wohlerhaltenen Siegel des Herzogs im Geheim. Archiv Schiebl. 57.
Nr. 30. -
M CXXVI.
Stibor, vormaliger Wolwode in Siebenbürgen quittirt dem Hochmeiſter über verſchiedene erhaltene Sums
men von der Kauſſumme für die Neumark und ſtellt feſt, wie es mit dem Gut Zandeck gehalten
werden ſolle. — 1402.
Wir Stiborius vormals Woywoyda in Sebenburgen Thun wissentlich allen die desen
briff sehen adir horen lesen. das wir an der Summe des geldes, worumb wir die Na-
wemark vorkouft haben, als der houptbriff usweist nhir den kouff unsers gnedigen her-
ren hern Segismundi konyng czu ungern offgenomen haben von dem Erwirdigen hern
Conradt von Jungingen Homeister dutschen Ordens ezwey tusunt Schog Behemisscher
grosschen und dorezu ouch sost hundert Schog sunderlich an preusschem gelde vom
Tresseler eau Marienburg, und vier Tusunt Schog grosschen vom Munezmeister czu
Thorun und czwenczig Schog grosschen, die herre homeister vorgenant usrichten sal
vor uns hern Heynrich vom Guntersberge, und was wir me werden uflheben czu Tho-
run czur ersten gulden, Dorobir globe wir sunderlich ezu geben unsern qweiet briff
dem vorgenant hern homeister, Vortme ap wir Zandekke das gut nicht freyen mogen
dem egeschreben hern homeister und synem orden, dorambe das eyn czwyvel ist, ven
etlichin es sulle nicht legen in der Nuwenmark, were das nlso, so sullen wir bey gu-
ten truwen czur leczte gulden inne lassen dem herren Homeister und synem Orden
vier hundert Schog Behemischer grosschen, Leyt es ouch in der Nuwenmark, So ge-
22 *
172
loube wir es czu friben von der Egenanten summe uns benumpt in.. . (Lücke) Des
eza Orkunde haben wir unser Ingesegil an desen briff mit rechter wissenschaft lassen
hengen, der Gegeben ist ezu Marienburg uff dem huse an Sendte Jocops tage des
Apostels Im vierczenhundertstem und dornehest im andern yore.
Original⸗Urkunde (das Siegel iſt abgeſchnitten) im Geheim. Archid Schiebl. 43. Nr. 4.
Voigt B. vi. S. 2%.
CxXXVIII.
Die Ritterſchaft aus Dänemark ſtellt ein Zeugniß aus Über den Tod des Königs Olavd, Sohn des Kö⸗
nigs Hako und erklärt den in Preußen ſich aufhaltenden und ſich König Olav nennenden Men:
ſchen für einen Buben und Verräther. — 1102.
Walch zy alle den ghenen de dessen Bref zeen eder horen lezen unde zunderliken dem
Hovemester van Pruzen unde zynen orden unde zynen steden dat uns is tho wetende worden
dat dar eyn bove. velscher unde vorreder komen is in Pruzen de zich hed koning olef de
unser gnedighen vruwen der koningynnen unde eren dren koningriken an groten hoen
unde ent Jeghen an dan heft unde noch deyt. gy schullet dat vor war weten dat he
eyn vorreder unde eyn bove is, unde wy wol weten dat unse gnedighe here koning
Olef de koning haken sone was dem god gnedich zy unde unser gnedighen vruwen der
koningynnen Margareten starf tho valsterboden uppe dem scloete Dar by was zin ho-
vemester her beyent bnge. unde her michel Nute de sin kokemester was dem god gne-
dich zy. unde her decheren de provest tho adense is unde hr. . . (Lücke) de karet-
bete is tho ustede De do tho der tyd zyne kappelanes weren. unde her Jaens Duvne.
her Joens rute her michels Broder. her volmar Jacobunsoen de zyne kemerlingßnz
(Lückt) tho der ıyd unde he in erer beyder arme starf unde stocvisch de zin ole yn
schencke was tho der iyd Desse vorscreven woren alto male by eme do he atarp unde
vele mer gue . . . (Lücke) der unde Knechte woren dar hy in der stad do her
starf. unde uppe de zulven tyd do he starf da was unse gnedighe vruwe de koningynne
tho ustede unde schulde eynen dach holden m... . . (Rüde) ing albrechte, Ok is uns wit -
lich dat he uppe scneden wart unde Balsemet, alsem eynem koning plecht tho doende
unde lach tho valsterboden in der kereken mid unvordeckedem an... . . (Lücke) also
dat oen alleswe mochte under zynen anghezichte zeen. unde zin Ingheweyde wart vo-
ret von volsterhoeden wente tho lunden Dar begroef men zin Ingwede unde beghing
ene . . . (Lücke) nem koning plecht tho beghande Dar arcebischope. ludbischope pre-
laten unde vele gueder Ridder unde knechte by waren unde vele ander guder lude ute
173
denmarke Unde zin. . . . (Lücke) wart vort von valsterboden dor zelant wente tho
zore in dat closter unde wart dar begraven Dar meer koninghe unde konigynnen lighen
begraven Dar wart be na be. . . (Lücke) psalsem eynem koning plecht tho beghande
Dar by weren de holsten beren mid erem rade unde arcebischope unde ludbischope
unde vole guder prelaten unde vele guder ridder unde knechte unde vrowen unde Juac-
vrowen unde ander gude lude ute den steden van den twen koningriken alse Norwe-
ghen unde Dennemarke. Wor umme bidde wy ju leve her hoemester unde juwen
orden unde jawe stede van Pruzen dat gy unsem gnedighen heren dem koninghe unde
unser gnedighe yruwen der koninginnen den tuscher unde boven tho hns zenden De
unse gnedighen vrawen unde uns also vorhonet berachtet unde beloghen heft unde noch
doyt By dessen jeghenwordighen hoden alse her volmar Jacebussoen Ridder unde her
wolf wulflam Borghermester tho dem zunde. Doet hier by alse wy jawer Erwerdighen
herlieheyt wol tho loven wente gy schullen dat vor war weten queme hier eyn....
velscher vorreder tuscher unde . . (2üde) unser heren lande Do zodan tuschenge unde
boveringe uppe In eder uppe Jenighe hoeren eder vorstynnen. hede wy wolden unserm
heren . . . (Lücke) des berichten dat se In ene nicht vor euch entbalden schulden mer
ze schulden ene In tho hus zenden zunder boden unde Breve. unde heren alto male
doet hler im by....... (Rüde) unde vruwe (5) unde wy dese vorder ume iuwen
willen doen moghen unde weret zake dat dit vorscreven also nicht ensebeghe zo vroch-
ten wy dat d. . . . (Xüde) omen dat nicht mitte en were tho beyden ziden wente
uns in dessen riken dat nicht tho lidende ensteyt, wy enmoten aldasdane zake unde
dranele me.. . . (Lücke) vorantworden wente god wol wed dat unse gnedighe
vruwe vorbenant unde wy desser vorscreven valscheyt unde loghen unde droghen un-
schuldich ... . . . . (Xüde) enen heren dencket der np dat wy anders nicht onweten
mer dat unse gnedighe here unde vruwe vorbenomeden unde de in dessen Rliken gherne
ns Juwer . . (Lücke) unde Beste staen hebben unde noch gberne stunden wente
an dessen dach. Wy hier na sereven bidden Ja umme alle desse vorsoreven stücke
alse volmar Jacobusson lumgbe. Thure beynt..... . . . . (Rüde) Brodersson, Algud
mangnusson hinrioh gherdsen. Erik nmmereyse. gutstaf algudson Ridders Axel ke-
teleson. Druwet has. Otto meynstorp. Johannes laurensson. Clawes kabel
(Lucke) kaapen To merer betuchnisse unde bewissinghe hebbe wy unser Inghezeghel
witliken henghet laten neden en dessen De sereven unde bezeghelt is the Zulversborch
e (Lͤcke) nemarke na godes bort verteynbundert Jar in dem anderen Jare vppe
den zeventeynden dach in dem mande Junii.
Original⸗Urkunde (ſehr beſchaͤdigt) mit 12 Siegeln im Geheim. Archiv Schiebl. 79. Nro. 4.
Voigt B. VI. S. 228.
174
N CXKIX. ,
Huldigungs⸗Beief der Ritterſchaft, des Adels und der Städte der Neumark bei ihrer Uebergade an den
D. Orden. Sue 1402.
Wir Heynrich von guntersberg Ritter, Hasse von Wedel, der do wont tau Nuwen We-
del, Alde Hans von Brederlow, der do wont tzu Deresow, Claws von Sancze, Michil
von Sydow und Conrodt von der Marwitz knechte, im namen aller Ritthere, knechte
und Ediynge der Nuwen Marke, und dor czu wir Burgermeistere, Ratmanne und Ge-
meyne desser nachgeschrebin stete, Arnswalde, Fredeberg, Landisperg, Soldyn und
Konyngisperg, im namen aller stete, und nemlich im namen aller Inwoner der vorge-
schrebin Nuwen Marke beyde uff dem lande, und ouch in Steten uff dissit der Oder,
Bekennen offentlich mit craft desses briffes allen kegenwortigen und czukumftigen,
Als der herre Stybor vormals woywoydi end Sybbenbürgen mit vullermacht unsers
allergnedigisten herren bern Sigmundes konigis czu ungern, die vorgeschrebin Nuwe
Marke, mit aller erer czubehorunge recht und redlich vorkoufft halt, dem Erwirdigen
gheystlichin herren, hern Conrodt von Jungingen des Ordens der brüdere des Spypta-
les sente Marien des dutschen huses von Jerusalem homeistere und synem ganczen
Orden, und noch dem, als her uns frey und los saytte alle der Eyde, huldunge und
verphlichtunge, die wir dem vorgenanten unserm allergnedigisten herren, hern Sygis-
mundo, konge czu ungern adir ymande anders in synem namen gethan hatten, und
her uns vulmechtichlich hatte gewist an den egenanten herren homeister und synen
Orden, So haben gesworn und gehuldet beyde wir obingeschrebin und gemeynlich alle
Manne, Rittber, knechte und Edlynge, und dorczu alle Stete, Rad und gemeyne der
vorgeschreben Nuwen Marke mit gutem willen und wolbedochten mute, dem egenan-
ten uuserm gnedigen herren homeister dutsches Ordens czu Prusen und aynem Orden,
und gelobin im namen aller Manne, Ritiher, knechte und Kdiynge, und im namen
aller Stete, Burgermeistere, Ratmanne, Gemeyne und Inwonere der vorgeschreben Na-
wen Marke in guten truwen und eren, sue allerleye argelist, von Im und synem Or-
den nymmerme tzu treten ewiglich. Is wer denne, das uns unser herre homeister und
syn Orde verwiste mit hande und mit munde, mit gutem willen und wolbedochten
mute und uns ledig anytte der huldunge, und swerungen, die wir Im haben gethan und
synem Orden, Vortmer so bekenne wir offentlich mit dissem briffe, im namen
aller Manne, Rither, knechte und Ediynge, und im namen aller stete und
Inwener der obirgeschreben Nuwen Mark das unser herre homeister vorgenant
Czwyne briffe deme lande, Rittern, knechten und Steten der Nuwen Marke gege-
175
ben hat, in den her bestetiget alle unser Privilegia und Vrygheyten, gegeben von key-
sern, keysers kindern. Fursten. nnd herren, rechten herren des selbin landes die sel-
ben czwyne briffe, also gegeben von unserm gnedigen herren homeister sullen unsche-
delich syn allen articulen des houptbriffes obir den kouff des selhen Landes, der ge-
geben ist von dem Aldirluchsten unserm gnedigisten herren hern Sygismundo konge
tzu ungern, Czu merer sicherheit, das wir die vorgeschrebene unser huldunge stete
und veste wellen halden, hab wir obirgeschrebene Ritther, knechte und Stete, im na-
men aller anderen beyde Edlyngen, burgern, gehur, gemeyne adir welcherleye sie synı
in der Nuwen Mark gesessen uff deme lande und in den Steten unser Ingesegil an
dessen hriff lassen hangen, Der gegeben ist czu Arnswalde an deme abunde sancti
Laureneii im vierezenhundersten und andern Jore. ?
Original Ur kunde mit 10 meiſt wohl erhaltenen Siegeln im Geh. Archto Schiebl. 43. Nro. 8.
Doigt B. VI. S. 235.
V CXXX.
Der Biſchof Johannes von Leslau beſtätigt die Anordnung des HM. Konrad don Jungingen in Betreff
des Streits zwiſchen dem Brigllten⸗Kloſter und ber S. Catharinen⸗Kirche zu Danzig wegen ge⸗
wiſſer Einkünfte. — 1402.
Nos Johannes dei gracin Episcopus Wladislaviensis Notum facimus tenore presencium
quibus expedit universis Quod nos eam ordinacionem super redditibus Censibus ac
aliis obvencionibus ecclesie parrochialis beate Katherine in Suburbio Opidi Gdanczk
olim Monasterio beate Marie peniteneium eiusdem Suburbii incorporatis et auctoritate
ordinarin interveniente appropriatis que propter dissensiones et discordias evitandas per
venerabilem ac Magnificum dominum dominum Conradum de Jungingen Magistram
ordinis bente Marie Theutonicorum generalem iuter honorabiles et Religiosos Abba-
tisıam et Priorem Conventus dicti Monasterii beate Marie ex una, et Discretum virum
dominum Johannem Lobedaw Reetorem ecclesie parrochialis beate Katherine predicte
parte ex altera facta extitit legittime de voluntate et consensu utriusque parcium pre-
nominatarum, sicut in litteris eiusdem venerabilis ac Magnifici domini Magistri gene-
ralis prefati super huiusmodi ordinacione confectis et ipeins Sigillo roboratis dietisque
partibus concessis plenius contiaetur, ratificamus approbamus ac perpetuis temporibus dura-
turam et irrefragabiliter observandam presentis seripti patrocinio confirmamus. In euius rei
testimonium Sigillum nostrum presentibus duximus appendendum, Datum et actum in
176
nostra Curin Subcaw die ultima Mensis Augusti Anne domini Millesimo Quadringen-
tesimo seeundo.
Otiginal,urkunde (dad Siegel iſt adgeſchnttten) im Geh. Arch Schiebl. LXIII. Neo. 4.
M CxxXXIl.
Schreiden des Raths don Lübeck an den Hochmeiſter In Betteff ſeines Streites mit det Könizin von
Danemark wegen Gothland. — 1402.
Eximio et venerando domino domino Conrado domus theutunieorum Sancte Marie
Iberosol. Magistro generali Nostro fautori sincere dilecto reverenter d.
Uns vrundliken luttern willen to aller behegelicheit vorsereven Erwerdige here.
Sunderge ghuner. Alse iuwe herlicheit ans latest seref hegherende dat wi unses Ra-
deskumpan up den dach to Calmerer senden wolden, um der schelinge willen de is
twischen der hochboren furstynnen. der koningynnen von denemarken, unde iuwe her-
licheit, als um Godland, dat wi um des besten unde iuwer leve willen, do gherne de-
den . . Nu hebbe wi vornomen dat eendels der iawen. de gi dar sand hadden, nenen
ende ghan konden mit der irgen. vrowe koningynnen, in der sake, so dat ze to iuwer
herlicheit wedder keret syn, um een endiger antwerde to er von inwer herlicheit wed-
der to bringende vor sunte Michels dage negest komende, Bidde wi iuwe Mechtige
werdicheit dat gi iuwe gude dar to keren, unde den zulven iuwen boden een endiger
antwerde mit umder macht an der sake mede geven willen, dar ane dat meene beste
to betrachtende, unde to besorgende, als dat de sake yo to desser tid eenen gude ende
krighe wente uns dat wesen dunket vor alle desse Jande unde stede, unde sundergen
vor den gemeenen copman, unde wi ok um des willen unse boden, de wi dar hebben,
enboden hebben. dat se id dar so lange vorholden, bet dat de iuwer wedder to enko-
men Hir um neme iuwe herlicheit desse sake destebet to herten. up dat menghes gro-
ten ungemakes, unde unwillen, de wi dar ane vruchtende sind neen behuf dorve don
dat wille wi gherne vorschulden des iuwe gutlike antwerde unde desser bref is twe.
een to lande. de ander to water, up dat erer een yo vord kome, Screven under unser
Ingezegele in sunte Egidius dage anno MCCCCH,
Proconsules et Consules
Civitatis Lubicensis.
Original im Grheim. Arch Schlebl. 87. Nr. 1.
Boig: B. vl. S. 831.
176
M CXXXIL
Der Hochmeiſter erklaͤtt dem Markgrafen Wilhelm von Meißen, wie Küſtrin in des Ordens Beſit ges
kommen und daß er zu einer Verbindung mit ihm geneigt ſei. — 1402.
Marggrafe Wilhelm von Myssen,
Leluchter forste grosmechtiger lieber herre, euwer herlichkeit briff uns nehest gesant
wir wol vornomen und wirdiclichin empfangen haben, und als in dem selben euwir
grosmechtikeit schribet von der Innemung der alden Marke etc. Seyn wir ernstlicbin
gros gefrabet, nemlicbin des, das euwer herlichkeit unser lande Nokebur ist wurden,
went wir unczwiuelich euwir durchluchten grosmechtikeit des getruwen und ganez
hoffen, das euwer berlichkeit unser und unsers ganezen ordens gnediger beschirmer
und gunner, als sie allewege gewest ist forwerter werde bleiben, Ouch als enwer
durchluchtikeit schreibet, das Kostryn euwer grosmechtikeit pfant sey, das euwir ber-
lichkeit der herre von Wartenberg mit gewalt vorhalde und begert, das wir uns doryn
nicht sollen stosen noeh domete werren, lieber herre euwer grosmechtikeit als unserm
besundern herren wir thun czu wissen, das unser gnediger herre der konig von ungern
sante mit voller macht herrn Stybor von syner wegen ezu uns, der uns in synem na-
men vorkowfte recht und redlichin umbe eyne genante sume geldes, der wir eyns teils
alreit beczalt haben, die Nuwe Marke mit aller ir ezugehorunge und nemlicb Kostryn,
welchs kowfes her uns ganes czu geweren, und ouch ezu freihen mechticlich hat gelonbt
und getruwen des gancz eawer herlichkeit das sie uns und unsern Orden in,eym sul-
chen nicbt werde hindern, sunder das euwer grosmechtikeit uns me hulflich und for-
derlich dorcza werde seyn, das wir ouch bitten mit begirlichin fleissigen beten und
wellens sampt mit unserm ganczen Orden noch alle unserm vormogen allewege vor-
schulden wo wir sullen. Snnderlich als euwer grosmechtikeit uns schreibet von eyner
vorbyndunge etc, Besunder lieber herre, Synt das wir nicht mogen wissen, in welcher
weise die vorbyndunge sulde wesen, mogen wir ouch euwer herlichkeit nicht do von
undirrichten, sunder wen nu in der Innehmunge der Alden Marke euwir durchluch-
tikeit neken sich wirt den greniczen unser lande, ist es euch beheglichin, So geraucht
uns eigentlichen mit euwirm brife undirrichten alle euwer begerunge, in welcher weyse
die vorbyndunge Ir begert czu haben, Dor uff wir mitsampt unsern Gebietigern gerne
gedenken wellen, und euch entlich denn schreiben wellen unser gebitiger und unser
willen und was uns fuglichen ist czu thun dorynne, wir ernstlichen euwir grosmech-
23
178
tikeit gerne wellen czu willen werden, Geben off unserm huse Stum am Montage nach
aller gotsheiligen tage im ÄIIII* und andern iare.
Abſchrift im Reglſtrant. des HM. Konrad von Jungingen Nr. I. p. 47—48.
Voigt B. VI. S. 228.
M CXXXIII.
Der Hochmeiſter erklärt dem Markgrafen Jobſt von Mähren, auf welche Weiſe der Orden zum Befik
der Neumark gekommen und welches Recht er auf Küſtrin habe. — 1402.
Margraffen Jost.
Irtuchter forste grosmechtiger besunder liber herre. Euwer grosmechtikeit briff uns
gesant haben wir wol vornomen, in deme Euwer durchluchtikeit schribt begernde, das
wir uns yn euwir erbe nicht seczen noch werren wellen etc. grosmechtiger lieber herre,
wie das land die nuwe Marke an uns und unsern Orden homen ist, das hat euwir
hochwirdikeit yn unsern briffen wol vornomen, Dor obir ihun wir euwir herlichkeit
ezu wissen, das wir noch dem vorgenanten lande ny gestanden haben yn keyner wise
wie wol gefach und vil von des selben landes wegen rede an uns quomen, Idoch we-
ren wirs gerne obirhahen gewest, und wolden uns mit nichte undirwinden do noch ezu
steen, Sunder ofls leczte als unser herre der konig von ungern syne Erbar botschaft
und briffe ezu uns sante und an uns begernde was, das wir uns des landes undirwinden
wolden, mochten wir durch synir Iybe wille nicht wol mynner do czu thun, noch In
mit fuge von uns vorwysen, uns was von nymande wissentlich deme is wedir were,
hetten wir gewost, das is euwir grosmechtikeit ader ander unger herren wille nicht
were gewest, wir holten uns dor ane wol haben vorwart, und getruwen czu euwer
durchluchtikeit als czu unserm besundern herren, das Ir uns eyn semelichs, do mit wir
dem egenanten unserm herren konige ezu lipnisse und czu dinste getan haben, nicht
werdet vorkeren noch czum ergsten wenden. Als euwir grosmechtikeit yn dem selben
briffe vorischribt, wie Ir horet, das wir do noch steen, ap wir Kostryn czu uns brengen
mochten eic. geruche euwer durchluchtikeit ezu wissen libir herre, das wir Kostryn
ezu der Nuwen Marke vorsaczt ist czu getruwer hant und alle manschaft des selben
landes spricht, das Kostryn y czur nuwen Marke habe gehort, anders haben wir ouch
ny gewost, und were uns getrulich leit, das wir dor inne weder euwer durchluchtikeit
thun solden wir getruwen des unczwiffelich ezu unserm herren konige von ungern,
das her uns noch uswisunge synir briffe, die wir haben, das land sampt mit Kostryn
179
ken euwer grosmechtikeit und eyme Idermanne von allirley manunge fryen werde, und
hoffen nu aynen gnaden, wenne her eau euwer durchluchtikeit komen wirt, das hera
mit nlien dingen ken euwer herlichkeit also wirt entrichten, das Ir unser und unsers
Ordens gnediger herre und vorderer werdet bliben, Als wir ouch mit flissigen bege-
rungen bitten das Ir geruchet czu sien, wend wir gar ungerne anders vorscholden ader
wissen welden. Vortme als euwir grosmechtikeit schribet unsern Steten und mannen
obir der Oder czu gebiten das sie den euwern behulfen sien eto. Irluchter forste und
liber berre, noch euwir grosmechtikeit begerunge wollen den unsern yn der Nuwen
Marke gerne gebiten lassen, dus sie euwir durchluchtikeit luten noch irem vermogen
mit fliese sollen behulfen sien yn allen mogelichen sachen, nad wo sie is mit füge
und mit redelichkeit thun mogen, und bitten das ouch wedir den unsern eyn semelichs
von euwir herlichkeit Juthen wedirfare, und nicht alleyne dor an, sunder wo wir oder
die unsern euwir durchluchtikeit ader den euwern yn keyner wise behegelich mogen
werden, das wellen wir noch unserm vormogen alle exit gerne thun mit willen. Geben
ezum Sthume am Montege noch Katherine Annan CCCC secunde,
Abſchrift im Megiſtrant. des HM. Konrad von Jungingen Nr. I. p. 49.
Voigt B. vi. E. 227.
M CxxxIV.
Der Hochmelſter widerlegt die Klagen des Könige von Polen Über ihn und rechtfertigt ſein Verhalten
gegen dieſen. — 1403.
Herczog Ruprecht von Legenicz.
Irtuehter ſürete und grosmiechtiger besunder herre. Euwere gunst fruntschaft liebe
und warunge die Ir bewiest ond that uns und unserm orden wir euwer grosmechlikeit
begerlich danken. besunder der copie des elage brives, die der Konig von Polen um-
sendit uns gesant von euwer grosmechtige irluchtikeit danksagelich offgenomen ha-
ben, der elage doch der Konig nicht thuen sulde bynnen frantlichen teydingen, dy
wir in desem Jore gefurt haben mit Im und mit den synen und hetten uns der clage
nicht vorsehen, Doch das unser gerechtikelt klar und offenbar werde euwerer grosmech-
tikeit und allen andern unsern herren unsers ordens frunden wir des ordens sachen wid-
der den egenanten konig kortzlich beruren bitiende das Ir die unvordroslich ufnemet
dirkysende dor us unsere gerechtikeit adder scholde, Is geschach nneh der Zeit als her
gekronit wart zu dem Riche von Polan und iu mit dem Orden unvorsunet bynnen offene
23 *
180
krige wedir littewen und Russen. das der Orden hilde ettliche Tage mit Im und den
synen us dem Riche von Polan, Anmantende, welde her cristeu syn, das her die cris-
tenheyt und den Orden der dss Orley furet wedir In und dy lande als litoweu und
Russen versicherte noch gnuge der heiligen kirchen und des heiligen Riches, das keyn
umslag geschege als vormols gescheen was und lys deu Orden by synen briven und
frienthen dye her bewisen mochte und die gegeben woren ven Pabisten, keysern und
synen vorfaren und das ny mochte geschen noch hntigestages geschiet, alleyne her sich
schribt Obirster forste tzn littowen und Russen, und in der tzit hilde Schirgal des ko-
nigs bruder nnd dornoch Witoud der sich der lande littowen und Russen hilt eyuen
obirsten fursten nnd herren als syne brive uswisen das Orley widder den Orden dem
der konig us dem Riche zu Polan half mit volke Wopen, Harnusch, Bochsen pferde
mit mancherley werkmeystern tzu Orley und hutes tages thut, der nngenode wir dicke
uns dirclagethen an unserm heiligen vater dem Pabiste, an dem heiligen Riche, fur-
sten und herren, das uns ny mochte rot geschen, Dornoch als Witoud vorgab, her were
gut cristen und dy synen und schreyb das von Im obiral uff eyn vorsucheu, mit Im
ezu cziten frede wart gehaldeu, bynuen den frede her swerlich beschedigite den orden,
off das letzte als nu Michaelis dry Jar syut dirgangen. wart eyn frede mit Im gemacht
zu ewigen geziteu vorschrebeu und vorsigilt... Bynnen dem frede santen wir Wytowd
unser luthe zu holfe wedir die Tarteren do onch mete czogen vil erbar Rittere und
knechte us dem Riche zu Polan, und wusten nicht andirs mit dem Konige von Polan
und mit Wytoud, den landen littowen und Russen wen liebe und fruntschaft, Dornoch
kurtzlichiun uoch dem Jore derselbige Wytoud von antrage des Konigs von Polan sich
nmbthat nnd ving unsere Bruder und Inthe, vorbrante unsere Newe gebuweten huser,
berobithe nns unsere lande und lutheu Samaythen dy do kortzlich do vor hatten an sich
genomen dy toufe und sich dirboten in allen dingen als willige gehorsame und als dy
di gute eristen meynen zu werden, die selhigen undirsossen des Ordens und des lau-
des vorgenant umbthet der konig von Polan und Wytoud mit gobe und mit gelde, und
dornoch erger synt wurden wen vormols y und haben dernoch vorbrant kirchen ge-
lestirt und gesmehet dy Martyr unsers heren dy bilde der Jnnevrowen Marie und der
heiligeu geschossen und zu hauwen und gros unfur do mete getreben haben, us dem
yo zn bewisen ist, das des cristenthum mit dem Konige und Wytod nicht gros zu
loben ist. Nemlich wen als wenig das Rich cza Polan eres eristenthums sichir ist als
unser orden, ans bedunket nnd ist also das der littowischen und Rassen land. slos
adder vesten keyns inne haben die eristen das man Ir sicher were sander dy ungeloy-
bigen die beweldigeu sie noch selber. Ouch lieber here unser besunder frunt, als der
181
Konig egenant obir uns elnget, wir haben Im das lant Dobryn ahehendik bracht, 20
geruhet czu wissen, das uns das selbige land vorsatzt ist umb eyne merkliche summe
geldis von deme der des selbigen landes eyn frier furste was, des erben noch hutes
tags leben, den wirs noch halden czu getrulicher hant in vorsatzunge, dor obir haben
wirs dem konige und dem Rich von Polan angeboten ufte, aie schaffen das der erben
lob und gunst sie die unser brive dor obir haben und beczalen uns unser gelt doruf
gelegen und vorbuwet als die brive uswisen, Wir wellen In das selbige land williclich
abtreten, sost ist is uns nicht mogelich noch erlich ezu thuen, und als der konig kla-
get, das wir mit ym nicht wellen dorumb an das recht, wir haben uns y und y dorzu
dirboten, der konig thu uns als wir geschreben haben, dor obir hot her icht widder
den orden, wir wellen gerne mit ym an das recht, do wir mit rechte uns sullen vor-
antworten, also doch das her uns widder entworte des wir Im beschuldigen wellen, wy
fügt uns umb laude mit ymandis zu rechten dy unser nicht syn czu eginschaft, neme-
lich wen dy noch leben, dy sich der lande ezu czien. Ouch 20 ist is offenbar das der
Irlachte Ladislaus seligen gedechtnus von Opil, der uns das lant vorsatzt by syme
leben sich dorzu dieboyt, her welle das gerecht werden vor dem Rich zu Ungern und
ouch zu Polan vor fursten Im ebenmessik, das her das selbige land fry hette und mocht
is vorkaufen adder versetzen wem her welle, Is mochte Im ny gescheen, jdas wol
wissentlich ist unserm gnedigen heren konige von Ungern, der noch lebet. Wy fugt
uns nu, dorumb czu rechten mit dem Konige. Das sint unser antwort uff des konigs
clage kurzlich berurt, alleyne wir aost vil sachen hetten widder yn, wen is zu clage
qweme. Worumb bitten wir euch, grosmechtiger herre, das Ir uns vorantwortet kegen
andern unsern herrn, wo ihr moget und nicht böret smeliche elage, noch czu herezen
nemet, wen wir fruntschaft und liebe vil gesucht haben an ym etc.
Gegeb. zu Marienburg am Donerst. nach Epiphanie im XIIlI® und dritten Jar.
Abſchrift Im Reziſtrant des HM. Konrad von Jungingen No. I. p. 50.
Volz B. vi. S. 242.
N CxXXV.
Rechtfertigung des Hochmeiſters gegen die Anklagen det Königes von Polen bei dem Könige von Frankreich
und den Reichsfürſten. — 1403.
Littere sequentes latina et Theutunicalis eiusdem tenoris misse fuerunt ad Franciam
Regi et ceteris dominis, et ad partes Almanie Principibus et dominis hincinde
diversis, in quibus Ordo conqueritur de Rege Polonie et Witowdo.
Universis et singulis katholice fidei zelatoribus Regibus Principibus tam spiritualibus
qusm temporalibus Comitibus, Baronibus, Nobilibus, Proceribusque quorumcunque sta-
182
tuum vel graduum fuerint. Frater Cunradas de Jungingen Magister generalis Ordinis
Sancte Marie hospitalis Jerosolimitani de domo Theutunica. Continuam precam nostra-
rum instanciam cum humillima recommendacione. Serenissimi Preelari ae Magaiſiei,
Intelleximus iteratis vicibus, qualiter Rex Polonie, Ordinis nostri frequeus delator.
apud universitatem vestram, post amicabiles tractatus eum eo et suis de Hegno Polonie
habitos, sanam nostram famanı insperatis querelia atrociter diverbatur et laceasit con-
staneiam zeli nosiri in negocio katholice fidei. arroganeiam suam iniuriam nostram ia-
stieiam sui obprobrium et confusionem nostram reipublice providenciam capeiosis nomi-
nihus enunciat et appellat. Bonn nostra in malam convertens. et ad instar correctoris
existimat quod ignorat, Malens nos esse desides in commissis et remissis, quam alacres
et devotos, revocare nos studet a prosecucione katholiee fidei enntra littwanos inſideles
ac Ruthenos scismaticos, contra quos tamen ene infidelitatis merito Apostolica ac Im-
perialia privilegia eas acriter impugnandi nobis tradita sunt et deereta. Reet ete-
nim de sui et suorum penitenein ac conversione congratulari nos oporteret. msi timot
de inconstaneia ei fieeione e contrario nos terreret, Plerumque in hiis negoclis amore
bone fidei varia mala pertulimus, Idee non mirum quod tociens lesi non facile dietis
vel eciam confictis aequiescamus iaetans illos Neophites, quos a lege domini adhue
perspieimus alienos, novos in fide cororato nomine aeticat, quos adhue intus manens
vetustaa erroris et infidelitas vite veteris reprobat et condempnat, extortis acousacionir
bus fabalatur non esse Eeclesiarum sunram kathedralium ac aliarum vastaeiones, qui
gracia dei uuiversalia matris Keclesie. docente experiencia usque ad mortem sumus in-
fatigabiles propugnatores, et quales essemus matris zelatores, si convineeremur zuaram
filiaram corruptores, Sune preter monnsteria et oristi Ecclesias antigaitus propter disper-
sionem et captivitatem christi fidellam ereeta seu erectas, non occurrit nobis, si aligua
Ecclesia inibi de novo alt erecta de qun posseı tamgauam de sun gloriari, qaiaymmo
magis erubescere, quod suis ıemporibus nulla aut paueissima accesserunt. Altipendit
suo ingenio, illic fabricas christifidelium Ecelesiaram quasi sumptaosas, que considera-
eioue exacta. ad Ecclesias scismaticorum vix valent ut tuguria seu domuncule ad aulss
et pallacia comparari, Testatur pro sg quod non nıetu concussus aut terroribus pulsus
ad fidem convolaverit ete. hulns puritatem novit ille qui nichil ignorat, an sola fides
aut dominia Regni Polonie fuerint in conceptu, sed bene mirum, quod ad arcem tam
inopinati culminis sola locione sacri baptismatis, eciam cum jiactura alterius preclaris-
simi principis valuerit sublimari, ita ut eius ingressus ad fidem fuerit alterius egressus
a regno, Cum tamen minus perichlum (!) domesticis fidei institisset, si huiusmodi fidei
nostre advena apud suos pretensos neophitos ad consiliandum periculis profuturis tanto
183
tempore remansisset, fuit forte ei alia concausa sui Baptismatis quatenus infideles et
seismatici sub umbra sui acquisiti nominis, dudum gracia dei in viribus thabefacti, eis-
dem resumptis, eontra Ecclesiam dei precipue contra nos et ordinem nostrum inra-
lescerint, excubiasque pro F.celesin ordini nostro ereditas interrumperent, et sic se in
suis execrabilibns legibus relevarent, Memores semper quid Orientali Ecclesie, Grecis
Armenis in Regno Cipri in Sicilin, alülsque piurihus partibus mandi. eristianis acciderit,
et ut non estimetur vanunı et cassum que de dieta misera gente, cum pene paries pro-
ximus ardent, vestris duminacionibus tam magno serio enarramus, heu horum omnium
argumentum evidens est, et omni excepeione mains, quod dietus Rex n tempore sue
promocionis, quasi malieus sacre milieie fuerit, Armis Armigeris Instrumentis variis
bellieis, studiosis artibus, Artifieibus, Thoracibas, Cassidibus, loricis, pixidibus, equis,
ymmo quolibet genere armorum et modorum se forcius muniendi, Littwanos dictos et
seismaticos hereticos, consiliis et auxiliis atrocibus confortavit et confortat, Ex regnn
interim Polonie, cum quo a longe retronctis temporibus pacem perpetunm astipulavimus
fortes auxiliarios et stipendiarios illie destinavit, pacem inter Ordinem nostrum et
Regnum Polonie dudum multo studio congestam et firmatam, ut premitiitur, pro niehile
eomputans, malens forte non esse quam esse, ut pariter sui conmixti validius cristifide-
Ubus insurgerent, ac Ordinis nostri genus funditus tollerent et delerent. Quo pacto
dietas Rex censebitur bonus katholicus, qui contra Canonam prohibicionem, in tales
excommunicacionem proinulgantem, fovet Seismatieos, ymmo hereticos videlicet Ruthenos,
qui utique sunt dure cervicis et cordis indomabilis, dampnatam heresim de processione
spiritus saneti tantum a patre procaciter tenentes et pertinaciter defendentes, Eecclesie
Romane inobedientes, sacranıenta nostra prophanantes, plurimos alios dampnatos erro-
res babentes, eristifidelibus opido infestiores, quam quecunque alia gens barbara et eru-
delis, Hos omnes divino timore postposito, eciam ulteriores geneium naciones supra
moduni acutos et exercitatos faciens ad gwerras contra crisıiianos, quorum studia ae
ingenia haut dubium, contra aacre milicie exercieia perpetuo permanebunt, Sicque fit
ut per occasionem sui patronatus, pluries eristifideles interficiet mortuus quam vivus,
Quo modo ergo sıabit dietam saum quo asserit non libenter velle madefieri sangine
eristianorum, cum jam censeatur iumersus et intinctus, et timere habet, ne dampan-
bilius inmergeretur et execrabilins aspergetur. Cum enim veri et fieti katholici iuxta
sentenciam Salvaioris differenter a fructibus cognoscantur, Respondent Rex pro se primo,
qui sunt fructus aue fidei, suntne ea que premisimus, persequi fidei domesticos et pro-
sequi scismaticos et hereticos, ac alios a fide peregrinos, Demum respondent pro Wi-
towdo duce ut pretendit sue gentis actore. dampnati sceleris prodicionis et apostasie,
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Suntne imti cristianos erudeliter trucidare, Ecolesias eristifidellum prophanare, ymagines
crucifixi, beate virginis marie, alioramque sanctorum transsagittare, contemptibiliter in
altum suspendere, et ostentui habere Fratres Ordinis sine diffidacione hostiliter capti-
vare, fidem sollempniter stipulatam irritare, casıra Ordinis pro mnnicione cristifidelium
erecta solotenus concremare, Terras Ordinis auferre et contra lusticiam occupare, sa-
erificlis infidelium et scismaticorum assenlire, que omnia per Samaytenses facta sunt
Anno preterito, cum aliis adiunctis, ut taceamus pessimis christianis consillo et auxilio
dicti Witoldi qui modice tempore ante baptizati, execrabiliores facti sunt quam fuerunt,
Nec excusandns est Rex, sed gravibus pulsandus est questionibus, qui post tanta flagi-
ela dictos ydolatras cum Witoldo fovet et protegit quantum valet sed et ante factum
donis et xeniis, aliisque variis modis dictos a subiecelone Ordinis revocavit, Verum
prefatus Witoldus aliqnot vicihus ad graciam Ordinis est receptus, associatusque eristi
fidelibus spe proficiendi in bono, sed tociens reversus ad assueta malicie pacis federa
violavit. Novissime videns nos aversos, eumgne suis et suorum demeritis fregnentibus
expedieionibns fatigari, ceperunt dieti Rex et Witoldus Ordinem nostrum apud sedem
Apostolicam aliosque principes sibi favorabiles multipliciter defamare, confingentes zuos
subditos esse bonos katholicos, nec querere nos cristiane religionis augmentum, sed
duntaxat eorum terras et dominia possidere et habere, quamquam eorum ficcionum co-
ments patefecimus dicte sedi, aliisque prineipibus, innotescentes varia pericula ecclesia
katholice profutura, nichilominus sileneio et paciencia tolerati in snis frivolis querelis
iugiter perstiterunt, Quo viso ne imputaretur nobis personale seu privatum comodnm
quamgnam verebamur frequentatum malum de dieto Witoldo et eius gente, Tamen ad
plus experiendam sui statns condicionem bona fide pacem perpetuam cum ipso et terris
snis videlicer Littwanie et Russie, firmavimus munimentis et litteris, modis melioribus
quibus valnimus, multis episcopis et prelaris interessentibus roborantes Et in signum
amicicie sincere assumpte in sui adiutorium quosdam nostros armigeros fratres et bo-
mines dum iret idem Witoldus contra Tbartharos destinavimus, et in pluribus aliis
expedicionibus nostrum purum declaravimns animum et affectum, qui tamen postea in
brevi, ut verisimiliter credimus, suggestione prefati Regis et suorum a fide pacis per-
petue prestita pestifere resililt, nulla causa racionabili perurgente, propter quod nimis
vilis factus est reiterans vias suas nequissimas, ad solitum prodicionis vomitum redeundo
in featres Ordinis nostri et homines et in mala que supra premisimus nerius deseviendo,
Ita ut novissima illius facta sunt peyora prioribus, et exagitatus nequioribus in vora-
ginem perfidie profundius ceeidit et descendit, Hec de Rege Polonie et Witowdo vestris
magnificenciis significamus obnixe in domino nniversitaten vestram exorantes, Quatenus
185
si aliquando dieti huiuscemodi querelis anres vestre dominacionis occupaverint, petita
snrda et inexorabili audiencia pretereatis, dum non querant que dei sunt sed que sua.
Est insuper aliud motivum (!) Regis supradietum, tantum concernens Regnum Polonie,
de quo eciam apud vestram dominacionem nos querelis percutit et fatigat, Exponens
qualiter dueatum Dobriaensem de suis manibus acceperimus, et non curantes sibi de
institicia respoudere etc. Noscat dominacio vestra, quod quidam IIlustris Ladislaus
dux Opolieusis felicis memorie, dieti ducatus verus dominus sicut idem asseruit! dum
adhuc esset in humanis, quod nullias homagii vel servitutis fuerit obnoxius, atque
dictum dncatum habuisse iusto tytulo permutacionis, cum omni proprietate et sie ma-
nutenuisse et possedisse, quem nobis dudum exposuit obligandum pro certa pecunie
quantitate, sed predecessor noster pie memorie, distnlit obligacionem assumere ex cer-
tis causis, sed postquam prefatus Rex de Littwania prometus ac receptus fuerat in
Regem Polonie, penitus Ordini uostro reconciliatnm et implacatum, utputs stautibus
publicis gwerris, Timens dietus predecessor noster ei sul, quod dicta promocio ad Reguuin
tam vicinnm acticata et practicata fnerit in extermininm Terrarum Ordinis sul, obli-
gacionem dudum oblatam de dicto ducstn aeceptavit et approbavit ob sui defensam,
Tradens litteras suas dietus dux, et in eventum redempeionis litteras ab ordine resu-
mens, Promisit quoque Ordini, quod ab omni instancia ecisn cuiuscunque impetentis
de jure vel facto, nos certos vellet reddere et quietos, hoc idem ex postfacto fecit in
presencia Serenissimi domini Segismundi Regis ungharie ac Serenissime domine Hed-
wigis Regine Polonie, offerens se in presencia ipsorum sui ducatus libertatem et tytu-
lum probaturum, Iste dux posten defunctns, reliquit heredes, quibuscum nobis satis-
factum fuit iaxta obligacionis seriem, ad restitucionem proculdubio tenebimur via iuris,
Quo contra dietus Rex ad juris et iusticie ordinem nos evocat, cupiens experiri de
causa nobiscum, Econtra extra iadiciam replicando dicimus, quod non teneamur cum
sint heredes superstites, sibi quomodolibet respondere, Eo quod non simus proprietarii,
sed duntazat usufructuarii, unde salvo honore in preiudicium heredum nichil ordo po-
terit per causam vel-occasionem quedlibet alienare. Que quidem altricacio sepius ven-
tilata in tractatibus et placitis habitis hineinde, in quibus nos semper ad bonum pacis
obtuli maus, desiderantes videlicet in ensum et eventum, quo dictas Rex obtinere poterit
ab heredibns liceneiam redimendi, dietam obligacionem et summam in litteris desnper
eonfectis expressatam integre exsolverit, quod tune ad cedendam nos babebit beuivolum
et paratum, @ni nichilominus spreta nostra voluntate, hineinde nos querelis exasperat
et fatigat, vestris magnificenciis ad quelibet beneplacita nos et Ordinem nostrum
cum devocione hnmili iugiter commendamns.. Datum in Castro Sacte Marie
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186
XXIII die Meneis Aprilis Anno domini Millesimo CCC Ce tereie Sigillo nestzo pre-
sentihus subappeaso. 2
Abſchrift im Regiſtrant des HM. Konrad von Jungingen No. I. p. 21—22.
Voigt B. VI. S. 242—245.
M Cxxx vl.
Der Marſchal des Woiwoden Stibor von Siebenbürgen quittirt über 18,250 Ung. Gulden, die er vom
Gtoßſchaͤffer des D. Ordens von der Verkaufsſumme der Neumark erhalten dat. — 1103.
Ich Fricz von groser Budnn, des Edlen hera Stibors von Stiboricz vormals Waywoden
in Siebenburgen Marschalk Bekenne offenlich mit diesem briff das ich habe enpfangen
von dem Erberen herren Jobann Tirgart gros Scheffer zu Marienburg, als von des
kouffa wegen des landis Nuwemark uber der Oder Acheren tausent und drittebalb-
hundert ungerischir gulden, des selben geldis sage ich an meiner vorgenanten bern
Stibors stat den Grosmechtigen herren Brudir Conrad von Jungingen Homester deuchs
Ordens und seinen Orden quitt ledig und los, Mit urkund dien briſſes varsegelt mit
meinem ufgedruckten Sigel. Geben zu Thorun am nehesten Montag noch dem Sun-
tag als man singet Invocavit Noch eristi geburt vierczehenhundert Jar und dornoch in
dem dritten Jare.
Original auf Pergament (das Siegel If abgeſprungen) im Geh. Archiv Schiebl. 43. Nro. 5.
Volgt B. vi. S. 250.
M CXXXVU.
Appellation des Hochmeiſters Konrad von Jungingen wegen des Befehls des Papſts Bonifacius IX.,
keinen Krieg mit den Litthauern zu führen. — 1403.
In nomine Domini Amen. per hoc presens pablicam Instramentum omaibus ianotes ent,
qued Anno Nativitatis eiusdem Millesimo. Quadriagentesimo Tereio Indiceione unde-
eima. die decima Mensis Decembris Hora Nora vel quasi. In preurbio Castri Marien-
purg Pomesan. dyoc., dome habitacionis Magistri generalis et in loco sui eonailii, Pon-
tifieatus Sanetissimi patris ac domini nostti domini Bonifacii divine provideneis pape
Noni. anno XIII, In mei Notarii pabliei sc Testium subseriptorum presencia perso-
naliter constitutus venerabilis ac Magnificus dominus. Frater Conradus de Jungingen.
Magister generalie. Ordinis beate Marie de domo Teuthunien, quandam cedulam in
papirto conscriptam sppellacionem continentem. quam tunc in manibus auis tenebat,
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alta et istelligibili voce, de verbo ad verbum ab eins prineipio nsgae ad finem animo
eandem appellacionem interpoaendi, lagi mandavit, appellavit apestolos peciit protesta-
tes fuit, eı alia fecit que in endem Cedala continebaatur et eontinentur, Cuius quidem
Cedule Tenor de verbo nd verbum seqaitur et est talis In christi nomine Amen. Et
si leges Sanetiasime appellacionis Remedio gravatos causa personalis seu private uüli-
tatis attencius relavent, Quanto magis illos qui contra timores nocturnos tribulacionum seu
persecueionum causa publice utilitetie, quinymmo necessitatis jugiter excubant, ad fini-
timas pnrtes Sancte matris Eoclesie se et san ad ultimum exponentes debeant ab
illatie gravamiaibus. videlicet a megocio pronmbulante in tenebris idest ficta katho-
licis et a demonio meridiane sciamaticis et infidelihus grneiosias relevare, Hiace est quod
ege Frater Conradus de Jungingen Magister genernlis Ordinis beate Marie de demo
teuthunien Constituius eoram vobis henerabilibus viris hic setantibus et 1a Notario
publico ut publica et antentica persona animo appellendi at provocandi ad eedem apo-
stelicam gravatus quodam Rescripto eu mandate apostolico surreptice inpetrato, pro-
pono et dieo, Quod naper videlicet aecunda die Decembris Mensis, dietum Reseriptum
apostolicum clausum pro parte Regis Polonie japerratum per quendam militem michi
fait presentatum, Quo cum reverencia qus decuit assumpto, et diligencius perlecto, idem
repperi per veritalis suppressionem at infra patebit clarius. ymmo contra celeberrimam
ab elym Sedis apostolioe pro augmente orthodoxe fidei provisionem ag defensionem
reipublice ples presumens importunitate precinm, qaam equitnie legum extortum neu
optentum, Tenor autem Reseripti preſati. de verbo ad verbum continencie talis erat,
Bonifacius episcopus. servus servoram dei. Dileetis filiis Magistro ac universis fratri-
bus domus Sante Marie Theutuaicorum in Prassie ac vieinis partibus conetitutis Salu-
tem et apostolicam benedicelonem, Et si ex fervore zeli domus domini quam ipse nobilicet
immeritis gerendam ex threno sue ineffabilis elemencie tribuit circa ea que pacem et
tranquillitatem enactorum christifidelium nntriant et extollanı assidun meditnciene. nos
invigilare eonveniant propensioribns samen atudiis erga salutem et comoda conversorum
ad fidem katholicanı eo vigilancius expedit providere. quo fides ipsa per huiusmodi
eonversionem maiorn zuscipit incrementa, Nuper siquidem non sine gravi amaritndine
cordis nesıri querelosa iasinuacione Carissimi in christo filii nostri Windisslai Regis
Polonie illustris percepimus nos quorum esset spechalis defensionis auziliis, ipsum Re-
gem ac Neophites christinaos eidem subditon, per Littwaniam partesque finitimas com-
morasies semper protegere et n quibusvis jagruenciam malorum incarsibus ob divini
naminis gloriam incensaater eripere, contra Regam Nenphitos ac partes haiusmodi bellis
iruculentissimie absque racionabili causa iugiter affligere ae immanlıer passim homines
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neci tradere et plusquam hostiliter euneta vastare in salutis animarum nostraram dispen-
dium, ac illorum inexterminabile detrimentum, et de quo anxiemur acerbius in magnam
illis in partibus confurionem prefate fidei, pro qua predecessores nostri tot dudam
laboribus fidelissime laborasse noscuntur, ac de vobis peranten laudabilia testimonia
dicebantar minime desistntis, sed indies acerbius non valentibus eorum preeibus exurgitis
ac feralius in eosdem, Et quoniam parum esset querere nisi quesita studiosa diligeneia
servarentur vestroque nomini qui pro conversione huiusmodi coutinue ac commendabiliter
pro superne maiestatis Reverencia vos vestram ad iguominiam cederet, si sie conver-
sos affıcere contra iusticiam presumatis. Eapropter universitatem vesiram que continue
sedem apostolicam eonsuevit filiali Reverencia venerari, et eius monitis effectunliter
inherere, paternis ac piis affeetibus exhortamer in domino, eidem nichilominus per
apostolica scripta distriete precipiendo mandantes, guatinus pro nostra et apostolice
sedis Reverencia contra Regem Civitates. Terras, loen Littwanie et neophitos supra-
dietos nullam decetero per vos vel per alios. quovis quesito eolore. Injuriam. Molestiam
vel offensam realem seu personalem presumatis inferre, nec quantum in vobis fuerit
ab aliis permittatis inferri, quousque de ac super discordiis ac causiz turbucionum, quss
hamani generis hostis inter illos et vos suis nepharia suggestione ac more iam tandem
seruisse dinoscitur, duxerimns fine debito declarandum, Intendimus enim auper pre-
missis ac dependentibus plenarie informari, ita ut auditis hincinde propositis super
quibus nliquem plenarie informatum. mandatumque hahentem sufficiens, ad nostram stu-
deatis presenciam celeriter destinare Similique modo oratori prefati Regis iniunximus,
dante domino valeamus prout in desideriis gerimus cordis nostri omnem scandalorum
materiam inter Regem. Neophitos, ceterosque Subditos ipsius, et partes illas ne vos
vobisque suppositos russitatam pro incrementis saluhribus orthodoxe fidei anlubriter com ·
mutare ac pacificis studiis prout debitum apostolice servitutis exposcit salubriter com-
munire Ceterum quis concernencia turbacionem aliquam prefate fidei maxima veniunt
diligencin pertrnetanda. volamus ac apostolica auctoritate decernimus, ut siquis contra
premissorum observaneiam aliquid quomodolibet presumpserit attemptare eo ipso se no-
verit excommunicacionis senteneiam incursurum, a qua preterquam in mortis articulo
ah aliquo nisi duntaxat a Romano pontifice valeat abselucionis benefieium obtinere, Da-
tum Rome apud Sanetum Petrum V. Idus Septembris Pontificatus nostri anno XIII.
Verun cum predecessores mei et ego cum toto Ordine meo semper eramus sicud et
sumus filii obediencie. nee umquam pretergressi sumus studio yotam Mandsti apostolici.
Quinvero super erogantes nos et nostra ad dilatandam vinenm domini Sabaoıh et ad
strenue gubernandum Salomonis lectulum christi videlicet Ecclesie indefesse prelia
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domini contra oocursus infidelium et Scismaticorum tyranidem a centum annis supra
et citra siue interpolacione seu interrupcioue gessimus bons fide, et nisi arcus pervigil
instancie in manu valida contra eos coatinuntus et extentus fuisset, dudum non dico
vieiuns partes sed et tota almania et ulteriores partes fuissent ferocius devasınıe, et a
christi jugo execrobilibus geneium legibus viciate Cuius argumentum liquet ex pluribus
bistoriis, Aceidit quadam vice ut inter Ordidem et Littuanos per sedem apostolicam
Trenge essent mandate sen indicte, Sed prochdolor Treugis non louge stantibas tantum
iavaluerunt, ut usque in Frankenforde circa Oderam terras intermedias devastarent,
plerosque christianos captivareut, Ceterum in innumera multitudine interfectis, Simile
aceidit de quodam Rege Littunuie et Russie, qui per octo anuos se finxit katholicum,
poat quos advolutabram perfidie pristine peremptis multis fratribus ac christifidelibus
pacem traculencius violavit et corrapit, Insuper accidit tempore Karoli ulümi Impera-
toris dire memorie. Quod daces Littunnie Rigorem preliorum subterfugere cupientes.
pecierunt fiete. Quatenus ad eos sollempues nanccios dirigeret, qui iuter ipsos et Or-
dinem pacis federa stabilirent eosque christi fide insignirent, qui venientes spe pro-
missi cum eosdem hortamentis sanctis sd fidem iustruerent, nomen christi quod dissi-
mulate optaverant. in ridieulum et fabulam perverterunt, sicque coutigit ut nuneii
cassi et vacui redieruut. Temporibus presentibus infra quindecim auuos vel citra,
Allexander alias Wytoldus Magnus priuceps Littuanie et Russie vertiginem spiritus
paciens plusquam tribus vieibus ad fidem christi faciem verteus et tergn et quociens in
recidium proruit tociens quasi irrecuperabilia dampua intulit christianis fratres iuter-
ficiens, fortalicia conflagrans post se derelinguens iufelicia tradimenta cimereo, tam
multiplieiter vicibus sum cum Ordine meo a dietis principibus littuanie et Russie sub
bona fide delusus et tam varie dampnificatus, Et quorum Collusio tocieus Sauctitati
sedis apostolice clarius denunccinta sit, Nou puto verisimile. quod dominus noster
apostolicus don hahita clara informacioue Ordinis mei. nee vocata parte presertim cum
et tempore date defunctus fuerit Ordinis mei procurator geueralis, velut ad simplicir
partis solius verba. Tam maturam universalis Ecclesie providenciam et hacteuus mi-
sericorditer adiutam in labrieum et in devium exponere Emulisque crucis christi Ordi-
nem meum et me, christifidelesque vieinos in ambiguum tradere et in interitum. Quare
nppellando et provocando nd sedem »postolicam propono et dico. Quod dietum Reserip.
tum sit per veriistis suppressionem impetratum, preteren in Rescripto suppressus est
allexauder seu Wytoldus Magnus princeps Littuanie. qui tocuis gwerre presentis causa
est iupulsiva per se et inmediata Cum ipse spoliaverit me terris Ordinis mei et hodie
detinet occupatas. nec ad restitucionem flecti potest nisi per bella ut timeo. Item taci-
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tum est qualiter inter Ordinem meum et Terras Ordinia ex una, Terras Littuanie et
Russie ex alia parte, ante quinque annos presentihus multis venerabilibus patribus
Episcopis. Principibus, ac prelatis. pax perpetua tune sollempniter edita fuit et firmata.
que si exposita fuisset Sanetitati sue. declaracionis ulterioris non easet luens. aicut nec
esse debent, cam restitueione habita amplius non esset vestigium discidii aut ullius bolli
Ex quo sequitur, quod impetraus male narraverit, quod sine raeionabili causa bella
truculentissimn adrversus litiuanos et partes fiaitimas Ordo committeret et haheret, Cum
omni racioni et juri consoaum sit. at spolintus ante omnia restituntur. Sin autem spe-
liato salvum sit. ut agat pro re sun, preteren dictus Allexander alias Wyteldus succendit
quoddam Ordinis Opidum nomine Memla per suos, plurimam cedem inibi faciens qui
ymagines crucifixi virginis gleriose ac sanctorum contemptibiliter blasphemarunt di-
membrantes decapitantes ac in altum contomeliosius suspendentes, En qusles fructus
fidei nostrorum ndversariorum, qui non inmerito comparari possunt infructuose ficulnee
sen fieui fatue cum vepribus et palmitibus aridis concremanda, Item tacait impetrans
Terras Scismatioorum videlicet Ruthenorum et hereticorum que forte deenpla laciores
et maieres sunt terris Littuanie duns forte significare voluit per adiunetur quo dieitur
in Rescripta per Terras finitimas etc. multo maiora per minora volens ineludi. contra
sacionem juris, vel timuit Ruthenos exprimere, ne detegeretur calampnia et pateretur
super optatam repulsam. Qui quidem Rutheni heretiei aunt, Spiritum Sanctum a patre
et filio precedere pertinaciter negant. Item Ecelesie Romane non obediunt, nostra Sa-
eramenta prophanant, aliosque multos errures habenten, gens uwtique attrita fronte. dure
verricis et indominabilis corde existens, Sed quia Rex Polonie se pretendat heredem
Russie posito. quod sit Mirum est quod tanto tempore quo Insignia regalia christifide-
liam tenuit, quod tam paucissimi aut nulli a suis inſelicissimis ritibus ad sancta matris
Eeclesie gremiaum aint reducti, Et vix tergiversari potest quin eis tacile cunseneint,
rel pocius expresse, Cum ensdem defendnt et eommuniat. Armis Armigeris et variis
bellorum Instrumentis supramodum eos acutos reddat contra christi Milieiam, Insuper
eciam ultro gencium naciones. unde merito vereri dehrat excommuniencionem latnm,
Ex quo arma ut prefertur et similie transmittet ad Rothenos Seismaticos et pnganos.
Insuper qaia Receptator delensor et fautor extat hereticorum ridelicet Ruthenorum nt
premisi, Item ia Rescripto apostelico nulla apparet totela caueio seu suffictens secu-
ritas propter quas negoeiam belli posset differri, Cum plaries nos suis fraudihus per
Treugas fietne. et sunpensas ad inestimabilia dampna perdaxerunt. Neccomode capit (F)
dilacioneın preliorum suspensio contra predietas Listuanos et Ruthenos Scismaticos cam
de die in diem simas in pericalo, quod ad placitum nos nostros et nostra perimant
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et invadaut Nee obstat quod Rex Polonie simile accepit Reseriptum eum in terra
Lietunnorum pro modice cernatur (7). Sed Wytoldus de quo supra u longis temporibus eon-
tra Ordinem meum egit bella et tante pot estatis fuit in dietis Terris, quod eciam fratres
prefati Regis Polonie expulit et quosdam captivarit omnia eorum bonn sibi confiseande,
dieens bine vode et vadit. veni et venit unde et unus fratrum dieti Regis Polonie. no-
mine Swittgal apud me sie expulsus tenetur et ſovetur, quem idem Wytoldus u suis
patrimonialibus penitus elisit et exelusit, que omnia arguunt potestaten Wytoldi in
dietis terrie, Quare non videtur racionabile, quod cum illo pacem quo ad terras Littuanie
er Russie stabilia quovismode qui non habet potestatem paciscendi sine dicto Wytolde,
euius fidei et scriptis minime credendum est propter iteratus tradiciones ac diffieillime
posset excogiteri modus, quo possem abaque ambiguo cum Ordine meo certificari nisi
per personalem eius cnpeionem. Confidens igitur Saaetitati domini nostri Apostoliei.
quod si sic expedite informata fuisset Mandatum de pace servanda tam facile non de-
disset et nisi obstaret vieiom surrepcionis tale Mandatum faisset, quod me ad perien-
losissimum inconveniens eum toto Ordine meo obligasset, terminos christifideliam in
incertum posuisset et pro futuris pericalis minime precavisset Quapropter ex premissis
eausis senciens me et totum Ordinem meum, fratres Preceptores Officiales quoscunque
layces Clerum ac presbyteros sicud et totum clerum et populum in Civitatibas et extra,
ubique terraram per Prassiam et Livoniam gravatos eum omnibus nabditis cuiuscunque
status sunt per dietum Mandatum eum adiuneta sibi pena Quynimo omnes Episcopes
prelatoe et Capitula omniam Eeclesinrum Rygensis provincie sub ordieis tuieione po-
sitoe et posits. Ipsum Archiepiscopum Rygensem Tharbatensem Osiliensem Curonien-
sem Culmensem Pemezaniensem Warmiensem et Sambiensem eum omnibus suis sub-
ditis euiunque condicionis fuerint omnes dominos principes Milites advenas peregrinos-
que. ubicungue terrarum in suhsidium contra infideles et Seismaticos advenientes seu
adjavantes qui michi adherent seu adherere volentes. in hiis scriptis ad sanctnm sedem
apostolieam ei dominum nostrum papam. provoco et appello et apostolos primo secundo
et tercio instanter instancius instantissime micht dari peto, si sit qui michi dure velit
et posset. Submittens me cum Ordine meo toto Clero et popule in Civitatibus et extra
quibus omnibus una nobiseum necessaria est defensa communis cum omnibus adherentibus
et adherere volentibus sub proteccione dicte Sedis et protestor de insinuando et notificando.
declarando. corrigeudo. prosequendo. et innovando, hanc meam appellacionem seu alias
appellaciones. in hulusmodi facto interponendas, Et de petendo Apostoloe. dum. quando.
abi. quos et a quibus michi et Ordini meo seu dietis dominis visum faerit expedire et
de petenda restitucione et de omni Juris Beneficio michi conpetenti et eonpetituro. loco
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et tempore oportunis et facienda alia circn appellacionem seu appellaciones. et ad finem
debitum deducenda, que fuerint necessaria seu oportuua omnibusque executoribus si qui
dati sunt ocensioni dieti Mandati, Inhibeo eciam quantum de jure possum ne post et
contra nppellacionem seu appellaciones, contra dicıos dominos Episcopos. Prelatos. et
Capitula. me, preceptores, Oſficiales quoscunque ac subditos Ordinis. aut dietaram Ecele-
siarum michi adherentes aut adherere volentes quoquomodo ad gravamen. procedant, .
aut in meum. Ordinisque mei vel in dietorum dominiorum, Episcoporum et Capitaulorum,
Cleri et populi in Civitatibus et extra preiudieium faciendo, aliquid innovent vel
attemptent, Volens et protestans si secus a quoquam quomodolihet actum seu eciam
nttemptatum fuerit provocacio et appellacio huiusmodi. que futura respicit, Extunc in
vim appellacionis et provocacionis transseat et vertatur. Supplicans humiliter et devote
domino meo Apostolico Quatenus defectus et obscuritates huiusmodi presentis appella-
cionis vel cuiuscunque altius in causa pro parte Ordinis mei interposite suppleat supple-
tos et cxcusatos habere dignetur Si qui fuerint in eadem super quibus et singulis et
omnibus peto per te Notarium publicum hie presentem subastancium Testimonio michi
de premissis omnibns et singulis sive unum vel plura publicam Iustrumentum vel In-
strumenta publica. Acta sunt hec Anno Indiccione die Meuse hora loco Pontifientu
quibus supra Presentibus honorabilibus et religiosis viris Preceptoribus ac fratribus
dieti Ordinis Wilhelmo de Helfenstein Maguo Commendatore Conrado de Lichtenstein
in Elbingo supremo hospitalario. Johsnue Rumpenheim in Cristpurg supremo Trap-
piario Commendatoribas Bnrkardo de Wobeke Thesaurario Alberto Comite de Swarez-
purg Commendatore in Danezk. Johaune Ryman Canonico Pomezaniensi decretorum
doctore, Johanne Ochman dieti Magistri geueralis Cappellauo, Petro de Lapide arcıum
liberalium Magistro, Gregorio de Bisschoffiswerder et Rulando Clericis Pomesan. dioc.
Nominatis ıestibus ad premissa specialiter vocatis et rogatis.
Et ego Bartholomeus Strume quondam Theoderici strume filius Clerieus
Pomesan. dioc. publicus Imperiali auctoritate Notarius prescripte appellationi,
leceioni et iuterposicioni, omnibusque aliis et singulis suprascriptis, cum sic ut
premittitur, per dictum veuerabilem ac Magnificum dominum fratrem Conradum
de Jungingen, Magistrum generalem agerentur et fierent, una enn prenomi-
natis Testibus presens fui, eaque sic fieri vidi et audivi in notam recepi pu-
blicam et exinde presens publicum Instrumenium extraxi et scripsi, et hie me
(Sıgnum subseribens manu mea, signum meum solitus Rogatus et Requisitus apposai
Nuten.) in Testimonium premissorum.
Original im Geheim. Archiv Sciebl. 62. Nr. 9.
Voigt B. VI. S. 252.